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    56.Predigt – Über die Gefährten des Propheten (s.)

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    In dieser (Predigt) beschreibt er die Gefährten des Gesandten (s.) Allahs, und das war am Tage von Siffin, als er (a.) den Leuten befahl, Frieden zu schließen.

     

    Wir pflegten mit Allahs Gesandten (s.) zusammen unsere (dem Islam feindlich gesonnenen) Väter, unsere Söhne, unsere Brüder und Onkel zu bekämpfen, und wir nahmen dadurch nur zu an festem Glauben, Ergebenheit (gegenüber Allah), im Wandeln auf dem rechten Weg, an Standhaftigkeit gegenüber den Qualen der Schmerzen und Ernsthaftigkeit in der Anstrengung [dschihad] gegenüber dem Gegner. Einer von uns und ein anderer von den Gegnern stürzten sich aufeinander als zwei hervorragende Kämpfer, die einander auslöschen wollten (und miteinander wetteiferten), wer dem anderen den Kelch des Todes zu trinken gibt. Manchmal gewannen wir die Oberhand über unseren Gegner, und manchmal der Gegner über uns.

     

    Als Allah unsere Aufrichtigkeit sah, sandte Er Demütigung über unseren Gegner und Sieg auf uns herab, bis der Islam fest etabliert war wie ein Kamel, das mit gesenktem Kopf auf seinem Rastplatz steht und sich dort häuslich niederlässt. Bei meinem Leben, wenn wir das begangen hätten, was ihr begangen habt, dann wäre kein Stützpfeiler für die Religion aufgerichtet worden, noch wäre (irgend) ein Zweig für den wahren Glauben ergrünt. Bei Allah, ihr werdet sicherlich unser Blut melken (statt Milch), und ihr werdet von Reue verfolgt werden.

     

    Erläuterung

     

    Als Muhammad ibn Abu Bakr getötet worden war, schickte Muawiya seinen Abgesandten Abdullah ibn Amir al-Hadhrami nach Basra, um die Bewohner von Basra zur Rache an Uthmans Blut aufzurufen, denn die meisten Bewohner Basras und insbesondere die Banu Tamim waren Uthman zugeneigt.Folglich blieb er bei den Banu Tamim. Das war die Zeit, als Abdullah ibn Abbas, der Gouverneur von Basra, zwecks Kondolenzbesuchs wegen Muhammad ibn Abu Bakr nach Kufa gekommen war und Ziyad ibn Ubaid als seinen Stellvertreter zurückgelassen hatte.

     

    Als die Atmosphäre in Basra sich verschlechterte, informierte Ziyad den Befehlshaber der Gläubigen (a.) über alle Tatsachen. Imam Ali (a.) versuchte, die Banu Tamim zur Wahrheit aufzurufen, aber sie bewahrten vollkommenes Stillschweigen und gaben keine Antwort, denn ihnen war die Familienbande wichtiger als die Wahrheit und der Islam.

     

    Als der Befehlshaber der Gläubigen (a.) diese Schwäche und Schamlosigkeit ihrerseits sah, sagte er in dieser Ansprache sinngemäß: „Während der Tage des Propheten schauten wir nicht darauf, ob die, die durch unsere Hände getötet wurden, unserer Verwandtschaft angehörten, sondern wir waren bereit gewesen, uns gegen jeden zu stellen, der sich gegen die Wahrheit stellte. Wenn auch wir so nachlässig gehandelt hätten oder uns der Untätigkeit schuldig gemacht hätten wir ihr, dann hätte weder die Religion Wurzeln schlagen, noch hätte der Islam gedeihen können.“

     

    Das Ergebnis dieser aufrüttelnden Worte war, dass Ayan ibn Dabiah al-Mudschaschi´i sich bereit machte, aber als er Basra erreichte, wurde er durch die Schwerter des Gegners getötet. Daraufhin sandte der Befehlshaber der Gläubigen (a.) Dschariya ibn Qudama al-Sa´di mit fünfzig Mann der Banu Tamim. Erst tat er sein Bestes, um seinen eigenen Stamm zu mobilisieren, aber anstatt dem rechten Weg zu folgen, ließen sie sich dazu herab, ihn zu beschimpfen und zu bekämpfen.

     

    Quelle: http://www.balaghah.net