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    Al-Quds und die islamische Umma

    Al-Quds und die islamische Umma
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    Es hatte eine Zeit gegeben, wo jeder muslimische Schüler automatisch von der Bedeutung der Moschee al-Aqsa (al-Quds), der ersten Gebetsrichtung der Muslime, wusste.

     

    Dies kam daher, dass der edle Botschafter (s) im zwölften Jahr seiner prophetischen Mission sich (von dort aus) auf seine Mi’raj (Himmelfahrt) begab. Al-Quds (Jerusalem), wo die al-Aqsa Moschee steht (und wir müssen uns darüber im klaren sein, dass die goldene Kuppel, welche wir auf den meisten Bildern sehen, nicht die Al-Aqsa Moschee ist, sondern zum Felsendom gehört, welcher viele Jahre später gebaut wurde), ist im Jahr 15 n.H. (638 n. Chr.) von den Muslimen unter der Kalifenherrschaft Omars befreit worden. Dadurch, dass die Muslime für die politischen Grundlagen verantwortlich waren, blieb al-Quds bis auf ein kleines Zwischenspiel von 1099 bis 1187 n. Chr., wo es von den Kreuzrittern besetzt worden war, eine freie Stadt. Während der Besetzung al-Quds durch die Kreuzritter hatte kein arabischer Herrscher den Mut oder die Würde gehabt, für die Befreiung der al-Aqsa Moschee zu kämpfen. Erst Salahuddin al-Ayubi, ein Kurde, marschierte gegen die Kreuzritter auf, verbannte sie aus al-Quds und befreite somit im Jahr 1187 n. Chr. die al-Aqsa Moschee.

     

    Palästina war für die Anhänger aller Religionsbekenntnisse bis zum Tag, wo die modernen britisch- französischen Kreuzritter auf der Bühne erschienen und 1918 sowohl Palästina als auch al-Quds besetzten, ein freies Land. Die Neokreuzritter wussten, dass sie das Heilige Land nicht ewig besetzt halten konnten, weshalb sie ihre Agenten in der Form von arabischen nationalistischen Machthabern in Jordanien und Saudi-Arabien einsetzten. Ihr Eindringen machte die Entstehung eines zionistischen Israels und die völlige Besetzung al-Quds im Jahr 1967 möglich. Die jordanische Armee gab al-Quds auf, ohne auch nur einen einzigen Schuss abgefeuert zu haben. Dies war genau das gewesen, wozu die haschimitische Königsherrschaft Jordaniens geschaffen worden war: den zionistisch- westlichen Interessen zu dienen, um im Gegenzug die Erlaubnis zu erhalten, an der Macht zu bleiben.

     

    Die Zionisten haben ihre Klauen tief in die al-Aqsa Moschee gegraben, um ihr Fundament zu unterhöhlen, während sich die arabischen Herrscher fortwährend mit ihnen gegen jeglichen islamischen Anspruch auf Befreiung der ersten Gebetsrichtung der Muslime verschwören. Die Regime, welche um Palästina herum sind, arbeiten alle im Gespann mit den Zionisten zusammen, um den islamischen Widerstand in Palästina zu unterminieren. Die Saudis haben die Heiligen Stätten in Mekka und Medina säkularisiert; es ist verboten, die al-Aqsa Moschee oder die Unterdrückung, welcher das Volk in Palästina ausgesetzt ist, zu erwähnen. Den Muslimen ist befohlen worden, sich mit leeren Ritualen abzufinden, ohne dabei ihre Stimmen auch nur ein wenig gegen Unrecht, Unterdrückung und Tyrannei zu erheben.

     

    Aber nicht alle schlucken die saudische Anordnung, fügsam zu bleiben, herunter. Jedes Jahr nehmen Millionen Muslime am letzten Freitag des heiligen Monats Ramadan an Quds- Demonstrationen teil, zu denen Imam Chomeini (r.h.) vor über dreißig Jahren aufgerufen hat, um auf die fortwährende zionistische Besetzung der al-Aqsa Moschee und Palästinas aufmerksam zu machen. Während solche Demonstrationen die illegalen arabischen Herrscher und ihre westlichen zionistischen Meister einschüchtern, geben sie den unterdrückten Menschen überall Hoffnung.

     

    Selbstverständlich ist nicht jeder Muslim von den muslimischen Angelegenheiten abgetrennt, wie es die saudischen, ägyptischen, jordanischen und arabischen Herrscher gerne wollten. So wie islamische Widerstandskämpfer in Palästina und im Libanon gegen zionistischen Vandalismus und Unterdrückung ankämpfen, müssen Muslime und andere freiheitsliebende Menschen von überallher fortsetzen, ihre Stimme zu ihrer Unterstützung zu erheben.

     

    Das Aufrechterhalten der Angelegenheit um al-Aqsa ist eine heilige Pflicht, an deren Erfüllung jeder Muslim bis zum Äußersten seiner Fähigkeiten teilnehmen muss.

     

    Quelle: Taghrib.ir