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    12.Predigt – Nach der Kamelschlacht

    12.Predigt – Nach der Kamelschlacht
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    (Diese Predigt wurde gehalten) nach der Kamelschlacht.

     

    Als Allah ihm den Sieg über die Leute der Kamelschlacht verliehen hatte, sagten einige seiner Gefährten zu ihm: „Ich wünschte, dass mein Bruder soundso uns gesehen hätte, damit er hätte sehen können, wie Allah dich über deine Gegner hat obsiegen lassen“, und er antwortete ihm: „Hatte dein Bruder Liebe für uns?“, und jener bejahte es.„Dann hat er uns gesehen“, sagte er (Imam Ali, a.) „und wie er uns gesehen hat! In dieser unserer Armee waren Leute anwesend, die (noch) in den Lenden der Männer und in den Schößen der Frauen waren. Die Zeit wird sie hervorbringen, und die Überzeugung [iman] [1] wird durch sie gestärkt werden.“

     

    Erläuterung

     

    Wenn ein Mensch in seinen Taten unzulänglich ist trotz (ausreichender) Mittel und Ausrüstung, ist das ein Hinweis von Willensschwäche. Aber wenn auf dem Wege der Handlung ein Hindernis liegt oder sein Leben endet und infolgedessen seine Handlung unvollendet bleibt, dann wird Allah ihm in diesem Falle den Lohn nicht versagen auf der Grundlage, dass die Handlungen nach ihren Absichten beurteilt werden.Da auf jeden Fall seine Absicht darin bestand, seine Handlung auszuführen, verdient er zu einem gewissen Grad auch Lohn.

     

    Was die Handlung angeht, so kann es sein, dass er keinen Lohn bekommt, weil Handlungen auch mit Sich-Zeigen oder Vortäuschen verbunden sein können, aber die Absicht ist in der Tiefe seines Herzens verborgen. Sie können aber auch keinen Anteil an Sich-Zeigen oder Angeberei haben.

     

    Die Absicht würde auf der selben Ebene von Ehrlichkeit, Wahrheit, Vollkommenheit und Korrektheit selbst bestehen bleiben, obwohl aufgrund irgendeines Hindernisses die dazugehörige Handlung nicht erfolgt. Selbst wenn es keine Gelegenheit gibt, eine Absicht zu fassen, aber wenn Leidenschaft und Eifer im Herzen vorhanden sind, dann würde ein Mensch Lohn verdienen aufgrund der Gefühle in seinem Herzen. Das ist das, worauf der Befehlshaber der Gläubigen (a.) in seiner Predigt anspielt, nämlich dass „Wenn euer Bruder mich liebt, dann wird er am Lohn derer teilhaben, die sich ihr Martyrium zwecks unserer Unterstützung gesichert haben.“

     

    [1] Der Begriff „iman“ wird oft mit „Glaube“ übersetzt, ist aber mit Überzeugung besser umschrieben.

     

     

    Quelle: http://www.balaghah.net