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    Bildung eines vereinten Glaubensvolkes hängt von der Solidarität ab

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    Der Ehrwürdige Prophet des Islams Mohammad hat 23 Jahre lang die Menschen zum Islam eingeladen und dabei große Mühen auf sich genommen.
    In Medina machte er zahllose Anstrengungen bei der Bildung der Islamischen Regierung, um Zusammenhalt innerhalb dem islamischen Glaubensvolk zu erreichen . Und dies war nichts anderes als die Durchführung der Göttlichen Anweisung, denn der Koran hat in verschiedenen Koranversen auf die Notwendigkeit der Einheit unter den Muslimen hingewiesen. Mit den Vorkehrungen, die Prophet Mohammad s.a.a.s. traf, hat die islamische Gesellschaft tatsächlich die glückliche Erfahrung der muslimischen Solidarität machen können.

     

    Nach dem Rückkehr des Propheten zu seinem Herrn, kam es zu Meinungsunterschieden hinsichtlich dessen, wer sein Nachkommen sein soll. Einige glaubten, dass über das Kalifat durch Abstimmung der Bevölkerung oder deren Vertreter entschieden werden soll. Aber andere waren der Ansicht, dass es die Anweisung Gottes und seines Propheten sind, die in dieser wichtigen Schicksalsfrage zählen. Der Prophet hatte nämlich verschiedentlich wie zum Beispiel in Ghadir Chum Ali aleihe salam als seinen Nachfolger vorgestellt.

     

    Ali a.s. gelangte nach dem Verscheiden des Propheten nicht an das Kalifat. Aber mit seinem Vorgehen zeigte er, dass für ihn die Einheit der Islamischen Gesellschaft über vielen anderen Dingen stand, und sogar über das Regieren, obwohl dies das Recht war, was ihm eindeutig zustand aber verwehrt worden war.

     

    Ali a.s. hat sich aber nicht gegen die Kalifen gestellt, sondern in verschiedenen wichtigen Phasen ihnen sogar mit einem guten Rat geholfen. Imam Ali a.s. sagt über die hohe Bedeutung der Einheit:

    „Seid eifrig um die islamische Gesellschaft bemüht, denn Gottes Hand ist mit der Gemeinschaft . Hütet euch vor Spaltung, denn eine kleine Gruppe wird Opfer Satans, wie ein Schaf, das von der Herde abkommt, Opfer des Wolfes wird.“

     

    In der Geschichte des Islams sind religiöse Meinungsverschiedenheiten immer ein Mittel für die Feinde gewesen, diese auszunutzen und die Vorherrschaft über die Muslime zu gewinnen. Daher haben auch nach Imam Ali, die anderen Führer aus dem Hause des Propheten vor der Zwietracht in der Islamischen Gesellschaft gewarnt. Wenn sie im Vergleich zu einigen muslimischen Gelehrten, anderer Meinung waren, waren sie stets darum bemüht, Meinungsverschiedenheiten auf wissenschaftlicher Ebene zu besprechen, um eine Spaltung im Volk der Muslime zu vermeiden. Viele Gelehrte haben sich in der Geschichte ebenso von Auseinandersetzungen ferngehalten und zur Einheit und Einmütigkeit aufgerufen.

     

    Leider haben in den letzten zwei Jahrhunderten in den meisten muslimischen Ländern Leute geherrscht, die im Dienste des Imperialismus standen. In dieser Zeit haben aber Persönlichkeiten wie Dschamaleddin Assadabadi die Bevölkerung zur islamischen Einheit aufgerufen, wodurch sie natürlich den Zorn der Potentaten auf sich zogen. Die westlichen imperialistischen Mächte haben, um die muslimischen Länder auszubeuten, viel in die Zwietrachtspaltung investiert: durch Propaganda und andere Maßnahmen. Die Hegemonialmächte haben ethnischen Stolz und religiöse Unterschiede hervorgehoben, um unter den Muslimen Hass zu schüren. Vor dem Sieg der Islamischen Revolution im Iran, wollte der westliche Imperialismus durch Zwietrachtschürung unter den Muslimen die Bildung einer islamischen Regierung verhindern. Nach dem Sieg haben sie dann nach weiteren Methoden gesucht. Doch die Islamische Revolution hat neue Kräfte unter den Muslimen geweckt und konnte viele Sabotagen des Feindes überwinden.

     

    Imam Chomeini r.h. wusste, dass für den Sieg der Islamischen Revolution als erstes eine Einheit in der iranischen Gesellschaft nötig ist und sich alle Gruppen vereinen müssen. Er gab einem Land die nationale Einheit, in dem es verschiedene Volksgruppen und religiöse Denkschulen gibt. Imam Chomeini hat zur Verwirklichung der Islamischen Einheit in Iran die Menschen aufgeklärt und ihnen die Ziele, welche die Imperialistischen Mächte von Ost und West verfolgten, bewusst gemacht. Er hat die Lehren des Islams wieder zum Leben erweckt und die Kultur der Gesellschaft vertieft und auf diese Weise die Grundlage für die Einheit gefestigt. Die iranische Bevölkerung hat die Weisungen des Imams, welche ihr zur Einheit verhalfen, befolgt, und führte die Revolution ihrem Sieg zu. Ajatollah Khamenei, der klug den Weg Imam Chomeinis verfolgte, sagt:

    „Die Grundlage für Tauhid, den Glauben an den einen Gott, wirkt sich auf alle Angelegenheiten im Privatbereich und in der Islamischen Gesellschaft aus. Diese Grundlage verleiht der Gesellschaft Übereinstimmung und Verbundenheit und Einheit.“

     

    Zweifelsohne ist die Verbundenheit und das Zusammenhalten ein wichtiger Faktor für den Fortschritt der Völker. Genauso wie mit vielen Wassertropfen sich die Staudämme füllen und sich durch Zusammenschluss vieler kleiner Bäche große Flussströme bilden. So kann durch Zusammenschluss der Menschen ebenso eine erstaunliche Kraft hervorgebracht und können auf diese Weise ihre Reihen gefestigt werden. Mit den Worten des Korans jagen die gewaltigen Reihen der Muslime, den Feinden einen Schrecken ein, so dass sie keinen Angriff mehr wagen.

     

    Imam Chomeini r.h. hat – in Befolgung der weisen Verse des Korans den Wunsch gehegt, ein geschlossenes Islamische Volk zu bilden. Der Gründer der Islamischen Republik Iran hat allgemein die Anführer der muslimischen Staaten zu einer Einheit aufgerufen. Er forderte sie auf , in Bezug auf die allgemeinen Interessen der Islamischen Welt, sich zusammen zu tun und sich gegen die Imperialisten zu wehren. Er erklärte: „Wir sagen: Bevor sich die Völker zum Aufstand erheben, sollen die Regierungen bescheiden werden und sich miteinander befreunden.“

     

    Aber viele Regierungsverantwortliche in den muslimischen Ländern haben – weil sie sich von den imperialistischen Mächten abhängig machten, nicht den Weg zur Einheit gewählt. Daher hat Imam Chomeini, ohne die Regierungen wieder anzusprechen, die muslimischen Völker zur Einheit und zur Bemühung um die Bildung einer islamischen Regierung aufgerufen und gesagt: „Die Völker selber müssen an den Islam denken. Wir sind von fast allen Staatsführern der Muslime enttäuscht. Daher müssen die Völker selber etwas tun. Die Hoffnung auf sie haben wir nicht aufgegeben.“

     

    Nun hat die Ära des Islamischen Erwachens begonnen. Es ist, als ob heute die Stimme Imam Chomeinis und des heutigen Oberhauptes der Islamischen Revolution in zahlreichen Orten der Islamischen Welt zu hören wäre. Die Menschen in den Muslimstaaten in Nordafrika, die seit Jahren die Hoffnung auf ihre charakterschwachen und fremdabhängigen Regenten aufgegeben haben, reichen sich nun die Hände und rufen gemeinsam im Chor: Allah Akbar – Gott ist größer. Sie fordern die Befreiung von den unterdrückerischen fremdhörigen Regierungen. In Ländern wie Tunesien, Jemen, Jordanien und besonders in Ägypten ist deutlich das islamische Erwachen unter allen Bevölkerungsschichten zu sehen.

     

    Sie sind einmütig und einstimmig entschlossen, das Schicksal der Gesellschaft selber zu übernehmen und sich von der Vorherrschaft der Fremden zu befreien. In dem Vers 11 der Sure 13 steht :“Und Gott verändert nicht das Schicksal eines Volkes , es sei denn dass sie zuerst ihre Gesinnung verändern …“

    Die Menschen in Ägypten können also auf den Erfolg hoffen, solange sie ihre Geschlossenheit bewahren und klug und bewusst vorgehen.

     

    Die Islamische Welt hat nun ihre Verbindungen verstärkt und ist der Bildung der einheitlichen Islamischen Weltgemeinde einen weiteren Schritt näher gekommen. Ohne einige Potentaten in muslimischen Ländern , welche für ihre anti-islamische Gesinnung und ihre Fremdabhängigkeit bekannt wurden, sehen die Zukunftsperspektiven für die Islamische Einheit nun heller aus. Die Muslime lassen in der Ära der Bewusstwerdung religiösem Meinungsstreit beiseite, befolgen die hohen Lehren des Korans, und denken mehr denn je an die Vereinigung, damit sie sich aus den Fesseln der Fremden befreien und ihr politisches Schicksal selber in die Hand nehmen.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/245854-bildung-eines-vereinten-glaubensvolkes-h%C3%A4ngt-von-der-solidarit%C3%A4t-ab