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    Bibel, Koran und Wissenschaft (4): Die Bücher des Alten Testaments

    Bibel, Koran und Wissenschaft (4): Die Bücher des Alten Testaments
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    Die Bücher des Alten Testaments

     

    Das Alte Testament ist eine Sammlung von Werken sehr unterschiedlicher Länge und verschiedener Gattungen, die in mehreren Sprachen während eines Zeitraums von neuen Jahrhunderten niedergeschrieben wurden und auf mündlicher Überlieferung basieren. Viele dieser Werke wurden korrigiert oder ergänzt entsprechend den Ereignissen oder bestimmten Notwendigkeiten, und zwar oft zu weit auseinanderliegende Zeiten.

     

    Die Blütezeit dieser reichhaltigen Literatur liegt wahrscheinlich zu Beginn der israelitischen Monarchie im 11. Jahrhundert v. Chr. Zu jener Zeit entsteht in der Umgebung des Königs das Corps der Schreiber. Die Rolle dieser gebildeten Persönlichkeiten beschränkte sich nicht aufs Schreiben. Aus dieser Epoche können die ersten Schriftstücke stammen, die im vorigen Kapitel genannt wurden, Stücke, an deren schriftlicher Fixierung ein besonders Interesse bestand: einige der obengenannten Gesänge, die prophetischen Orakel von Jakob und Moses, die Zehn Gebote und-ganz allgemein- die Gesetzestexte, die eine religiöse Tradition darstellten, bevor es zur Ausbildung eines Rechts kam. Alt diese Texte sind über diverse Sammlungen des Alten Testaments versteuert.

     

    Etwas später, vielleicht im zehnten vorchristlichen Jahrhundert, wurde der sogenannte Jahwistische“1 Text des Pentateuch redigiert, der zum Gerüst jener flünf Bücher wurde, die man Moses zuschreibt. Später wurde dieser Text um die sogenannte „elohistische“2 und um die „priesterliclie“3 Version ergänzt. Der ursprüngliche jahwistische Text behandelt die Zeit von der Entstehung der Welt bis zu Jakobs Tod. Er stammt aus dem südlichen Königreich (Judas).

     

    Zwischen dem Ende des neunten und der Mitte des achten Jahrhunderts v. Chr.. entsteht und verbreitet sich im nördlichen Königreich (Israel) der prophetische Einfluß mit Elias und Elisa, deren Bücher wir besitzen. Dies ist gleichzeitig die Epoche des elohistischen Textes des Pentateuch, der eine viel kürzere Zeit umspannt als der jahwistische, denn er beschränkt sich auf Begebenheiten um Abraham, Jakob und Joseph. Das Buch Josua und das Buch der Richter stammen aus dieser Periode.

     

    Das achte Jahrhundert v. Chr. ist das Jahrhundert der schreibenden Propheten : Amose und Hosea in Israel, Jesaia und Micha im Königreich von Judas.

     

    Im Jahre 721 v. Chr. endet das Königreich Israel durch die Einnahme von Samaria. Das Reich Judas übernimmt sein religiöses Erbe, das Buch der Sprüche stammt wahrscheinlich aus dieser Periode, die sich insbesondere durch die Zusammenfassung des jahwistischen und des elohistischen Textes des Pentateuch zu einem Buch auszeichnet, wodurch die Thora entstand. Auch das Deuteronomiurn wurde wohl in dieser Epoche redigiert.

     

     

    Die Herrschaft des Königs Josia in der zweiten Hälfte des siebten Jahrhunderts v. Chr. fällt in die Anfangszeit des Propheten Jeremias, aber dessen Werk nimmt erst ein Jahrhundert später endgültige Gestalt an.

     

    Die Predigten von Zephania, Nahum und Nabakuk liegen vor der ersten Verschleppung nach Babylon im Jahre 598 v. Chr. Im Verlauf dieser ersten Verschleppung tritt bereits Hesekiel als Prophet auf. Mit dem Fall Jerusalerrt 587 v. Chr. beginnt die zweite Babylonische Gefangenschaft, die bis 538 v. Chr. dauert.

     

    Das Buch Hesekiels, des letzten großen Propheten und Propheten des Exils, erhält seine heutige Form erst nach seinem Tod durch jene Schreiber, die geistigen Erben Hesekiels wurden. Von demselben Schreiber stammt eine dritte, die sogenannte „priesterliche“ Version der Genesis, für jenen Teil, der sich von der Schöpfung bis zum Tode Jakobs erstreckt. So wird in den jahwistischen und elohistischen Texten der Thora ein dritter eingearbeitet; einen Aspekt dieser Verquickung mit Büchern, die vier bis sechs Jahrhunderte früher abgefaßt worden waren, werden wir später behandeln. Aus dieser Zeit stammt das Buch der Klagelieder.

     

     

    Auf Befehl von Kyros endet die Babylonische Gefangenschaft 538 v. Chr., die Juden kehren nach Palastina zurück und bauen den Tempel in Jerusalem wieder auf. Die prophetische Aktivität lebt wieder auf, und es entstehen die Bücher von Haggai, Sacharja, dem dritten Jesaia, Maleachie, Daniel und Brauch (der in Griechisch schrieb).

     

     

    Es ist auch die Periode der Bücher der Weisheit: die Psalter erhalten um 480 v. Chr. ihre endgültige Fassung, das Buch Hiob im fünften Jahrhundert v. Chr. Der Prediger Salomos, auch Kohelet genannt, stammt ebenso aus dem dritten Jahrhundert v. Chr. wie das Hohelied Salomos, die beiden Bücher der Chronik, und die Bücher Esras und Nehemias. Der Prediger Jesus Sirach tritt im zweiten Jahrhundert v. Chr.. auf. Die Sprüche Salomos und die beiden Bücher der Markkaber werden ein Jahrhundert vor Jesus Christus redigiert. Schwierig zu datieren sind die Bücher Ruth, Esther, Jonas, Tobias und Judith. All diese Hinweise erfolgen unter dem Vorbehalt späterer Umarbeitung, denn erst etwa ein Jahrhundert vor Jesus Christus wurde den Schriften des Alten Testaments eine erste form gegeben, die für viele erst im ersten nachchristlichen Jahrhundert zur endgültigen wurde.

     

     

    So erscheint das Alte Testament wie ein Denkmal der Literatur des jüdischen Volkes von seinem Ursprung bis zur christlichen Ära. Seine Bücher wurden zwischen dem zehnten und ersten Jahrhundert v. Chr.. abgefaßt, ergänzt und überarbeitet. Die geschilderte Entstehungsgeschichte beruht keineswegs auf persönlichen Oberblicks entstammen dem Artikei“Bibel“, den J.P. Sandroz Professor an der dominikanischen Fakultät Saulchoir, für die Enzyklopädie Universalis4 geschrieben hat. Um das Alte Testament in seinem Wesen zu verstehen, muß man diese Erkenntnis bedenken sein, die von hochqualifizierten Spezialisten unserer Zeit erforscht wurden.

     

     

    Mit all diesen Schriften ist eine Offenbarung vermischt , aber wir besitzen heute nur das, was uns jene Männer überlassen wollten, die die Texte in ihrem Sinne manipulierten, entsprechend den Umstände und Notwendigkeiten, mit denen sie sich konfrontiert sahen.

     

     

    Vergleicht man diese objektiven Gegebenheiten mit jenen, die heute in den Einleitungen verschiedener zirkulierender Bibelausgaben enthüllt werden, so stellt man fest, daß die Fakten dort ganz anders dargestellt werden. Die fundamentalen Tatsachen über die Entstehung der Bücher werden schweigend übergangen. Zweideutigkeiten, die den Leser verwirren, werden aufrechterhalten, Fakten werden so sehr heruntergespielt, daß sie einen falschen Eindruck von der Realität geben. So verfälschen viele Einleitungen von Bibelausgaben die Wahrheit. Wenn ganze Bücher mehrfach umgearbeitet wurden ( wie der Pentateuch), wird lediglich erwähnt, daß vielleicht später einige Details hinzugefügt worden sind. Eine unbedeutende Passage eines Buches wird lange diskutiert, kritische Fakten aber, die eine längere Abhandlung verdienten, werden schweigend übergangen. Es ist betrüblich zu sehen, an welch unexakten Vorstellungen festgehalten, um die Bibel unters Volk zu bringen.

     

     

    Die Thora oder der Pentateuch

     

    „Thora“ ist der semitische Name. Der griechische Begriff „Pentateuch“ bezeichnet ein Werk mit den fünf Teilen Genesis, Exodus, Leviticus, Numeri und Deuteronomium; sie sind die ersten fünf der neununddreißig Bände umfassenden Sammlung des alten Testaments.

     

    Diese Gruppe von Texten behandelt den Zeitraum vom Ursprung der Welt bis zum Einzug des jüdischen Volkes in Kanaan, dem gelobten Land nach der ägyptischen Gefangenschaft, und zwar exakt bis zum Tode Mose. Aber die Erzählung dieser Vorgänge dient eher als Referenzrahmen von Bestimmungen für das religiöse und soziale Leben des jüdisches Volkes; daher der Name Gesetz oder Thora.

     

     

    Christentum und Judentum waren jahrhundertelang der Auffassung, Moses selbst sei der Autor der Thora. Dazu stützte man sich vielleicht auf die Tatsache, daß Gott zu Moses gesagt haben soll (2 mo 17, 14) Schreibe das (die Niederlage Amaleks) zum Gedächtnis in ein Buch … oder auch, daß es (4 Mo 33,2) heißt “ und Moses beschrieb ihren Auszug~‘ (aus Ägypten), oder auch (5 Mo 31, 9) . “ Und Mose schrieb dies Gesetz“. Ab dem ersten Jahrhundert v. Chr. wird die These verteidigt, Mose den ganzen Pentateuch geschrieben, was auch Flavius Josephus und Philo von Alexandria unterstützen.

     

     

    Zwar ist sich heute die ganze Welt darüber einig, diese These zu verwerfen, dennoch schreibt das Neue Testament Moses die Autorenschaft zu. In der Tat bestätigt Paulus dies in seinem Brief an die Römer (10, 5) mit einem Zitat aus dem 3. buch Mose “ Mose schreibt wohl von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetzt kommt …. … etc, Johannes laßt in seinem Evangelium (5, 46-47) Jesus sagen :“ Wenn ihr Mose glaubet, so glaubet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben. So ihr aber seinen Schriften nicht glaubet, wie werdet ihr meinen Worten glauben ? “ Hier handelt es sich um eine redaktionelle Hinzufügung, denn das griechische Wort, das dem Originaltext ( in dieser Sprache abgefaßt) entspricht, ist „episteute“. Der Evangelist legt also hier Jesus eine völlig falsche Bestätigung in den Mund. Die läßt sich beweisen.

     

     

    Die Beweiselemente entlehne ich bei Pater de Vaux, Direktor der Bibeischule in Jerusalem, der seiner 1962 erschienenen Übersetzung der Genesis eine allgemeine Einführung in den Pentateuch voranstellt. Seine sehr präzisen Argumente widersprechen den Aussagen der Evangelien über die Autorenschaft des fraglichen Werks.

     

     

    Pater de Vaux erinnert daran, daß “ die jüdische Überlieferung, nach der sich Christus und die Apostel richteten“, bis zum Ende des Mittelalters allgemein anerkannt wurde, der einzige Gegner der These war im 13. Jahrhundert Aben Esra. Im 16. Jahrhundert weist Carlstadt darauf hin, daß Moses wohl schlecht selbst den Bericht über seinen eigenen Tod im deuteronornium geschrieben haben kann (5 Mo 34, 5-12). Der Autor zitiert später andere Kritiker, die Moses die Urheberschaft zumindest eines Teils des Pentateuch absprechen, insbesondere Richard Simons Werk Kritische Geschichte des Alten Testaments (1678), das die chronologischen Schwierigkeiten betont, die Wiederholungen, die mangelnde Ordnung der Berichte und die stilistischen Unterschiede im Pentateuch. Seinerzeit löste das Buch einen Skandal aus, der Argumentation r. Simons schloß sich niemand an : in den Geschichtsbüchern des 18. Jahrhunderts wird auf sehr alte Stellen oft hingewiesen mit „wie Moses schrieb“.

     

     

    Man kann sich vorstellen, wie schwer es war, gegen eine Legende zu kämpfen, die von Jesus selbst im neuen Testament abgesichert wurde, wie wir gelesen haben. Jean Astruc, dem Arzt Ludwigs XV., verdanken wir das entscheidende Argument.

     

     

    In seinem 1753 veröffentlichten Buch Die Umstände der ursprünglichen Überlieferung, die Moses bei seiner Zusammenstellung des Buches Genesis benutzt zu haben scheint, legt er das Schwergewicht auf die Vielzahl der Quellen. Er war sicher nicht der erste, der dies feststellte, aber er hatte den Mut, eine Feststellung ersten Ranges zu veröffentlichen : in der Genesis stehen zwei texte Seite an Seite, in denen Gott durch die Eigennamen Jahwe und Elohim bezeichnet wird. Die Genesis enthält also zwei texte nebeneinander. Eichhorn machte (1780-1783) fest, daß einer der beiden texte, die Astruc als einen einzigen betrachtet hatte, nämlich derjenige, wo Gott Elohim genannt wird, seinerseits in zwei getrennt werden muß. Der Pentateuch barst förmlich auseinander.

     

     

    Das 19. Jahrhundert stelle noch genauere Quellenuntersuchungen an. 1854 werden vier Quellen angenommen. Sie erhalten die Bezeichnungen jahwistisches Dokument, elohistisches Dokument, Deuteronomium, priesterlicher Kodex. Auch gelingt es, ihnen ihr Alter zuzuordnen:

     

     

    1-Das jahwistische Dokument wird auf das 9. Jahrhundert v. Chr.. datiert (im Lande Judas abgefaßt);

    2 -Das elohistische Dokument soll etwas jünger sein (in Israel abgefaßt);

    3  -Das Deuteronomium stammt für die einen (E. Jacob) aus dem 8. Jahrhundert v. Chr.. für andere (de Vaux) aus der Regierungszeit Josias (7. Jahrhundert v. Chr..)

    4- Der priesterliche Kodex stammt aus der Zeit des Exils oder danach: 6.Jahrhundert v. Chr.

     

     

    Somit erstreckt sich die Zusammenstellung des Pentateuch-Textes über mindestens drei Jahrhunderte.

     

     

    Das Problem ist aber noch komplexer. A. Lods unterscheidet 1941 drei Quellen im jahwistischen Dokument, vier im elohistischen, sechs im Deuteronornium und neuen im priesterlichen Kodex, “ ohne die auf acht Bearbeiter verteilen Ergänzungen zu zählen“, wie Pater de Vaux anmerkt. Seit kurzem nun glaubt man, dass „viele der Gesetzesvorschriften des Pentateuch außerbiblische Parallelen haben, die weitaus älter sind als die Dokumente“, und das “ eine Anzahl von Berichten des Pentateuch ein anderes- und viel älteres- Milieu vermuten lassen, als jenes, aus dem diese Dokumente stammen“, was dann zur Frage nach der “ Entstehung der Überlieferung“ führt. Das Problem wird dann so komplex, daß sich niemand mehr darin zurechtfindet.

     

     

    Die Vielzahl der Quellen führt zu zahlreichen Unstimmigkeiten und Wiederholungen. Pater de Vaux bringt Beispiele für die schichtenweise übereinander liegenden Überlieferung bezüglich der Schöpfung, der Nachkommen Kains, der Sintflut, der Verschleppung Josephs, seiner Abenteuer in Ägypten, der Unstimmigkeiten bei Namen ein- und derselben Person und der unterschiedlichen Darstellung wichtiger Ereignisse.

     

     

    So erscheint der Pentaleuch als eine Sammlung verschiedener Überlieferungen, die von den Bearbeitern mehr oder minder glücklich zusammengestellt wurde, wobei sie ihre Kompilationen bald nebeneinanderstellen, bald mehrere Berichte zu einer Synthese zusammenfaßten, dabei aber doch jene Unwahrscheinlichkeiten und Unstimmigkeiten aufscheinen ließen, die moderne Forscher zur objektiven Suche nach den Quellen veranlassen. Auf der Ebene der Textkritik bietet der Pentateuch zweifellos das offensichtlichste Beispiel für die Umgestaltung durch Menschenland während verschiedener Perioden der jüdischen Geschichte, die Umgestaltung von mündlichen Überlieferungen und von Texten, die von früheren Generationen stammen. Die jahwistische Tradition, die, von den Anfängen des Berichts ausgehend, im 10. oder 9. Jahrhundert v. Chr. ansetzt, ist nur ein Entwurf der besonderen Bestimmung Israels, um- wie Pater de Vaux schreibt- “ diese in den Gesamtplan Gottes für die Menschheit einzusetzen“. Dies entwickelt sich fort ins 6. Jahrhundert v. Chr.., wo die priesterliche Überlieferung sich um Genauigkeit und Genealogie bemüht.5

     

     

    Pater de Vaux schreibt . “ Die wenigen Berichte, die dieser Tradition eignen, beschäftigen sich mit Vorschriften: Die Sabbatruhe am Ende der Schöpfung, der Bund mit noch, der Bund mit Abraham und die Beschneidung, der Kauf der Grotte von Makpela, der den Patriarchen einen Lehenstiltitel in Kanaan verleiht. “ Es sei daran erinnert, dass die priesterliche Tradition um die Zeit der Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft anzusetzen ist und zur Zeit der erneuten Landnahmen Palästinas ab 538 v. Chr. Hier werden also rein religiöse Probleme mit Politischen verquickt.

     

     

    Allein für die Genesis schon ist die Aufteilung des Buches in drei Hauptquellen gesichert: Pater de Vaux zählt im Kommentar seiner Übersetzung für jede dieser Quellen die davon abhängigen Textpassagen der Genesis auf. auf diese Gegebenheiten gestützt kann man für jedes beliebige Kapitel den Bezug zu den verschiedenen Quellen herstellen. So folgen etwa abwechselnd Teile des jahwistischen und des priesterlichen Textes aufeinander bei der Schöpfungsgeschichte, der Sintflut und dem Zeitabschnitt von der Sintflut bis Abraham, womit sich die ersten elf Kapitel der Genesis beschäftigen; an diesen hat der elohitische Text keinen Anteil. Hier wird die Vermischung des jahwistischen und des priesterlichen Textes sehr deutlich.

     

     

    Für die ersten fünf Kapitel, von der Schöpfung bis Noah, ist die Anordnung einfach : von Beginn bis Ende des Berichts folgen je ein jahwistischer und priesterlicher Abschnitt aufeinander. Bei der Sintflut aber, und insbesondere bei den Kapiteln 7 und 8, isoliert das Zerschneiden des Textes nach den verschiedenen Quellen den Text in sehr kurze Abschnitte, die oft nur einen Satz umfassen. Bei etwas mehr als einhundert Zeilen in der französischen Übersetzung wird siebzehnmal der Quellentext gewechselt: daher rühren die Unwahrscheinlichkeiten und Widersprüche im heutigen Bericht. (Man vergleiche hier gegenüber die schematisierte Aufteilung der Quellen)

     

     

    Quelle: Die Wahrheit

     

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    Quelle: http://www.enfal.de/bibkur4.htm