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    Al-Aqsa-Moschee – Wahrzeichen der Heiligkeit und des Unterdrücktseins (1)

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    Am letzten Freitag im gesegneten Monat Ramadan ist ein Tag, an dem die Einmütigkeit der Muslime in aller Welt zum Ausdruck kommt.

     

    1979 erklärte der verstorbene Begründer der Islamischen Republik, Imam Chomeini den letzten Freitag im Monat Ramadan zum Internationalen El-Quds-Tag. Seitdem ist die Weltbevölkerung jedes Jahr Zeuge großer Kundgebungen der Muslime, bei denen sie die Befreiung von El-Quds fordern Wir möchten den wichtigen Platz, den die Al-Aqsa-Moschee für die Himmelsreligionen, insbesondere für den Islam einnimmt, betrachten. In den Islamischen Überlieferungen heißt es, dass Prophet Adam a.s. nach Errichtung der Al-Haram-Moschee in Mekka von Gott angewiesen wurde, für die Al-Aqsa-Moschee in Beyt-ul-Muqadas zu planen. Die Stadt Beyt-ul-Muqadas (Jerusalem) ist eine der wichtigen Städte mit religiösem Charakter in der Weltgeschichte. Gemäß einigen Geschichtsquellen ist sie über 4 Tausend Jahre alt. In der Lebensgeschichte vieler Gottespropheten kommt der Name dieser Stadt vor. Sie ist Geburts- oder Zufluchtsort von zahlreichen Propheten gewesen. Deshalb wird Beyt-ul-Muqadas oder Jerusalem seit langer Zeit von den Anhängern der Ein-Gott-Religionen, nämlich Juden, Christen und Muslimen hoch geschätzt.

     

    Als Prophet Abraham von Ägypten nach Palästina weiterzog, hat er sich in der Stadt Al Quds, eben in Beyt-ul-Muqadas niedergelassen. Damals hieß diese Stadt Yabus. Yabus bedeutet „Stadt des Friedens und der Sicherheit“. Abraham wurde von Gott angewiesen, die Heilige Stätte in Yabus, nämlich die Al-Aqsa-Moschee wieder zu erneuern, damit die Anbeter des Einen Gottes dort ihr Gebet verrichten können. Damit war es Abraham, der in der Geschichte der Religionen den ersten Schritt tat, dieser Stadt Heiligkeit zu verleihen.

     

    Die Stadt Al-Quds ist auch deshalb heilig, weil Prophet Moses gegrüßet sei er – dort mit Gott sprach. Prophet Moses war von Gott zum Propheten ernannt worden. Er beschloss die Israeliten aus den Händen des Pharaos, der sie unterdrückte, zu retten und von Ägypten nach Palästina zu führen. Aber sein Volk, die Kinder Israels, missachteten die Gebote Gottes und Gott ließ sie 40 Jahre lang in der Wüste umherrirren, und ließ nicht zu, dass sie Palästina betreten. Dieser Zustand dauerte bis an das Lebensende des Propheten Moses an. Es heißt, dass Moses in der Nähe von Beyt-ul-Muqadas (Al Quds) begraben wurde. Es liegen noch einige andere Gottesgesandten, die namentlich in der letzten Himmelsschrift, dem Heiligen Koran genannt werden, in Palästina begraben, zum Beispiel Abraham, Josef, Jakob, Isaak, David, Salomo und Zacharias – gegrüßet seien sie.

     

    Nachdem Gott David (a.s.) zum Propheten erwählt hatte, beschloss dieser, die Stadt Beyt-ul-Muqadas auszubauen und zu verschönern. Er nahm sich vor, das Gotteshaus in dieser Stadt, welches mehrmals zerstört und wieder aufgebaut worden war, neu zu errichten. Aber es kam nicht so weit. Erst nach seinem Tod wurde die Anbetungsstätte von seinem Sohn Salomo (a.s.) gebaut.

    Ein weiteres Ereignis in Palästina, welches diesem Gebiet zusätzliche Heiligkeit verleiht, ist die Geburt von Jesus Christus a.s. – Jesus Christus, der Botschafter für Frieden und Seelenläuterung wurde in dem kleinen Ort Beyt Lahm (Bethlehem) in der Nähe von Beyt-ul-Muqadas geboren. Prophet Jesus begann seinen Aufruf in Beyt-ul-Muqadas. Seine Himmelfahrt geschah ebenso in dieser Stadt.

     

    Auch der letzte Prophet, den Gott aussandte, stieg von Beyt-ul-Muqadas aus in den Himmel. Prophet Mohammad trat seine Himmelfahrt von der Al-Aqsa-Moschee in dieser Stadt aus an.

    Palästina und Beyt-ul-Muqadas ist also für die Muslime wegen der vielen heiligen Plätze von Bedeutung. In seinem letzten Buch hat Gott, der Herr, dieses Gebiet als gesegnetes und Heiliges Gebiet bezeichnet. Er hat im Heiligen Koran die Gebetsstätte, welche seine Propheten in Beyt-ul-Muqadas gebaut hatten, und die immer wieder restauriert wurde, Al-Aqsa-Moschee genannt.

    Die Al-Aqsa-Moschee ist für die Muslime von großer Bedeutung . Diese Moschee ist nach der Al-Haram-Moschee in Mekka und der An-Nabi-Moschee in Medina ihr drittwichtigstes Heiligtum. Zuerst haben die Muslime mehrere Jahre lang in Richtung der Al-Aqsa Moschee in Beyt-ol-Muqadas (Jerusalem) gebetet.

     

    Im zweiten Jahre nach Hidschra (623 n. Christus) wurde die Gebetsrichtung der Muslime umgeändert. Die Muslime beteten nicht mehr in Richtung der Al-Aqsa-Moschee in Beyt-ul-Muqadas sondern in Richtung der Al Haram-Moschee in Mekka. So steht es in den Versen 142 bis 150 der Sure 2. In einem Teil des Verses 150 dieser Sure namens Baqara, sagt Gott zu dem Propheten des Islams s. und den Gläubigen:

    „Und wo (immer) du herkommst, da wende dich (beim Gebet) mit dem Gesicht in Richtung der heiligen Gebetsstätte (in Mekka)! Und wo immer ihr (Gläubigen) seid, da wendet euch mit dem Gesicht in diese Richtung! …“

     

    Auch aus einer anderen Sicht ist die Al-Aqsa-Moschee für die Muslime ein wertvolle Stätte. Der Prophet des Islams (s.a.s.) hat in dieser Moschee seine Himmelfahrt (Miradsch) begonnen. Die nächtliche Reise des Propheten begann in Mekka in der Al Haram Moschee und führte ihn zur Al Aqsa-Moschee. Also widmete Gott Beyt-ul-Muqadas, in der sich die Al-Aqsa-Moschee befindet bei dieser Reise eine besondere Aufmerksamkeit, denn sonst hätte die Himmelfahrt des Propheten direkt in Mekka begonnen. Dies zeigt auch, dass die Al Haram-Moschee in Mekka und die Al Aqsa-Moschee beide heilig sind und zusammengehören. Im ersten Vers der Sure Isra (Sure 17) steht über die Himmelfahrt des Propheten:

    „Gepriesen sei der, der Seinen Diener (d. h. Mohammed) bei Nacht von der heiligen Gebetsstätte in (in Mekka) nach der fernen Gebetsstätte (Al-Aqsa-Moschee) (in Beyt-ul-Muqadas) deren Umgebung Wir gesegnet haben, reisen ließ, um ihn etwas von Unseren Zeichen sehen zu lassen. In der Tat! Gott ist der, der (alles) höِrt und sieht.“

     

    Der verstorbene Koranexeget Alamah Tabatabai erläuterte in seinem Werk Al Mizan dazu, dass die Umgebung der Al-Aqsa-Moschee gesegnet ist: „Die Worte „Barakna Hauluh“ (Wir haben ihr Umgebung gesegnet) spricht dafür, dass nicht nur die Al-Aqsa-Moschee heilig sondern auch die umliegende Umgebung gesegnet ist. Das kann ein Hinweis auf den äußerlichen Segen sein, denn Beyt-Ol-Muqadas ist eine grüne Gegend mit vielen fruchtbaren Bäumen, Flüssen, Ansiedlungen und schönen Dingen. Es kann aber auch ein Hinweis auf spirituellen Segen sein. Denn dieses heilige Gegend ist im Laufe der Geschichte zentraler Ort für große göttliche Propheten und für die Geburt des Lichtes des Glaubens an den Einen Gott und Seine Anbetung gewesen.“

    Der Prophet wird auf seiner körperlich-spirituellen näc

    htlichen Reise von Mekka, dem Zentrum des Islams nach Beyt-ol-Muqadas (Jerusalem) dem Zentrum der monotheistischen Himmelsreligionen gebracht.

    Der bekannte ägyptische Autor Seyyed Qutb schrieb in einem seiner Werke über die Himmelsreise des Propheten, die Himmelsreise des Propheten habe alle monotheistischen Himmelsreligionen von der Abrahams und Ismails bis zu der des letzten Propheten (Mohammad s.a.a.s.) miteinander verbunden – Er schreibt: „Mohammad s. scheint mit dieser nächtlichen Reise kundzutun, dass seine Botschaft und sein Prophetenauftrag die Botschaften der vorherigen Propheten beeinhaltet und die Fortsetzung ihres Weges ist.

     

    In der Islamischen Geschichte heißt es, dass der Prophet s. während seiner Miradsch an verschiedenen Orten wie am Sinai-Berg, wo Gott mit Moses sprach und in Beyt Lahm, wo Jesus geboren wurde, das Gebet verrichtet hat. Beim Eintreffen in der Al-Aqsa-Moschee betete er das Gebet in den Gebetsnischen der großen göttlichen Propheten und dann begann seine Himmelfahrt.

    Die Al-Aqsa-Moschee hat also eine ganz besondere Bedeutung für die Muslime und ihnen ist viel an ihr gelegen.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/beitr%C3%A4ge/item/249062-al-aqsa-moschee-%E2%80%93-wahrzeichen-der-heiligkeit-und-des-unterdr%C3%BCcktseins-1