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    163.Predigt – Die Attribute des Schöpfers

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    (Die Predigt wurde gehalten über) die Attribute des Schöpfers.

     

    Alle Lobpreisung gebührt Allah, Dem Schöpfer (Seiner) Diener, Der die Erde ausgebreitet hat. Er lässt die Strömungen fließen und machte das Hochland fruchtbar. Seine Priorität hat keinen Anfang, und Seine Ewigkeit hat kein Ende. Er ist der Erste und vergeht nicht, Er ist der ewig Bleibende ohne Frist (die sie zu einem Ende bringt). Die Stirnen fallen vor Ihm nieder (in der Niederwerfung), und die Lippen bekennen Seine Einheit. Er setzte die Grenzen der Dinge bei ihrer Erschaffung, wobei Er Sich selber von jeglicher Verähnlichung mit ihnen absetzt.

     

    Die Vorstellungskraft kann Ihn nicht innerhalb der Grenzen und Bewegungen bemessen und auch nicht mit den Gliedern und Werkzeugen. Man kann nicht über Ihn sagen, wann (Er angefangen hat), noch kann Ihm eine Strecke gesetzt werden bis wohin (Er reicht). Er ist der Offenkundige, doch man kann nicht fragen, woher (Er kam), und Er ist der Verborgene, zu Dem man nicht sagen kann, worin (Er sich befindet). Er ist kein Körper, der entfernt werden kann, noch ist Er verdeckt, so dass Er in etwas drinnen wäre.

     

    Er ist den Dingen nicht nahe durch Anhaftung, noch ist Er von ihnen entfernt durch Abtrennung. Nicht ein kurzer Blick Seiner Diener bleibt Ihm verborgen, noch die Wiederholung der Worte, noch der flüchtige Blick auf Hügel, noch die Ausbreitung der Fußstapfen in finsterer Nacht, nicht stille Dämmerung, in die der leuchtende Mond sein Licht wirft und auf ihn die Sonne voller Licht folgt und wiederholt auf- und untergeht mit der Rotation der Zeiten und Perioden, durch das Herannahen der einbrechenden Nacht und dem Neigen des zu Ende gehenden Tages.

     

    (Er ist) vor jeder äußersten Grenze und Zeitspanne, vor jeglicher Auflistung und Zählung (erhaben). Er ist weit Erhaben über das, was Ihm die (Ihn) Begrenzenden an Eigenschaften zuschreiben wie Ausmaß, Endlichkeit Seines Bereichs, dass Er in befestigten Wohnungen wohnt und Sich an Plätzen aufhält. Denn die Grenzen wurden für Seine Geschöpfe gesetzt und können nur auf (alles) andere (außer Allah) angewandt werden.

     

    Die Erschaffung der Schöpfung aus dem Nichts

     

    Er hat die Dinge weder aus (einem) ewigem Grundmaterial erschaffen, noch aus immer existierenden Mustern, sondern Er erschuf, was Er erschuf, und gab ihm Eigenschaften, die es von anderen Geschöpfen unterschied. Er bildete, was Er bildete und gab ihm eine schöne Form. Nichts kann sich Ihm verweigern, und Er hat vom Gehorsam jeglichen Dinges keinen Nutzen. Sein Wissen über die Toten, die dahin gegangen sind, ist wie das von den Lebenden, die übrig geblieben sind, und Sein Wissen über das, was in den hohen Himmeln ist, ist wie Sein Wissen über die tiefsten (Tiefen der) Erden (unbegrenzt).

     

    Aus der gleichen Predigt:

     

    Oh ihr im Ebenmaß (gebildete) Geschöpfe, erschaffen und behütet in den Finsternissen der Mutterschöße mit mehrfachen Bedeckungen, ihr habt euren Ursprung „in der Grundessenz aus Lehm“[1] und wurdet “für ein bestimmtes Maß (an Zeit) und an einen soliden Ort“[2] für eine zugeteilte Frist gebracht. Du bewegst dich im Bauch deiner Mutter hin- und her als ein Embryo, bist weder in der Lage, auf einen Ruf zu antworten, noch kannst du irgendeinen Laut hören.

     

    Dann wurdest du aus deinem Verweil­ort herausgebracht in ein Reich, das du noch nie gesehen hast, und dessen Mittel, davon zu profitieren, du nicht kanntest, noch das, was dich dazu führte, die Nahrung aus der Brust deiner Mutter zu ziehen, noch was dich bei einem Bedürfnis den Ort deines Bedarfs oder dessen, was du erzielen wolltest, wissen ließ. Nein! Sicherlich ist der, der nicht (einmal) in der Lage ist, die Eigenschaften eines Wesens mit Form und Gliedern zu verstehen, erst recht nicht in der Lage, die Eigenschaften seines Schöpfers zu verstehen, und er ist noch weiter davon entfernt, Ihn nicht mit den Begrenzungen der Geschöpfe zu erfassen!

     

     

    [1] Heiliger Qur´an 23:12

    [2] Heiliger Qur´an 77:21-22

     

     

    Quelle: http://www.balaghah.net