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    Das jüngste Gericht

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    Das jüngste Gericht ist ein Gericht, wo unser Schöpfer Allah (s.w.t) (Gott) über und unter seinen Geschöpfen mit Gerechtigkeit richten wird. In diesem Gericht wird zwischen den Menschen untereinander sowie auch zwischen Menschen und den anderen Lebewesen, wie den Tieren gerichtet.

     

    Es gibt kein Getier auf Erden und keinen Vogel, der auf seinen zwei Schwingen dahinfliegt, die nicht Gemeinschaften wären so wie ihr. Nichts haben Wir in dem Buch ausgelassen. Vor ihrem Herrn sollen sie dann versammelt werden. (An´am : 38)

     

    Gerichtet wird vor allem auch darüber, wie sehr sich der Mensch auf Gottes Wegen entfaltet und weiterentwickelt hat. Und in wie fern jeder Mensch sich dafür angestrengt und die Vorgaben seines Schöpfers eingehalten hat. Es ist ein Gericht, dem niemand entkommen kann oder vor dem auch nicht mal die kleinste Sünde, wie das heimliche Einstecken einer kleinen Haarnadel von der Freundin, verborgen bleibt. Jeder Mensch und jede Gruppe, die seit Hz. Adem (a.s) (Adam) erschaffen wurde, wird sich zum jüngsten Gericht versammeln.

     

    An jenem Tage, da werden Wir ein jedes Volk mit seinem Führer vorladen. Diejenigen, die dann ihr Buch in ihrer Rechten empfangen werden, werden ihr Buch verlesen und nicht das geringste Unrecht erleiden. (Isra : 71)

     

    Jede Seele wird den Tod kosten, und euch wird euer Lohn am Tag der Auferstehung vollständig gegeben; und wer da vom Feuer ferngehalten und ins Paradies geführt wird, der soll glücklich sein. Und das irdische Leben ist nichts als ein trügerischer Nießbrauch. (Imran : 185)

     

    Dies (ist so), weil Allah die Wahrheit ist und weil Er es ist, Der die Toten lebendig macht, und weil Er die Macht über alles hat; und weil die Stunde kommt – darüber herrscht kein Zweifel – und weil Allah alle erwecken wird, die in den Gräbern ruhen. (Hagg : 6-7)

     

    Vor dem jüngsten Gericht werden jedoch einige prophezeite Ereignisse eintreten. Der Engel Israfil (a.s) wird auf Befehl Allahs (Gottes) (s.w.t) in seine Posaune/Sur pusten/stoßen und alles erschaffene Lebewesen wird sterben und vernichtet werden .

     

    Allah (s.w.t.) sagt in diesem Zusammenhang :

    Es gibt keine Stadt, die Wir nicht vor dem Tage der Auferstehung vernichten oder der (Wir) keine strenge Strafe auferlegen werden. Das ist in dem Buche niedergeschrieben. (Isra : 58)

     

    Und am Tage, da Wir die Berge vergehen lassen werden, wirst du die Erde kahl sehen, und Wir werden sie (die Völker der Erde) versammeln und werden keinen von ihnen zurücklassen. (Kahf : 47)

     

    Engel Hz. Israfil (a.s) wird danach auf Befehl Allahs (s.w.t.) das zweite Mal in den Sur/Posaune pusten, dann werden alle jemals erschaffenen Menschen aus ihren Gräbern auferstehen. Jeder Mensch wird von seinem eigenen Treiber zum Platz des Gerichts (Mahschar) getrieben/geführt. Jedoch geschieht dies bei jedem auf eine andere Art und Weise. Diese Art und Weise, wie jeder einzelne von seinen Englen getrieben wird, ist wiederum von der Sündlast des Menschen abhängig. Jeder Mensch bekommt von seiner Geburt an 2 Engel zur Seite gestellt. Der eine Engel bezeugt seine Taten auf der Erde, der andere ist sein Treiber und im schlimmsten Fall derjenige Engel, der ihn nach dem Gericht in die Hölle treiben wird. Wenn jener Mensch jedoch gottesfürchtig war und nach den Vorgaben seines Schöpfers gelebt hat, hat er zu jener Zeit keine Furcht zu erwarten so Allah (s.w.t.) will.

     

    Allah (s.w.t.) offenbart :

    Und an dem Tage, wenn in den Sur gestoßen wird, hat jeder mit dem Schrecken zu kämpfen, der in den Himmeln und der auf Erden ist, ausgenommen der, den Allah will. Und alle sollen demütig zu Ihm kommen. (An Naml : 87)

     

    Und es wird in den Sur gestoßen: „Dies ist der Tag der Drohung.“ Und jede Seele ist gekommen; mit ihr wird ein Treiber und ein Zeuge sein. (Qaf : 21)

     

    Und an dem Tage, wenn in den Sur gestoßen wird, hat jeder mit dem Schrecken zu kämpfen, der in den Himmeln und der auf Erden ist, ausgenommen der, den Allah will. Und alle sollen demütig zu Ihm kommen. (An Naml : 87)

     

    Jene Menschen werden mit geneigtem Haupt zum Versammlungsort vor dem Gericht getrieben, da sie nun die Wahrhaftigkeit sehen und es zu spät ist, um doch noch zu glauben und das Schlechte wieder gut zu machen. Jene Menschen werden durch die Last ihrer Sünden ihren Kopf nicht heben können und die Furcht der ewigen Verdammnis in der Hölle wird sie um so mehr fürchten.

     

    Und einem jeden Menschen haben Wir seine Taten an den Nacken geheftet; und am Tage der Auferstehung werden Wir ihm ein Buch herausbringen, das ihm geöffnet vorgelegt wird.
    – „Lies dein Buch. Heute genügt deine eigene Seele, um die Abrechnung gegen dich vorzunehmen.“ (Isra : 13-14 )

     

    In der Hölle werden sie auf ewig verweilen; und schwer wird ihnen die Bürde am Tage der Auferstehung sein, an dem Tage, da in den Sur gestoßen wird. Und an jenem Tage werden Wir die Schuldigen als Blauäugige versammeln ; (Ta Ha : 101-102)

     

    Unser Schöpfer Allah (s.w.t.) sagt an einer Stelle im heiligen Quran zur Auferstehung und zum Gericht:

    Und wenn in den Sur gestoßen wird mit einem einzigen Stoß und die Erde samt den Bergen emporgehoben und dann mit einem einzigen Schlag niedergeschmettert wird, an jenem Tage wird das Ereignis schon eingetroffen sein.

     

    Und der Himmel wird sich spalten; denn an jenem Tage wird er brüchig sein. Und die Engel werden an seinen Rändern stehen, und acht (Engel) werden an jenem Tage den Thron deines Herrn über sich tragen.

     

    An jenem Tage werdet ihr (Allah) vorstellig sein – keines eurer Geheimnisse wird verborgen bleiben. Was dann den anbelangt, dem sein Buch in die Rechte gegeben wird, so wird er sagen: „Wohlan, lest mein Buch. Wahrlich, ich habe damit gerechnet, dass ich meiner Rechenschaft begegnen werde.“ So wird er ein Wohlleben in einem hochgelegenen Paradies führen, dessen Früchte leicht erreichbar sind.

    „Esset und trinkt und lasset es euch wohl bekommen für das, was ihr in den vergangenen Tagen gewirkt habt.“

     

    Was aber den anbelangt, dem sein Buch in die Linke gegeben wird, so wird er sagen: „O wäre mir mein Buch doch nicht gegeben worden!  Und hätte ich doch nie erfahren, was meine Rechenschaft ist! O hätte doch der Tod (mit mir) ein Ende gemacht! Mein Besitz hat mir nichts genützt. Meine Macht ist von mir gegangen.“

    „Ergreift ihn und fesselt ihn, dann lasset ihn hierauf in der Dschahim brennen. Dann legt ihn in eine Kette, deren Länge siebzig Ellen misst; denn er glaubte ja nicht an Allah, den Allmächtigen, und forderte nicht zur Speisung der Armen auf. (Haqqa : 13 – 34)

     

    Mögen sich die Menschen nicht mehr länger von dem Diesseits blenden lassen und sich durch ihre Anstrengung auf Gottes Wegen die Rechtleitung durch Allah (s.w.t.) verdienen.

     

    Was bedeutet sich auf Gottes wegen anstrengen?

     

    Es bedeutet, sich zu bemühen, das Wahrhaftige herauszufinden und dieses zu erlernen. Die gottesdienstlichen Handlungen nach seinen Vorgaben wie Beten, Fasten, Pilgerfahrt, Almosen an die Armen, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu bekämpfen (sich vom Schlechten loszusagen).

     

    Kurz gefasst ist es die Anstrengung um Allahs (s.w.t.) Wohlgefallen zu gewinnen, damit Allah (s.w.t.) mit uns zufrieden ist.

     

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    Quelle: http://www.al-shia.eu/artikel/das%20juengste%20Gericht.htm