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    Das Ziel der quranischen Offenbarung

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    Das Ziel der quranischen Offenbarung

     

    1. Einleitende Worte:

     

    Allah der Erhabene spricht in seinem heiligen Buch:

    شَهْرُ رَمَضَانَ الَّذِي أُنزِلَ فِيهِ الْقُرْآنُ هُدى لِلنَّاسِ وَبَيِّنَات مِنَ الْهُدَى وَالْفُرْقَانِ

    “Der Monat Ramadan ist es, in dem der Quran als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung.“ (2.185)

     

    Der Monat Ramadan ist der Monat, in dem bekannter Weise der heilige Quran offenbart wurde. Und Allah (swt) hat uns sogar bekanntgegeben in welcher Nacht genau, diese Herabsendung stattfand, indem der Erhabene sagte:

    إِنَّا أَنزَلْنَاه فِي لَيْلَةِ الْقَدْر

    „Wahrlich, Wir haben ihn (den Quran) herabgesandt in der Nacht der Bestimmung.“

     

    Diese Nacht ist es also, in der das heilige Buch des Islams und der Muslime offenbart wurde. Kein Buch wird unter den Muslimen so verehrt und geheiligt wie dieses. Kein Wunder, wo der Gesandte Gottes (s.) uns den Heiligen Quran doch hinterließ und uns anwies, uns daran zu halten, als er sagte: „Wahrlich! Ich hinterlasse euch zwei gewichtige Dinge (thaqalayn): Das Buch Allahs und meine Nachkommenschaft, meine Ahlulbayt. Wenn ihr an ihnen festhaltet, so werdet ihr nach mir niemals Irre gehen.“

     

    Jedoch wozu wurde der Heilige Quran überhaupt offenbart? Was wollte Allah (swt) genau damit bezwecken? War es überhaupt notwendig den Quran herabzusenden? In einfachen Worten: Was ist das Ziel der quranischen Offenbarung?

     

    2. Der Heilige Quran antwortet:

     

    Zunächst einmal wollen wir wissen: was definiert der Heilige Quran selbst als Ziel seiner Herabsendung? Hierzu werden wir wirklich viele Verse finden und wir werden merken, dass der Quran nicht nur ein Ziel nennt, sondern gleich mehrere. Jedoch werden wir auch sehen, dass all diese genannten Ziele in Wirklichkeit nur Unterziele darstellen, die sich unter einem großen Ziel unterordnen lassen.

     

    1. Der Quran wurde herabgesandt als Warnung für die Menschen:

    وَأُوحِيَ إِلَيَّ هَذَا الْقُرْآنُ لِأنذِرَكُمْ بِه وَمَنْ بَلَغَ

    „Und dieser Quran ist mir offenbart worden, auf dass ich euch damit warne und den, den er erreicht.“ (6.19)

     

    2. Der Quran wurde herabgesandt um Beispiele darzulegen:

    وَلَقَدْ صَرَّفْنَا لِلنَّاسِ فِي هَذَا الْقُرْآنِ مِنْ كُلِّ مَثَل

    „Und wahrlich wir haben für die Menschen in diesem Quran allerlei Beispiele dargelegt.“ (17.89)

     

    3. Der Quran wurde herabgesandt als eine Art Gesetzesbuch und zu Verdeutlichung der Dinge:

    وَنَزَّلْنَا عَلَيْكَ الْكِتَابَ تِبْيَانا لِكُلِّ شَيْء وَهُدى وَرَحْمَة وَبُشْرَى لِلْمُسْلِمِينَ

    „Und Wir haben dir das Buch herniedergesandt als Verdeutlichung aller Dinge und als Führung und Gnade und frohe Botschaft für die Gottergebenen.“ (16.89)

     

    4. Der Quran wurde herabgesandt um die Uneinigkeit zwischen der Wahrheit und der Falschheit aufzuzeigen und zu klären.

    وَمَا أَنزَلْنَا عَلَيْكَ الْكِتَابَ إِلاَّ لِتُبَيِّنَ لَهُمُ الَّذِي اخْتَلَفُوا فِيه وَهُدى وَرَحْمَة لِقَوْم يُؤْمِنُونَ

    „Und wir haben dir das Buch nur deshalb hinabgesandt, auf dass du ihnen das verdeutlichst, worüber sie sich uneinig sind und als Führung und Gnade für die Leute, die glauben.“  (16.89)

     

    3. Das eigentliche Hauptziel des Quran:

     

    Die obigen Verse waren nur einige Beispiele von vielen, durch die aufgezeigt werden soll, was der Heilige Quran alles als sein Ziel definiert. Jedoch stellen diese genannten Punkte in Wirklichkeit nur ein Teil des wirklichen Zieles dar und sind nur Unterpunkte. Wir möchten jedoch noch genauer und noch tiefgründiger forschen und erfahren: was ist das eigentliche Hauptziel, dass der Heilige Quran mit jedem seiner Verse beabsichtigt und anstrebt?

     

    Wenn wir im Quran weiterforschen und unseren Blick erweitern, dann werden wir erkennen, dass das eigentliche Ziel in zwei Ebenen aufgeteilt werden kann und das die genannten Nebenziele lediglich dabei helfen sollten, um dieses Hauptziel zu verwirklichen und zwar lautet es:

     

    Die radikale, grundlegende Veränderung der Gesellschaft und der Menschen:

    (1) Durch die Vorgabe eines Weges und einer Methode für diese Veränderung
    (2) Anhand der Schaffung eines revolutionären Fundamentes dafür

     

    Und das ist das, was wir heute als „Revolution“ bezeichnen und der Heilige Quran „Herausführen aus den Finsternissen ans Licht“ genannt hat, in dem heiligen Vers:

    كِتَابٌ أَنْزَلْنَاهُ إِلَيْكَ لِتُخْرِجَ النَّاسَ مِنَ الظُّلُمَاتِ إِلَى النُّورِ

    „Alif. Lam. Ra. Dies ist ein Buch, das wir zu dir hinabgesandt haben, damit du die Menschen aus den Finsternissen ans Licht herausbringst..“ (14.1)

     

    Das interessante ist, dass wenn wir uns den Heiligen Quran näher ansehen und schauen, was der Quran mit „Nour“ (Licht) meint, so werden wir sehen, dass:

    اللَّهُ نُورُ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ

    „Allah ist das Licht der Himmel und der Erde..“ (24.35)

     

    Allah (swt) beschreibt Sich Selbst also als dieses Licht. Und das zeigt uns, dass das eigentliche Ziel des Heiligen Quran es ist, die Menschen und die Gesellschaft zu Allah (swt) zurückzuführen und sie wieder an Ihn zu binden und die Menschen dadurch von vielen Dingen zu befreien, wie z.B. dem Götzendienst, dem Aberglaube und all den Finsternissen in denen die Menschen steckten. Und all der Unmoral und dem tierischen Verhalten, das sie von ihrer eigentlichen Menschlichkeit entfernt hat.

     

    4. Der Weg und die Methode für die Veränderung:

    Damit diese radikale Veränderung stattfinden kann, bedarf es natürlich eines angemessenen Weges oder einer richtigen Methode, durch die der Mensch zu Gott zurückgeführt werden kann.

     

    An dieser Stelle spielt der Heilige Quran seine Rolle als Wegweißer, Führer und Lehrer, in dem er uns die Gesetzgebung Gottes vorstellt. In dem er uns aufzeigt, wie unsere Beziehung zu den Menschen sein sollte, wie unsere Beziehung zu Gott sein sollte und wie unsere Beziehung zu dieser Welt sein sollte.

    وَنَزَّلْنَا عَلَيْكَ الْكِتَابَ تِبْيَانًا لِكُلِّ شَيْءٍ وَهُدًى وَرَحْمَةً وَبُشْرَىٰ لِلْمُسْلِمِينَ…

    „..und wir haben dir das Buch hernieder gesandt zur Verdeutlichung aller Dinge und als Führung und Gnade und frohe Botschaft für die Ergebenen.“ (16:89)

     

    Dieser Weg und diese Methode, ist es, die der Quran an vielen Stellen als „al-sirat al-mustaqim“ („den geraden Weg“) bezeichnet hat. So verliest jeder Muslim täglich in seinem Gebet die Sure al-Fatiha mehrmals und erwähnt dabei jedes Mal:

    اهْدِنَا الصِّرَاطَ الْمُسْتَقِيمَ

    „Führe uns auf den geraden Weg“ (1.6)

     

    Mit diesem geraden Weg, ist dieser Weg gemeint, der uns zu Allah (swt) zurückführt und durch den wir diese radikale Veränderung in uns selbst ablaufen lassen können. Auf diesen Weg, durch den Allah (swt) uns zurückführen möchte, müssen wir alleine schreiten. Wir werden nicht gezwungen und wir werden nicht gegen unseren Willen festgehalten, denn wir wissen:

    لَا إِكْرَاهَ فِي الدِّينِ

    „Es gibt keinen Zwang im Glauben..“ (2.256)

     

    Allerdings, wenn wir uns zusammenreißen, einen starken Willen haben, den ersten Schritt machen und uns auf diesen gesegneten Weg begeben, dann wird uns Allah (swt) dabei helfen. Und dann wird Er uns nicht nur einen Schritt gehen lassen, sondern mit jedem Schritt den wir gehen, werden wir zehn weitere nach vorne getragen und uns der Weg erleichtert, um Allah (swt) noch näher kommen zu können. Der größte Beweis dafür, liegt im heiligen Vers:

    إِنَّ اللَّهَ لَا يُغَيِّرُ مَا بِقَوْمٍ حَتَّىٰ يُغَيِّرُوا مَا بِأَنْفُسِهِمْ

    „Gewiss, Allah ändert die Lage eines Volkes nicht, ehe sie nicht selbst das ändern, was in ihren Herzen ist.“ (13.11)

     

    Denn wenn Allah (swt) sagt: Er ändert nicht unsere Lage, bis wir uns selbst ändern, was heißt das dann im Umkehrschluss? Wenn wir uns selbst ändern, so ändert Allah (swt) dann auch unsere Lage! Das heißt, es liegt an uns, den ersten Schritt zu machen auf dem Wege zu Allah (swt) und Er leitet uns dann und zeigt uns, wie wir weiterlaufen müssen.

     

    5. Die Schaffung eines revolutionären Fundamentes:

     

    Nun, das heißt, wir haben nun das Hauptziel des Quran, und zwar: die grundlegende Veränderung im Menschen und der Gesellschaft. Und dafür soll ein gewisser Weg aufgezeigt werden. Allerdings damit das alles Früchte tragen kann, gibt es noch einen weiteren wichtigen Punkt, der erfüllt werden muss und zwar: Ein revolutionäres Fundament muss in der Gesellschaft geschaffen werden.

     

    Das ist sehr wichtig und notwendig, denn nur dadurch können der Quran und seine Botschaft fruchten und nur so, können sie ihre richtige Stellung in der Gesellschaft annehmen.

     

    Wir können uns das ganze so vorstellen, wie in einem Garten. Wir müssen erst mal das Unkraut entfernen, diese tiefen Wurzeln rausziehen und eine saubere Ebene schaffen, d.h. ein Fundament aufbauen. Und dann erst können wir anfangen Blumen und Rosen zu pflanzen.

     

    Allerdings wenn das Fundament nicht gut genug gesäubert wurde, d.h. die Wurzeln nicht komplett entfernt wurden, dann wächst das Unkraut immer wieder und wieder, und das würde heißen, dass wir keine gerade Ebene mehr haben und daher die quranische Botschaft in Gefahr stehen würde.

     

    Vor allem nach dem Tode des Gesandten Gottes (s.) wäre die Angst, dass der Quran an Wert und Stellung unter den Menschen verliert zu groß, daher arbeitete der Prophet (s.) daran, dass die göttliche Botschaft so schnell es geht verbreitet und schnell eine Basis geschaffen wird.

     

    Hätte der Gesandte Gottes (s.) damals nicht so gehandelt, so hätte der Quran heute, nicht mehr als 1,5 Milliarde Anhänger, die auch noch 1400 Jahre später über den Quran reden, ihn auswendig können und seine Bedeutungen bewundern. Das ist natürlich der größte Beweis für den Erfolg.

     

    6. Die Nebenziele sind notwendig, um das Hauptziel verwirklichen zu können:

     

    Nachdem wir das Hauptziel nun verstanden haben, können wir auch die zu Beginn genannten Nebenziele besser verstehen. So verstehen wir z.B., dass der Heilige Quran als „Warnung“ für die Menschen herabgesandt wurde, weil dies dazu dienen soll den Menschen und die Gesellschaft zu ändern. Wenn man gewarnt wird, wenn man auf etwas aufmerksam gemacht wird, wenn einem eine Strafe angedroht wird oder eine Belohnung versprochen wird, so weckt man dadurch die Aufmerksamkeit der Person und kann sie besser beeinflussen.

     

    „Beispiele“ wurden wiederrum dargelegt, damit die Menschen dadurch gewarnt werden können, indem sie an die früheren Völker erinnert werden. Wenn es praktische Beispiele gibt, die einem aufzeigen, wohin der falsche Weg führen kann, dann kann man dadurch viel besser darlegen, weshalb die Erkennung des wahren Weges so wichtig ist.

     

    Andererseits wurde der Quran als eine Art „Gesetzesbuch und zu Verdeutlichung der Dinge“ herabgesandt, weil natürlich die grundlegende Veränderung gewisse Richtlinien benötigt. Niemand wird von alleine wissen können, welchen Weg er wie gehen soll. Man braucht Richtlinien, Gesetze, Gebote, Pflichten, die man verrichten muss. Es muss einem verdeutlicht werden, wie man diesen Weg gehen soll und auf welche Art, denn ansonsten würde man nichts von dem ganzen profitieren und jeder würde dem Weg nachgehen, den er, gemäß seinen Neigungen und Begierden, für am besten geeignet hält.

     

    Und zu guter Letzt wurde der Heilige Quran herabgesandt „um die Uneinigkeit zwischen der Wahrheit und der Falschheit aufzuzeigen und zu klären“, um den richtigen Weg vom falschen Weg aufzuzeigen und zu unterscheiden und darauf aufmerksam zu machen, damit man bloß den falschen Weg erkennt und ihn nicht geht.

     

    Zusammengefasst sehen wir also, dass all diese genannten Ziele zu Beginn in Wirklichkeit sehr wichtig sind, aber nur Teilziele darstellen und sie dabei helfen sollen, dieses Hauptziel verwirklichen zu können, und das ist auch das was tatsächlich geschehen ist, in der Geschichte des Quran.

     

    Nach dem wir das Ziel des Quran aufgezeigt haben, interessiert uns nun natürlich, ob der Heilige Quran denn sein Ziel überhaupt verwirklichen konnte? Dafür muss eine kleine Zeitreise unternommen werden und wir müssen versuchen uns in die Zeit, vor der Herabsendung des Heiligen Quran hineinversetzen.

     

    7. Die quranische Befreiung des Menschen vom Götzendienst

     

    Die Situation auf der arabischen Halbinsel sah damals folgendermaßen aus: Die meisten Menschen glaubten zwar daran, dass es einen Gott gibt, der die gesamte Welt erschaffen hat und alles lenkt, das war nicht das Problem, denn auch der Quran bestätigt dies:

    وَلَٮِٕن سَأَلۡتَهُم مَّنۡ خَلَقَهُمۡ لَيَقُولُنَّ ٱللَّهُ‌ۖ فَأَنَّىٰ يُؤۡفَكُونَ

    „Und wenn du sie fragen würdest, wer sie erschaffen hat, so würden sie sagen: Allah“ (43.87).

     

    Allerdings war das Problem, dass sie dachten, dass es einen Fürsprecher zwischen ihnen und Gott gibt und das diese Fürsprecher ihnen helfen können, indem sie Übel abwenden, Glück und Erfolg schenken, Krankheiten fernhalten usw.

     

    Und so haben sie sich ihre Fürsprecher aus Steinen geformt und haben diese Steine neben Allah (swt) vergöttert und angebetet. Bis sie irgendwann sogar daran glaubten, dass diese Götzen mit Allah (swt) zusammen die Welt lenken und irgendwann haben sie gar nicht mehr zwischen Gott und den Götzen richtig unterschieden. So gab es in jeder Umgebung und für jeden Stamm einen speziellen Götzen. Es heißt in den Überlieferungen, dass zusätzlich dazu, jedes Haus noch mal einen eigenen Götzen hatte.

     

    Und so sind die Leute, bevor sie auf eine Reise gegangen sind, als letztes bevor sie ihr Haus verlassen haben, nochmal schnell zu diesem Stein gegangen und haben Segen von ihnen genommen und wenn sie zurückgekehrt sind von der Reise sind sie auch wiederrum als erstes zu diesem Stein gegangen. Selbst in der Kaaba gab es ganze 360 Götzen. Das heißt, die Menschen waren geprägt vom Götzendienst. Irgendwann hatte jeder einen Götzen und immer wenn jemand auf Reise gegangen ist, hat er ihn mitgenommen.

     

    Leider war das nicht alles. Das traurige ist, dass manche, wenn sie gerade auf Reise waren und ihren Stein dabei hatten und einen schöneren gesehen haben, ihren eigenen „Gott“ weggeschmissen und den schöneren Stein genommen und vergöttert haben. Manchmal wurden sogar drei-vier Steine gesammelt und dann wurde der schönste davon zum Gott genommen und die restlichen drei dienten als Unterlage für den Kopftuch.

     

    Manche, die ihren Stein zu Hause vergessen hatten und gerade auf Reise waren und keinen schönen Stein gefunden haben, haben einfach ein wenig Erde genommen und Milch von dem Tier, das sie dabei hatten und haben daraus einen Götzen geformt. In einer Überlieferung heißt es sogar, dass sie manchmal aus Datteln Götzen geformt haben und dann, wenn sie Hunger bekamen, haben sie ihre Götter einfach aufgegessen.

     

    Zusammengefasst können wir sagen, so wie es Ayatullah al-Khoi (q.) formuliert: es herrschte eine Lächerlichkeit in der Anbetung. Dass Menschen auf so einem Niveau sind und solch einen Glauben haben, dass sie sich ihre eigenen Götter formen, die sie anbeten und von denen sie sich was erhoffen. Dass sie ihre eigenen Götter aufessen. So etwas ist lächerlich und widerspricht jeglicher Logik, jeglichem menschlichen Verstand. Und der Grund dafür ist, dass diese Menschen kein Wissen hatten. Sie waren Analphabeten. Ungebildet, leichtgläubig, niveaulos.

     

    In genau dieser Situation wurde der Heilige Quran herabgesandt, um diese Menschen vom Götzendienst zu befreien, von dieser lächerlichen Vergötterung und sie stattdessen dazu aufzurufen Allah (swt) allein anzubeten, ohne irgendwelche Partner, Der es verdient angebetet zu werden.

     

    Und der Quran hat es tatsächlich auch geschafft, aus diesen Götzendienern, gläubige Menschen zu machen, die nur an einen Gott glauben und nur ihn alleine anbeten. Die ihre Götzen wegwerfen und verstehen, dass diese Steine ihnen nicht weder helfen noch schaden. Sie sind leblos. Und das Allah (swt) der Schöpfer allen Seins ist.

     

    So machte sie der Heilige Quran zu einer Gemeinschaft, die wieder ihre Ehre, ihre Würde und ihre Achtung erhalten hat, indem sie sich niemandem mehr unterworfen hat, außer ihrem tatsächlichen Schöpfer. Und das ist wirklich ein großes Wunder, wenn man sich, wie erwähnt, die Situation, die vorher vorherrschte ansieht.

     

    8. Die quranische Befreiung des Verstandes der Menschen

     

    Neben der Befreiung vom Götzendienst, befreite der Quran aber auch den Verstand der Menschen. Es herrschte damals viel Aberglaube und viele Märchen waren im Umlauf. Viele glaubten an Monster und Ungeheuer und ließen sich dadurch leicht beeinflussen.

     

    Abgesehen von ihrem Umgang mit den Frauen und Kindern, die einfach weiter vererbt wurden, wenn der Ehemann gestorben ist. Und die Mädchen, die sie lebendig begraben haben. Allgemein war der Umgang mit den Frauen sehr unmenschlich.

     

    Und so wurde der Heilige Quran herabgesandt und befreite die Menschen auch hier von diesem schwachsinnigen Glauben und diesem Unrecht und dieser Unterdrückung. Er rief die Menschen dazu auf, den Glauben ihrer Vorfahren abzulegen und ihren Verstand zu nutzen. Er hat die Menschen immer wieder zum Nachdenken angeregt, in dem der Quran immer wieder fragt: wollt ihr denn nicht nachdenken? Und  er hat die Stellung der Frau erhöht und sie geehrt und hat den Menschen so, eine vernünftige und menschliche Weltanschauung vorgelegt.

     

    Aus diesem Grund, hat der Prophet (s.) auch großen Wert auf das Wissen und das Aneignen von Wissen gelegt. Damit die Menschen endlich aus dieser Finsternis des Unwissens rauskommen und ihren Verstand einsetzen. Daher hat der Gesandte Gottes (s.) den Kriegsgefangenen, die genommen wurden, angeboten sich freizukaufen, indem sie jeweils 10 oder mehr Muslimen das Lesen und Schreiben beibringen.

     

    9. Die quranische Befreiung des Menschen von seiner Begierde

     

    Genauso wie der Quran den Verstand des Menschen befreit hat und ihn vom Götzendienst entfernt hat, hat er ihn auch dazu gebracht, seine Seele von der falschen Begierde zu befreien. So wurde der Mensch durch die Erziehung des Quran, plötzlich in der Lage seine Begierde unter Kontrolle und seine Neigungen im Zaum zu halten.

     

    Diese Befreiung des Inneren von der Begierde ist das, was der Prophet (s.) als den „Jihad ul Akbar“, den größeren Jihad, und zwar: die Selbsterziehung, bezeichnet hat.

     

    Und wenn wir uns das Alkoholverbot im Heiligen Quran anschauen, dann können wir anhand dieses Beispiels sehen, wie erfolgreich der Quran wirklich war in der Befreiung des Menschen. Es ist bekannt, dass die Menschen in der Zeit der Unwissenheit es gewohnt waren, Alkohol in sehr großen Mengen zu trinken. Man hat so viel davon getrunken, wie als wäre es Wasser. Und es wurde zu einer wichtigen Sache im Leben, so dass sogar Gedichte darüber geschrieben wurden und es so enorm und in großen Menge verkauft wurde, dass man das Wort „Handel“ schon fast mit „Alkoholverkauf“ hätte gleichstellen können.

     

    In so einer Lage wurde der Heilige Quran herabgesandt und brachte die Menschen schrittweise dazu, diesen Alkohol zu meiden. Es wurde verboten betrunken zum Gebet zu kommen. Es wurde immer mehr davon abgeraten. Bis am Ende der eindeutige Vers herabgesandt wurde und das absolute Alkoholverbot feststand.

     

    Ganz im Gegensatz zu der Vermutung, dass diese Alkoholsüchtigen Menschen, alles tun würden, außer mit dem Trinken aufzuhören, dauerte es nicht lange, bis die Menschen alle Fässer leerten und ihre Häuser davon befreiten. Es heißt in Überlieferungen, dass zu der Zeit sogar ganze Flüsse von Alkohol geflossen sind, weil es so enorme Mengen waren, die ausgeschüttet wurden.

     

    Ganz plötzlich wurde diese Gesellschaft zu einer Gesellschaft, die gegen Alkohol ist, die den Alkohol angefeindet hat. Und all das, weil sie ihren Willen unter Kontrolle bekommen haben, und das weil der Heilige Quran sie auf diese Art umerzogen hat.

     

    Im Gegensatz dazu, sehen wir, wie die Vereinigten Staaten von Amerika im 20. Jahrhundert ihre Bevölkerung vom Alkohol und seinem Schaden befreien wollte und dafür 1920 ein Gesetz rausbrachte, in dem der Alkohol verboten wurde. Für dieses Verbot wurde enorm viel Werbung gemacht, durch die Kinos und die Theater und die Verbreitung von Büchern und Plakaten und Ähnlichem, die mit genauen Statistiken und medizinischen Studien geschmückt waren, die den Schaden des Alkohols aufzeigten.

     

    Allein für Werbezwecke wurden ganze 65 Millionen Dollar gezahlt und Millionen von Seiten gedruckt, über den Schaden des Alkohols u.ä. Zusätzlich dazu wurden in der Zeit der Veröffentlichung dieses Gesetztes zwischen 1920 bis 1933, 200 Menschen getötet, damit dieses Gesetz umgesetzt werden konnte, und eine halbe Millionen Menschen gefangen genommen und es wurden mehr als 3 Millionen Dollar Strafen gezahlt, für Missachtungen des Gesetztes.

     

    Am Ende jedoch musste der amerikanische Staat gegen Ende des Jahres 1933 dieses Gesetz wieder aufheben und zugeben, dass er versagt hat bei der Umsetzung des Verbotes. Den selben versuch gab es auch 1914-1925 in Russland, und 1915-1922 in Island, 1916-1927 in Norwegen, 1919-1932 in Finnland und auch in einigen anderen Ländern und alle haben versagt.

     

    Der Grund für ihr Versagen war, dass obwohl der Westen nach Freiheit ruft und behauptet sie würden diese Freiheit ausüben, kein Versuch gestartet wurde dem westlichen Menschen die tatsächliche Freiheit zu schenken, welche der Heilige Quran den muslimischen Menschen geschenkt hat. Und zwar die Freiheit von den tierischen Begierden und Neigungen.

     

    Stattdessen nimmt der Westen an, das die wahre Freiheit es sei, dem Menschen zu sagen: „tu was du willst, und handle wie du willst“. Und schenkte daher dem inneren Kampf, um die Freiheit des Menschen, gegenüber seinen Begierden und Neigungen keine Beachtung. Und so wurden viele westliche Menschen zu Gefangenen ihrer eigenen Begierden und sind es auch heute noch. Sie sind unfähig ihren Willen zu kontrollieren und gegenüber ihren Neigungen zu siegen, obwohl sie so einen Wissens- und Bildungsstand und solch Modernität erreicht haben, wie niemals zuvor.

     

    Im Gegensatz dazu ist der Heilige Quran gekommen und hat die Muslime erzogen und hat ihnen ihre wahre Freiheit aufgezeigt, ihre tatsächliche Freiheit. Er hat ihnen gezeigt, dass sie die wirkliche Freiheit darin liegt, sich einzig und allein Gott zu unterwerfen, dem Schöpfer allen Seins und nicht seinen niederen und tierischen Neigungen und Begierden und hat sie dadurch von den Finsternissen ans Licht geführt.

     

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    Quelle: http://www.al-quran.de/artikel/Das_Ziel_der_quranischen_Offenbarung.htm

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