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    2.Predigt – Rückkehr von Siffin und über die Ahl-ul-Bait

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    Er hielt sie bei der Rückkehr von (der Schlacht von) Siffin über den Zustand der Menschen vor der Berufung (Muhammads – s. – zum Propheten), über die Eigenschaften der Familie des Propheten und die Eigenschaften der anderen Menschen.

     

    Ich preise Allah, während ich die Vollendung Seiner Segnung suche und mich Seiner Macht unterwerfe und Schutz suche vor Aufsässigkeit Ihm gegenüber. Ich bitte Ihn um Hilfe aus Bedürftigkeit nach Seiner Genüge[1]. Der, den Er geleitet hat, geht nicht irre, und Er ist nicht denen Freund, die Ihm feindlich gesonnen sind. Er lässt keinen bedürftig, den Er bewahrt, Er überwiegt alles Gewogene, und Er ist wertvoller als gehortete (Schätze).

     

    Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt, Er ist Einer und hat keinen Teilhaber, (ich bezeuge es) als ein Zeugnis, das in ihrer Aufrichtigkeit geprüft wurde, ihre Essenz ist die Überzeugung. Wir halten daran ewig fest, solange wir leben, und wir bewahren diese (Überzeugung) auf für die Schrecken, die uns begegnen, und das ist die feste Entschlossenheit zum Glauben, die Eröffnung zum Guten, das Wohlgefallen des Allgnädigen, der Vertreiber des Satans. Und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist, Er schickte ihn mit der anerkannten Religion, dem überlieferten Emblem, dem niedergeschriebenen Buch, dem strahlenden Licht, dem leuchtendem Glanz, mit offenkundigem Befehl zur Hinwegnahme der Zweifel, zum Argumentieren mit Beweisen, zur Warnung mit Zeichen und zum Furchteinflößen durch warnende Beispiele.

     

    Die Menschen waren (zu der Zeit) in Zwietracht, so dass das Seil der Religion zerrissen wurde, die Mauern der Gewissheit [yaqin] heftig erschüttert wurden, von den Prinzipien abgewichen und das System zersprengt wurde. Ausgänge wurden eng, die Quelle wurde dunkel, die Rechtleitung war unbekannt, und Blindheit war allumfassend. Dem Allgnädigen wurde Ungehorsam gezeigt, dem Satan wurde geholfen und der Glaube wurde verlassen. Seine (des Glaubens) Stützen wurden niedergerissen, seine Spuren wurden unkenntlich gemacht, seine Wege ausgetilgt und seine Straßen ausradiert.

     

    Sie gehorchten Satan und folgten seinen Wegen.Sie gingen zu seiner Tränke, und durch sie wurde seine (Satans) Flagge gehisst und sein Banner hoch aufgerichtet. Durch Zwistigkeiten [fitan] traten sie unter ihren Schuhen (Menschen) nieder und trampelten auf sie unter ihren Hufen. Sie (die Zwistigkeiten) standen auf ihren Zehenspitzen, und sie (die Menschen) irrten darin umher, gerieten in Verwirrung, waren unwissend und wurden verführt. (Als wären sie) im besten Haus, aber mit den schlechtesten Nachbarn[2]. Ihr Schlaf ist Schlaflosigkeit, und ihr Antimon[3] sind Tränen. Sie waren in einem Land, wo der Wissende gezügelt (d.h. stumm blieb), und der Unwissende geehrt wird.

     

    Und mit dem folgenden Abschnitt meinte er die Familie des Propheten (s.).

    Sie sind die Verwalter Seiner Geheimnisse, Unterkunft für Seine Angelegenheiten, die Quelle des Wissens über Ihn, das Zentrum Seiner Weisheit, die Höhlen seiner Bücher und die Berge Seiner Religion. Durch sie begradigte Er ihren (der Religion) Rücken und beseitigte das Zittern ihrer Halsschlagader [4].

     

    (So sprach er, a.) über ein anderes Volk: „Sie säten die Laster, tränkten sie mit Betrug und ernteten Untergang.“

     

    Die Familie Muhammads (a.)

     

    Niemand aus dieser Ummah[5] kann mit der Familie Muhammads (s.) verglichen werden. Niemand kann jemals mit ihnen auf gleicher Ebene sein, der ihnen verpflichtet ist: Sie sind das Fundament der Religion und der Stützpfeiler der Gewissheit [yaqin]. Der Übertreibende muss zu ihnen zurückkommen, und der Zurückgebliebene muss sie einholen. Sie besitzen die Auszeichnungen für die Befehlsgewalt. In ihnen steckt das Vermächtnis und das Erbe (des Propheten). Dies ist die Zeit, wenn das Recht zu seinem Eigentümer zurückkommt und zu seinem Bestimmungsort gebracht werden wird.

     

    Erläuterung

     

    Über den Propheten (s.) und seine auserwählten Nachkommen hat der Befehlshaber der Gläubigen (a.) gesagt, dass niemand in der Welt ihnen gleichgestellt werden kann, noch kann irgendjemand Gleichheit hinsichtlich ihrer Erhabenheit zuerkannt bekommen, weil die Welt unter ihrer Verpflichtung steht und sich nur aufgrund ihrer Führung ewige Segnungen sichern konnte. Sie sind die Eckpfeiler und das Fundament der Religion und der Unterhalt für ihr Leben und Fortbestand. Sie sind so starke Stützen des Wissens und Glaubens, dass sie die stürmische Flut des Zweifels und der Skepsis abwenden können.

     

    Sie sind solcherart der Mittelweg zwischen den Wegen der Übertreibung und Zurückgebliebenheit, dass, wenn jemand in Richtung Übertreibung geht oder zurückfällt, er nicht auf dem Wege des Islams sein kann, wenn er nicht zurückkommt oder zu diesem Mittelweg voranschreitet. Die Mitglieder der Ahl-ul-Bait besitzen alle die Charaktereigenschaften, die ihnen das größere Recht auf Statthalterschaft und Führerschaft verleihen. Daraus folgt, dass niemand anderer in der Islamischen Weltgemeinschaft [ummah] das Recht auf Vorrecht und Führerschaft hat. Aus diesem Grund erklärte sie der Prophet (s.) als Statthalter und Nachfolger.

     

     

    [1] Allah ist Sich Selbst Genüge, aber wir bedürfen Seiner.

    [2] Das Beste Haus bedeutet „Mekka“, während die schlechte Nachbarschaft gemäß der Interpreten die Götzendiener der Quraisch bezeichnet.

    [3] Antimon: Pulver, mit dem die Augen schwarz umrandet werden.

    [4] Sinngemäß: nahm ihr die Angst

    [5] Islamische Weltgemeinschaft

     

     

    Quelle: http://www.balaghah.net