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    Das sagen große Denker über Prophet Mohammad (s.) Teil 1

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    In der Sure 33 (Ahzab) Verse 45 und 46 steht: „O Prophet, Wir haben dich als einen Zeugen entsandt, und als Bringer froher Botschaft, und als Warner,“ „ Und dich nach Seinem Gebot zum Aufrufer zu Allah bestimmt, und als eine leuchtende Sonne.“

     

    In der Geschichte der Menschheit haben sich dort, wo die Kontinente Afrika, Asien und Europa aufeinandertreffen, die größten Propheten erhoben und die Menschheit auf den Weg zu Wohl und Glück gerufen. Die fünf höchstrangigen Propheten, die im Koran Ulul Azm – die Leute des Entschlusses – genannt werden, haben in einem Gebiet von weltweiter Bedeutung, das sich heute Naher Osten nennt, eine wichtige Botschaft überbracht und dasselbe Ziel verfolgt. Jeder hat auf seine Weise in einer finsternen Welt zur Preisung Gottes des Einen und zur Herstellung der Gerechtigkeit aufgerufen.

     

    Als die Arche Noahs a.s. nach einer schweren Sturmflut auf dem Berg Judii strandete, nahm sich Prophet Noah zusammen mit einer kleinen Schar von Gläubigen vor, die Welt von neuem aufzubauen und ein neues Kapitel in der Geschichte der Menschheit zu beginnen. Nach ihm ließ Prophet Ibrahim, der nur den Einen Gott anbetete, in Babylon seinen Ruf von dem Glauben an den Einen Gott erschallen. Später hat sich der dritte Prophet der Ulul Azm mit seinem Wunderstab zur Rettung der Söhne Israels aus den Fängen des Pharaos und seiner Leute auf den Weg in den Palast dieses Tyrannen gemacht – denn der Pharao hatte sich zum Gott erklärt und betrachtete alle anderen als seine Untertanen.

     

    Nach ihm hat Jesus a.s. zu den trunkenen Skalvenhaltern und den leidenden Unterdrückten über die endlose Liebe Gottes gesprochen und das Kommen des letzten Propheten der Propheten angekündigt.

     

    Und schließlich erschien dieser letzte Prophet in einer Epoche, in der die Völker auf der Welt zahlreichen Götzen frönten und überall Unwissenheit und Aberglauben herrschten. Der letzte Gesandte Gottes – Mohammad – Friede sei mit ihm und seinem Hause – erschien in Mekka auf der Arabischen Halbinsel. Er überbrachte die höchsten Botschaften über die Würde des Menschen, seine Pflichten und seine Freiheit und wurde Lehrer der ganzen Menschheit. Mohammad (s.) vereinte alle Tugenden der vorhergehenden Propheten in sich. Ajatollah Khamenei, das Oberhaupt der islamischen Revolution, sagt, dass das heilige Wesen des Propheten Mohammad wie eine Verkörperung der Personalität aller Propheten und rechtschaffenen großen Gottesdiener, wie Abraham, Noah, Moses, Jesus und des weisen Luqmans ist.

     

    In der zivilisierten Welt von heute ist gleichzeitig mit zunehmender Ausbreitung des Islams auch die Anfeindung dieser göttlichen Religion seitens reaktionärer fanatischer Gruppen gewachsen. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, den Islam zu bekämpfen und verfolgen ihre Absichten organisiert und aufgrund hinterlistiger Pläne. 2006 nahm diese Anfeindung im Rahmen der Beleidigung des Erhabenen Propheten des Islams in der dänischen Zeitung Jyllands-Posten neue Formen an und 2011 verkündigte der fanatische US-Pastor Terry Jones, er wolle den Koran verbrennen. Als weiterer beleidigender Schritt folgte die Produktion eines Schmähfilms über die höchste Persönlichkeit im Islam , Hasrat-e Mohammad (s) . Dies sind alles Anzeichen dafür, dass die Kampagne gegen den Islam und die höchsten moralischen Werte dieser Religion anhält.

     

    Aber der Prophet des Islams besitzt einen einmaligen Charakter und so viele großartige Eigenschaften, dass die beleidigenden Angriffe dieser Ignoranten seinem Ruf nichts anhaben können. Die Geschichte berichtet auch über frühere dreiste und spöttische Angriffe vonseiten von Leuten, die kein Wissen besitzen und nicht nachdenken, sondern Opfer blinder fanatischer Ansichten und Ignoranz sind.

     

    Der iranische Regisseur Abbas Ladschewardi , der Dokumentarfilme dreht, bereiste einige westliche Länder, um seine Dokumentation „Welche Freiheit denn?“ zu drehen. Ihm gelang es, trotz der Sicherheitskräfte, die Pastor Terry Jones und den dänischen Karikaturist Kurt Westergaard umgaben, diese vor Ort zu interviewen. Ladschewardi hat beide gefragt, ob sie den Koran überhaupt gelesen hätten. Und beide verneinten dies. Sie wussten gar nicht, was im Koran steht und haben dennoch ohne seinen Inhalt zu kennen, diese Schrift und den Propheten geschmäht.

     

    Wir möchten wir den Erhabenen Propheten des Islams aus der Sicht anderer sehen, nämlich aus der Sicht von bekannten Denkern. Ein gerechter Denker kann den Einfluss einer so großen Persönlichkeit wie Prophet Mohammad (s) nicht leugnen, denn wenn er sich umschaut, erblickt er überall die Spuren des Beitrages dieses großen Gottgesandten zur Vervollkommnung der Ethik und zum Fortschritt der Zivilisation und menschlichen Kultur. Auch wenn diese Denker keine muslimischen Gelehrten sind und sich aufgrund des Wissens und der Ethik der westlichen Welt ein Urteil über den Propheten Mohammad bildeten, geben sie zwischen den Zeilen Hinweise auf den wahren hohen Charakter des Propheten des Islams und dies verdient Anerkennung.

     

    Für heute begnügen wir uns abschließend mit dem Ausschnitt aus einem Gedicht, das Goethe über den Propheten des Islams (s.) verfasste. Nachdem Goethe sich mit dem Islam vertraut gemacht hatte, schrieb er sein Gedicht Mohamets Gesang. Er beschreibt darin den Weg des Propheten und die Ausbreitung des Islams auf der Welt. Es verdient Beachtung, dass dieser europäische Dichter trotz der verschiedenen materialistischen Ansichten im Westen Zuneigung zum Propheten entwickelte.

     

    In der Sure 21 (Anbiya) spricht Gott im Vers 107 zu Seinem Propheten: „Wir entsandten dich nur als eine Barmherzigkeit für alle Welten.“

     

    Es gibt Gelehrte, die den Propheten mit der Sonne verglichen haben. Sie sagen, genauso wie die Sonne bei Sonnenaufgang das Dasein beleuchtet und sichtbar macht , macht der Prophet in der Gesellschaft durch sein Erscheinen die Wahrheit sichtbar. Der Beginn eines neuen Tages bedeutet erneutes Leben. Die Propheten bringen auf ähnliche Weise den Menschen eine Renaissance. Die Sonne ist das Zentrum in unserem Sonnensystem und sie ist Ursprung der Bewegung und der Veränderung in diesem System, während der Prophet auf ähnliche Weise ein Magnet ist, der die Menschen anzieht und einen Wandel und Vervollkommnung in ihnen hervorruft. Die Herabsendung der Offenbarungsverse auf Mohammad, den Letzten der Gottgesandten, ist daher Ausgangspunkt für eine gewaltige Bewegung in der menschlichen Gesellschaft gewesen. Sie verursachte die neue Entwicklung des Menschen und die Entfaltung seiner Weisheit aus.

     

    Dank der Lehren dieses Propheten Gottes haben Menschen im Zeitalter der Unwissenheit, die keine Zivilisation besaßen, einen großen Wandel erfahren. Die Bewohner der Arabischen Halbinsel hatten wegen ihres Beduinenlebens und der geografischen Bedingungen einen rauen Charakter. Aber der Prophet hat sie in opferbereite, liebevolle und lobenswerte Menschen verwandelt.

     

    Die Geschichte berichtet davon, wie einige der Muslime während eines Gefechtes schwer verletzt am Boden lagen und ein anderer Kämpfer ihnen Wasser brachte. Aber keiner der Verletzten wollte als erster seinen Durst stillen. Jeder bat darum , dass erst einem anderen Wasser zum Trinken angeboten wurde. Schließlich fanden sie alle mit durstiger Kehle den Märtyrertod.

     

    Im Gefolge der Lehren des Propheten begann unter der Bevölkerung von Analphabeten ein allgemeines Eifern um Erwerb von Wissen, welches schließlich dazu führte, dass die Muslime an die wichtigen Wissenschaften der damaligen Welt gelangten. Sie begannen Madrisa – Lehrzentren – zu gründen. Unser Land Iran blühte aufgrund der hohen Lehren des Islams auf. Die Welle der Wissensvermehrung erreichte auch durch die Siege der Muslime östliche und südliche Teile Europas. Als die Europäer durch ihre Kreuzzüge mit den wissenschaftlichen Aufzeichnungen und dem weiterentwickelten Wissen im Zentrum der Islamischen Zivilisation Bekanntschaft schlossen, holten sie die Quellen des Wissens nach Europa. Zweifelsohne war dieses wissenschaftliche Aufblühen den Lehren des Korans und dem Propheten des Islams zu verdanken.

     

    Wenn wir in der Geschichte blättern, begegnen wir Zeitabschnitten, die von unklugen und unfairen Angriffen auf den Propheten des Islams zeugen. Leute, die der Logik und Moral den Rücken kehrten, ergingen sich in Verspottung und Schmähung des Propheten, in der Hoffnung, den Einfluss seiner Lehre zu verhindern. Aber es gab auch Menschen, die im Gegenteil dazu fundiertes Wissen besaßen und nachgedacht haben. Sie sind allen Propheten Gottes, diesen klugen und aufrichtigen, wohlwollenden Lehrern der Menschheit, mit Achtung begegnet. Wir treffen unter ihnen sehr bekannte Gesichter aus Literatur und Forschung an. Es sind keine Muslime, aber sie haben versucht, gerecht und unvoreingenommen zu urteilen und den Menschen im Westen das wirkliche Gesicht des Propheten des Islams vorzustellen. Die große Wirkung der Offenbarungsverse, die er überbrachte und die Ausbreitung des Islams auf der Welt, veranlassen jeden nachdenklichen Menschen dazu sich anerkennend über den Propheten des Islams zu äußern.

     

    Der englische Historiker R.F.Bodley ist ein Christ. Ihn haben die falschen Behauptungen seiner Mitgläubigen über den Koran und den Propheten verwundert und er schreibt in seinem Buch „The Apostle: The life of Muhammad“ : Es gehört zu den eigenartigen Dingen unserer Zeit, sehen zu müssen, dass unter der Weltbevölkerung grundlos ein allgemeines Misstrauen gegenüber Mohammad (s.) erzeugt wird, während das Leben Mohammads völlig klar ist. Ich habe ein Buch über das Leben Mohammads gelesen, dass sich gegen ihn richtete. Der Autor hat zahlreiche Seiten seines Buches mit schlechten und unsachlichen Äußerungen geschwärzt, ohne uns zu erklären, wie ein solcher Mensch progressive und wichtige Gesetze für den Fortschritt der Menschen überbringen konnte und wie er Menschen so geformt hat, dass sie in kurzer Zeit die gewaltige prächtige Islamische Zivilisation begründeten und große Völker sich ihnen als erstes anschlossen!“

     

    Professor Bodley fährt fort: „ Es gehört zu den gewaltigen Werken Mohammads, dass er die arabischen Wüstenbewohner gefolgsam machte und es lässt sich sagen, dass dies einem der größten Wunder gleichkommt. Er stiftete unter allen jenen Volksstämmen eine Einheit. Der besonnene Mensch wundert sich über die Weisheit und Planung Mohammads in seinem Leben und sieht in ihm jemanden, der in der Geschichte weiterlebt und in keiner Epoche sterben wird.“

     

    Auch der englische Denker und Christ Thomas Carlyle (1795-1881) hat das beleidigende Vorgehen einiger Fanatiker gegenüber dem Propheten des Islams auf ihre schwache Logik zurück geführt und sagt: „Es ist ein äußerst großer Mangel für den zivilisierten Menschen von heute, auf jemanden zu hören der behauptet, dass Mohammad ein Betrüger gewesen sei. Es ist an der Zeit, dass wir gegen ein solches unsinniges und beschämendes Gerede vorgehen, denn die Botschaft und Lehre, die dieser Prophet überbracht hat, verbreitet seit Jahrhunderten wie ein helle Fackel Licht. Meine Brüder! Habt ihr je erlebt, dass ein Lügner eine solche umfassende Religion zusammenstellen und auf der Welt verbreiten kann? Bei Gott, diese Verleumdungen sind sehr verwunderlich, denn ein unwissender Mensch kann noch nicht mal ein Haus bauen. Wie kann er der Menschheit eine Lehre wie den Islam der Menschheit überbringen?“

     

    Carlyle fügt hinzu: „Es ist ein großes schmerzliches Problem, dass die Völker auf der Welt, ohne sich auf die Vernunft und auf Beweise zu stützen, solche naiven Verleumdungen akzeptieren. Ich selber sage, es kann nicht sein, dass dieser große Mann (Prophet Mohammad (s.) etwas gesagt hat, was nicht stimmt. Seine Biografie zeigt, dass er von Kindheit an weise und nachdenklich war. Sein Leben und alle seine Taten und seine guten Eigenschaften basieren auf Aufrichtigkeit und innerer Reinheit. Schaut euch an, was er gesagt hat! Seht ihr darin nicht eine Art Offenbarung und Wunder? Dieser Mensch ist ein Bote von der endlosen Quelle des Daseins, der uns Menschen Kunde überbracht hat. Gott hat diesem gewaltigen Menschen, Wissen und Weisheit gelehrt.“

     

    „Und (gedenke der Zeit) da Jesus, Sohn der Maria, sprach: «O ihr Kinder Israels, ich bin Allahs Gesandter an euch, Erfüller dessen, was von der Thora vor mir ist, und Bringer der frohen Botschaft von einem Gesandten, der nach mir kommen wird. Sein Name wird Ahmad sein.» …“ aus dem Koran, Sure 61, Saff, Vers 6)

     

    Circa 6 Jahrhunderte nach Jesus Christus (a.s) wurde ein Prophet ausgesandt, der die Botschaft von der Anbetung des Einen Gottes, der Liebe, Gerechtigkeit und der Würde des Menschen aufgrund der Offenbarungslehre überbrachte. Dieser göttlichen Gesandte ist der gesegnete Mensch, dessen Kommen Jesus a.s. verheißen hat.

     

    Dieser Prophet heißt Mohammad (s), was das gleiche bedeutet wie Ahmad, nämlich „Gepriesener“. Der Name Ahmad entspricht dem gleichbedeutenden Wort „Periclytos“ im griechischen Evangelium. Mohammad (s) besiegelte die Reihe der göttlichen Propheten. Prophet Mohammad hat mit Achtung über seine Vorgänger und ihre Botschaften gesprochen. Er pries den Schöpfer und Verwalter der Welt als den Einzigen Gott und erklärte alle Behauptungen über die Göttlichkeit anderer für ungültig.

     

    Einige fanatische Kirchenväter behaupteten, die Lehren des Propheten Mohammad (s.) würden den Lehren Christi widersprechen. Deshalb begannen sie den Islam zu bekämpfen. Doch seit Ende des 18. Jahrhunderts haben eine Reihe von Forschern und bekannten Persönlichkeiten in Europa den Propheten zu schätzen begonnen.

     

    Goethe hat in seinem ersten Werk über den Propheten Gottes (s) ihn als einen großen Menschen mit hohen geistigen und spirituellen Qualitäten betrachtet. Mitte des 19. Jahrhundert hat der schottische Historiker Thomas Carlyle bei seinen berühmtgewordenen Vorträgen in London zum Thema „Helden“ seine Bewunderung für den Überbringer des Islams ausgedrückt und ihn als edlen und großen Menschen der Geschichte beschrieben. Auch kritisierte er die Hasspredigten im Westen gegen den Propheten und seine Lehre.

     

    In dieser Epoche kamen die europäischen Orientalisten in die Muslimgebiete und machten sich aus der Nähe mit der Kultur und den Überzeugungen der Muslime vertraut. Allerdings waren viele von ihnen nicht ehrlich in ihren Berichten. Vielmehr haben sie aufgrund ihrer Vorurteile Dinge hervorgehoben, die nichts mit der islamischen Kultur und Lehre zu tun haben. Damit führten sie praktisch den Kampf gegen den Islam, den die Kirchenväter und Priester begonnen hatten, weiter.

     

    Doch allmählich begann eine Art Zuneigung zu der islamischen Mystik und den östlichen Traditionenen in Europa zu wachsen. Aufgrund dieser Zuneigung wurde der Islam als eine Religion, die der Natur des Menschen entspricht, klare Gedanken besitzt und spirituelle Werte beinhaltet, beschrieben.

     

    In Deutschland war neben Goethe auch der Dichter und Schriftsteller Rainer Maria Rilke (1875-1926) von den Lehren des Propheten beeindruckt. Er pries den Islam als eine Religion, deren Anhänger, ohne einen Vermittler zu brauchen, direkt mit Gott in Verbindung treten können.

     

    Ab den 50-iger Jahren des 20. Jahrhunderts sind schließlich die Islamwissenschaftler und Orientalisten in Europa von den engstirnigen westlichen Standpunkten gegenüber dem Islam abgerückt und haben sich den Islamischen Quellen zugewandt. Nach der Übertragung des Korans in ihre Muttersprache gelangten sie zu der Erkenntnis, dass Mohammad (s.) im Gegensatz zu den bestehenden Auffassungen, ein außerordentlich großer und edler Mensch gewesen ist.

     

    Aufgrund des neuen Islamverständnisses haben einige Wissenschaftler und Denker sich erneut mit dem Islam befasst, um seine Werte besser kennenzulernen. Daher kommen die jüngeren Werke von Orientalisten und Wissenschaftler in Europa, über den Propheten des Islams (s) der Wirklichkeit näher. Einige von ihnen haben nach besten Kräften versucht, eine bessere Darstellung von dem Erhabenen Propheten vorzulegen. Zu den bekanntesten dieser Werke zählt das Buch Mohammed, Prophet and Statesman (Mohammad- Prophet und Staatsmann) von William Montgomery Watt.

     

     

    Watt (1909 bis 2006) war Islamwissenschaftler und Orientalist an der Universität Edingburgh. Das wichtigste Forschungsgebiet dieses schottischen Islamkenners war die Verfahrungsweise des Erhabenen Propheten, die Koraninterpretation, Philosophie, Islamische Mystik sowie die Geschichte der Islamischen Welt. Sein Interesse für den Islam erwachte im Jahre 1937, als ein pakistanischer Student seine Wohnung mietete. Dieses Jahr war mit den Worten Watts der Beginn seiner Bekanntschaft mit einer Lehre, von der er vorher kaum etwas wusste

     

    Nachdem er die Lehren des Islams kennengelernt hatte, begann Watt sich mit der Biografie des Propheten zu beschäftigen. 1953 schrieb er das Buch Mohammad in Mekka (Mohammad at Mecca) und 1956 das Werk Mohammd in Medina. Sein anschließendes Werk mit dem Titel Mohammad, Prophet und Staatsmann war die Zusammenfassung beider vorhergehenden Werke.

     

     

    Er schreibt

     

    „Seit 40 Jahren habe ich in allem, was ich über Mohammad (s.) geschrieben habe, immer den Punkt hervorgehoben, dass er die Wahrheit sprach, wenn er sagte, dass der Koran nicht seine Dichtung ist, sondern ihm aus der überirdischen Welt geoffenbart wurde … Ich bin seit 1953, als ich das Buch Mohammad at Mecca (Mohammad in Mekka) verfasst habe, immer der Überzeugung gewesen, dass der Koran göttliches Wort ist…“

     

    Watt schreibt in Mohammad – Prophet und Staatsmann über die Person des Propheten Gottes (s): „Ein Zeichen für die Größe eines Propheten besteht darin, dass seine Anschauungen von dem Volk, an das er sich wendet, beachtet werden … Mohammad konnte wegen seiner religiösen Bemühungen und seiner würdigen Eigenschaften wie Mut, Entscheidungskraft, Festigkeit im Verhalten bei gleichzeitiger Großzügigkeit und Nachsicht, die Achtung und das Vertrauen der Menschen gewinnen. Sein Charakter und sein Verhalten waren so gut, dass die Menschen ihn zu lieben begannen und zur Opferbereitschaft motiviert wurden. Es stimmt zwar, wenn es heißt, dass die Unzufriedenheit in der Gesellschaft und der Zerfall des Persischen und Römischen Reiches zur Verbreitung des Islams führten, aber es ist eine Tatsache, dass die Verbreitung dieser Lehre ohne die Attribute und hohen Tugenden des Erhabenen Proheten nicht möglich gewesen wäre.“

     

    Die Werke von Watt fanden bei den Muslimen Beachtung und Anerkennung. Einige seiner Bücher wurden auch übersetzt. Zwar haben iranische und arabische Forscher Kritiken dazu herausgegeben, aber sie alle sind dennoch der Meinung, dass Montgomery Watt ein unvoreingenommener Orientalist ist, der die Fehler seiner Vorgänger und die starken Seiten des Islams sowie den hohen Charakter des Propheten zugegeben hat

     

    Montgomery empfahl den Orientalisten: „ Wenn wir eine gute Beziehung zu den Muslimen wünschen, müssen wir bekennen, dass wir der Islamischen Kultur zu Dank verpflichtet sind…“ Dies zu verbergen, zeuge von einem falschen Stolz , so er weiter. Aus seiner Sicht sind die Muslime die Vertreter einer Zivilisation mit großen Errungenschaften und die Europäer des heutigen Zeitalters sollten eingestehen, dass sie der Islamischen Welt viel schulden.