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    162.Predigt – An einen seiner Gefährten von den Bani Asad

    162.Predigt – An einen seiner Gefährten von den Bani Asad
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    (Diese Predigt wurde gehalten) an einen seiner Gefährten von den Bani Asad, als er ihn fragte: „Wie konnte dein Volk (die Quraisch) euch (die Ahl-ul-Bait) von dieser Stellung (des Kalifats) verdrängen, da du doch dessen würdiger bist?“, und er (Imam Ali, a.) erwiderte:

     

    Bruder von den Bani Asad, dein Sattelgurt ist lose und du hast ihn nachlässig und in der falschen Richtung gebunden, während du die angeheiratete Verwandtschaft genießt und das Recht zu fragen. Da du es erfahren wolltest, so wisse: Was den Despotismus uns gegenüber diese Stellung betreffend angeht, während wir doch die Höhergestellten hinsichtlich der Abstammung sind und eine stärkere Bindung zu Allahs Gesandten (s.) haben, so war es eine (für sie) unverdiente Auszeichnung, auf die Stammesangehörige gierig wurden, während die Angehörigen der anderen (Stämme) dies nicht begehrten. Allah ist der Schiedsrichter, und zu Ihm ist die Rückkehr bei der Auferstehung.

     

    So lasse das Geraubte fahren, wegen dem ein Geschrei in den Distrikten ist. Aber lass mich wissen, was mit den Reitkamelinnen geschah.

     

    Wohlan und schaut auf die Lage des Sohnes von Abu Sufyan[1]. Die Zeit ließ mich (darüber) lachen, nachdem ich geweint hatte. Bei Allah, es ist kein Wunder. Was für eine (merkwürdige) Sache ist das (nur), welche die Wunder übersteigt und die Zahl der Fehltritte erhöht hat. Die Leute haben versucht, das Licht Allahs aus seiner Lampe auszulöschen und das Sprudeln seiner Quelle zu stopfen. Sie mixten verseuchtes Trinkwasser zwischen mich und sie. Wenn die heimsuchenden Katastrophen von uns genommen werden, werde ich sie zur aufrichtigen Wahrheit führen, andernfalls: „So lasse deine Seele nicht (umsonst) in Kummer für sie dahinschwinden; Wahrlich, Allah weiß, was sie tun.“ [2]

     

    Erläuterung

     

    Der Ausspruch „Aber lass mich wissen, was mit den Reitkamelinnen geschah“ ist ein arabisches Sprichwort. Es geht zurück auf ein Ereignis, als der Vater von Imriu´l-Qais namens Hudschr ibn al-Harith ermordet wurde. Imriu´l-Qais suchte nach den Mördern, um sich zu rächen.Zunächst blieb er beim Stamm der Dschadila, aber als er sich dort unsicher fühlte, ging er zu Chalid ibn Sadus al-Nabhani. Derweil entwendete ihm ein Mann der Dschadila namens Baith ibn Huwais einige seiner Kamele. Imriu´l-Qais beklagte sich bei seinem Gastgeber Chalid und dieser nahm einige weibliche Kamele mit, um die Kamele seines Gastes zurück zu bekommen.

     

    Als Chalid beim Stamm der Dschadila ankam, bezweifelten jene, dass Imriu´l-Qais sein Gast gewesen sei und unter seinem Schutz stand. Chalid schwor aber, dass er sein Gast war und zeigte die weiblichen Kamele. Daraufhin willigten sie ein und gaben die entwendeten Kamele zurück. In einer Version der Geschichte behält daraufhin Chalid die Kamele allerdings für sich. Daraufhin dichtete Imriu´l-Qais ein Gedicht in dem Sinn: „Verlassen wir die Geschichte der gestohlenen Kamele, aber lass mich wissen, was mit den Reitkamelinnen geschah.“

     

    Imam Alis (a.) Absicht beim Heranziehen dieses Sprichwortes wird von den Interpreten derart gedeutet, dass Muawiya den Krieg eröffnet hat und zunächst diese neue Bedrohung abzuwehren ist und sich angesichts der neuen Bedrohung nicht die Frage nach dem vorausgegangenen Unrecht stellt, so lange die aktuelle Bedrohung nicht abgewehrt ist.

     

     

    [1] Gemeint ist Muawiya

    [2] Heiliger Qur´an 35:8

     

     

    Quelle: http://www.balaghah.net