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    Darf man an der Führung einiger der Imame (a.s.) zweifeln?

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    Darf man an der Führung einiger der Imame (a.s.) zweifeln?
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    Eine kurze Antwort

     

    Die islamischen Überzeugungen sind wie die zusammenhängenden und miteinander übereinstimmenden Glieder einer Kette. Das heißt, wenn es ihrer Glieder verloren geht, bricht die ganze Kette auseinander und wird unbrauchbar. Hinsichtlich der die Imame betreffenden Überzeugung ist es das gleiche, weil deren Ernennung Gottes Sache ist. Das heißt, auch nur einen der von Gott bestimmten Imame nicht zu akzeptieren bedeutet, dass sie alle in Frage gestellt sind.

     

     

    Ausführliche Antwort

     

    Die islamischen Überzeugungen sind wie die zusammenhängenden und miteinander übereinstimmenden Glieder einer Kette. Das heißt, wenn eines ihrer Glieder verloren geht, fällt die ganze Kette auseinander und wird unbrauchbar. Wenn Sie sich – einhergehend damit, dass das Überzeugt-Sein von Gott bzw. der Glaube an Ihn mit einigen Voraussetzungen verbunden ist und nur dann, wenn diese Voraussetzungen gewährleistet sind, von Gott anerkannt wird -die Geschichte des von Gott verstoßenen Satans in Erinnerung rufen, welcher Gott um eine Lebensfrist bis zum Auferstehungstag bat, um den Menschen verführen zu können[1], wird Ihnen klar, dass Satan von Gottes Existenz als auch vom Tag der Auferstehung überzeugt war, Gott ihn aber dennoch als „Kaafar“bekanntgab.[2]

     

    Das heißt also, nur von der Existenz Gottes überzeugt zu sein, genügt nicht zu einem von Gott anerkannten Glauben, sondern alles, was dazu notwendig ist, muss gegeben sein. Eine dieser Voraussetzungen bzw. Notwendigkeiten ist das Überzeugt-Sein von den göttlichen Gesandten und Propheten. Wenn wir einen von ihnen leugnen, leugnen wir Gott. Ebenso, wenn wir von den Imamen, also den Stellvertretern oder Statthaltern des Propheten überzeugt sind, besagt das, dass wir natürlich auch von dem Propheten überzeugt sind. Da die Imame seine von ihm bekanntgegebenen Statthalter sind und sie zu leugnen, ihn zu leugnen hieße, können wir nicht sagen: Wir sind von ihm zwar überzeugt, doch nicht von seinen Imamen.

     

    Und das gleiche gilt für die Imame untereinander. Einen von ihnen abzulehnen, ist einem Ablehnen aller gleichzusetzen. Denn der Grund für das Überzeugt-Sein von einem von ihnen trifft auch für die anderen zu. Darum, weil einer nach dem anderen Statthalter des Gesandten Gottes (saa) war und jeder von ihnen den Imam vor ihm bestätigte und den nach ihm kommenden bekanntgab. Mit anderen Worten: Einen von ihnen nicht anzuerkennen ist de facto ein Nicht-Anerkennen des ihm vorausgegangenen. Und da sie alle vom Propheten bestimmt bzw. bestätigt wurden, würde, wenn man sie leugnete, den Propheten leugnen.

     

    Als guten Abschluss noch einige Hadiesse hierzu:

     

    Imam Ssaadeq (a) überliefert laut seiner Reinen Vätern, also der Imame (as) vor ihm und diese laut dem Gesandten Gottes (saa), welcher kundtat: „Meine Statthalter nach mir werden zwölf Personen sein. Der erste von ihnen ist Ali y ebn Abi Taaleb und der letzte von ihnen ist der „Qaa´em“ (Imam Mahdi (a)). Sie sind meiner Gemeinde meine Statthalter und Treuhänder. Wer sich zu ihrem Imaamat bekennt, ist rechtgläubig (mo´men), und wer sie leugnet, ist „Kaafar“.[3]

     

    In einer anderen Rewaayat erfahren wir von Imam Ssaadeq (a) dieses und zwar, dass der, der das Wort der Imame (as) nicht akzeptiert, Gottes Wort nicht anerkennt, und dass der, welcher das Wort Gottes zurückweist, „Moschrek“ ist.[4]

     

    Und in diesem Hadies von Imam Kaasem (a) heißt es: „Der, der uns nicht mag, mag de facto den Propheten nicht, und Gott mag ihn nicht. Dem aber, den Gott nicht mag, gebührt das göttliche Feuer, und niemand wird ihm dann helfen.“[5]

     

     

     

     

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    [1]Sure 15, 36; Sure 38, 79

    [2]Sure 2, 34; Sure 38, 79

    [3]„عَنْ جَعْفَرِ بْنِ مُحَمَّدٍ عَنْ آبَائِهِ عَنِ النَّبِیِّ ص قَالَ الْأَئِمَّةُ بَعْدِی اثْنَا عَشَرَ أَوَّلُهُمْ عَلِیُّ بْنُ أَبِی طَالِبٍ وَ آخِرُهُمُ الْقَائِمُ فَهُم خُلَفَائِی و أَوصِیَائِی و أَولِیَائِی وَ حُجَجُ اللَّه عَلَی اُمّتِی بَعدِی الْمُقِرُّ بِهِمْ مُؤْمِنٌ وَ الْمُنْکِرُ لَهُمْ کَافِرٌ“, SchaikhSsaduq, “arab” B. 4S. 180, H. 5406, Ketaab Al wassiah, Kap. “arab”, S. 180, H. 5406, Dschaame´ehmodaressin, Qom, 1413 HQ. Allerdings ist mit “Kofr” nicht die übliche Bedeutung gemeint, sondern die eigentliche Wortbedeutung im Sinne von Verdecken und Geheimhalten des Rechts bzw. der Wahrheit

    [4]“الرَّادُّ عَلَینَا الرَّادّ عَلَى الله وَ هُوَ عَلَى حَدِّ الشَّرکِ بِاللهِ..”, Kolini, B. 1, „Ekhtelaafolhadies“, S. 68, Daarolkotoboleslaamiyeh, Teheran, 1365 HS

    [5]„ألا یا عبد الرحمن من أبغضنا فقد أبغض محمدا ومن أبغض محمدا فقد أبغض الله جل وعلا، ومن أبغض الله جل وعلا کان حقا على الله أن یصلیه النار وماله من نصیر“, Madschlessi, Mohammad Baaqer, „Bihaarulanwaar“, B. 97, S. 122, Mo´assesseh Al Wafaa´, Beirut, Libanon, 1404 HQ