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    132.Predigt – Warnung vor dem Tod

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    (Diese Predigt wurde gehalten als) Warnung vor dem Tod und (als Aufruf zur) Enthaltsamkeit vom Diesseits.

     

    Wir lobpreisen Allah für das, was Er genommen oder gegeben hat, und für das, was Er uns geschenkt und womit Er uns geprüft hat. Er kennt all das Verborgene, und Er sieht alles Geheime. Er weiß, was die Herzen verdecken und was die Augen verräterisch verbergen. Wir bezeugen, dass es keinen Gott außer Ihm gibt, und dass Muhammad der von Ihm Ausgezeichnete und Auserwählte ist, in geheimer und offener Bezeugung durch Herz und Zunge.

     

    Teil der gleichen Predigt

     

    Bei Allah, es ist ernst und kein Spiel, es ist die Wahrheit und keine Lüge. Es ist nichts als der Tod, und sein Rufer ist vernehmbar, sein Antreiber mahnt zur Eile (Vorkehrungen zu treffen). Lass dich von der Mehrheit der Menschen nicht über dich selbst betrügen. Du hast doch gesehen, wer vor dir kam, der Reichtümer angehäuft hat, Minderung fürchtete und sich vor den (üblen) Konsequenzen sicher fühlte durch seine weitschweifigen Hoffnungen und der (vermeintlichen) Ferne des Todes.

     

    Dann entriss ihn der Tod seiner Heimat und nahm ihn fort von dem Ort seiner (trügerischen) Sicherheit. Sie werden über der vollen Härte des Schicksals getragen. Ein Mann nach dem anderen ist mit ihm beschäftigt, sie tragen ihn auf seinen Schultern und halten ihn mit den Fingern. Habt ihr denn nicht diejenigen gesehen, die weitschweifige Hoffnungen hegen, befestigte Häuser bauen und viel anhäufen, wie ihre Häuser zu Gräbern und das, was sie angehäuft hatten, zu Ruinen wurde?

     

    Ihre Reichtümer gingen auf ihre Erben und ihre Gattinnen über (und) auf ein anderes Volk. Sie können ihren guten Taten nichts hinzufügen, noch Allahs Barmherzigkeit für ihre schlechten Taten erflehen. Deswegen, wer immer sein Herz Gottesehrfurcht fühlen lässt, tritt mit guten Taten hervor und seine Taten sind erfolgreich. So eilt zu guten Taten und arbeitet für das Paradies, so gut ihr könnt: Denn das Diesseits ist nicht als dauerhafter Aufenthalt für euch erschaffen worden, sondern es wurde vielmehr als ein Übergangsweg erschaffen, damit ihr euch bis zum Reich der Ewigkeit mit (guten) Taten ausstattet. So beeilt euch damit und seid nahe bei euren Reittieren für die Abreise.

     

    Erläuterung

     

    Der Hinweis „Ein Mann nach dem anderen ist mit ihm beschäftigt, sie tragen ihn auf seinen Schultern und halten ihn mit den Fingern“ ist auf die Sitte unter Muslimen zurückzuführen, dass die Anwesenden bei einem Leichenzug sich darum reißen, auch einmal den Sarg bzw. den Leichnam tragen zu dürfen, was dazu führt, dass „ein Mann nach dem anderen mit ihm beschäftigt ist“, ihn zu tragen.

     

    Quelle: http://www.balaghah.net