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    Das sagen große Denker über Prophet Mohammad (s.), Teil 4

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    Das sagen große Denker über Prophet Mohammad (s.), Teil 4
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    Er ist es, der unter denen, die keiner das Lesen und Schreiben gelehrt hat , einen Gesandten erweckt hat, aus ihrer Mitte, ihnen Seine Zeichen vorzutragen und sie zu reinigen und sie die Schrift und die Weisheit zu lehren, wiewohl sie zuvor in offenkundigem Irrtum gewesen waren“ (Sure Dschum`uah, (62), Vers 2)

     

    Historiker in Ost und West haben bestätigt, dass es keine andere Persönlichkeit in der Geschichte gibt, die wie der Prophet des Islams in einer dekadenten, rückständigen Gesellschaft eine so hervorragende Zivilisation hervorgerufen hätte.

     

    Die Geschichte bezeugt, dass mitten in einer Welt, die von Unwissenheit und geistigem Zerfall befallen war, plötzlich ein großer Mensch auftrat und eine neue Lehre überbrachte. Die Lehre, die Prophet Mohammad (s) der Menschheit vorlegte, stützte sich auf Vernunft und Weisheit und bekämpfte Unwissenheit und Aberglauben. Dieser Prophet war einmalig in seiner Art und dem, was er sagte und tat. Wer ihn sprechen hörte, fühlte sich angezogen. Daher haben die Qureisch, die in Mekka herrschten und Götzendiener waren, die Muslime in Mekka als „Verliebte“ bezeichnet. Sie befürchteten, dass der Islam Leuten wie Walid Ibn Mughira, der für seine Redekunst bekannt war und eine ihrer Sippen anführte, gefallen wird, und nach seinem Bekenntnis zum Islam alle Angehörigen des Qureisch-Stammes sich der Religion Mohammads anschließen werden.

     

    Der amerikanische Wissenschaftler Michael H. Hart (geb. 1932) stellt in seinem Buch „Die 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte“ Mohammad an die Spitze seiner Liste von Persönlichkeiten, die der Menschheit großen Nutzen brachten und ihren Fortschritt bewirkten. Er schreibt:

     

    „Es wird einige Leser überraschen und von anderen in Frage gestellt werden, dass ich Mohammed die Liste der 100 einflussreichsten Personen der Weltgeschichte anführen lasse. Aber er war der einzige Mann in der Geschichte, der sowohl auf religiösem als auch auf weltlichem Gebiet höchst erfolgreich war.“

     

    Im heutigen Beitrag werfen wir einen Blick auf die Ansichten von John Davenport. Dieser englische Autor und Christ, der von 1789 bis 1877 gelebt hat, sieht in der Transparenz des Lebens des Propheten Mohammad s. eine herausragende Besonderheit. Sein Buch unter dem Namen „an Apology for Mohammad „ – (eine Verteidigungsschrift für Mohammad) beginnt er wie folgt:

     

    „Es ist nachgewiesen und eine selbstverständliche Tatsache, dass über keinen der berühmten Gesetzgeber und Eroberer eine solche zuverlässige Geschichtsschreibung vorliegt wie über Mohammad (s) und sein Leben. Es ist dem Segen Mohammads (s) zu verdanken, dass die Araber und Arabien die Aufmerksamkeit anderer Völker auf sich zogen.“

     

    An einer anderen Stelle in seinem Buch schreibt John Davenport weiter: „Diejenigen, die bezüglich Mohammad, dem Propheten des Islams, Zweifel erzeugen, sollten wissen, dass er auf dem Weg zu seinem großen Ziel beharrlich blieb und dieses unentwegt im Auge hatte. Durch diese Beharrlichkeit hat er allen Lob und Achtung abgerungen. Auch irren sich diejenigen gewaltig, die immer noch glauben, der Prophet des Islams hätte seine Religion durch das Schwert verbreitet. Denn Sachkundige und Denker, die mit Fragen der Geschichte vertraut sind, geben offen bekannt, dass Mohammad das Blutvergießen und die Zerstrittenheit zwischen den Völkern und Stämmen beendete und den Gebetsdienst und die Zakkat-Abgabe anstelle menschlicher Opfer und seine Religion anstelle ständiger kriegerischer Aktivitäten und Streit setzte, den Seelen der Menschen den Geist des Wohlwollens, der Menschenliebe und der moralischen Tugenden einhauchte und…“

     

    Er hat die Menschen mit neuen Eigenschaften und moralischen Grundsätzen vertraut gemacht. Nur wenige Jahrzehnte nach der Hidschra des Propheten (Auswanderung von Mekka nach Medina) wurde das byzantinische Reich besiegt und stürzte der König in Persien. Es wurden Gebiete wie Syrien, das Zweistromland und Ägypten erobert und die eroberten Gebiete der Muslime reichten vom Atlantischen Ozean bis an die Ufer des Kaspischen Meeres und bis zum Sayhoun (Syr-Darya).“

     

    In einem Kapitel seines Buches zur Verteidigung des Propheten Mohammad s. behandelt Davenport nacheinander die Vorwürfe, die dem Propheten gemacht wurden. An einer Stelle schreibt er:

     

    „Das Land Arabien war tief ins Götzentum versunken. Aber Mohammad rief große und bleibende Reformen in diesem Gebiet hervor. Er hat es verurteilt, dass Kinder getötet und Mädchen bei lebendigem Leibe vergraben werden und dieses unmenschliche Vorgehen vollständig abgeschafft. Er hat das Trinken von alkoholischen Getränken und das Glücksspiel verboten. Er hat die Ehe mit zahlreichen Frauen auf eine bestimmt Zahl beschränkt und außerdem die Mehrehe davon abhängig gemacht, dass alle Ehefrauen gerecht behandelt werden. Was seine natürliche Redegewandtheit stärkte, war die Tatsache, dass er den schönsten arabischen Akzent im Umgang mit den anderen benutzte und dies war eine zusätzliche Zierde für seine beeindruckende Art zu reden. Ich frage mich: Wie ist es möglich, dass die Berufung und Botschaft eines solchen Mannes von ihm selbst ersonnen worden sein soll? Mohammad hat niemals nach Macht und weltlichem Ruhm gestrebt. Er hat die Menschen aufgefordert, gerecht zu handeln und die Barmherzigkeit und den Edelmut zu lieben … Zweifelsohne ist er der außergewöhnlichste Mensch, den die Welt bislang hervorgebracht hat. Wir müssen in ihm die größte und einmaligste Persönlichkeit sehen, deren Existenz der Daseinswelt ständig zur Ehre gereicht.“

     

    Nach Ansicht von John Davenport ist der Name des Propheten (s)wegen dessen einmaligen Charakters und hoher Lehre in der Geschichte bestehen geblieben. Der Koran und seine Lehren hatten Seele und Geist Mohammads (s) geprägt und er wurde zum klaren Beispiel für einen vollendeten höheren Menschen. John Davenport beruft sich in diesem Zusammenhang auf einen anderen westlichen Denker nämlich den bekannten Historiker Edward Gibbon (1737-1794) und lässt sich von dessen Beschreibungen vom Propheten Gottes mitreißen.

     

    Gibbon sagt über die besonderen Eigenschaften Mohammads (s.)

     

    „Mohammad besaß äußerliche Vorzüge und hatte ein schönes Gesicht. Noch bevor er zu sprechen begann, fühlte sich jeder der ihm als Einzelner oder Teilnehmer an einer großen Versammlung begegnete, von seiner Ausstrahlung angezogen. Sein ebenmäßiges erhabenes Antlitz, seine würdige großartige Gestalt, sein wirkungsvoller Blick, sein angenehmes faszinierendes Lächeln, der prächtige Bart und nicht zuletzt die Feinheiten, die er beim Sprechen beachtete, zwangen allen Bewunderung ab. In sozialen Angelegenheiten und Lebensfragen beachtete er die guten Sitten und getroffene Vereinbarungen. Dank Klarheit seiner Sprache wurde deutlich, was er meinte. Er besaß ein starkes umfassenden Gedächtnis und außerordentliches Wahrnehmungsvermögen. Mohammad besaß sowohl Verstandes- und Denkkraft als auch Handlungsmacht.“

     

    Der Engländer John Davenport hat in seinem Werk „Eine Verteidigungsschrift für Mohammad“ alle hohen Tugenden des Propheten Gottes (s) wie folgt zusammengefasst: „Mohammad hat die Wahrheiten jenseits der Schleier der weltlichen Äußerlichkeiten gesehen. Er besaß auf vollendeter Stufe Verstand, Weisheit und Bewusstsein und hat das beste Konzept zur Rettung der Menschheit überbracht. In Wahrheit sind die Menschen auf der Welt deshalb in den Genuss des immateriellen und materiellen Segens der Religion Mohammads gelangt, weil diese Religion der Vernunft und der Weisheit entspricht.“

     

    Imam Sadschad betet: „Preis und Dank sei Gott, dass er uns unter all den Völkern mit Mohammad (s) eine Gnade erwies… O Gott, so sende Segensgrüße an Mohammad Mustafa, den zuverlässigen Treuhänder der Offenbarung, den Edelsten aller Deiner Geschöpfe und den besten Diener unter Deinen Dienern.

     

    Dieser Anführer der Barmherzigkeit und Karawanenführer des Guten und Schlüssel zum Segen , der ja sein Leben für die Durchführung Deines Befehls einsetzte und auf Deinem Wege große Mühsal auf sich nahm … so dass er in die Fremde und an einen Ort zog, der weit entfernt von seiner Familie und den Verwandten lag, um die Religion zu wahren … O Gott! Stelle ihn wegen der Mühen, die er für Deinen Weg auf sich nahm, auf die höchsten Stufen des Paradieses, so hoch, dass kein anderer mit ihm auf der gleichen Stufe zu stehen kommt und dass an der Schwelle zu deinem Hofe, kein naher Engel und kein entsandter Prophet ihm gleich gestellt ist!“ (aus Sahifeh Sadschadiyah)

     

    Recht und Wahrheit sind wie ein klarer strahlender Edelstein. Die Unwahrheit kann sie vielleicht für kurze Zeit zum Verblassen bringen, aber letztendlich rücken die Schleier beiseite und das Licht wird für alle erkennbar. Deshalb wollen gerechte Denker die Wahrheit kennenlernen und sind der Überzeugung, dass sie die Wahrheit sagen müssen.

     

    Zu den nicht zu leugnenden Wahrheiten gehört die Wahrheit über die Persönlichkeit des Propheten des Islams und seine Wirkung auf die Welt.

     

    Frau Karen Armstrong hat darüber ein Buch unter dem Titel Muhammad: A Biography of the Prophet geschrieben, welches im Deutschen unter dem Titel Muhammad, Religionsstifter und Staatsmann erschien. Dieses Buch ist nach dem 11. September zu einem großen Bestseller geworden. Die englische Autorin Frau Karen Armstrong (1944) war von 1962 bis 1969 sieben Jahre lang katholische Ordensschwester, bevor sie ihren Orden verließ und an die Universität Oxford ging. Karen Armstrong zählt gegenwärtig zu den renommiertesten Religionswissenschaftlern und hat viele Bestseller zu religionsgeschichtlichen Themen verfasst, von denen einige in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden.

     

    Karen Armstrong wollte mit der Biografie über den Propheten den Islam verteidigen und den christlichen Welt das wahre Gesicht des Propheten des Islams vorstellen. Vor ihr hatte Salman Roschdi im Westen mit seinem Buch „Satanische Verse“ den Propheten schwer verunglimpft. Frau Karen Armstrong schreibt: „Ich habe dieses Buch „Die Biographie über den Propheten Mohammad“ in der Besorgnis geschrieben, dass die Vorstellung, welche die Menschen im Westen von Mohammad (s.) haben nicht über das Bild hinausgeht, welches Salman Roschdie zeichnet, denn ich sehe in Mohammad eine Ausnahme in der Geschichte der Menschheit. Das Leben des Propheten des Islams diente den Grundsätzen der Offenbarung und der Durchführung der wahren Gebote Gottes zwecks Regelung der menschlichen Gesellschaft. Mohammad (s) hat für die Beseitigung der Unwissenheit gekämpft und konnte das zersplitterte Arabien vereinen. Dies war für damalige Zeiten etwas Unglaubliches.“

     

    Das Buch von Frau Armstrong über das Leben Mohammads, des Propheten des Islams (s) besteht aus 10 Kapiteln. Jedes Kapitel ist einem Abschnitt des segensreichen Lebens des Propheten gewidmet und beschreibt diesen Abschnitt aufgrund der historischen Gegebenheiten. Gleichzeitig beseitigt die Autorin die Zweifel, die jeweils dazu geäußert wurden. Aus ihrer Sicht verstand es Prophet Mohammad (s) so gelungen, die Kultur des Glaubens an den Einen Gott zu verbreiten und Gerechtigkeit herzustellen, dass sie nach kurzer Zeit das ganze Gebiet Hidschaz der arabischen Halbinsel beherrschte. Er lud die mächtigsten Könige der damaligen Welt zu seiner Lehre ein. Mit Hilfe Gottes konnte er eine Regierung begründen, die nach 30 Jahren wichtige Teile der Welt umfasste.

     

    Frau Armstrong verweist in einem Kapitel ihres Buches auf die Geschichte der Eroberung Mekkas und bezeichnet die Suche nach Frieden als eines der wichtigen Merkmale des Islams. Sie schreibt: „Der Prophet hat vor allen Dingen versucht, die brutalen Zusammenstöße zwischen den Volksstämmen zu verhindern. Das Wort „Islam“ bedeutet nämlich „Ergebung“ gegenüber Gott und geht auf das Wort „Salam“ zurück, welches „Friede“ bedeutet. Hadhrat-e Mohammad war ein Kämpfer auf dem Weg Gottes, und vor allen Dingen ein wahrer Friedenskämpfer. Er hat das Leben seiner engsten Gefährten für den Frieden mit Mekka riskiert, damit es ohne Blutvergießen zu diesem Friedensbündnis kommt. Mohammad hat statt Blutvergießen, Verhandlungen und Frieden angestrebt.“

     

    Die gerechten Denker sind der Überzeugung, dass die Welt von heute, mehr denn je eine Persönlichkeit wie den Propheten des Islams benötigt. Der gute Rat des Propheten (s.) für die heutige Menschheit besteht darin, dass sie bewusst und weitsichtig sein und nach Gerechtigkeit, Ethik und Würde , nach Barmherzigkeit und Freundschaft, Frieden und Menschenliebe streben soll.

     

    Aus der Sicht von Frau Armstrong ist es in diesem sensiblen Abschnitt unserer Geschichte sehr wichtig mit dem Leben eines solchen Menschen Bekanntschaft zu schließen. Sie ist davon überzeugt, dass man nicht zulassen darf, dass Fanatiker und engstirnige Leute zu ihrem Vorteil das Leben des Propheten verzerrt darstellen…

     

    In dieser veränderlichen Welt muss der westliche Mensch, nach Ansicht von Frau Armstrong, für seine Wegweisung wichtige Dinge aus dem Leben des Propheten lernen.

     

    Frau Armstrong schreibt in einem anderen Teil ihrer Biografie über den Propheten Mohammad: „Die Schwierigkeiten des Westens haben teilweise damit zu tun, dass Mohammad (s.) Jahrhunderte lang als ein Feind der Zivilisation vorgestellt wurde. Dabei hätten wir in ihm eine Persönlichkeit mit einem sehr hohen Geist sehen müssen; einen großartigen Menschen, der alles getan hat, um für sein Volk Frieden und Gerechtigkeit zu erreichen. Wenn wir Mohammad aus dem gleichen Blickwinkel sehen, aus dem wir die großen Persönlichkeiten der Geschichte betrachten, werden wir schnell zu der Überzeugung gelangen, dass er die einflussreichste Persönlichkeit in der Menschheitsgeschichte gewesen ist und wir ihn kennen müssen.“

     

    Es sind wertwolle Werke über den großen Lehrer der Menschen, den Propheten Mohammad (s) geschrieben worden, die jedes für sich Anerkennung und Lob verdienen. Doch bevor wir uns den Stellungnahmen eines weiteren Denkers zuwenden möchten wir den Koran aufschlagen. Dort steht im Vers 110, der Sure Kahf (Sure 18):

     

    „(Prophet) Sprich: «Ich bin nur ein Mensch wie ihr, doch mir ist es offenbart worden, dass euer Gott ein Einziger Gott ist. Möge denn der, der auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, gute Werke tun und keinen andern einbeziehen in den Dienst an seinem Herrn.»

     

    Gustave Le Bon (1841 bis 1931) ist ein bekannter französischer Orientalist, der sich weitgehend mit dem Islam und der Islamischen Kultur auseinandergesetzt hat. Das Besondere an seinen Werken ist, dass wir bei ihm kaum Vorurteilen und negativen Standpunkten gegenüber dem Islam und den Muslimen begegnen.

     

    Während seiner Forschungsreisen in verschiedene Länder hat Le Bon ein wertvolles Buch über die Geschichte und Zivilisation einiger Völker verfasst. Zu diesen Werken gehört sein Buch „La Civilisation des Arabes „(Die Kultur der Araber) . In diesem Buch beschreibt er die Persönlichkeit des Gottgesandten und untersucht die Gründe für die Ausdehnung des Islams und dessen Beitrag zur Entfaltung der Zivilisationen.

     

    Le Bon schreibt, dass sich im Leben des großen Anführers des Islams, Mohammad (s) von Kindheit an bis zu seiner Aussendung als Prophet und bis zu seinem Verscheiden, zahlreiche erstaunliche Dinge ereignet haben. Es sind Ereignisse, die offenbar werden lassen, dass der Prophet des Islams (s) ein auserwählter religiöser Mann ist, dessen Leben von unbestreitbaren Wundern und Zeichen begleitet war. Unter dem Titel“ Kindheit und Jugend Mohammads (s)“ schreibt Gustave Le Bon:

     

    „Die Geburt des großen Anführers des Islams ging mit erstaunlichen, deutlichen Zeichen einher, zum Beispiel heißt es, dass die Welt erbebte, als er geboren wurde, das Feuer im heiligen Tempel der Zaroaster erlosch, die Satane durch Meteore daran gehindert wurden, in den Himmel aufzusteigen und 14 Zinnen des Aiwan-im Kasra-Palast (Ktesiphon) zerbrachen, was ein Vorzeichen für Vernichtung des mächtigen Perserreiches war.“

     

    Le Bon schreibt, der Prophet Gottes habe einen festen Willen und ein hohes Ziel gehabt. Deshalb hätten ihn die Drohungen und der Spott der Bewohner von Mekka nicht einen Augenblick von seinem Auftrag abbringen können. Er habe im Gegenteil den Leuten gesagt: „Selbst wenn ihr mir die Sonne in die Rechte und den Mond in die Linke legen würdet, würde ich nicht mit meinem Tun aufhören.“ Le Bon weiter: „Mohammad (s) blieb standhaft und jeden Tag schlossen sich dank seiner Sprachgewalt noch mehr Menschen seiner Religion an.“

     

    Ein hervorragendes Merkmal des Propheten Gottes (s) ist seine hohe Moral gewesen. Gott hat ihn für dieses besondere Merkmal gelobt und spricht im Vers 4 der Sure Qalam (68): „Und du besitzest ganz sicherlich hohe moralische Eigenschaften.“

     

    Prophet Mohammad hat selber gesagt: „Ich bin ausgesandt worden, um die edlen Tugenden wieder zu beleben.“ In seinen Lehren hebt er oftmals die Moral hervor und sagt: „Gott der Edle, liebt Edelmut und moralische Werte und verabscheut Niedriges und Hässliches.“ (Musannaf Abd al- Razzaq 143.11) und an anderer Stelle heißt es von ihm: Mein bester Freund unter euch ist jemand, der am meisten den anderen Freundschaft erweist…“ (Musannaf Abd al Razzaq 145.11)

     

    In diesem Zusammenhang schreibt Gustav Le Bon unter dem Titel „Das Leben des Propheten des Islams und seine besonderen moralischen Eigenschaften“:

     

    „Die Vernunft und Weisheit dieses großen Mannes überragten die aller anderen und im Denken war er allen überlegen. Er redete nichts Sinnloses und war immer Gott eingedenk. Den anderen begegnete er stets freundlich und oftmals saß er schweigend da. Er hatte ein sanftes Wesen und einen guten Charakter … Er hat niemals auf einen Bedürftigen wegen dessen Armut herablassend geblickt und er hat niemals einem Reichen wegen dessen Reichtums Respekt gezeigt. Gemäß dem, was die arabischen Geschichtsschreiber aufzeichneten, war Hadhrat-e Mohammad sehr selbstbeherrscht und besonnen. Er redete wenig und war sehr weitsichtig sowie wohlgesinnt und achtete bei seinem Verhalten und Tun genau auf die guten Sitten. Er legte großen Wert auf Sauberkeit. Er hat sogar ,nachdem er an Reichtum und Einfluss gelangt war, niemals seine persönlichen Arbeiten anderen überlassen. Mohammad hatte einen festen Willen und er war zu den anderen milde und freundlich. Einer der Leute, die ihm im Hause halfen, berichtet: „Ich habe im volle 18 Jahre gedient und ich habe in dieser Zeit nicht einmal ein scharfes Wort oder eine verletzende Handlung, auch nicht zur Bestrafung, von seiner Seite erlebt.“

     

    Die göttlichen Propheten haben entsprechend der Erfordernisse ihrer Zeit Wunder vollbracht. Der Heilige Koran berichtet über Wunder der Propheten vor Prophet Mohammad, wie Moses und Jesus (gegrüßet seien sie). An einer Stelle in seinem Buch nennt Gustave Le Bon den Koran das Buch mit der größten Redekunst. Er sagt, dass es nur im Koran und nicht in den anderen Himmelschriften diese schönen und klangvollen Versfolgen gibt. Dann weist er noch auf andere Wunder, die der Prophet überbrachte, hin:

     

    „Auf seinen Wunsch teilte sich vor aller Augen der Mond in zwei Teile …. sein Antlitz strahlte immer Licht aus und wenn er die Hand auf die Stirn legte, quoll Licht zwischen seinen Fingern hervor. Steine, Bäume und Pflanzen grüßten ihn mit dem Friedensgruß. Für Ali und seine Familie ließ er einen gedeckten Tisch vom Himmel herunterkommen , als sie hungrig waren. Der Prophet wusste über die Zukunft Bescheid und wusste dass die Söhne Fatimahs (seiner Tochter) unterdrückt werden würden und die Herrschaft der Umayyaden tausend Monate dauern wird. Und es geschah, was er vorausgesagt hatte. Außerdem gilt es für die Muslime als erwiesen, dass Mohammad in einer Nacht in den Himmel aufstieg…“

     

    Die Größe eines Volkes hängt von seiner Einmütigkeit ab. Als die größte Persönlichkeit des Islams, Mohammad (s) Mittelpunkt der muslimischen Gemeinde wurde, begann der schöne Ruf nach Einheit zu erschallen. Gustave le Bon hat die Einheit der muslimischen Gemeinde als das größte Wunder des Propheten bezeichnet und geschrieben:

     

    „Das große Wunder des Propheten bestand darin, dass er vor seinem Verscheiden die verstreuten arabischen Volkstämme , die sich auf Irrwegen befanden, umeinander vereinen konnte und ein einheitliches Volk bildete, so dass alle sich einer Religion unterwarfen und einem Führer folgten. Dieses große Werk des Propheten zeigt deutlich die Größe seines Charakters.“

     

    Gustave Le Bon fährt fort:

     

    „Die Behauptung, dass Mohammad listig gewesen sei, ist dermaßen falsch und ungebracht, dass sich jede Antwort darauf erübrigt. Er war sehr furchtlos und zugleich so sehr von der Wärme und dem Licht des Glaubens erfüllt, dass er sich auf jeden Kampfplatz wagte. Grundsätzlich muss jemand, der die Saat des Glaubens in die Herzen der anderen sät, den größten Glauben besitzen. Mohammad (s) war sich gewiss, dass Gott ihm Hilfe schickt. Es war dieser Glaube, der ihm Kraft verlieh und ihn gegenüber jedem Hindernis und jeder Schwierigkeit standhaft werden ließ.“

     

    Schließlich hat Gustave Le Bon noch gesagt: „Falls wir den Wert von Personen an ihren guten Werken und Einflüssen messen, ist zweifelsohne Mohammad (s) der größte Mann der Geschichte. Es ist bekannt, dass der Prophet nicht im Schreiben und Lesen unterrichtet wurde, was auch dokumentiert wird. Aber er besaß trotzdem selbstverständlich auf höchster Stufe Verstand und Intelligenz und Weisheit. (Darin ändert sich nichts) Auch wenn Religionseifer und geistige Blindheit die Blicke von Historikern dunkel verschleiern und sie deshalb die Tugenden und Größe Mohammads nicht eingestehen.“