islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Das sagen große Denker über Prophet Mohammad (s.) Teil 5

    Das sagen große Denker über Prophet Mohammad (s.) Teil 5

    • http://german.irib.ir
    Rate this post

     

    Wir grüßen den Letzten der Gottgesandten, Mohammad (Friede sei mit ihm und seinem Hause): ein Auserwählter mit vollendetem Charakter, den Gott als gutes Vorbild bezeichnet hat: – denn es heißt im Vers 21 der Sure Ahzab, Sure 33:

     

    „Wahrlich, ihr habt an dem Propheten Allahs ein schönes Vorbild für jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und Allahs häufig gedenkt.“

     

    Nachdem der Islam in Hidschaz (einem Teil der Arabischen Halbinsel) erschienen war und charaktervolle Menschen aus der Schule des Propheten (s.) hervorgegangen waren, wurden auch die Gebiete, die außerhalb Arabiens lagen von der Sonne des Islams beschienen und so entstand eine neue Zivilisation. Sie strahlte auf alle Zivilisationen aus . Das Goldene Zeitalter des Islams begann.

     

    Die Islamische Zivilisation ist von den Denkern aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht worden und es liegen viele Bücher und Artikel zu diesem Thema vor. Doch in diesen Texten wurde die wesentliche und einmalige Rolle des Propheten des Islams bei der Grundsteinlegung für diese gewaltige Zivilisation übergangen. Den Schössling zu diesem großen Baum hat jedoch der Prophet eingepflanzt , nachdem er Mekka verlassen hatte, um den Islam zu schützen und nach Medina gezogen war (Hidschra). Aber die Bedeutung des Propheten für die Entstehung der islamischen Zivilisation und überhaupt für die Weiterentwicklung der menschlichen Zivilisation blieb einem großen Forscher wie Will Durant, dem amerikanischen Historiker und Schriftsteller , nicht verborgen. In seinem Werk „The Story of Civilisation „ (die Kulturgeschichte der Menschheit) hat er die Rolle, die der Heilige Prophet des Islams bei der Herstellung von Frieden und Sicherheit, der nationalen Einheit, der Moral und dem relativen Wohlstand – welcher einer der wichtigen Faktoren für die Entstehung und die Weiterentwicklung der Zivilisationen ist , beschrieben.

     

    Will Durant ist der Überzeugung, dass eine Zivilisation aufgrund verschiedener Faktoren entsteht und wächst. Er schreibt:

     

    „Die Entstehung einer Zivilisation ist dann möglich, wenn Chaos und Unsicherheit beseitigt sind. Denn nur wenn die Angst beseitigt wird, erwacht im Menschen die Wissensbegier und das Bedürfnis zu Innovation und und Erfindungen. Dann sind Bedingungen gegeben, dass der Mensch auf natürliche Weise den Weg des Wissenserwerbes und der Verbesserung seiner Lebenslage antritt. Der Prophet war eine Persönlichkeit, der die Voraussetzung für diese Weiterentwicklung geschaffen hat. Mohammad (s) war bestrebt das Wissensniveau und die Moral eines Volkes, welches aufgrund des raues Wüstenklimas ein dunkles wildes Leben führte, maximal zu verbessern. Dies gelang ihm . Dieser Erfolg war größer als der aller Reformer auf der Welt. Außer ihm ist kaum jemand zu finden, der alle seine Vorstellungen auf dem Weg der Religion verwirklicht hätte. Mohammad (s.) vereinte die in der Wüste verstreut lebenden Stämme, welche Götzen anbeteten, zu einem einzigen Volk , welches den Anhängern des Judentums und des Christentums und der altarabischen Religion überlegen war. Er brachte eine einfache Lehre und eine klare und starke Religion hervor [ …], so dass in weniger als einem Jahrhundert , ein großes Imperium entstand. Seine Religion ist in unserer Zeit eine wichtige Kraft, welche auf die Hälfte der Welt Einfluss hat. Wenn wir also beurteilen wollen, welchen Einfluss dieser große Mann auf die Menschen hatte, müssen wir sagen, dass Mohammad (s) zu den größten Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte gehört.“

     

    Will Durant hat in seinem Werk über die Geschichte der Zivilisation hinsichtlich der raschen Entfaltung der Wissenschaften dank der Lehren des Propheten wie folgt geschrieben:

     

    „Die Islamische Zivilisation befand sich vom Jahre 81 bis 597 nach der Hidschra und dem Mondkalender – circa 700 bis 1200 – nach Christus auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung in verschiedenen Wissenschaften und Fertigkeiten. Naturwissenschaften wie Medizin, Chemie, Physik, Geologie Biologie und Botanik erreichten ihren Höhepunkt und die größten Gelehrten auf diesen Gebieten waren die Gelehrten in der Islamischen Welt. Sie forschten, lehrten und verfassten Bücher. Sie übermittelten dieses große Grundwissen ihren Nachbarn und den Wissensdurstigen, die aus den verschiedenen Gebieten zu ihnen kamen.[…] Die westliche Welt hatte während dieser islamischen Glanzepoche unter mittelalterischer Denkweise und Unkultiviertheit und dem Dogmatismus der Kirche zu leiden und ihr fehlte jegliche rationale Tätigkeit und Pluralität. Im Gegenteil widmeten sich in der Islamischen Welt außergewöhnliche Gelehrte wie Ibn Sina (Avicenna), Chwarizmi, Farabi, Mohammad Ibn Zakariya Razi (Rhazes), Abu Reyhan Biruni, Ummar Chayyam, Ibn Chaldun … uneingeschränkt der Verbreitung von Wissen auf der Welt.“

     

    Will Durant ist im Westen bekannt. Er sagt über den Propheten des Islams: Mohammad stammt aus einer vornehmen Familie, aber hatte von seinem Vater nur wenig geerbt. […] Mohammad bedeutet „viel Gepriesener“. Zwischen diesem Wort und einigen Sätzen in der Heiligen Schrift (Bibel) gibt es einen geistigen Zusammenhang, und man kann daraus auf eine Verheißung in der Heiligen Schrift hinsichtlich dem Erscheinen Mohammads schließen […] Scheinbar hat niemand sich darum gekümmert, dass Mohammad Lesen und Schreiben lernt, aber er kannte die Dinge bis ins einzelne besser als jeder Gebildete. Zu der Zeit legten die Araber keinen Wert auf Lesen und Schreiben. Deshalb gab es in dem Stamm der Qureisch nicht mehr als 17 Leute, die lesen und schreiben konnten. Aber der Text des bekanntesten und ausdrucksvollsten Buch auf Arabisch kam aus dem Munde des Propheten!

     

    Er bewies eine derartige Fähigkeit, die Probleme im Leben der Bevölkerung zu erkennen, dass sich in dieser Beziehung keiner mit ihm messen konnte. In seinem Buch, dem Koran, decken sich Gesetz und Moral. Im Koran zählt auch irdisches Handeln zum religiösen Verhalten und sein ganzer Inhalt wurde Mohammad seitens Gott offenbart. Im Koran gibt es Regeln über die Sitten, die Gesundheit, Ehe und Scheidung, Verhalten zu Kindern, Leibeigenen und Tiere, über den Handel, die Politik, Kredit und Zinswucher, Verträge und Testamente, Handwerk, finanzielle Fragen, Bußgelder und Strafe, Krieg und Frieden usw.“

     

    Will Durant schreibt weiter: „Mohammad hatte ein erhabenes Äußeres. Er verzieh seinem Feind, wenn dieser Reue zeigte. Die Besorgung der Regierungsangelegenheiten nahm seine meiste Zeit in Anspruch, denn er widmete sich im Einzelnen der Gesetzgebung und dem Gerichtswesen, dem Handel, der Religion und Kriegsführung. Er stellte eine Kalenderordnung für seine Anhänger auf […]. Entsprechend seiner Aufgabe als Prophet ist er in der Gesetzgebung gemäß der Offenbarung vorgegangen, ebenso wie er für normale übliche Angelegenheiten des Lebens die notwendigen Gebote , die er durch die Offenbarung erhielt, bekannt gab.“

     

    Eine besonders hohe Eigenschaft des Propheten war sein Mitgefühl für Bedürftige und Waisen. Er setzte sich ganz dafür ein, ihnen zu helfen. Will Durant schreibt hinsichtlich dieser Eigenschaft des Propheten: „Nirgendwo in der Geschichte finden wir einen Reformer, der so sehr wie Mohammad (s) zugunsten der Ärmeren, Steuern für die Reichen einführte. Mohammad (s) spornte die Wohlhabenden dazu an, einen Teil ihres Besitzes für die Armen und Bedürftigen zu verwenden.“

     

    Der Prophet hat viel Zeit mit den Armen verbracht.

     

    Will Durant schreibt weiter:

     

    „Mohammad (s) hat, indem er zum Islam einlud, im Leben von Millionen von Menschen eine neue geistige Revolution ausgelöst. Sie haben den klaren Ruf Mohammads wahrgenommen und ihn mit Leib und Seele anerkannt.“

     

    Der Prophet Mohammad (s) ist die größte Persönlichkeit in der islamischen Geschichte und hat die Menschen aus der Dunkelheit ins Licht geführt. Er lenkte sie aus der Unwissenheit und dem Aberglauben heraus auf den Weg des Glaubens an den Einen Gott, der Freundschaft und des Wissens.

     

    Deshalb haben sich seit Jahrhunderten viele mit dem Leben dieses großen Menschen auseinandergesetzt. Einige Islamgegner haben allerdings versucht, ihn verzerrt darzustellen. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert war der Blick auf den Propheten des Islams in Europa mit Hass und Feindseligkeit erfüllt. Im 18. Jahrhundert wurde die Betrachtungsweise realistischer und objektiver und im 19. Jahrhundert ernsthafter.

     

    Nicht nur Forscher, Gelehrte und Wissenschaftler haben sich mit dem Leben und der Lehre des Propheten des Isalsm beschäftigt, sondern auch Dichter haben sich von ihm inspirieren lassen. So hat Alphonse de Lamartine, der französische Dichter 1854 in einem seiner Bücher ein ganzes Kapitel dem Leben des Propheten des Islams gewidmet.

     

    Victor Hugo, der französische Dichter und Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, wurde mit seinem Meisterwerk „Die Elenden“ weltberühmt. Nur wenige wissen, dass dieser französische Schriftsteller unter der Überschrift „Das 9. Jahr nach der Hidschra“ Gedichte zur Ehren des Propheten des Islam (s)verfasst hat.

     

    Victor Hugo (1802 bis 1885) war mit der islamischen Geschichte und Kultur vertraut und seine Gedichte in „Das 9. Jahr nach der Hidschra“ geben zu erkennen, dass er sehr gut über das Leben des Propheten des Islams informiert war. Aus seiner Dichtung klingt Bewunderung heraus. Die Art, wie er die besonderen Eigenschaften des Propheten beschreibt, lässt seine Achtung vor dem Propheten und seiner Botschaft herausspüren. Wir möchten Sie heute ein wenig mit dem Inhalt seines poetischen Werkes über Prophet Mohammad (s) vertraut machen.

     

    In seinem Werk „Das 9. Jahr nach der Hidschra“ ist Victor Hugo mittels Darstellung der spirituellen Seite des Propheten des Islams darum bemüht, die falschen Prophetenportraits ungültig zu machen, die jahrhundertelang von schlechtinformierten und islamfeindlichen Autoren verbreitet worden waren. Er versuchte auf diese Weise, das wahre Antlitz des Propheten vorzustellen.

     

    Hugo schreibt:

     

    Er war wie Noah und kannte das Geheimnis der Regenflut;

    war geduldiger Richter, und so gut, dass er

    wenn Leute ihren Streit vor ihn brachten

    Zuließ, dass, wenn der eine sich seinem Urteil beugte,

    Ein anderer es leugnete und ihn verlachte.

     

    Der Prophet verhielt sich würdig und freundlich. Sein Antlitz strahlte Freundlichkeit und Ruhe aus und seine Worte hatten eine große Anziehungskraft. Mohammad (s) führte ein schlichtes Leben und half den anderen, wo er konnte. Victor Hugo beschreibt die Eigenschaften des Propheten Gottes in Reimen :

     

    Er war so würdig und großartig, dass er niemanden rügte,

    Schritt er durch die Straßen, grüßten ihn alle

    Und er erwiderte ihren Gruß gütig.

    Er hatte eine hohe Stirn , leicht gewölbt waren die Wangen

    seine Augenbrauen schmal über einem wirkungsreichen Blick.

    Er aß wenig und manchmal band

    er sich vor lauter Hunger einen Stein auf den Leib

    Seine Schafe molk er mit der eigenen Hand

    saß wie Untertanen auf dem Boden

    und flickte selber sein Gewand.

     

    Der Prophet Gottes (s) zeichnete sich auch dadurch aus, dass er ein nachdenklicher Mensch war. Er dachte, wenn er sich in die Hara-Höhle zurückzog, tief über die Zeichen Gottes und das Geheimnis der Schöpfung nach. Victor Hugo schreibt mit Hinweis auf das Wissen und die Weisheit des Propheten des Islams (s):

     

    Er schien erblickt zu haben das Eden und die Liebe des Herrn,

    zukünftige Zeiten und die Vergangenheit.

    Meistens schwieg er, hörte zu

    und äußerte sich erst als letzter.

    Und immer pries er Gottes Herrlichkeit.

     

    Dank der 23 Jahre, in der Mohammad (s) aufrichtig die Botschaft Gottes übermittelte, verbreitete sich der Gedanke des Glaubens an den Einen Gott auf der Welt. Der Prophet (s) gründete eine edle Gesellschaft, die frei war von Diskriminierung und erfüllt mit Liebe und Freundschaft. Mit den vitalen Lehren des Korans hat er gezeigt, welcher Weg zum wahren Glück führt.

     

    Victor Hugo schreibt in Gedichtsform weiter:

     

    Er verlas den ganzen Koran, den er vom Herrn den Menschen überbrachte und sagte:

     

    Ihr Menschen

    Nur Gott bleibt und ist beständig– Er ist der Einzige, der Eine Gott!

    Keinen Gott gibt es außer Ihm

    Ihr Menschen, hätte Gott es nicht anders gewollt,

    dann wäre auch ich unwissend geblieben

    Wahrlich der Mensch ist ein erbärmliches Ungeheuer, wenn er nicht den Weg Gottes geht.

     

    Der Prophet Gottes (s) ist der letzten Prophet, den Gott ausgesandt hat. Er wird deshalb auch „Siegel der Propheten“ genannt. Mohammad (s) war das vollendende Glied der Prophetenkette und mit seiner Aussendung veränderte sich die Geschichte der Menschheit.

     

    Victor Hugo lässt den Propheten dazu sagen:

     

    „Ich bin ein Wort von meinem Gott

    Wie die anderen Propheten spende ich Wärme und Licht!

    Jesus hat auf mich vorbereitet

    Wie das erste Morgenlicht ,

    welches frohe Kunde von der Sonne verbreitet.

    Jesus , den eine Jungfrau zur Welt brachte!

    Der Sohn der Maria war sanftmütig,

    sprach schön und rein wie Kinder.

    Doch ich war die Kraft, die sein Licht zu vollenden hatte.

     

    Die Hochachtung für den Propheten ließ Victor Hugo sehr gefühlvoll über die letzten Augenblicke im Leben des Propheten schreiben. Victor Hugo gibt wieder, dass der Prophet (s) das Banner des Islams seinem Bannerträger Ali a.s. anvertraut und sein Blick bis zum letzten Moment strahlt. Er beschreibt die letzten Empfehlungen des Propheten an seine Glaubensgemeinschaft in seinem Werk „Das 9. Jahr nach der Hidschra“ und fährt fort:

     

    Nun steh ich

    Kurz vor einer tiefen Ruhestätte

    Nach vielen Jahren des Mühens auf dem Wege Gottes.

    Vor mir Gott und hinter mir eine Welt, die euch gehört!

    Ich weiß, dass einige von euch auf diesem Weg viel Mühsal ertrugen,

    Aber freut euch, denn ihr werdet das Morgengrauen erleben.

    Kommt zum Glauben herbei und bleibt in der Nacht wach für das Gott-Dienen!

    Betet Gott an und fürchtet Ihn!

     

    Nicht dass ihr hinter der Mauer bleibt,

    welche das Paradies von dem Abgrund der Hölle trennt

    Niemand ist frei von Fehlern!

    Aber unternehmt etwas, damit ihr nicht die Strafe Gottes verdient.“

     

    Wer Forschungen über das Leben der Propheten Gottes betrieben hat, fragt sich meistens, welche Vorzüge sie im Vergleich zu anderen Menschen besitzen und was sie in der Geschichte verewigte. Sie wollen zum Beispiel wissen, warum der Prophet des Islams , obwohl bereits 14 Jahrhundert seit seiner Aussendung vergangen sind, auch im modernen Zeitalter weiter die Herzen so vieler Menschen für sich gewonnen hat.

     

    Die Ausstrahlung des Propheten ist so stark, dass ein wahrheitssuchender Orientalist und Religionsphilosoph auf einem anderen Kontinent nach eingehender Betrachtung der Biografie dieses großartigen Menschen, in Begeisterung über seine Art und sein Verhalten ein Buch über ihn schreibt. Dieser englische Wissenschaftler betitelt sein Werk mit „Muhammad – sein Leben nach den frühesten Quellen.“ Er beantwortet die Frage darauf, weshalb der Name der Propheten in der Geschichte ewig verblieb damit, dass er sagt, es geschehe nur mit dem Willen Gottes dass Wahrheiten beständig und wirksam bleiben.

     

    Dieser westliche Denker heißt Martin Lings (1909 bis 2005).

     

    Das Buch „Muhammad – sein Leben nach den frühesten Quellen“ von Martin Lings erschien 1983 zum ersten Mal und ist inzwischen mindestens 6 Mal neu aufgelegt worden. Im ersten Kapitel seines Buches schreibt Lings über die Vorfahren des Propheten, die alle Anhänger des Glaubens an den Einen Gott waren wie folgt:

     

    „Im Buch der Genesis heißt es, dass Abraham keinen Nachkommen hatte und die Hoffnung auf einen Sohn aufgegeben hatte, bis eines Nachts Gott ihn vor sein Zelt rief und ihm sagte: `Nun betrachte den Himmel und zähle die Sterne, wenn du kannst!` Als Abraham zu den Sternen hochblickte, hörte er wieder jene Stimme die sagte: `Deine Nachkommenschaft wird genauso (zahllos wie die Sterne) sein`…“

     

    Martin Lings schreibt weiter: „Die Vorsehung bestand darin, dass nicht nur ein sondern zwei große Glaubensvölker und zwei rechtgeleitete Kräfte, zwei Medien für die Umsetzung des göttlichen Willens Nachkommen des Abraham werden. Von Abraham gehen zwei spirituelle Strömungen und zwei Religionen aus, zwei Zirkel und zwei Zentren. Zentraler Ausgangspunkt einer dieser beiden Strömungen war Amina (Mutter des Propheten). Sie wusste von dem Licht in ihrem Innern. Einmal hörte sie eine Stimme sagen: „ Du trägst den Fürsten dieser Menschen unter deinem Herzen. Wenn dein Kind geboren ist, dann sag: ich vertraue es zum Schutz vor dem Übel der Neider dem Einen Gott an. Dann nenne es Mohammad“.

     

    Martin Lings war Anhänger des protestantischen Glaubens aber er verlor circa mit 20 Jahren wie viele andere junge Menschen im Westen seine christliche Überzeugung, gab jedoch die Suche nach der Wahrheit nicht auf und begann sich mit allen Weltreligionen zu beschäftigen. Schließlich bekehrte er sich mit 25 zum Islam und wählte den Namen Abu Bakr Siraj ad-Din.

     

    Lings wurde nachdem er die Werke von René Guénon, einem westlichen Philosophen studiert hatte, bewusst ,dass die Religionen Gottes wahr sind und den Weg zum menschlichen Ideal und zur Begegung mit Gott zeigen. Lings sagt, er sei beim Studium der Werke des Franzosen René Jean-Marie Joseph Guénon auf die Irrtümer der westlichen Zivilisation aufmerksam geworden. Sie hätten gezeigt, dass in den göttlichen Religionen die Wahrheit liegt und die Propheten in verschiedener Form von dieser Wahrheit sprechen. Lings schrieb: „Die Theorie Guénons wirkte wie ein Stromschlag auf mich. Ich wusste, dass ich hier die Wahrheit vor mir habe … und das ich etwas tun muss.“

     

    Dr. Lings führt hinsichtlich der Voraussagen für die Aussendung Mohammads a.s. die Geschichte von dem Mönch Bahira an. (Bahira hatte den jungen Knaben Mohammad in der Karawane dessen Onkels Abu Talib gesehen) . Lings schreibt: Als Bahira bei Mohammad (s) die Zeichen des Prophetentums erkannte, sagte er zu Abu Talib: „Bring den Sohn deines Bruders in deine Heimat zurück und schütze ihn vor den Juden. Denn ich schwöre bei Gott, wenn sie ihn sehen und das wissen, was ich über ihn weiß, werden sie ihm Schlimmes antun . Deinen Neffen erwarten gewaltige Dinge!“

     

    In seinem Buch „Muhammad – sein Leben nach den frühesten Quellen“ berichtet Martin Lings natürlich auch über die erste Offenbarung an den Propheten und über die Geschichte von Waraqa Ibn Naufal. Waraqa Ibn Naufal versichert der Prophetengemahlin Chadischeh, dass Mohammad eine Offenbarung von Gott erhalten hat und er zweifelsohne ein Gesandter Gottes ist.

     

    Als Waraqa dann den Propheten trifft, gibt er ihm die frohe Kunde, dass er ein Prophet ist und sagt: „Sie werden dich einen Lügner nennen und dich misshandeln. Sie werden dich vertreiben und Krieg gegen dich führen. Wenn ich diese Zeit noch erlebe, so werde ich deine Religion verteidigen. Gott weiß das!“ Dann beugte er sich herab und küsste die Stirn Mohammads.

     

    In einem anderen Teil seiner Prophetenbiografie beschreibt Dr. Lings die Mühsale, die mit dem Auftrag des Propheten verbunden waren. Er schreibt: „Es war nicht so, dass jeder der jung war, sogleich die Botschaft Gottes akzeptierte. Aber zumindestens ließ sich eine Schar von jungen Menschen nicht von Stolz und Selbstzufriedenheit gegenüber dem Aufruf Mohammad blenden. Es war, als ob sie aus einem Schlummer erwacht waren und zu einem neuen Leben gefunden hatten. Die Offenbarungsverse brachten in den Ohren derjenigen, in denen sich der Unglauben noch nicht niedergeschlagen hatte, die Glocke der Wahrheit ins Schwingen. Wie zum Beispiel dieser Vers:

     

    „Meint ihr denn, wir hätten euch zum Zeitvertreib geschaffen, und ihr würdet nicht zu uns zurückgebracht?` (Sure Mumenun (Sure 23, Vers 15) –

     

    Die Koranverse waren erleuchtend und konnten rechtleiten. Ein weiterer Grund dafür, dass die Lehre Mohammads angenommen wurde, war seine Persönlichkeit. Mohammad war ein Mensch, von dem alle wussten, dass er so sehr mit der Wahrheit erfüllt ist, dass er niemals beabsichtigen würde, jemanden zu täuschen und dass er so vernünftig war, dass er sich nicht von jemandem täuschen ließ. Seine Botschaft enthält Mahnung und frohe Kunde. Die Mahnungen spornten diejenigen, die sich angesprochen fühlten, zur Praktizierung des Glaubens an und die frohe Kunde erfüllte ihre Herzen mit Freude .“

     

    Said Teherani Nasab hat das Buch „Muhammad – sein Leben nach den frühesten Quellen“ ins Persische übersetzt . Er sagt: „Lings fühlte sich, nachdem er die Wahrheit erkannte, von dem Propheten des Islams angezogen und hat viel Zeit dafür verwendet, diesen großen Menschen vorzustellen. Ich habe ihn 2004, ein Jahr vor seinem Tod, in seinem schönen und einfachen Haus besucht. Er sprach mit Hochachtung vom Propheten Gottes (s) und nannte ihn ein großes Geschenk Gottes an die Menschheit. In seinem Haus stand nur der heilige Name Gottes Allah auf der Wand. Und ein Gebesteppich lag in seinem Zimmer ausgebreitet. Sein Zimmer schien zugleich seine Hausmoschee zu sein. Dort verrichtete er fünfmal das Pflichtgebet und dort hat er vielleicht sogar seine Werke verfassst. Jedenfalls konnte man sehen, dass sein Leben in Befolgung des großen Anführers des Islams, gemäß einem genauen Zeitplan und sinnvollen Programm verlief.“