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    Aufnahme von Palästina in UNESCO: frühere Bitterkeit, künftige Unklarheit

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    In bestehenden Anhaltspunkten und Dokumenten geht hervor, dass abgesehen von der Okkupation Palästinas die historischen Denkmähler und das Kulturerbe der Palästinenser seit vielen Jahren geplant und durch aufeinander folgenden Operationen des israelischen Regimes zerstört wurden.

     

    In den letzten Tagen des Oktobers stimmten 107 Länder für die volle Mitgliedschaft Palästinas in der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur UNESCO.

     

    14 Länder stellten sich gegen die Mitgliedschaft Palästinas und 52 weitere enthielten sich der Stimme. Die USA, Deutschland und Kanada gehörten zu den Ländern, die sich gegen die volle Mitgliedschaft Palästinas auflehnten, während Italien, England und Japan sich der Stimme enthielten.

     

    Andererseits stimmten alle arabischen Länder und die meisten asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern dafür. Dann gab das israelische Regime bekannt, es werde gegenüber der vollen Mitgliedschaft Palästinas in UNESCO eine Reaktion zeigen und der Vertreter der USA sagte, seine Regierung werde sich weigern, UNESCO den Betrag von 60 Millionen Dollar, der im November fällig gewesen wäre zu zahnen.

     

    Der Vorwand der USA bestand darin, sie habe 1990 ein Gesetz verabschiedet, wonach die finanziellen Hilfen an jede Organisation und Institution, die der UNO unterstehen und die die Mitgliedschaft Palästinas akzeptieren abgebrochen werden.

     

    Zu bemerken ist, dass UNESCO die erste Organisation der UNO darstellt, die die volle Mitgliedschaft des unabhängigen Palästina anerkannt hat. Aber ist diese Begebenheit, die der Vertreter des israelischen Regimes als „ Tragödie der UNISCO“ bezeichnet hat, zugunsten des palästinensischen Volkes und unter den bestehenden Bedingungen könnte sie, das kulturelle und historische Erbe der Palästinenser retten? Ist UNESCO imstande durch den Einsatz von gesetzlichen Instrumentarien und Stimmen der Weltgemeinschaft ihre Versäumnisse gegenüber Palästina wiedergutzumachen? Um diese Frage beantworten zu können sollte man einen Blick auf die Geschichte dieses Landes und die Aktivitäten zu werfen, die das israelische Regime darin in Gang gesetzt hat.

     

    Palästina stellt ein islamisches Land mit einer Fläche von über 27 tausend Kilometern dar. Es liegt am Mittelmeer, hat einen fruchtbaren Boden und gemäßigtes Klima. Diese Region ist der Ort der Erscheinung von großen Propheten wie Jesus a. s. Moses a. s. und Wohnort von Abraham a. s. gewesen.

     

    Dieses Land hat eine sensitive und bedeutsame Lage, die die arabischen und islamischen Länder Asiens mit Afrika verbindet.

     

    Die Stadt Bait – ul- Mughaddas und die Al-Aksa-Moschee, die auf einem Hügel gebaut worden ist, stellt die erste Gebetsrichtung der Muslime dar und zählt zu den heiligen und wichtigen Orte Palästinas, wo wertvolle historische Denkmäler aus den verschiedenen historischen Zeitaltern bestehen geblieben sind und als Welterben von großem Wert für die Menschheit sind.

     

    Es gibt Anzeichen und Dokumente, die zeigen, dass abgesehen von der Besetzung Palästina die historischen Denkmäler der Palästinenser seit Jahren planmäßig und durch die aufeinander folgenden Operationen des zionistischen Regimes zerstört werden.

     

    Viele Zeitschriften in den vergangenen 50 Jahren enthalten Nachrichten über vorsätzliche Zerstörung von Kirchen und Moscheen in verschiedenen Gebieten von Bait – ul- Mughaddas, was abgesehen von der Entweihung von religiösen Orten ein Zeichen für das Bestehen eine Planes für diese Zerstörungen ist. Das geht so weit, dass selbst manche Medien des israelischen Regimes dies eingestanden haben. Beispielsweise hat die israelische Zeitung Maarif am 7. Dezember 1970 gewarnt, dass die Klagemauer im Falle der Fortdauer der Ausgrabungen um sie zerstört werden könnte.

     

    Die Bevölkerungsstruktur Palästinas hat stets ein Spektrum von Muslimen, Juden und Christen dargestellt. Aber das israelische Regime hat durch verschiedene unmenschliche Methoden versucht, die Judaisierung im besetzten Palästina auszuführen und abgesehen von der Vertreibung von Nichtjuden aus diesem Land auch die Tatsachen in der Geschichte dieses Landes zu fälschen. Beispielsweise hat man in den Lehrbüchern behauptet, die Palästinenser hätten ihre Häuser und Grundstücke den Juden verkauft. Andererseits hat das israelische Regime durch Hebräisierung der Namen von Städten und Dörfern ja sogar von Gassen in Palästina ihre Feindschaft gegen die Geschichte Palästinas zum Vorschein gebracht. 1920 bildete die englische Regierung ein Komitee zur Änderung der Namen. Seitdem haben Hunderte palästinensische Regionen hebräische Namen bekommen.

     

    Die Zerstörung der antiken Denkmäler in Palästina hatte in den letzten Jahren eine steigende Tendenz, was den Protest von internationalen Gremien und verschiedenen Ländern der Welt ausgelöst hat.

     

    Dr. Mohammad Kahlawi, Generalsekretär des Verbandes für antike arabische Denkmäler sagte diesbezüglich: „Wenn wir sagen, dass die Al-Aksa-Moschee gefährdet ist, wird gesagt, man habe dies schon seit 50 Jahren gehört. Aber weshalb wird keine ernsthafte Maßnahme diesbezüglich ergriffen? Die Moschee ist nämlich in der südlichen Seite in Bab al- Magharija wirklich in Gefahr, aber das Besatzerregime hat beschlossen ein Museum zur Vorstellung seiner illusorischen Geschichte zu bauen. Wo wird aber dieses Museum gebaut? Auf dem Friedhof „ Maamanullah“, der einen Teil des Kulturerbes in dieser Region darstellt. Bedauerlicherweise geschieht dies durch die Nachlässigkeit von Organisationen wie UNISCO, die gegenüber der Verletzung von internationalen Abkommen und Verträgen schweigen.

     

    Dr. Kahlawi weist hier auf die Konvention der UNESCO zur Unterstützung des Kultur – und Naturerbes der Welt, die die Stadt El Kuds in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen, aber trotz der Fortdauer der zerstörerischen Maßnahmen des israelischen Regimes diese Stadt wieder aus der Liste der gefährdeten Erben gestrichen hat.

     

    Diese Organisation hat nicht einmal das israelische Regime, das diese illegalen Aktivitäten in Gang gesetzt hat, gewarnt. Sie hat seit Jahren die Augen gegenüber den kulturfeindlichen Aktionen dieses Regimes zugedrückt, während diese Organisation über diese Aktivitäten im Bilde war.

     

    Beispielweise wurden seit 1967 Berichte durch diese Organisation über den Einsatz von gefährlichen chemischen Stoffen seitens des israelischen Regimes zur Ausgrabung einer Unterführung in der Al – Aks – Moschee veröffentlicht. Aber es wurden keine Maßnamen zur Verhinderung dieses Vorgehens ergriffen.

     

    Aufgrund der Statistiken des Amtes für das palästinensische Kulturerbe haben die Entwendung und der Handel mit den antiken und historischen palästinensischen Funden seit 2000 zugenommen und es wurden von 500 antiken Denkmälern Funde entwendet.

     

    Dies geschieht zu einer Zeit, in der das israelische Regime die einzige Regierung darstellt, deren Kaufleute beim Handeltreiben nicht durchsucht werden. Sie sind nämlich gesetzlich befugt, ohne Durchsuchung durch die Polizei mit den antiken Funden die Grenzen zu passieren. Es bedarf keiner Erklärung, dass dieses Vorgehen gegen die internationalen Gesetze zum Schutz von antiken Funden verstößt und die UNESCO verpflichtet ist, demgegenüber entschieden Stellung zu nehmen.

     

    Die UNISCO hat auch gegenüber den Schutz von handschriftlichen Werken keine ernsthafte Stellung genommen. Vor einiger Zeit hieß es in den Nachrichten, dass dieses Regime die Einfuhr von chemischen Stoffen zur Rostration von handschriftlichen Büchern verhindert, wodurch diese Bücher allmählich zerstört werden.

     

    Der Restaurator Khezr Schahabi sagte: „ Diese Dokumente sind etwa 2 tausend Jahre alt und befinden sich in einem überaus schlechten Zustand. Sie werden allmählich zerstört und können ohne chemische Stoffe nicht restauriert werden.