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    Ali (aleihe salam) stellt sich vor

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    Das große Vorbild der Islamischen Welt, Imam Ali a.s. ist ein hohes Beispiel für das Ideal des Menschen.Ali hat mit seinem Glauben und seinen großartigen Eigenschaften  Wellen in der Geschichte der Menschheit erzeugt, die  auch heute weiter  ihre Kreise ziehen. Wie eine Woge setzt sich sein Geist in der Zeit fort und  wird immer universaler.  Wir sollten ihn selber zu Wort kommen lassen,  um ihn vorzustellen und bei  seiner Beziehung zum Propheten beginnen:

     

    Imam Ali hat  gesagt:

    „Ihr seht meine Stellung zum Propheten Gottes in der nahen Verwandtschaft und in einem besonderen Rang … Ich bin immer beim Propheten gewesen, wie ein Kind bei seiner Mutter. Der Prophet hat jeden Tag ein neues Zeichen der guten Moral  für mich enthüllt und er hat mich angewiesen, mich nach ihm zu richten. Der Prophet hat einige Monate im Jahr in der Hara`-Höhle verbracht und nur ich habe ihn gesehen und sonst niemand.

     

    In jenen Tagen hatte der Islam noch kein einziges Haus betreten, außer das Haus des Propheten Gottes, in dem auch Chadidscheh war und ich war der Dritte von ihnen. Ich habe das Licht der Offenbarung und der Berufung gesehen und ich habe den Duft der Prophetenschaft verspürt. Ich habe Satan jammern hören, wenn die Offenbarung auf den Propheten niederkam. Ich sagte: `O Prophet Gottes! Was ist dieses Jammern?` Er sagte: `Es ist Satan, der die Hoffnung auf seine Anbetung aufgibt!`  Dann hat er (der Prophet) gesagt: `Ali! Du hörst, was ich höre und du siehst, was ich sehe,  du bist nur kein Prophet, sondern du bist mein Wezir. Du befindest dich unentwegt auf dem Weg des Guten.“

    (Aus Nahdschol-Balagheh, Ansprache 192)

     

    Alle Vorzüglichkeiten Alis a.s. sind in seinem unendlichen Gotteswissen verankert.  Er ist eine Schatzkammer des Wissens und der Moral, welche er in der Schule des Propheten Gottes s.a.a.s. gelernt hat. Daher sagte Prophet Mohammad (s.a.a.s.) über ihn: „Ich bin die Stadt des Wissens und Ali ist das Tor zu dieser Stadt.“

     

    Ali a.s. stellt sich selber wie folgt vor:

    „Von dem Gebirge meines Seins fließt der Strom des Wissens herab und die Zugvögel der Gedanken können den Gipfel  meiner Anhöhen  nicht erreichen.“

    (Nahdsch-ul Balagheh  Ansprache 3)

     

    Zu seinem Gefährten Komeyl  Ibn Ziyad sprach der Imam wie folgt:

    „Wisse, dass in dieser Brust eine Fülle von Wissen verborgen liegt. Ach, gäbe es doch für diesen Schatz des Wissens und der Weisheit Leute, die ihn aufnehmen könnten.“

     

    Und dann mahnte er diejenigen, die tief in der Liebe zur Welt versunken sind, wie folgt:  „Bevor ihr mich verliert, stellt mir jede Frage, die ihr nur möchtet. Denn ich kenne die Wege des Himmels noch besser als die Wege der Erde.“

     

    Alis Kühnheit und seine Bereitschaft zum Märtyrertod waren immer von moralischer Standhaftigkeit geprägt. Ali sagt:

    „Als ich den Fuß auf den Kampfplatz stellte, war ich nur 20 Jahre alt. Bei meinem Leben! Ich zögere beim Kampf gegen die Feinde von Recht und Wahrheit und diejenigen, die tief in ihren Irrglauben abgesunken sind, keinen Augenblick lang und zeige keine Schwäche. Wisset, dass ich niemals schwach und unfähig geworden bin und zugelassen habe, dass mich Angst überkommt. Bei Gott! Ich spalte die Flanke des Unrechtes auf und hole aus ihr das Recht heraus.“

    (Aus Nahdsch-ul Balagheh, Predigt 104)

     

     

    Im Chandaq-Gefecht hat Amr  Ibn Abd Al Wudd, einer der unbesiegbaren  Recken des Feindes nach einem Gegner gerufen und keiner außer Ali a.s. wagte es, gegen ihn anzutreten.  Ali a.s. kämpfte  tapfer und mächtig gegen ihn. Als Amr Ibn Abd Al Wudd  zu Boden lag,  versetzte er ihm nicht sofort den letzten Hieb, sondern stand plötzlich auf, sammelte sich, um dann wieder zurückzukehren und dem besiegten Feind endgültig zu töten. Als der Prophet s.a.a.s. Ali a.s. nach dem Grund für sein Tun fragte, sagte er:

    „Er hat mich beschimpft und mir ins Gesicht gespien. Da dachte ich, wenn ich ihn töte, wird es deshalb sein, um meiner Wut freien Lauf zu lassen. So habe ich mich von ihm abgewandt, damit sich mein Zorn legt. Und dann erst habe ich ihn getötet.“

     

     

    Mulana (Rumi) empfiehlt in einem Gedicht:

    „Lern von Ali die aufrichtige Gottzuwendung  im Handeln!“

    Ali ist das große Leitbild und der Anführer der Islamischen Welt, aber er betrachtet sich als kleinen Diener Gottes. Während seines Gebetsdienstes schien er immer völlig  in den Bann der Herrlichkeit Gottes geraten zu sein. Einmal haben ihm die anderen beim Gebet einen feindlichen Pfeil aus dem Körper gezogen, ohne dass er etwas davon gemerkt hat.

     

    Wenn Ali von der Enthaltsamkeit und von der Gottesfurcht spricht, vergisst der Mensch, dass er mächtiger Regent im Islamischen Reich war.

    Der gleiche Ali, der sich zur Gottesanbetung zurückzieht, stößt  in die Mitte des feindlichen Heeres vor, wenn es um die Herstellung der Rechte der anderen geht.

     

    Imam Ali hat gesagt:  „Jeder Anhänger hat einen Führer und schöpft Helligkeit aus dem Licht dessen Wissen. Führwahr, euer Führer (Ali) hat sich in seinem Leben mit einem Mantelhemd und einem Übermantel  und von allen Speisen  mit zwei Brotfladen aus Gerste begnügt. Auch wenn ihr das nicht zu tun vermögt, so könnt ihr  mich dennoch durch Gottesfürchtigkeit, durch Bemühung, Anständigkeit und Rechtschaffenheit unterstützen. Ihr Leute: Bei Gott! Ich rufe  euch in keiner Sache dazu auf,  mir zu folgen, ohne dass ich diese nicht vorher selber vorgenommen hätte und ich halte euch vor keiner Sünde zurück, es sei denn ich habe sie unterlassen, bevor ihr sie unterlasst.“

    (Nahdschul Balagheh Rede 175)

     

    In seinem Brief an Uthman Bin Hanif, den Gouverneur von Basrah schrieb Imam Ali: „Ich habe erfahren, dass ein junges Volk  in Basreh dich zu einem Gastempfang eingeladen haben und du es eilig hattest, diese Einladung anzunehmen. Sie haben allerlei Gulaschsorten und große Trinkkelche für dich herbeigebracht. Ich hätte nie gedacht, dass du dich auf dem Gastmahl von Leuten  einfindest, welche die Bedürftigen verscheuchen und die Reichen herbeirufen!“

     

    Ali ist ein Führer auf dem Wege Gottes. Er will nicht aus weltlichen Ergeiz regieren. Für ihn ist dieses Regieren nur dann etwas wert, wenn er damit Gerechtigkeit herstellen und  der Allgemeinheit dienen kann.   Er sagt: „Die bedeutendsten gegenseitigen Rechte sind das Recht der Regierung gegenüber dem Volk und das des Volkes gegenüber der Regierung.  … Das Volk wird niemals Wohl und Würde sehen, es sei denn seine Regierung ist rechtschaffen und die Regierungen werden nie rechtschaffen werden, es sei denn, dass die Masse des Volkes  fest und standhaft ist. Immer wenn die Volksmasse die Rechte der Regierung beachtet und die Regierung, die Rechte des Volkes erfüllt, dann wird das Recht in der Gesellschaft respektiert und herrschen und es werden sich die Pfeiler der Religion  aufrichten.“

     

    Imam Ali sagt von sich: „Jemand wie ich ist unter euch wie eine strahlende Leuchte im Dunkeln, bei der jeder, der auf sie zugeht,  Licht und Helligkeit findet.“

    Nahdschul-Balagheh Ansprache 187

     

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/beitr%C3%A4ge/item/246476-ali-aleihe-salam-stellt-sich-vor