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    157.Predigt – Ansporn zu Gottesehrfurcht

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    In dieser (Predigt) spornt er die Menschen zur Gottesehrfurcht an.

     

    Alle Lobpreisung gebührt Allah, Der die Lobpreisung zu einem Schlüssel für das Gedenken an Ihn gemacht hat, zu einem Mittel der Mehrung Seiner Gnaden und als Wegweiser zu Seinen Wohltaten und Seiner Größe.

     

    Ihr Diener Allahs, die Zeit wird mit den Überlebenden verfahren, wie sie mit denen verfuhr, die schon gegangen sind. Das, was dahingegangen ist, kehrt nicht zurück, und das Vorhandene bleibt nicht ewig bestehen. Diese (Zeit) tut am Ende das, was sie (auch) am Anfang getan hat. Ihre Schicksalsschläge folgen aufeinander und suchen einander zu übertreffen, und ihre Banner unterstützen einander.

     

    Es ist so, als ob ihr zur „Stunde“ getrieben werdet wie die Kamelstuten, die sieben Monate kein Junges und keine Milch hatten, von ihrem Treiber getrieben werden. Wer sich mit sich selber beschäftigt, ohne das Böse in ihm selbst [nafs] zu bekämpfen, wandelt verwirrt in den Finsternissen und wird von Vernichtung gefangen genommen. Die Satane bestärken ihn in seinem Frevel und lassen ihm seine schlechten Taten schön erscheinen. Das Paradies ist das Ziel der (in guten Taten) Wetteifernden, und das Feuer das Ziel der das Maß Überschreitenden.

     

    Wisset, ihr Diener Allahs, dass die Gottesehrfurcht eine starke Festung ist (für den), der zu ihr seine Zuflucht nimmt, während die Lasterhaftigkeit eine gedemütigte Festung ist. Sie kann weder ihre Bewohner verteidigen noch die zu ihr Fliehenden beschirmen.Höret! Mit der Gottesehrfurcht wird der Stachel der Fehltritte abgeschnitten und mit der sicheren Gewissheit erreicht man das letztendliche Ziel.

     

    Ihr Diener Allahs, (seid ehrfürchtig gegenüber) Allah, (seid ehrfürchtig gegenüber) Allah in den Angelegenheiten eures Selbst, die für euch am schwersten wiegen und euch am liebsten sind: Allah hat euch wahrlich den Weg der Wahrheit klargemacht und den Pfad dorthin erleuchtet. So (wählt entweder) anhaltendes Leid oder andauerndes Glück! Rüstet euch daher aus in den Tagen der Vernichtung[1] für die bleibenden Tage, (d.h.) das Jenseits.

     

    Ihr seid auf die (Notwendigkeit der) Ausrüstung hingewiesen worden, euch wurde befohlen, abzureisen und ihr wurdet angespornt, schnell zu reisen[2]. Ihr seid wie Reiter, die Halt machen und nicht wissen, wann ihnen der Marschbefehl gegeben wird. So hütet euch, was soll jemand mit dem Diesseits machen, der für das Jenseits geschaffen wurde?! Und was soll jemand mit Reichtum anfangen, dessen er binnen kurzem verlustig gehen wird, während ihm nur seine üblen Folgen und Rechenschaft dafür bleiben?

     

    Ihr Diener Allahs, das, was Allah an Gutem verheißen hat, darf nicht aufgegeben werden, und das Schlechte, was Er untersagt hat, darf nicht gewünscht werden. Ihr Diener Allahs, hütet euch vor einem Tag, an dem die Taten genauestens untersucht werden, an dem es viel Erdbeben geben wird und (sogar) die Kinder ergrauen werden.

     

    Wisset, ihr Diener Allahs, eure Seelen sind Wächter über euch, eure Glieder überwachen euch und wahrhaftige Wächter (tun das auch), die eure Taten und die Anzahl eurer Atemzüge festhalten. Die Finsternis der dunklen Nacht kann euch nicht vor ihnen verdecken, noch kann ein verriegeltes Tor euch vor ihnen Deckung bieten.Sicherlich ist das Morgen nahe an heute.

     

    Das Heute wird mit dem gehen, was es enthält, und das Morgen wird mit dem herbeigebracht, was es mit sich bringt. Es ist so, als ob jeder von euch an einen Ort auf der Erde gelangt ist, an dem er allein ist, nämlich den Platz seines Grabes. Was für ein Haus des Alleinseins und Ort der Einsamkeit und einsames Exil ist für ihn bestimmt.

     

    Es ist, als ob der Ruf (der Auferstehung) schon zu euch gekommen ist, die „Stunde“ über euch gekommen ist und ihr (aus euren Gräbern) hervorgetreten seid für die Zeitspanne der Gerichtsbarkeit. Die Falschheiten sind von euch hinweggenommen worden und eure Ausflüchte wurden hinweggefegt. Die Wahrheiten über euch haben sich als wahr erwiesen. Eure Angelegenheiten gehen ihren Weg zu ihren Ursprüngen. So lasst euch durch Lehren mahnen, zieht eure Lehren von den Wechseln des Schicksals und profitiert von den Warnern.

     

    Erläuterung

     

    Immer wieder bietet Imam Ali (a.) seinen Anhängern seine Dienste auf dem Weg Gottes an und ruft sie auf, von seinen Warnungen zu profitieren. Aber nur die Wenigsten haben seine Warnungen berücksichtigt.

     

     

    [1] Gemeint ist das Diesseits.

    [2] Gemeint ist zu guten Taten zu eilen.

     

     

    Quelle: http://www.balaghah.net