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    Das Schöpfungsziel des Menschen (Teil 2): Der Weg zu Gott, dem Erhabenen

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    Als Antwort auf diese Frage lässt sich sagen, dass der Mensch in einer Entstehung erschaffen ist, in der er unter Probe gestellt und geprüft wird. Gott spricht im Heiligen Koran:

     

    الَّذِي خَلَقَ الْمَوْتَ وَالْحَيَاةَ لِيَبْلُوَكُمْ أَيُّكُمْ أَحْسَنُ عَمَلًا

     

     

    „Derjenige, der den Tod erschaffen hat und das Leben, er prüft euch, welcher von euch wohlgefälligstes verrichte.“[1]

     

    Also, jedes Ding in dieser Entstehung existiert um die Prüfung des Menschen. Daher stellte Gott den Menschen an der Wegkreuzung, damit er sich für die Richtung bzw. den Weg entscheidet, die/den er will. Gott spricht:

     

    إِنَّا هَدَيْنَاهُ السَّبِيلَ إِمَّا شَاكِرً‌ا وَإِمَّا كَفُورً‌ا

     

    „Wir haben ihm den rechten Weg gezeigt, sei er dankend oder unglaubend.“[2]

     

     

    An einer weiteren Stelle steht:

     

    فَمَن شَاءَ فَلْيُؤْمِن وَمَن شَاءَ فَلْيَكْفُرْ‌

     

    „Dann den, der gewollt hat, lass überzeugt sein, und den, der gewollt hat, lass ungläubig sein.“[3]

     

    Wenn es dem Menschen also gelingt, sich auf dem Weg zu begeben, für den er erschaffen wurde, so ist er rechtgeleitet. Andernfalls gehört er zu den Irregeleiteten. Ausgehend von dieser Grundwahrheit bittet der Mensch seinen Herrn vielmals während seiner täglichen Gebete:

     

    اهْدِنَا الصِّرَ‌اطَ الْمُسْتَقِيمَ

     

    „Führe uns den geraden Pfad“[4]

     

     

    Dies, weil der „gerade Pfad“ der beste und kürzeste Weg zur Erreichung des Zieles ist. Sollte es dem Menschen aber nicht gelingen, diesen Weg einzuschlagen, so ist er unweigerlich irregeleitet. Und ihm nützt dann die Geschwindigkeit des Gehens auf dem Weg außerhalb des „geraden Pfades“ nichts, außer der Entfernung vom Ziel.

     

    Diesbezüglich sagte Imam al Sadeq (a.):

     

    „Derjenige, der ohne einen Einblick bzw. Verständnis arbeitet, ist gleich demjenigen, der nicht auf dem richtigen Weg geht. Ihm bringt die Geschwindigkeit des Gehens nichts, außer Entfernung.“[5]

     

    Was ist also der „gerade Pfad“, den der Reisende wählen muss, um die Nähe und Begegnung Gottes zu erreichen?

     

     

     

    [1] Sure 67, Vers 2.

    [2] Sure 76, Vers 3.

    [3] Sure 18, Vers 29.

    [4] Sure 1, Vers 6.

    [5] Al Kulaini, Al Usul min al Kafi, Band 1, S. 43; Kitab fadhl al `lm, bab man àmal beghair `lm, Ĥadith Nr. 1.

    الاصول من الكافي, لثقة الاسلام ابي جعفر محمد بن يعقوب بن اسحاق الكليني الرازي: ج1 ص 43 / كتاب فضل العلم, باب من عمل بغير علم, الحديث: 1 .

     

     

    Quelle: http://www.alhaydari.de/akhlaq/das-schoepfungsziel/386-2-der-weg-zu-gott-dem-erhabenen.html