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    Das Gebet der beiden Festlichkeiten

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    Allgemeine Regularien

     

    Die Muslime besitzen zwei große Feierlichkeiten, welche zu den wichtigsten Anlässen des Islams zählen: das Fest des Fastenbrechens und das Opferfest.

    Allah (t.) befahl an diesen zwei Tagen ein spezielles Gebet zu verrichten, welches als „Festgebet“ bezeichnet wird.

     

    Sie sind in der Zeit der großen Verborgenheit des Imams, möge Allah seine Rückkehr beschleunigen, empfohlen. Es ist möglich, dieses Gebet alleine zu verrichten oder in der Gemeinschaft, jedoch ist es offensichtlich, dass das Gebet in der Gemeinschaft bevorzugt wird.

     

    Wenn das Gebet als Gemeinschaftsgebet verrichtet wird, so gibt es keine Mindestzahl an Betenden, genauso wie es irrelevant ist, ob in der Nähe ein anderes Festgebet stattfindet oder nicht (im Gegensatz zum Freitagsgebet).

    Genauso wie das Gebet für den Nichtreisenden empfohlen ist, so ist es auch für den Reisenden empfohlen, der sein Gebet verkürzt.

     

    Die Art und Weise ihrer Verrichtung

     

    Das Festgebet besteht aus zwei Gebetseinheiten, wie beispielsweise das Morgengebet. Allerdings werden einige Aspekte hinzugefügt, welche im Folgenden näher erläutert werden sollen.

     

    Der Betende verrichtet nach der Verlesung der Sure Al-Fātiĥah und einer weiteren Sure, fünf „Takbirat“ („Allahu Akbar“). Dabei wird zwischen jedem „Takbir“ ein Bittgebet verrichtet (Qunut), worin er Allah um das bittet, was er möchte. Sobald er die fünf Takbirat und die entsprechenden Bittgebete verrichtet hat, macht er ein „Takbir“, um in die Verbeugung (Ruku`) zu gehen.

     

    Daraufhin verrichtet er das Gebet wie gewohnt und steht zur zweiten Gebetseinheit auf, worin er ebenso die Sure Al-Fātiĥah und eine weitere Sure verliest. Anschließend verrichtet er vier „Takbirat“, wobei er auch hier zwischen jedem „Takbir“ ein Bittgebet liest. Daraufhin leitet er das letzte „Takbir“ ein, um in die Verbeugung zu gehen. Hierauf verrichtet er das Gebet wie gewohnt und beendet es.

     

    Rechtsurteil 707: Es ist dem Betenden gestattet, die „Takbirat“ auf drei pro Gebetseinheit zu verkürzen. Dementsprechend verliest er auch nur drei Bittgebete (zwischen jedem „Takbir“ ein Bittgebet).

     

    Rechtsurteil 708: Es ist empfohlen in der ersten Gebetseinheit nach der Sure Al-Fātiĥah die Sure „Ash-Shams“ und in der zweiten Gebetseinheit (nach der Al-Fātiĥah) die Sure „Al-Ghāshiyah “ zu verlesen.

     

    Rechtsurteil 709: Es ist empfohlen zwischen jedem „Takbir“ das folgende Gebet zu rezitieren.

     

    اَللّهُمَّ اَهْلَ الْکبْرِیاءِ وَ الْعَظِمَة وَ اَهْلَ الْجُودِ وَ الْجَبَرُوتِ وَ اَهْلَ الْعَفْوِ وَ الرَّحْمَةِ وَ اَهْلَ التَّقْوی وَالْمَغْفِرَةِ اَسْئَلُک بِحَقِّ هذَا الْیَوْمِ الَّذِی جَعَلْتَهُ لِلْمُسْلِمینَ عیداً وَ لِمحَمَّد صَلَّی اللّهُ عَلَیْهِ وَ آلِهِ ذُخْراً وَ شَرَفاً وَ کرامَةً وَ مَزیداً اَنْ تُصَلِّی عَلی مُحَمَّد وَ آلِ مُحَمَّد وَ اَنْ تُدْخِلَنِی فی کلِّ خَیْر اَدْخَلْتَفیهِ مُحَمَّداً وَ آلَ مُحَمَّد وَ اَنْ تُخْرِجَنی مِنْ کلِّ سُوء اَخْرَجْتَ مِنْهُ مُحَمَّداً وَ آلَ مُحَمَّد صَلَواتُک عَلَیْهِ وَ عَلَیْهِمْ اَللّهُمَّ اِنّی اَسْئَلُک خَیْرَ ما سَئَلَک بِهِ عِبادُک الصّالِحُونَ وَ اَعُوذُ بِک مِمّا اسْتَعاذَ مِنْهُ عِبادُک الْمـُخْلَصُونَ

     

    Wenn der Betende dieses Gebet nicht auswendig verlesen kann, so ist es ihm möglich, ein Buch während dem Gebet zu halten und es abzulesen.

     

    Rechtsurteil 710: Falls das Gebet in der Gemeinschaft verrichtet wird, so ist es empfohlen, dass der Vorbeter nach dem Gebet zwei Predigten hält, welche er durch ein leichtes Sitzen (voneinander) trennt (ähnlich wie beim Freitagsgebet).

     

    Rechtsurteil 711: Wenn der Betende das Festgebet als Gemeinschaftsgebet verrichtet, so muss er die Sure Al-Fātiĥah und die nachfolgende Sure nicht mitrezitieren und muss nur die restlichen Gebete mitrezitieren.

     

    Rechtsurteil 712: Dieses Gebet hat keinen Gebetsruf (Adhan) oder „Iqama“. Es ist jedoch empfohlen, dass der Rufer drei Mal „al-Salā“ ruft, um zum Gebet zu laden.

     

    Rechtsurteil 713: Die Zeit des Festgebets ist nach dem Sonnenaufgang bis zum Mittag. Wenn diese Zeit verstreicht, so ist das Gebet nicht nachzuholen.

     

    Rechtsurteil 714: Zu den empfohlenen Angelegenheiten gehört der „Ghusl“ vor dem Festgebet, sowie das laute Rezitieren im Gebet und das Heben der Hände während der „Takbirat“.

     

     

    Quelle: http://alhaydari.de/rechtswissenschaft/festgebet.html