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    Bankett des Lichtes (Teil 2)

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    Wir sind zum Bankett des Lichtes herbeigeeilt. Im Gebet zum zweiten Ramadantag wenden wir uns mit folgenden Worten an Gott:

     

    O Gott, bring uns in diesem Monat den Dingen nah, die Deine Zufriedenheit hervorrufen und halte uns von Deinem Zorn fern. Beschere uns Gelingen beim Lesen Deiner Verse. Bei Deiner Barmherzigkeit, – du bist der Barmherzigste der Barmherzigen.

     

    In diesem Gebet bitten wir Gott uns zu helfen, dass wir den Koran lesen. Der Heilige Koran ist das letzte und umfassendste Himmelsbuch. Es enthält viele Punkte für die Veredlung des Menschen und höchstes Wissen über Gott. Dieser kostbare Schatz weist den Weg zu Wohl und Glück und befreit den Menschen aus den Ketten der Unwissenheit, des Aberglaubens und satanischer Verlangen. Er führt auf den Weg zur Vervollkommnung.

     

    In den Überlieferungen steht über den großen Nutzen der Koranlesung geschrieben und der Erhabene Prophet hat gesagt, dass das Herz durch die Koranlesung wieder auf Hochglanz gebracht wird.

     

    Die Lesung im Heiligen Koran ist immer wertvoll und hat zahlreiche Vorzüge und Wirkungen. Aber der Segen der Koranlesung ist im Monat Ramadan besonders groß. In dem Vers 185, der Sure Baqara Sure 2 steht: „Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist, und als klare Beweise der Rechtleitung und Rettung.“ Daher wird der Monat Ramadan auch als der Frühling des Korans bezeichnet.

     

    Imam Baqir a.s. einer der Edlen Nachkommen des Propheten sagt: „Für alles gibt es einen Frühling und der Frühling des Korans ist der Monat Ramadan“ (aus Wasail al Schia, Band 6, S. 203)

     

    In den Islamischen Überlieferungen heißt es, wenn jemand im Monat Ramadan nur einen Vers aus dieser Himmelschrift liest, ist es, als ob er in den anderen Monaten den ganzen Koran gelesen hätte. Imam Sadiq a.s. sagt: Im Buch Gottes, steht, dass die Monate bei Gott 12 an der Zahl sind … Das Licht der Monate ist der Monat Ramadan und das Herz des Monats Ramadan ist die Nacht des Schicksals. Imam Sadiq hat gesagt: begrüßt diesen Monat mit der Koranlesung.

     

    Wir sind in einem segensreichen Monat und wir danken Gott, dass es solche hellen Zeiten im Leben gibt. Wir danken ihm, dass er den Monat seines Gästeempfangs zum Monat des Gott- Dienens und der Reinigung der Seelen gemacht hat. Der gesegnete Monat Ramadan ist ein Geschenk Gottes und stillt den Durst der dürstenden Seelen wie lebensspendedes Wasser.

     

    Wie kann man einen Monat beschreiben, der der beste aller Monate ist und über den der Prophet des Islams gesagt hat, dass er mit Segen und Vergebung zu den Herzen kommt und sich einige Tage prächtig in den Herzen der Gläubigen niederlässt, um dann wieder aufzubrechen und bei seinem Abschied ihre Herzen mitzunehmen, und sie ein Jahr lang sehnsüchtig auf ihn warten lässt.“

     

    Das erste Schritt für die Verbindung zum gesegneten Monat Ramadan besteht darin, seinen Sinn zu verstehen. Ein gläubiger Mensch soll darüber nachdenken, wozu das Fasten dient. Imam Sadschad a.s. bittet um Erkenntnis darüber und spricht: O Gott – Grüße Mohammad und sein Haus und inspiriere mich mit der Erkentnnis über die Segensfülle des Monatas Ramadans

     

    Und die Würdigung seiner Heiligkeit.“

     

    Anas Ibn Malik berichtet: „Wenn der Monat Ramadan begonnen hatte, pflegte der Prophet zu sagen: ‚Gott ist rein von allem. Betrachtet, wen ihr in Empfang nehmt und was euch entgegenkommt.‘“

     

    Wie wir bereits sagten, ist das Beste im Monat Ramadan die Abstinenz von dem, was Gott verboten hat.

     

    Die Lehre des Islams und seine vitalen Geboten gelten der Befreiung des Menschen von seinen tierischen Trieben. Der Mensch kann Gott nicht näher kommen, solange er sich nicht von den weltlichen Bedürfnissen und Trieben lossagt. Der Islam ruft seine Anhänger in allen Lebenslagen dazu auf, sich mit den menschlichen Tugenden zu schmücken. Das Fasten ist ein Gebot, das den Menschen veredelt und es hat zahllose Vorzüge. Es hat zum Beispiel den Vorzug, dass er das Licht des Wissens und der Erkentnnis im Menschen zum Leuchten bringt. Das religiöse Fasten und ganz besonders das Fasten im Monat Ramadan lässt die diabolischen Verlangen beiseiterücken und die Gottesfürchtigkeit und Befolgung der göttlichen Gebote an ihre Stelle treten.

     

    Anstatt der Dunkelheit der Begierden treten Helligkeit und Erleuchtung. Dank dieser Läuterung, die durch das Fasten erreicht wird, verzichtet der Fastende bewusst nicht nur für ein paar Stunden auf Speis und Trank, sondern hält auch Auge, Hände und Zunge von dem rein, was unerlaubt ist. Er kann sogar eine Stufe erreichen, auf der er das Denken an Sünde von sich fernhält und dies ist der Höhepunkt des Fastendienstes. Imam Ali hat a.s. darauf hingewiesen und gesagt: Die Enthaltsamkeit des Herzens von Gedanken der Sünde, steht über der Enthaltsamkeit des Magens von Speis und Trank (Ghurar Al Hikam, S. 203). Damit meint er, dass wir uns beim Fasten nicht mit dem Verzicht auf Essen und Trinken begnügen, sondern gleichzeitig versuchen sollen, an die spirituellen Früchte des Fastens zu gelangen.

     

    Der verstorbene Mula Husseinqoli Hamedani ist ein bekannter Gelehrter und Mystiker. Eines der Ziele, die er anstrebte, war die Läuterung der Seele. Über ihn wird berichtet, dass seine Studenten gebannt seinen Worten lauschen. Sie waren von seinem hohen Denken begeistert. Mula Husseinqoli Hamdani ging festen Willens den spirituellen Weg.

     

    Einmal wurde dieser Gelehrte der Ethik und Mystik gefragt, welche Handlungen sich auf die Heilung des Herzens und die Gewinnung von Erkentnnis auswirken. Er antwortete: Nichts ist dafür so gut wie die Pflege eines langen Suddschuds (Niederwerfung) in dem die Worte aus dem Vers 87 der Sure 21 gesprochen werden, nämlich

     

    لا إِلَهَ إِلَّا أَنتَ سُبْحَانَکَ إِنِّی کُنتُ مِنَ الظَّالِمِینَ

     

    La ilaha ila ant – subhanaka – inna konto min az Zalimin

     

    Es gibt keinen Gott außer dir. Gepriesen seist du. Ich war einer von den Frevlern. “

     

    Der Mensch spricht dieses Dhikr während er sich im Gefängnis der Natur eingekerkert sieht. Aber er bekennt: O Gott, du warst es nicht der mich mit dieser Erniedrigung heimgesucht hast und warst nicht ungerecht zu mir, sondern nur ich war es, der gegen sich selbst gefrevelt hat.

     

    Es heißt dass die Schüler von Hamedani seinen Ratschlag befolgten und in den Genuss seines Segens kamen. Dieser Dhikr beim Sudscheh ist bekannt. Aber er setzt voraus, dass er in Andacht und oft gesprochen wird. Übrigens ist dies das Gebet des Propheten Jonas, in der Finsternis im Leib des Fisches.

     

    Es ist eine Empfehlung des Propheten, im Monat Ramadan lange in der Niederwerfung vor Gott zu verharren. Im Zustand der Niederwarfung (Sudschda) ist die größte Nähe des Dieners in der Audienz Gottes möglich.

     

    Es heißt, dass ein junger Mann so sehr den Propheten liebte, dass er ihn jeden Tag aufsuchte, bevor er zur Arbeit ging. Aber er hatte einen großen Kummer. Den trug er eines Tages dem Propheten vor: „O Prophet Gottes. Eure Stufe ist sehr hoch. Ich weiß, dass sie mich in der anderen Welt nicht zu dir lassen. Doch ich weiß nicht, wie ich die Trennung von euch ertragen soll soll!“

     

    Dies meinte er völlig aufrichtig. Da schickte Gott Dschibrail (Gabriel) zum Propheten und teilte diesem mit, dass dieser junge Mann im Paradies in Gesellschaft des Propheten sein wird. Da sagte der Prophet: „Junger Mann! Willst du mir helfen?“ Der junge Mann stimmte freudig zu: „O ja, Prophet Gottes, sagt: wie kann ich euch helfen?!“ Der Prophet antwortete: „Durch vieles Bitten um Gottes Vergebung und durch lange Niederwerfungen.“