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    Bankett des Lichtes (Teil 5)

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    Am fünften Tag des Ramadans wenden wir uns mit folgendem Gebet an Gott: „O Gott, lass mich an diesem Tag zu denen gehören, die um Verzeihung bitten und zu ِِDeinen rechtschaffenen Dienern, die auf dich hören und zu den nahen Freunden! Bei Deiner Huld und Barmherzigkeit oder du Barmherzigster aller Barmherzigen“ Das arabische Wort Istighfar, welches in diesem Gebet, von dem Sie die Übersetzung hörten, vorkommt, bedeutet reuevolle Umkehr und Bitte um Vergebung der Sünden. Durch diese reuevolle Bitte um Vergebung kann der Mensch Gott näher kommen.

     

    Wenn der Mensch die Hoffnung auf Gottes Vergebung aufgibt und hinsichtlich seiner Zukunft pessimistisch wird, lässt er auch die Bitte um Verzeihung bleiben und sündigt nur noch mehr. Die Reue und Bitte um Vergebung von dem Einen Schöpfer und Herr hat eine wunderbare Wirkung im Diesseits und Jenseits.

     

    Imam Ali a.s. sagt: „Wenn jemand richtig und in Reue umkehrt, werden seine Sünden gelöscht.“

     

    Wenn die Bitte um Vergebung nicht nur periodisch sondern häufig und in Begleitung von Wiedergutmachung erfolgt, werden viele Probleme im Leben gelöst. Aus dem Leben Imam Hassans a.s., dem Enkelsohn des Proheten s. wird berichtet:

     

    Ein Mann suchte Imam Hassan a.s. auf und klagte über Hungersnot und Verteuerung. Da sagte jener Hochverehrter: „Bitte Gott um Vergebung.“

     

    Ein anderer kam und beklagte sich bei dem Imam über Armut und Bedürftigkeit.

     

    Der Imam empfahl ihm: „Wende dich wegen deinen Sünden reuevoll Gott zu und bitte um Verzeihung.“

     

    Es heißt in diesem Bericht weiter, dass ein dritter den Imam bat, er solle beten, dass Gott ihm einen Sohn schenkt. Auch ihm empfahl Imam Hassan a.s., dass er Gott um Vergebung bitten solle. Die Anwesenden wunderten sich, dass er allen drei dieselbe Empfehlung gegeben hatte, obwohl ihre Anliegen verschieden waren.

     

    Da sagte Imam Hassan (a.s.) : „Ich habe das nicht vor mir aus gesagt sondern fürwahr aus den Worten Gottes im Koran gelernt und diese genutzt. Denn Gott sagt: Bittet Gott um Vergebung. Wahrlich er ist bereit zu vergeben! Dann wird er den Himmel ergiebig über euch regnen lassen, euch reichlich mit Vermögen und Söhnen versorgen und euch Gärten und Bäche bescheren.

    (Wasail al Schia, Bd. 7, S. 177, Verse 10-12 der Sure Nuh, Sure 71)

     

    Viele haben erkannt, dass das Leben ohne den Monat Ramadan kalt ist. Wären nicht die spirituellen Gelegenheiten wie der Monat Ramadan würden die Sünden unser Herz verdüstern. Aber wenn der Monat Ramadan uns besucht, wirkt er auf unser Herz wie ein erfrischender Regen auf spröde Erde. Der Ramadan lehrt uns, dass ein weiser und gütiger Freund uns Augenblick für Augenblick sieht. Dieser Freund ist Gott. Lasst uns also in diesem kostbaren Monat die verschlossenen Fenster unserer Herzen in Richtung Himmel öffnen.

     

    Universitätsdozent Dr. Mir Baqeri der sich mit Religionsfragen auseinandersetzt sagt über die Gelegenheit, sich im Monat Ramadan charakterlich zu verbessern:

     

    „Jeder benötigt eine Gelegenheit, um sich mit Gott auszusprechen. Dies kann mit ein paar andächtigen Minuten beginnen. Und wenn diese Zurückgezogenheit bei Gott eine gute Erfahrung war, wird sie sich auf alle 24 Stunden ausdehnen und zu einer ständigen engen Beziehung zu Gott werden.

     

    Der Segen, den Gott der Höchsterhabene, Seinen Dienern schenkt, geht auf die Bemühungen um Charakterveredlung und die Enthaltungen zurück.. Einige Zeiten und Gelegenheiten sind besonders günstig für die Läuterung der Seele, zum Beispiel die dem Monat Ramadan vorausgehenden Monate Radschab und Schaaban, ganz besonders aber der Monat des göttlichen Banketts , der für die Großzügigkeit Gottes bekannt ist. Gott der Höchsterhabene hat Gelegenheiten geschaffen, damit der Mensch allmählich alles was er aus der Hand gegeben hat, wieder gut macht.“

     

    Eine wichtige Errungenschaft im Monat Ramadan ist die Abwendung von Sünden.

     

    Lesen Sie folgende wahre Geschichte. Sie handelt von einem jungen Sünder und Imam Sadiq a.s., der ihm half sich zu ändern:

     

    „Ein junger Mann hockte tief in Gedanken versunken und bekümmert am Rande einer Straße. Er rührte sich nicht vom Fleck, aber in ihm tobte ein Kampf. Auf der einen Seite verlangte es ihn heftig, erneut die Sünde zu begehen, an die er sich gewöhnt hatte, und auf der anderen mahnte ihn das Gewissen. Der junge Bursche hoffte, jemanden zu finden, mit dem er darüber sprechen kann. Jemand, der ihm aus diesem wilden Strudel heraushilft. Da fiel ihm dank Gottes Gnade Imam Dschafar Sadiq a.s. ein, einer der edlen Nachkommen aus dem Hause des Propheten. Imam Sadiq lebte wie er in Medina und der junge Mann wusste, wie freundlich er war und dass er jedes anvertraute Geheimnis hütete.

     

    Da sprang er auf und machte sich auf den Weg zum Haus des Imams. Imam Sadiq a.s. blickte dem jungen Mann freundlich entgegen. Der aber senkte den Kopf und sagte: „Ich habe mir eine Sünde angewöhnt! Was soll ich tun, damit ich von dieser schlechten Gewohnheit befreit werde? Bei Gott, helft mir!“

     

    Imam Sadiq a.s. sagte: „Weil du dich daran gewöhnt hast, diese Sünde zu tun, solltest du , wenn du sie begehst, mehrere Dinge ins Auge fassen:

     

    Erstens, führe deine Sünde an einem Ort durch, wo Gott dich nicht sieht!“

     

    Der junge Bursche: „Ach, wo ich auch hingehe, nie werde ich dem Blick Gottes verborgen bleiben!“

     

    „Gut“, sagte Imam Sadiq, „Dann verlasse das Reich Gottes, wenn du sündigest. Denn der Ungehorsam gegenüber dem Hausbesitzer, zudem in dessen eigenen Haus, gilt als Verrat an ihm!

     

    Der junge Mann: : O Sohn des Propheten: „Wo könnte ich denn hingehen? Überall ist doch Gottes Reich!“

     

    Imam Sadiq a.s.: „Gut, dann iss wenigsten nicht von der Nahrung, die er bereitstellt.“

     

    Der junge Mann: „Das geht doch auch nicht! Was ich auch esse und trinke: Es sind lauter Segensgaben Gottes.“

     

    Der Imam begann Fragen zu stellen: „Wirst du, wenn du diese Sünde begehst, dich wehren können, wenn sie dich in die Hölle schleppen wollen? Der junge Mann sagte: „An dem Tag bin ich verloren. Ich werde nichts tun können und muss wegen meiner hässlichen Taten die Hölle betreten!“ Ihm traten bei dem Gedanken Tränen in die Augen. Der Imam stellte ihm noch weitere Fragen, die der junge Gast entsprechend beantwortete, und schließlich sagte er:

     

    „Wenn das so ist (wie du sagst) dann kannst du also nicht mehr an deinen Sünden festhalten!“

     

    Imam Chomeini r.h. , der Begründer der Islamischen Republik, hat immer auf sein Verhalten geachtet und den Koran nie weggelegt. Einer seiner Begleiter im irakischen Nadschaf-Aschraf berichtet:

     

    „In Nadschaf bekam der Imam Augenschmerzen und ging zum Arzt. Der untersuchte ihn und sagte dann: `Ihr solltet einige Tage lange nicht im Koran lesen und eure Augen ausruhen!`Da lachte Imam Chomeini und sagte: „Herr Doktor! Ich will meine Augen für das Koranlesen haben. Was nützt es, wenn ich Augen haben und nicht im Koran lese? Unternehmt etwas, dass ich im Koran lesen kann!“

     

    Imam Chomeini hat jeden Tag im Monat Ramadan 10 der 30 Großabschnitte des Korans gelesenan. Das heißt in drei Tagen las er einmal den gesamten Koran durch. Für ihn war der Monat Ramadan sehr wichtig. Deshalb sagte er alle Treffen in diesem Monat ab und widmete sich die meiste Zeit dem Bittgebet und dem Koran.

     

    Eines seiner Kinder berichtet: „Es gehörte zu seinem Programm im Monat Ramadan bis zum Morgen das Gebetsritual zu verrrichten und Bittgebete zu sprechen. Nach dem Gebet zum Morgen und nachdem er sich ein wenig ausgeruht hatte, bereitete er sich dann auf seine tägliche Arbeit vor.“