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    Ajatollah Khamenei zum Thema Buch und Lesekultur

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    Das Buch ist ein Tor zum Wissen und zur Erkenntnis und ein großer Segen  für die Gesellschaft. Es ist die Mutter der Zivilisation und ihre Essenz. Ajatollah Khamenei, das Oberhaupt der Islamischen Revolution hat am 20. Juli bei einem Empfang von Bibliotheksleitern und Bibliothekaren des Landes gesprochen. Bei seiner Ansprache forderte er mehr Aufmerksamkeit für das Buch und das Bücherlesen. Ajatollah Khamenei ist der Ansicht, dass durch das Buch Gedanken, Erfahrung, Interessen und Kunst an die einzelnen Mitglieder der Gesellschaft vermittelt werden und zu größerer Einheit zwischen ihnen führen. Er sagte : „Wir müssen es sehr zu schätzen wissen, dass wir durch das Buch das gedankliche Produkt von verschiedenen Menschen nutzen können. Dies ist es, was uns ein Buch vermittelt, das ist sein Geschenk an uns!“

     

    Das Bücherlesen und die Verbreitung der Lesekultur gehören zu  den wichtigen Faktoren für die Anhebung der Kultur von Gesellschaften. Das nützliche und kontinuierliche Lesen hebt das gedankliche und kulturelle Niveau der Einzelnen an. Eine Gesellschaft ist dann erfolgreich, wenn sie die Lesekultur verbreiten konnte.  Und dies gilt als Merkmal eines entwickelten Landes so dass   in einigen Ländern  das Lesepensum pro Kopf statistisch festgestellt wird.

     

    Ajatollah Khamenei sagt: „Wir Iraner haben als ein muslimisches Volk eine grundsätzliche und vertiefte Beziehung zum Buch … In unserem Land sind insbesondere nach Ausbreitung des Islams viele große Bibliotheken und wissenschaftliche Sammlungen und wertvolle Schriftwerke entstanden  und Iran blickt auf eine lange Geschichte zurück.“

     

    Er betonte die lange Geschichte der Wissenslehre und der Lesekultur der iranischen Bevölkerung und forderte, dass heute das Buch einen festen Platz im Verbraucherkorb der Familien haben und die Lesekultur wachsen müsse. Er forderte Kulturarbeit auf diesem Gebiet und sagte: „Meiner Meinung nach ist Lesefaulheit die schlimmste und schädlichste Form der Trägheit, und je mehr der Mensch das Lesen vernachlässigt,   desto lesefauler wird er.“

     

    Ein wichtiger Faktor für die Rückständigkeit von Gesellschaften ist die fehlende Lesekultur. Ajatollah Khamenei ist der Überzeugung, dass  es in der heutigen Welt sehr viele Menschen gibt, die keinen richtigen Gebrauch von Büchern machen. Sie sind entweder Analphabeten  oder wissen den Wert des Buches nicht zu schätzen oder ihnen stehen keine Bücher zur Verfügung. Dies ist eine Mangelerscheinung in einigen  Gesellschaften.

     

    Aber Ajatollah Khamenei weist daraufhin, dass nicht alle Bücher es wert sind gelesen zu werden, und einige sogar schädlich sind.  Er betont daher, dass gute Bücher geschrieben und verbreitet werden sollen;  denn  das Buch ist die Nahrung für die Seele und ein starkes Buch kräftigt die Seele. Er verglich schädliche und verderbliche Literatur  mit schädlichen Medikamenten und fügte hinzu: „Genauso wie keine schädliche Arzneien auf dem Markt zugelassen werden und nicht in die Hände der Bevölkerung gelangen sollen, dürfen auch keine verdorbene Bücher angeboten werden, denn sie schaden dem Geist und der Spiritualität des Menschen.“

     

    Das soll aber nicht heißen, dass es in der Gesellschaft nur eine Geschmacksrichtung gäbe, sondern es bedeutet, dass man Verdorbenheit und die Zerstörung der Immaterialität des Einzelnen und der Gesellschaft verhindert. Ajatollah Khamenei sagt: „Dieser Angelegenheit, nämlich, dass Bücher keine Verdorbenheit hervorrufen dürfen, ist im islamischen Religionsgesetz  ein besonderes Kapitel gewidmet … wir müssen also den Menschen gesunde und gute Bücher zur Verfügung stellen.  Bücher mit denen wir geistig formen und den richtigen Weg vorlegen.“

     

    Ajatollah Khamenei sagte auch über das Bücherlesen: „Ein wichtiger Punkt ist der, dass wir uns geistig an eine Lesedisziplin gewöhnen, und dass wir uns daran gewöhnen, genau zu sein und  der Geist bei der Begegnung mit dem Buch arbeitet und aktiv ist.“

     

    Außerdem sagte Ajatollah Khamenei, dass ein geregeltes Leseprogramm eine der wichtigen Methoden zur Ordnung des Geistes und ein Bedürfnis sei. Er sagte: „Einige sind Freunde des Buches, aber sie suchen nach einem einfachen Buch, bei dem sie nicht nachzudenken brauchen. Das macht nichts. Das ist auch eine Art von Bücherlesen. Keiner hat etwas dagegen. Aber noch besser als diese Art des Lesens ist es, dass der Mensch auf seinem Leseprogramm  leichte Literatur, wie zum Beispiel Romame und Memoiren, oder leicht verständliche  Geschichtsliteratur  mit Büchern, die ein Nachdenken und ein tieferes Studium erfordern, kombiniert.  Solche Bücher sollten auch zum Leseprogramm  gehören.“

     

    Die Bibliotheken können für die verschiedenen Besuchergruppen verschiedene Lesepläne aufstellen, so dass ein Heranwachsender oder ein Jugendlicher anhand einer geordneten Übersicht erfahren kann, welche Bücher er in welcher Reihefolge lesen sollte, damit er sich über ein Thema richtig informieren kann. Ajatollah Khamenei  sagte mit Zuversicht, dass auf diese Weise sich jeder Anfänger schnell zurechtfindet.

     

    Das Oberhaupt der Revolution hob schließlich die Einmaligkeit des Buches hervor und sagte: Der Mensch kann niemals auf das Buch verzichten. Von der Jugend bis zum Ende seines Lebens, braucht er das Buch. Es ist notwendig, dass er die Dinge erkennt und spirituelle, geistige und denkerische Nahrung aufnimmt.

     

    Ajatollah Chamenei ist davon überzeugt, dass der technische Fortschritt und die modernen Kommunikationsmittel nicht das Buch ersetzen, und das Buch ein kostbarer Schatz bleibt.  Der größte Teil des nützlichen wissenschaftlichen Inhalts von Internetseiten kommt ja aus Büchern und das Internet ist ein Mittel um den Zugriff auf  Wissensinhalt von Büchern zu erleichtern. Nach Überzeugung des Revolutionsoberhauptes wird es auch in Zukunft keinen Ersatz für Bücher geben und das Buch wird immer einzigartig und wertvoll bleiben.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/beitr%C3%A4ge/item/246669-ajatollah-khamenei-zum-thema-buch-und-lesekultur