islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. 22.Predigt – Zur Nachricht von den Eidbrüchigen

    22.Predigt – Zur Nachricht von den Eidbrüchigen

    Rate this post

     

    (Er (a.) hielt diese Predigt) als ihn die Nachricht von den Eidbrüchigen erreichte.

     
    Höret! Der Satan hat seine Partei angestachelt und hat seine Söldner herbeigeschafft, damit die Tyrannei zu ihrer Heimat zurückkehre und das Falsche wieder an seine (alte) Stellung trete.Bei Allah, sie haben mich nicht wegen etwas Verwerflichem getadelt, noch haben sie zwischen ihnen und mir Gerechtigkeit walten lassen.

     
    Sie haben ein Recht gefordert, das sie (selbst) aufgegeben haben, und Blut, das sie (selbst) vergossen haben[1]: Wenn ich ihr Teilhaber darin gewesen wäre, dann hätten sie ihren Anteil daran gehabt, und wenn sie es ohne mich gemacht haben, so müssen sie allein die Folgen tragen. Der größte Beweis (der) von ihnen (vorgebracht wird) richtet sich gegen sie selbst, sie trinken bei einer Mutter, die bereits abgestillt hat, und sie beleben eine unzulässige Hinzufügung [bid´a], die bereits dem Tode anheim gefallen ist. Welch ein Gescheiterter ist der Herausforderer. Wer ist der Herausforderer und für was wird ihm Antwort gegeben? Ich bin zufrieden mit dem Beweis Allahs gegen sie, und Er hat das Wissen über sie.

     
    Wenn sie sich weigern, dann werde ich ihnen die Klinge des Schwertes bieten, was als Heiler von dem Falschen und als Helfer für die Wahrheit genügt. Es ist seltsam, dass sie mir (die Nachricht) sandten, dass ich ihnen zum Speerkampf entgegentreten und dem Kampf standhalten soll! Mögen ihre Mütter ihrer beraubt werden. Ich fühlte mich nie von Krieg bedroht noch durch Beschuss in Schrecken versetzt. Ich habe die Gewissheit von meinem Herrn, und ich habe keinen Zweifel an meiner Religion.

     
    Erläuterung

     
    Die Predigt hielt der Befehlshaber der Gläubigen (a.), als er der Ermordung Uthmans bezichtigt wurde, um diese Anklage zu widerlegen. In der Predigt sagte er sinngemäß über diejenigen, die ihn beschuldigten:

     
    „Diese Rachsüchtigen können nicht behaupten, dass ich allein der Mörder bin und dass niemand anderes daran teilgenommen hat. Noch können sie bezeugte Ereignisse der Falschheit bezichtigen, in dem sie sagen, dass sie damit nichts zu tun hätten. Warum haben sie mich dann vorgeschoben für diese Vergeltung? Sie sollten sich selbst (dabei) mit einschließen. Wenn ich von jener Schuld frei bin, so können sie sich nicht davon frei sprechen. Wie können sie sich von dieser Strafe freimachen? Die Wahrheit in dieser Angelegenheit ist, dass sie, indem sie mich derartig anklagen, das Ziel verfolgen, dass ich mit ihnen in der gleichen Art und Weise verfahre, die sie sich angewöhnt haben. Aber sie sollten nicht von mir erwarten, dass ich die unzulässige Hinzufügungen der vorigen Regierungen wieder beleben werde[2].

     

     

    Was den Kampf angeht, so hatte ich weder Angst davor, noch habe ich es jetzt. Allah kennt meine Absicht, und Er weiß auch, dass die, die Vergeltung vortäuschen, selbst seine (Uthmans) Mörder sind.“

     
    So bekräftigt die Geschichte, dass die Leute, die Uthmans Ermordung durch Agitation ermöglichten und selbst sein Begräbnis auf dem Friedhof der Muslime verhinderten, indem sie Steine auf seinen Sarg warfen, dieselben waren, die sich erhoben, um sein Blut zu rächen. In diesem Zusammenhang stehen die Namen von Talha ibn Ubaidullah, Zubair ibn al-Awwam und Aischa bedauerlicherweise ganz oben auf der Liste, da bei beiden Gelegenheiten ihre Bemühungen deutlich zutage traten.

     

     

    Daher schreibt Ibn Abu´l Hadid: „Die, die den Bericht über die Ermordung Uthmans geschrieben hatten, sagen aus, dass am Tage seiner Ermordung Talhas Zustand derart war, dass er, um sich vor den Augen der Leute zu verbergen, einen Schleier auf seinem Gesicht hatte und gegen Uthmans Haus Pfeile abschoss.“ Und in diesem Zusammenhang schreibt er über die Gedanken Zubairs: „Die Historiker haben festgehalten, dass Zubair zu sagen pflegte: ‚Tötet Uthman. Er hat euren Glauben verändert.’ Die Leute sagten: ‚Dein Sohn steht an seiner Tür und beschützt ihn,’ und er erwiderte: ‚Uthman wird morgen wie ein Kadaver auf dem Sirat[3] liegen.´“[4]

     
    Über Aischa schreibt Ibn Abd Rabbi: „Al-Mughira ibn Schuba kam zu Aischa, als sie sagte: ‚Oh Abu Abdullah, ich wünschte, du wärst mit mir gewesen am Tage von der Kamelschlacht; wie Pfeile meine Sänfte durchbohrten, bis einige von ihnen meinen Körper trafen.’ Al-Mughira sagte: ‚Ich wünschte, einer von ihnen hätte dich getötet.’ Sie sagte: ‚Möge Allah Mitleid mir dir haben, warum?’, und er sagte: ‚Das wäre eine gewisse Sühne für das gewesen, was du Uthman angetan hast.’“[5]

     
    [1] Anspielung auf die Ermordung Uthmans, an der teilweise diejenigen direkt oder indirekt beteiligt waren, die Imam Ali (a.) später den Krieg erklärten, um Uthmans Blut zu rächen.Siehe mehr dazu in der Erläuterung.
    [2] Die ersten drei Kalifen hatten die ersten Gefährten, darunter auch die hier angesprochenen Talha und Zubair bei der Verteilung des Gemeinwohlguts bevorzugt, was Imam Ali (a.) wieder abgeschafft hat.
    [3] Brücke zum Paradies
    [4] „Scharh Nahdsch-ul-Balagha, Bd. 9, S.35-36
    [5] Al-Iqd al-Farid, Band 4, S. 294

     

     

    Quelle: http://www.balaghah.net