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    Auszüge aus dem Bittgebet für den Tag von „Arafah“

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    Lobpreis gebührt Gott, dessen Entscheidung niemand abwenden und dessen Gabe niemand verhindern kann.

     

    Niemand kann es Ihm in der Gestalt der Dinge gleichtun, und Er ist der Großzügige, der Allumfassende. Er brachte die Vielheit nie zuvor da gewesener Geschöpfe hervor und vervollkommnete durch Seine Weisheit alle Seine Werke. Keine Andeutung bleibt Ihm verborgen, und nichts Anvertrautes geht bei Ihm verloren. Er vergilt jedem Wirkenden und leitet jeden Zufriedenen und erbarmt sich all jener, die demütig flehen. Er hat die Wohltaten und die allumfassende Schrift in strahlendem Licht herab gesandt. Er erhört die demütigen Bitten, beseitigt Sorgen, erhöht die Stufen und schmettert die Tyrannen nieder.

    Denn es gibt keinen Gott außer Ihm, und nichts ist Ihm gleich: „ Nicht gibt es Seinesgleichen und Er ist der Hörende, der Sehende“, der Kenner der verborgensten Regungen, der Wach-same, „und Er vermag alle Dinge zu tun.“

     

    O Gott, ich mach Dich zu meinem Verlangen, und ich bezeuge Deine Herrschaft, indem ich anerkenne, das Du mein Herr bist und ich zu Dir zurückkehre. Du hast mich durch Deine Gnade entstehen lassen, als ich noch nichts Nennenswertes war. Du hast mich aus Staub erschaffen und mir einen Platz in den Lenden (meiner Väter) gegeben, sicher vor der Ungewissheit des Schicksals und dem Wandel der Zeiten und Jahre. Denn blieb ich nicht ein Reisender von der Lende zum Mutterleib seit uralter Zeit und längst verflossenen Jahrhunderten?

    In Deiner Fürsorge, Freundlichkeit und Güte zu mir hast Du mich nicht hinausgeschickt in die Länder der Führer des Unglaubens, jenen, die den Bund mit Dir brachen und Deinen Gesandten Lügen entgegen schrieen. Vielmehr hast Du mich hinausgeschickt zur Rechtleitung, die Du für mich vorgesehen hast, zu dem Weg, den Du mir leicht gemacht hast und auf dem Du mich versorgt hast. Und zuvor schon warst Du mir gnädig, indem Du mich schön gestaltet und mir zahlreiche Gaben gewährt hast.

     

    Denn Du hast meine Schöpfung aus einem vergossenen Tropfen begonnen und mir zwischen Fleisch, Blut und Haut in dreifacher Finsternis Wohnung gegeben. Du hast mich nicht Zeuge meiner Schöpfung sein lassen, noch hast Du mich mit etwas von meiner eigenen Angelegen-heit betraut. Dann hast Du mich in die Welt hinausgeschickt zu dem, was Du für mich an Rechtleitung vorgesehen hast, vollständig und unbeeinträchtigt. Du hast mich in der Wiege als Kind beschützt und mich mit Essen und nahrhafter Milch versorgt und mir die Herzen meiner Pflegerinnen zugewandt. Du hast mich liebevoller Mütter anvertraut, vor dem Unheil der Dschinn bewahrt und vor Übermaß und Mangel geschützt.

    Hoch bist Du, o Erbarmer, o Barmherziger!

     

    Als ich anfing, mich mit Worten auszudrücken, vervollständigtest Du an mir Deine reichhal-tigen Gaben. Du versorgtest mich von Jahr zu Jahr mehr, bis Du, als meine Natur vollkom-men geworden und meine Kraft ausgewogen war, Dein Wort für mich verbindlich gemacht hast, indem Du mir Wissen von Dir eingeben, mir Erfurcht vor den Wundern der Schöpfung, die Du in Deinem Himmel und auf Deiner Erde vermehrt hast, empfänglich gemacht und mich angewiesen hast zur Dankbarkeit Dir gegenüber und dem Gedenken an Dich.

    Du hast mir zur Pflicht gemacht, Dir zu gehorchen und zu dienen, und Du hast mich verstehen lassen, was Deine Gesandten gebracht haben, und Du hast es mir leicht gemacht, Deiner Zufriedenheit zuzustimmen. In all diesem hast Du mir mit Deiner Hilfe und Freundlichkeit Gna-de erwiesen. Dann, nachdem Du mich vom besten Grunde erschaffen hattest, o mein Gott, warst Du nicht damit zufrieden, mir eine Wohltat ohne die andere zu erweisen. Du hast mich mit einer Vielfalt von Nahrung und Kleidung versorgt und mit Deiner großen, ja allergrößten Gnade und ewigen Güte zu mir. Schließlich, nachdem Du alle Wohltaten für mich vervoll-kommnet und alles Unheil von mir abgewendet hattest, da hat Dich meine Unbekümmertheit und mein Wagnis nicht davon abgehalten, mich zu dem zu führen, was mich Dir näher bringt, oder mir Erfolg zu schenken in dem, was mich Dir annähert.

    Denn wenn ich Dich anrief, dann erhörtest Du, und wenn ich Dich bat, gabst Du, und wenn ich Dir gehorchte, zeigtest Du Deine Dankbarkeit, und wenn ich Dir dankte, dann gabst Du mir mehr. Dies alles tatest Du, um Deine Wohltat für mich und Deine Güte mir gegenüber zu vervollkommnen.

     

    Lobpreis sei darum Dir, Lobpreis sei Dir, der Du die Schöpfung hervorbringst und sie dann in neuer Gestalt wiederkehren lässt, dem Lobenswürdigen, dem Erhabenen. Heilig sind Deine Namen und unermesslich sind Deine Wohltaten. Welche Deiner Wohltaten, o mein Gott, könnte ich mit Zählen und Bemessen erfassen? Für welche Deiner Gaben kann ich Dir angemessen danken, da sie, o Herr, mehr sind, als Berechner zählen oder diejenigen , die Dinge im Gedächtnis bewahren, erinnern können. Aber die Heimsuchungen und Schwierigkeiten, die Du, o Gott, von mir abgewendet und ferngehalten hast, sind mehr als die Gesundheit und das Glück, die mir zugekommen sind.

    Ich bezeuge, o mein Gott, bei der Wirklichkeit meines Glaubens und der Erschlossenheit meiner Gewissheit , meinem reinen und unverfälschten Bekenntnis der Einheit, dem verborgenen Inneren meines Bewusstseins, den Orten, mit denen Ströme des Lichtes meiner Augen verbunden sind, den Linien auf der Oberfläche meiner Stirn, den Öffnungen meiner Atemkanäle, den weichen Teilen meiner Nase, den Pfaden meiner Gehörgänge, worüber sich meine Lippen schließen und zusammenpressen, den Bewegungen meiner Zunge beim Sprechen, dem Gelenk auf der Rückseite meines Mundes und Kiefers, den Fundamenten meiner Backenzähne, dem Ort, wo ich Speisen und Getränke schlucke, dem, was mein Gehirn trägt, dem Hohlraum meiner Halsfasern, dem, was in der Höhlung meiner Brust enthalten ist, den Trägern meiner Herzschlagader, den Stellen , an denen der Vorhang meines Herzens befestigt ist, den kleinen Fleischstücken um meine Leber, dem, was die Rippen meiner Seiten umfassen, den Funda-menten meiner Gelenke, den Zusammenziehungen meiner Gliedmaßen, meinen Fingerspit-zen, meinem Fleisch, meinem Blut, meinem Haar, meinen Nerven, meiner Luftröhre, meiner Knochen, meinem Knochenmark, meinen Blutadern und allen meinen Gliedern und was mit ihnen verwoben wurde seit der Zeit, da ich ein Säugling war, was die Erde von mir trägt, mei-nem Schlafen, meinem Wachen, meinem Stillsein und meinen Bewegungen beim Beugen und Niederwerfen, dass ich, hätte ich mir Mühe gegeben und durch die Zeitalter und Jahrhunderte hindurch gestrebt, – wenn meine Lebensdauer sich durch sie hindurch erstreckt hätte -, nicht in der Lage gewesen wäre, auch nur für eine Deiner Wohltaten Dank abzustatten, es sei denn, durch Deine Gnade, die mich allein zu nie endender und immer neuer Dankbarkeit Dir gegen-über und zu stets frischem und immer gegenwärtigem Lob verpflichtet.

     

    Wahrlich, wären ich und die berechnenden unter Deinen Geschöpfen auch noch so eifrig, das Ausmaß der von Dir erwiesenen Gnaden zu berechnen, seien es vergangene oder gerade geschehene, wir könnten es weder durch Zahlen noch durch berechnete Grenzen erfassen. Nie-mals! Wie könnte das je geschehen?

    Denn Du selbst hast in Deiner deutlichen Schrift und wahrhaftigen Botschaft verkündet: „Und wenn ihr Gottes Wohltaten aufzählen wolltet, ihr könntet sie nicht erfassen.“

    Dein Buch, o Gott, Deine Botschaft hat die Wahrheit gesagt! Und Deine Propheten und Gesandten haben Deine Offenbarung verkündet, die Du ihnen herab gesandt hast, und die Reli-gion, die Du ihnen und durch sie bekannt gemacht hast.

    Ich bezeuge , o mein Gott, meine Mühe, meinen Fleiß und das Ausmaß meines Gehorsams und meiner Fähigkeit, und ich sage als ein Gläubiger, der Gewissheit erlangt hat: „Lobpreis sei Gott, der Sich keinen Sohn genommen hat „ – so das Er einen Erben hätte – „ der sich Ihm widersetzten könnte, in dem, was Er erschafft – „noch einen Beschützer aus Schwäche“, der Ihm bei dem hilft, was Er gestaltet. Darum: Lobpreis sei Ihm! Lobpreis sei Ihm!

     

    Gäbe es in den Himmeln und auf Erden Götter außer Gott, sie würden sicherlich zerbrechen und zerrissen werden. Lobpreis sei Gott, dem Einzigen, dem Einen, dem Unabhängigen und von allen Angeflehten, der weder zeugt noch gezeugt wurde, und Dem niemand gleich ist.

    Alles Lob gebührt Gott, ein Lob gleich dem der Ihm nahe stehenden Engel und der von Ihm gesandten Propheten. Und Gott segne Seinen Auserwählten, Muhammad, das Siegel der Ge-sandten, und seine tugendhafte, reine und aufrichtige Familie und gebe ihnen Frieden!

    O Gott, lasse mich Dich so fürchten, als würde ich Dich sehen.

    Beglücke mich mit Frömmigkeit aus Erfurcht vor Dir und lasse mich nicht in Elend stürzen aus Ungehorsam Dir gegenüber.

    Wähle für mich aus Deinem Geschick, was Du gutheißt,

    segne mir Deine Vorherbestimmung, so dass ich das , was Du aufgeschoben hast, nicht vorei-lig sehen und das, was Du vorverlegt hast , nicht gerne vertagt haben möchte.

     

    O Gott, schenke mir Unabhängigkeit in meiner Seele,

    Gewissheit in meinem Herzen,

    Aufrichtigkeit in meinen Werken,

    Licht in meinem Gesicht,

    Gewissheit in meinem Glauben.

    Erfreu´ mich mit meinen Körpergliedern, indem ich sie zu Deiner Zufriedenheit gebrauche, und lasse mich von meinem Gehör und meinem Gesicht vererben. Hilf’ mir gegen den, der mir Unrecht tut, lasse mich in ihm meine Rache und meinen Wunsch sehen und beglücke da-mit meine Augen.

     

    O Gott, enthülle meinen Kummer, bedecke meine Unzulänglichkeit und vergib mir meine Sünden. Verjage den Satan in mir, und befreie mich von meinen Fesseln. Und gewähre mir, mein Gott, die höchste Stufe im Jenseits und im Diesseits.

    O Gott, Lobpreis sei Dir, wie Du mich erschaffen und mir Gehör und Gesicht gegeben hast,

    und Lobpreis sei Dir, wie Du mich erschaffen und zum wohlgestalteten Geschöpf gemacht hast, dies aus Gnade zu mir, wobei es keine Notwendigkeit für Dich gab, mich zu erschaffen.

     

    Mein Herr, bei der Tatsache, dass Du mich erschaffen und meine Schöpfung wohlgestaltet hast,

    mein Herr, bei der Tatsache, dass Du mich gestaltet und meine Gestalt verschönt und mir Wohlergehen in der Seele verliehen hast,

    mein Herr, bei der Tatsache, dass Du mich vor Schlechtem geschützt und mir zu Gutem verholfen hast,

    mein Herr, bei dem, was Du mir an Huld und Rechtleitung erwiesen hast,

    mein Herr, bei der Tatsache, dass Du mir Geschenke gemacht und mir alles an Gutem geben hast,

    mein Herr, bei dem, mit dem Du mich gespeist und getränkt hast,

    mein Herr, bei der Tatsache, dass Du mich von anderen außer Dir unabhängig gemacht und mich bereichert hast,

    mein Herr, bei dem Beistand und der Ehre, die Du mir erwiesen hast,

    mein Herr, bei der Tatsache, dass Du mich vor Deiner ungetrübten Verhüllung bedeckt und mir von Deiner genügenden Wohltat gewährt hast,

    segne Muhammad und die Familie Muhammads und hilf mir über die verbleibende Zeit und die dahingehenden Nächte und Tage, rette mich vor den Schrecken des diesseitigen und den Betrübnissen des jenseitigen Lebens, und behüte mich vor dem Übel der Tyrannen auf Erden.

     

    O Gott, übernehme Du an meiner Stelle meine Beschützung vor dem, was mich ängstigt und behüte mich vor dem, was ich meide; sei der Wächter meiner Seele und meines Glaubens, der Beschützer auf meinen Reisen, der Behüter meiner Familie und meines Besitzes. Sei Du der Erbe dessen, was Du mir gewährt hast, segne mir Deine Gaben, lasse mich die Erniedrigung in mir selbst fühlen und erhebe mich in den Augen der Menschen; verschone mich vom Übel der Dschinnwesen und der Menschen. Enthülle meine Sünden nicht und entehre mich nicht mit meinen Taten, entziehe mir nicht Deine Huld und überlasse mich keinem anderen außer Dir.

    Mein Gott, wem solltest Du mich überlassen: einem Verwandten, der die Bindung lösen würde oder einem Fremden, der mich mit finsterem Blick anschauen würde oder den Unterdrückern, die mich für schwach halten und mich entrechten und dabei bist Du mein Herr und der Herrscher über meine Angelegenheit?

     

    Ich klage Dir meine Fremde, den Verlust meines Heimes und meine Herabsetzung durch denjenigen, dem Du die Macht über mich ermöglicht hast. Lasse Deinen Zorn nicht über mich kommen, denn wenn Du nicht wütend bist über mich, sind alle anderen außer Dir egal.

    Gepriesen seiest Du! Meine Verschonung durch Dich ist mir bedeutender als irgendeine andere Hoffnung.

    So bitte ich Dich, mein Herr, bei dem Licht Deines Antlitzes, das die Erde und den Himmel erhellt, die Finsternisse aufdeckt, und womit das Leben der Vorfahren sowie der Nachfolgenden in Rechtschaffenheit gebracht worden ist: lasse mich nicht in einem Augenblick Deines Zornes sterben, und lasse Deine Wut nicht auf mich herabkommen.

    Dir ist das Tadeln, Die ist das Tadeln über mich, bis Du Zufriedenheit erlangt hast, bevor ich gestorben bin.

    Kein Gott ist außer Dir, o Herr des heiligsten Landes, der geheiligten Kultstätte und des befreiten Hauses, das Du gesegnet und zur Stätte des Friedens für die Menschen gemacht hast.

     

    O Du, Der in Seiner Nachsicht die großen Sünden vergeben hat.

    O Du, Der mit Seiner Güte Huld in Fülle erwiesen hat.

    O Du, Der in Seiner Freigebigkeit reichlich gegeben hat.

    O Du, meine Rücklage in Schwierigkeiten.

    O mein Freund in meiner Einsamkeit .

    O mein Helfer in meiner Betrübnis.

    O Du Geber meines Lebensunterhaltes.

    O mein Gott und Gott meiner Vorväter Abraham, Ismael, und Jakob; o Du Herr der Engel Gabriel, Michael und Israfil; o Du Herr des Siegels der Propheten, Muhammad, und seiner auserlesenen Familienangehörigen, o Du Herabsender der Thora, des Evangeliums, der Schriften Zabur und Furqan; o Herabsender von Kaf, Ha, Ya, Ayn, Sad und Sin und dem wei-sen Qur’an: Du bist meine Zuflucht, wenn mich die vielen Wege in ihrer Ausdehnung erschöpfen und trotz ihrer Weite beengen.

     

    Wäre Deine Gnade nicht, würde ich zu denjenigen gehören, die zu Grunde gegangen sind, und Du bist die Stütze bei meinem Straucheln. Wenn Deine Verhüllung über mich nicht wäre, würde ich zu denjenigen gehören, die schändlich bloßgestellt worden sind, und Du bist meine Hilfe beim Sieg gegen meine Feinde. Wenn Deine Hilfe nicht wäre, würde ich zu denjenigen gehören, die besiegt worden sind.

    O Du, Der Würde und Erhabenheit sein eigen nennt, so dass Seine Würde geehrt werde.

    O Du, dem die Könige das Joch der Demut auferlegt haben, weil sie sich fürchten vor den Angriffen Seiner Macht, da ihnen bewusst ist, dass Er weiß, was hinter trügerischen Blicken steckt und was die Menschen insgeheim in ihrem Inneren hegen, und Er kennt das Verborgene und was die Zeiten und Epochen bringen.

    O Du, von Dem keiner außer Dir weiß, wie Du bist.

    O Du, von Dem keiner außer Dir weiß, was Du bist.

    O Du, Den keiner außer Dir kennt.

    O Du, der Du die Erde auf das Wasser gepresst und die Luft mit dem Himmel umschlossen hast.

    O Du, der Du die würdigsten Namen besitzt.

    O Du Gewährer der ununterbrochenen Huld.

    O Du, Der Du die Karawane im öden Land zu Josef geführt hast.

    O Du Der Du ihn aus der Grube herausgeholt und nach der Sklaverei zum König gemacht hast.

    O Du, Der Du ihn wieder zu Jakob zurückgebracht hast, nachdem dessen Augen vor Trauer und Weinen erblindet waren, obgleich er seine Trauer unterdrückt hatte.

    O Du, Der Du Kummer und die Heimsuchung Hiobs aufgedeckt hast.

    O Du, Der Du die Hand Abrahams, nachdem er so alt geworden war und sein Leben gelebt hatte, von der Opferung seines Sohnes abgehalten hast.

    O Du, Der Du das Gebet Zacharias erfüllt hast, indem Du ihm Johannes geschenkt und ihn dadurch nicht einsam und allein gelassen hast.

    O Du, der Du Jonas aus dem Leib des Wales herausgeholt hast.

    O Du, Der Du das Meer für das Volk Israel gespalten und es dadurch gerettet hast, während Du Pharao und dessen Herr hast ertrinken lassen.

    O Du, Der Du aus Barmherzigkeit die Winde mit froher Kunde zu den Menschen geschickt hast.

    O Du, Der Du keine Eile mit der Bestrafung Deiner ungehorsamen Diener hast.

     

    O Du, der Du die Zauberer der Pharaonen nach langjähriger Ungläubigkeit errettet hast, ob-gleich sie sich von Deiner Verpflegung ernährt und doch einem anderen Gott gedient haben. Sie hatten sich Dir widersetzt, Dir andere zugestellt und nicht an Deine Gesandten geglaubt.

    O Gott, o Gott, o Gott!

    O Du, Der Du alles aus nichts geschaffen hast.

    O Du, Der Du alles erfunden hast.

    O Du, Dem keiner gleich ist.

    O Du, Der Du unvergänglich bist.

    O Du Lebender, wenn keiner lebt.

    O Du Auferwecker der Toten.

    O Du, Dein Wissen umfasst alle Werke, die sich in jeder Seele verbergen.

    O Du, Der Du mir Deine Gaben nicht vorenthalten hast, obwohl meine Dankbarkeit zu gering ist für Dich.

    O Du, der Du mich nicht bloßgestellt hast, obwohl meine Sünden zu groß sind vor Dir. Du hast meinen Ungehorsam gesehen und mich trotzdem vor den Menschen nicht entlarvt.

    O Du, Der Du mich in meiner Kindheit geschützt und im Alter ernährt hast.

    O Du, Dessen Gaben an mich nicht aufzuzählen und dessen Geschenke nicht wiedergutzuma-chen sind.

    O Du, von Dem ich nur Gutes und Gnade gesehen habe, und der von mir nur Schlechtes und Ungehorsam zu sehen bekommt.

    O Du, Der Du mich zum Glauben rechtgeleitet hast, ohne dass ich weiß, wie ich mich für Deine Gaben dankbar zeigen kann.

    O Du, ich habe mich mit meinem Gebet an Dich gewandt,

    als ich krank war, und Du hast mich geheilt;

    als ich unbekleidet war, hast Du mich gekleidet;

    als ich hungrig war, hast Du mich gesättigt;

    als ich durstig war, hast Du meinen Durst gelöscht;

    als ich demütig war, hast Du mir Würde verliehen;

    als ich unwissend war, hast Du mich gelehrt;

    als ich einsam war, hast Du mir Gesellschaft gewährt;

    als ich in der Fremde war, hast Du mich wieder nach Hause geführt;

    als ich arm war, hast Du mich bereichert;

    als ich hilfsbedürftig war, hast Du mir zum Sieg verholfen;

    als ich reich war, hast Du mir mein Reichtum nicht genommen,

    und als ich nach all dem nichts verlangte, hast Du mir reichlich gegeben.

     

    Lob und Dank sei Dir, der Du mich beim Stolpern aufgefangen hast, der meine Betrübnis aufdeckt, mein Gebet erhört, meine schändlichen Taten verhüllt, meine Sünden vergibt, mir beim Erreichen meiner Ziele und Besiegen meiner Feinde geholfen hat. Wenn ich Deine Gnaden, Gaben und freigebigen Geschenke aufzählen sollte, ich könnte ihre Vielfalt nicht erfassen.

    O mein Herr, Du bist es, Der Wohltätigkeiten, Segen, schöne Geschenke und Gnaden erweist.

    Du bist es, Der seine Gaben vollendet und von dem Nahrung, Erfolg, Genüge und Reichtum stammen. Du bist es, Der Zufriedenheit, Schutz und Wohnstatt bietet.

    Du bist es, Der rechtleitet, verschont, beschützt, schlechte Taten verhüllt und Sünden vergibt.

    Du bist es, Der Rückhalt bietet beim Straucheln und das Erlangen der Ziele ermöglicht.

    Du bist es, Der Würde verleiht, hilft, unterstützt und beisteht.

    Du bist es, Der zum Sieg verhilft, heilt, von Übel verschont und freigebig gibt. Voller Segen und Erhabenheit bist Du, und Dir sei Lob und Dank immer und in alle Ewigkeit.

    Mein Gott, ich gebe meine Sünden zu, so vergib sie mir.

     

    Ich bin es, der Schlechtes getan, sich immer wieder geirrt und sich erneut Böses vorgenom-men hat.

    Ich bin es, der unwissend und unachtsam gehandelt und immer wieder übersehen und verges-sen hat.

    Ich bin es, der sich auf Deine Gnade gestützt hat und erneut vorsätzlich Fehler begeht.

    Ich bin es, der versprochen, dieses nicht eingehalten und sein Wort gebrochen hat.

    Ich bin es, der Deine Huld mir gegenüber anerkannt hat und der nun mit seinen Sünden überlastet ist, so vergebe sie mir, o Du, Dem die Sünden Seiner Diener nicht schaden.

     

    Du bist der Unabhängige, Der unseres Gehorsams nicht bedarf, und Du bist Derjenige, Der ihnen aus Gnade hilft, ein gutes Werk zu vollenden.

    So sei Dir Lobpreis, mein Gott, mein Herr.

    Mein Gott, Du hast mir befohlen, und ich bin Dir ungehorsam gewesen. Du hast mir verboten, da habe ich das Verbotene getan. Nun habe ich weder eine Entschuldigung, noch habe ich die Kraft, mich gegen Deine Bestrafung zu wehren.

    Womit soll ich Dir begegnen, O mein Herr?

    Mit meinem Gehör, meinem Gesicht, meiner Zunge, meinen Händen oder meinen Füßen?

    Sind all dieses nicht Geschenke an mich?

    Und bin ich Dir mit ihnen allen nicht ungehorsam gewesen?

     

    Mein Herr, Du hast den Urteilsbeweis gegen mich und die Macht über mich. Du hast mich mit meinen unerkannten Fehlern vor den Augen der Eltern verhüllt, damit sie mich nicht ver-weisen und vor den Verwandten und Brüdern, damit sie mich nicht schlecht machen und den Machthabern, damit sie mich nicht bestrafen.

    Mein Herr, und sollten sie das erfahren, was Du von mir kennst, hätten sie mir keine Gelegenheit gewährt, sondern mich verstoßen und jede Bindung zu mir abgebrochen.

    Da bin ich nun mein Gott; ich steh vor Dir mit Hingabe, Demut, Blöße, und Niedrigkeit, habe keine Erklärung, mit der ich mich entschuldige, keine Kraft, mit der ich mich wehre, keinen Gegenbeweis, mit dem ich meine Unschuld beweise oder womit ich meine Taten rechtfertige. Ich behaupte auch nicht, dass ich keine Sünden begangen und nichts Schlechtes getan hätte. Und sollte ich leugnen, was würde mir, o mein Herr, das Leugnen denn nützen?

     

    Wie sollte ich leugnen, der ich bloß vor Dir stehe mit meinen ganzen Gliedern als Zeuge meiner Taten gegen mich?

    Ich habe mit absoluter Gewissheit und ohne jeglichen Zweifel gewusst, das Du mich über dieses großen Vergehen befragen wirst, und das Du der allgerechte Richter bist, Der kein ungerechtes Urteil fällt, und dass es gerade Deine Gerechtigkeit ist, die mich in die ewige Verdammnis führen könnte. Und eben vor Deiner Gerechtigkeit laufe ich weg.

    Wenn Du mich, mein Gott, bestrafen solltest, dann für meine Sünden, nachdem Du all Deine Beweise gegen mich vorgebracht hast.

    Du bist es, außer Dem es keinen Gott gibt.

    Du hast Dich allen Dingen erkennbar gemacht und bist damit nichts unerkannt geblieben.

    Du bist es, Der sich mir in allem erkennbar gemacht hat, so dass ich Dich in allem gesehen habe, und Du bist es, der jedem Ding offenbar ist.

    O Du, Der sich mit Seiner Allbarmherzigkeit aufgerichtet hat, so dass in Seinem Wesen der Thron zur Transzendenz entstanden ist.

    Du hast die Spuren durch Spuren weggewischt und alles außer Dir aus den Wellen der Umlaufbahnen Deiner Lichter entstehenden Ozeane gelöscht.

    O Du, Der sich im Pavillon Seines Thrones davor abgeschirmt hat, dass die Augen mit ihrer Sicht zu Ihm reichen.

    O Du, Der sich mit der Vollkommenheit Seiner Pracht erscheinend gemacht hat, und damit hat sich Deine Majestät über alles im gleichen Maße bestimmt.

    Wie sollst Du verborgen sein? Du bist der Offenbare! Oder wie solltest Du abwesend sein? Du bist der anwesende Überwacher! Du bist über alles mächtig. Lobpreis sei Gott, Ihm allein.

     

     

    Quelle: http://www.taqrib.info/germany/index.php?option=com_content&view=article&id=197:auszuege-aus-dem-bittgebet-fuer-den-tag-von-arafah&catid=68:andere-themen&Itemid=137