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    Bankett des Lichtes (Teil 9)

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    Der gesegnete Monat Ramadan ist der Monat der Standhaftigkeit und Geduld der Gläubigen; der Monat der frohen Botschaft von der Errettung für die Reinen. Jeder der im Monat Ramadan die Seele an der Quelle der göttlichen Barmherzigkeit reinwäscht, kann sich freuen.

     

    Wir bitten am 9. Tag des Monats Ramadan:

     

    O Gott! Lass mir an diesem Tag deine weite Barmherzigkeit zukommen und leite mich durch Deine klaren leuchtenden Beweise auf den rechten Weg und zu den Dingen, die zu Deiner völligen Zufriedenheit führen. Bei deiner Liebe, o du Endziel der Begeisterten!

     

    Der gesegnete Monat Ramadan ist der Monat, in dem die Sünden fallen und die göttliche Barmherzigkeit auf uns herabregnet. Seine Barmherzigkeit bedeutet Segen und Güte zu den Geschöpfen. Die Allbarmherzigkeit Gottes erfasst alle; sogar die Sündigen und Menschen, die nicht an Gott glauben. Sie scheint wie eine Sonne auf alle herab.

     

    Aber Gott gewährt noch eine andere Barmherzigkeit neben dieser Allbarmherzigkeit und dies ist die Gnade, die er den rechtschaffenen Dienern erweist. Die besondere Huld Gottes lässt den Menschen im Leben hohe spirituelle und moralische Stufen erreichen und ein gutes Ende im Diesseits nehmen. Im Jenseits wird er in das ewige göttliche Paradies einkehren dürfen.

     

    Sündige und ungerechte Menschen und Menschen, welche die Gebote Gottes überschreiten, sind allerdings von dieser besonderen Huld Gottes ausgeschlossen und müssen das wahre diesseitige und das jenseitige Glück entbehren.

     

    Gläubige Menschen können auf verschiedene Weise in den Genuss der besonderen Barmherzigkeit und Gnade Gottes gelangen. Gemäß den Versen des Korans und den Worten der Edlen aus dem Hause des Propheten führen unter anderem folgende Dinge zum Empfang dieser Gnade:

     

    Glauben und rechtschaffenes Handeln

     

    – das Gute empfehlen und das Schlechte verwehren,

    -das Ritutalgebet pflegen und die Zakkatabgabe leisten,

    – Gott und Seinem Propheten (s) folgen und die rettenden Anweisungen des Korans fürs Leben durchführen

    – zwischen den Muslimen zu schlichten,

    -milde und freundlich mit den Menschen umgehen.

     

    Im Vers 155 der Sure Baqara (Sure 2) heißt es, dass Menschen, die in schweren Zeiten geduldig bleiben und auf Gott hoffen, von Ihm mit Seiner besonderen Huld bedacht werden. In den Lehren der Edlen aus dem Haus des Propheten steht erstaunliches über die göttliche Barmherzigkeit. Die MakellosenVorbilder des Islams lehren uns, dass die göttliche Barmherzigkeit über dem göttlichen Zorn steht und ein Gläubiger nicht nur rechtschaffen handeln sondern auch durch Bittgebete und ergebenes Flehen, Gott um Seine besondere Gnade und Barmherzigkeit bitten soll. In einem Hadith von Imam Sadschad a.s. steht: „Es ist nicht verwunderlich dass jemand im Jenseits Rettung findet. Es ist verwunderlich, wie jemand trotz der allgemeinen göttlichen Barmherzigkeit vernichtet wurde!“(Bihar al Anwar, Band 75, Seite 153)

     

    Hoffentlich können wir im Monat Ramadan durch ein Gott gefälliges Verhalten und Werke in den Genuss der besonderen Barmherzigkeit seitens des Gnädigen Schöpfers gelangen. Im Monat Ramadan ist es auch wichtig, einige medizinische Punkte für das Fasten zu beachten. Insbesondere nun, da in einigen Ländern der Monat Ramadan in die Sommerzeit fällt und die Fastentage lang sind.

     

    Der Monat Ramadan is die beste Gelegenheit für eine geeignete Ernährungsplanung und um sich übermässige Nahrungsaufnahme abzugewöhnen. Schlemmerei ist ungesund . Leute die schlemmen, neigen zu Beleibtheit und Erkrankung. Die übertriebene Nahrungseinnahme ist Ursache für viele Krankheiten.

     

    Zum Beispiel bildet sich dadurch unerwünschtes Körperfett. Aber das Fasten reduziert die schädlichen Fettstoffe im Blut. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass der Verzicht auf eine Mahlzeit im Monat Ramadan sich deutlich auf die Senkung der schädlichen Fette im Blut auswirken. Ein Fastender soll im Ramadan mindestens 20 Prozent weniger Nahrung aufnehmen als sonst. Dadurch findet der Körper Gelegenheit überflüssiges Fett abzubauen.

     

    Beim Fastenbrechen am Ende des Tages sollte man laut Ernährungswissenschaftlern nicht viel und nichts schwer Verdauliches essen. Tagsüber hat sich nämlich der Verdauungssapparat ausgeruht und durch eine leichte Speise zum Fastenbrechen wird Verdauungsproblemen vorgebeugt. Außerdem sollte man zum Iftar, dem Fastenbrechen, als erstes Flüssigkeiten trinken, deren Temperatur ungefähr der Körpertemperatur angepasst sind.

     

    Sehr gut eignen sich zum Fastenbrechen Datteln. Die Dattel enthält natürlichen Zucker und ist ein Energiespender. Ernährungswissenschaftlerin Dr. Rababeh Scheych-ul-Islami, empfielt Datteln insbesondere nach Abschluss des Fastentages, weil sie den Bedarf an Glucose des Fastenden decken.

     

    Das Fasten ist nach Ansicht vieler Medizinwissenschaftler von erstaunlicher Wirkung bei der Behandlung von Krankheiten. Fasten ist in der traditionellen Heilkunde wegen seiner vielen Vorteile für den Körper von großer Bedetung gewesen. Mediziner wie Hippokrates und Hareth Bin Kalda (bekanntester Arzt vor Aussendung des Propheten) sowie Avicenna haben einige Leiden mit Fastenkuren geheilt.

     

    Während des Fastens bleibt der Verdauungsapparat mehrere Stunden lang leer. Er kann nach dem Fasten wieder funktionstüchtiger werden als vorher. Dr. Schahyar Eqtesadi empfiehlt, dass man im Monat Ramadan auf salzige Speisen verzichtet und generell möglichst zurückhaltend mit Salz umgeht. Er schlägt als Ersatz für Salz die Verwendung von verschiedenen Obst- und gemüsesorten vor.

     

    Empfohlen wird auch, dass der Fastende nach dem Fastenbrechen (Iftar) bis zum Sahari (der Speise vor Tagesanbruch) genug Wasser trinkt, d.h. mindestens 8 Gläser. Frisches Obst und Gemüse, Getreideprodukte oder Hülsenfrüchte eignen sich gut für beide Fastenmahlzeiten. Diese Nahrungsstoffe werden langsam vom Körper aufgenommen und machen für eine längere Zeit satt.

     

    Die Ärzte raten denjenigen, die die Speise vor dem Tagesanbruch weglassen, davon ab. Sie sagen, dies führe ganz besonders in der Sommerzeit zu einer Senkung des Blutzuckers und könne Kopfschmerzen und Schwächegefühl auslösen. Auf dem Speisezettel eines Fastenden müssen Brot, Kartoffeln, Getreide, Fleisch, Hülsenfrüchte, Milch und Milchprodukte und wie gesagt Gemüse und Obst stehen.

     

    In verschiedenen Überlieferungen heißt es : Achtet darauf, dass eure Nahrung religionsrechtlich erlaubt – d.h. halal ist. Bevor ihr zu Essen beginnt, sagt Bismillah – Im Namen Allahs.

     

    Imam Hussein a.s. begründet dies damit, dass sich die Nahrung auf das Denken und Handeln des Menschen auswirkt. In Karbala hat er dem Feindesheer, nachdem er es mahnend auf den geraden Weg zurückgerufen hatte, gesagt: „Eure Bäuche habt ihr mit Nahrung aus unerlaubtem (Haram)-Besitz gefüllt, deshalb wirken meine Worte nicht auf euch!“

     

    Ajatollah Kuhestani, großer Rechtsgelehrter und Gründer des theologischen Lehrzentrums in der Stadt Kuhestan, im nordiranischen Mazanderan, ist für seine Bemühung um Seelenläuterung bekannt. Er hat über die Wirkung der Nahrung gesagt:

     

    „Die Wirkung der Nahrung auf den Menschen ist gewaltig. Wenn der Mensch Nahrung zu sich nimmt, wird ein Teil davon in Blut umgewandelt und gelangt ins Gehirn. Nahrung, die nicht rein ist, wirkt sich auf das Denken aus. Diabolische Gedanken sind Folge der Wirkung dieser unreinen Dinge. Wenn mir irgendwelche Gedanken in den Kopf steigen, denke ich sofort darüber nach, was ich gegessen habe!“

     

    Die Gelehrten der Ethik empfehlen: „Genauso wie ihr auf die Ernährung des Körpers achtet, müsst ihr auch auf die Ernährung des Geistes achtgeben. Ähnlich wie körperliche Nahrung zu einer Vergiftung führen und schädlich sein kann, führt auch manche seelische und geistige Nahrung ins Verderben, wie zum Beispiel durch Lesen ungeeigneter Bücher oder Zeitschriften und das Anhören und Anschauen primitiver Dinge, die vom rechten Weg abbringen.“