islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Abu-l-Fazl – Sinnbild für Edelmut und Brüderlichkeit

    Abu-l-Fazl – Sinnbild für Edelmut und Brüderlichkeit

    Rate this post

     

    Wir rufen Abu-l-Fazl, dem Sohn Alis (a.s.) diesem opferbereiten Menschen auf dem Weg Gottes unseren Friedensgruß zu.
    Friede sei ihm, der Großmut und Edelsinn verbildlicht, Fairness und Opferbereitschaft und Mut. Wir gratulieren allen zum Jahrestag seiner Geburt.

     

    Am 4. des Schaaban, 26 nach der Hidschra und dem Mondkalender, circa 647 nach Christus wurde in Medina ein Kind geboren, dass sich später mit einer beeindruckenden großen Tat in der Geschichte verewigen sollte. Sein Vater, Imam Ali nahm das Kind in seine Arme und küsste es . Er sprach ihm leise den Gebetsaufruf ins Ohr (Adhan) und beschenkte die Bedürftigen aus diesem erfreulichen Anlass.

    Imam Ali erblickte in dem Gesicht seines Kindes den Geist der Unerschrockenheit und so nannte er es Abbas – Löwe des Dickichts. Abbas sollte als Erwachsener im Kampf gegen das Hässliche unerschütterlich und standhaft gegenüber dem Unrecht und der Unwahrheit bleiben.

     

    Ali vermittelte seinem Sohn Abbas Glauben, Verantwortungsbewusstsein und die Treue zu den menschlichen Grundsätzen. Er war wie zu seiner anderen Kindern auch zu Abbas wie ein Kamerad und behandelte ihn liebevoll . Der Imam verlieh seinem Geist Wissen und Weisheit . Und so wuchs Abbas zu seinem gottesfürchtigen, wissenden jungen Mann heran in dem sich der große Charakter seines Vaters Amir al-Mumenin Ali widerspiegelte.

    Abbas der besonders unter dem Namen Abu-l-Fazl bekannt ist, hatte zwei wunderbare Brüder zur Seite: die beiden Enkelsöhne des geehrten Propheten des Islams – Imam Hassan und Imam Hussein, die Fürsten der Paradiesjugend.

     

    Abu-l-Fazl wich Imam Hussein nicht von der Seite. Er lernte von seiner Würde und Größe, strebte nach dessen Eigenschaften und kam seiner Sichtweise nahe. Hussein bedeutete ihm mehr als alle anderen. Wegen seiner Nähe zu den Nachkommen des Propheten Gottes, konnte Abu-l-Fazl eine hohe Stufe der seelischen Reife und geistigen Vervollkommnung erreichen und selber einen großartigen Beitrag zur Gesundung der Menschheit erbringen. Mit seiner Opfertat und seinem Einsatz für die Rettung seiner Mitmenschen reiht er sich in die Schar der berühmten Persönlichkeiten, welche die Geschichte einen anderen Weg gehen ließen.

     

    Gott hatte Abbas mit einem kräftigen Körper und einem schönen Gesicht begnadet. Als Kind erhielt er wegen seines schönen strahlenden Gesichtes auch den Beinamen „Mond der Bani Haschem“. Bani Haschem hieß der Volksstamm, von dem er, sein Vater und der Prophet abstammten. Es war ein Unterstamm der Quraisch.

    Imam Sadschad (a)– der Fürst der Gottesdiener und großes Vorbild der Muslime hat über Abbas gesagt: „Gott erbarme sich meines Onkels Abbas, der sich opferte und die Prüfung sehr gut bestand. Er opferte sich für seinen Bruder und ihm wurden (auf diesem Wege) sogar beide Hände abgeschlagen… Abbas genießt bei Gott einen so hohen Rang, dass alle Märtyrer ihn am Tag des Jüngsten Gerichtes um diesen beneiden.“

     

    Auch Imam Sadeq (a) hat Abbas oft gelobt und seine tapfere Ehrentat beim Aschura-Geschehen in Karbala hoch eingestuft. Er beschreibt dieses hohe Vorbild des Widerstandes wie folgt:

    „Unser Onkel, Abbas Ibn Ali, besaß weitgehende Weisheit, einen tiefen Blick und einen festen Glauben. An der Seite Imam Husseins (a) hat er in dessen Kämpferschar den Dschihad geführt, hat seine Prüfung sehr gut bestanden und als Märtyrer die Welt verlassen.“

    Über seinen hohen Rang sagt er weiter: „Gottes Segensgruß und der Gruß der Engel, der Friedensgruß der entsandten Propheten und Seiner rechtschaffenen Diener und der Friedengruß aller Märtyrer und aller Besitzer der Aufrichtigkeit: edle Grüße seien dir jeden Morgen und jeden Abend, oh Sohn des Amir- al-Mumenin …“

     

    Die Geschichte stellt uns besondere Menschen vor, die wegen ihrer wichtigen Taten zu einem Vorbild wurden. Abbas ist ein solcher Mensch und er ist ein anschauliches Beispiel für Edelsinn und Brüderlichkeit. Der Koran weist auf die Brüderlichkeit im Glauben hin. Für den Koran ist die Brüderlichkeit im Glauben der erfolgreichste Weg zu Erreichung einer vorbildlichen Gesellschaft. Wegen der Brüderlichkeit im Glauben schließen sich die Gläubigen zu engen Reihen zusammen und streben gemeinsam ihr Ziel an. Der Prophet hat gesagt, dass die Gläubigen einander Brüder und wie eine gemeinsame Hand sind gegenüber dem Feind.

     

    Aus der Sicht des Korans beruht Brüderlichkeit auf dem Glauben. Es ist eine Freundschaft, deren Saat Gott in die Herzen der gläubigen Menschen gestreut hat. Das wichtigste Recht, welches die Glaubensbrüder einander gegenüber haben, ist, dass sie sich gegenseitig helfen. Der Prophet hat die Brüder im Glauben auch mit Gliedern eines Leibens verglichen und gesagt, wenn eines dieser Gliedern schmerzt, leiden auch die anderen darunter und wenn einer fiebert , fiebern auch alle anderen.

     

    Ein kurzer Blick auf das Leben Abu-l-Fazl (a) macht ihn als Sinnbild der Brüderlichkeit erkennbar. Er hat von klein auf, die Rechte, die im Koran und in den Überlieferungen genannt wurden, gegenüber seinen Brüdern erfüllt. In der Geschichtsschreibung heißt es:

    Einmal sah Imam Ali a., den kleinen Abbas mit einem Krug Wasser in der Hand. Aus dem Krug schwappte Wasser auf seinen Körper. Da fragte er den kleinen Jungen: „Wem willst du Wasser bringen?“ Abbas sagte: „Dieses Wasser ist für meinen Bruder Hussein.“ Ali versank einige Minuten in Gedanken, dann weinte er und sagte:

    „Du wirst in Karbala das gleiche für meinen Sohn tun, wenn er durstig ist und durstig sterben und den Märtyrertod finden wird.“

     

    Am Aschura-Tag , als Imam Hussein sich dem großen Heer der Feinde gegenüber sah, ritt Abbas zum Euphrat herunter, um Wasser für die durstenden Kinder Imam Husseins zu schöpfen. Doch auf der Rückkehr umringten in die Feinde und griffen ihn von allen Seiten an. Sie schlugen ihm beide Hände ab und er stürzte vom Pferd . Imam Hussein a. aber sagte: Mein Rückgrad ist zerbrochen und meine Hoffnung verloren.

     

    Im Islam und in der Denkschule der Edlen Nachkommen des Propheten Gottes nehmen die Selbstaufgabe und Opferbereitschaft und der Einsatz des Lebens auf dem Weg Gottes einen besonderen Platz ein. Ali (a) hat einmal die Selbstaufgabe als die höchste moralische Tugend bezeichnet. Und an einer anderen Stelle die Selbstaufgabe als höchstes Gott-Dienen vorgestellt und den Gipfel der moralischen Vollkommenheiten genannt. In einem Brief an Hareth Hamedani schreibt er: „Wisse, die besten Gläubigen sind diejenigen die hinsichtlich ihres Verzichtes auf Leben, Familie und Besitz über den anderen Gläubigen stehen.“

     

    Abbas ist ein anschauliches Beispiel für diese Wort Alis a. Er ist einer der besten Gläubigen und hat auf dem Wege der Religion und der hohen Ziele des Islams sein Leben eingesetzt, die Stufen der Vervollkommnung bestiegen und die große Gnade des Märtyrertodes erreicht.

    Wir gratulieren allen unseren Freunden zu dem Jahrestag der Geburt dieses Vorbildes der Opferbereitschaft und Brüderlichkeit.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/244352-abu-l-fazl-%E2%80%93-sinnbild-f%C3%BC-edelmut-und-br%C3%BCderlichkeit