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    Der heilige Prophet des Islam (s.a.a.s.- Gottes Segen und Friedensgruss sei ihm und seinem Hause)

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    Der 12. Rabi al-Awwal (nach den sunnitischen Muslimen) und der 17. Rabi al-Awwal nach den schiitischen Muslimen ist nicht nur ein besonders markierter Tag in der Geschichte des Islams sondern auch mit Rot in den Annalen der Zivilisation eingetragen.
    Es ist jener Tag des Jahres 570 n. Chr., an welchem der heilige Prophet (s.a.a.s) als Führer der gesamten Menschheit und für die gesamte Schöpfung auf die Welt kam.

     

    „Die Ankunft dieses großen Lehrers, dessen Leben seit dem Augenblick seiner Amtszeit ein nachprüfbarer Nachweis ist,“ sagt Sejjed Amir Ali in „Der Geist des Islam“, „war nicht nur ein bloßer Zufall oder eine zusammenhangslose Episode in der Weltgeschichte gewesen. Diesselben Gründe, diesselben schreienden Übel, dasselbe ernste Verlangen nach einem „sicheren Vertrauen“ in eine alles durchdringende Macht, welches während der Regentschaft Augustus Cäsars zu der Erscheinung an den Ufern von Galiläa führte, wirkte mit einer größeren Kraft im sechsten und siebten Jahrhundert.“

     

    Das Ende des sechsten und der Beginn des siebten Jahrhunderts stand für eine Epoche der Auflösung- national, sozial, moralisch, spirituell und religiös. Sie wies auf eine Notwendigkeit einer Wiederaufrichtung der Göttlichen Regierung hin.

     

    Die Annalen der Geschichte bezeugen einmütig die Tatsache, dass die Stimme Gottes, obwohl unhörbar, immer den Ruf zur Wahrheit ertönen ließ. In Stunden der Krise erhoben sich unweigerlich die Diener des Großen Unerkannten, die „Boten des Himmels“, um die Pflichten der Menschen gegenüber sich selbst und ihrem Schöpfer zu verkünden.

     

    So war in der Tat der Prophet Mohammad (s.a.a.s.), dessen Mission nicht nur allein für die Araber gegolten hat. Er war nicht nur für ein bestimmtes Zeitalter oder bestimmte Verhältnisse entsandt worden, „sondern für die gesamte Menschheit, bis an das Ende der Welt.“ Allah, der Gütigste und Gnädigste, sandte uns Mohammad (s.a.a.s.) als Rahmatul-lil-Alamin- eine Gnade nicht nur für die gesamte Menschheit, sondern auch für eine jede einzelne Schöpfung und jede Ecke und jeden Winkel des unendlichen Universums.

     

    Der heilige Prophet (s.a.a.s.) mit seiner erstaunlichen Ausgeglichenheit und unvergleichlichen Selbstkontrolle, mit welcher er seine alle auf sich aufmerksam machenden Sichtweisen aufrecht erhielt, wuchs zu dem Ereignis mit aller Ernsthaftigkeit, Überzeugung und Bestimmung unter der Sonne heran. Die Herausforderung war beängstigend gewesen, die Aufgabe erstaunlich. Ein weniger aufrichtiger Mensch und viele echte Helden wären vor so einer furchtbaren Gottesprüfung und einem derartig gewaltigen Konflikt zusammengeschrumpft und hätten kapituliert,“ meint Arthur Glyn Leonard in „Islam, seine Moral und sein spiritueller Wert.“ Aber Mohammad war von festerem Material und von göttlichem Geist erfüllt. Versagen war ein Wort, dass er nicht kannte. Mit Gott als Stütze war Erfolg eine absolute Gewissheit, ein vorausgegangener Beschluss.

     

    Da ist so etwas Faszinierendes und Anziehendes in der Persönlichkeit dieses großen Arabers gewesen! Ganz ohne Armee, ohne jeglichen Palast, ohne große Resourcen, auf die er hätte zurückgreifen können, ohne die geringste Unterstützung von Menschen und gegen größte materielle Überlegenheit konnte er die soziale, politische, moralische und spirituelle Perspektive der wilden Horden, der barbarischen Wilden Arabiens, derartig wirksam revolutionieren, wobei er eine neue Orientierung, eine neue Phase des Handelns und einen neuen Sichtwinkel schuf, indem er dem menschlichen Gedanken eine neue Richtung, ein neues Band zur Zivilisation der Welt, eine neue Interpretation des menschlichen Lebens und der Bestimmung gab.

     

    Da lag in diesem Großartigen unter den Menschen so etwas Ritterliches, dass er als Einziger unter den großen Lehrern der Menschheit den Frauen den ersten legalen Status der Ehre und der Verantwortlichkeit verlieh, indem er sie unabhängig machte, wobei er ihnen wirtschaftliche Unabhängigkeit versicherte und ihnen Möglichkeiten in allen Bereichen der menschlichen Aktivitäten zur Verfügung stellte und dabei ihre Rechte an dem Eigentum ihrer verstorbenen Eltern, ihres toten Ehemannes und der Kinder garantierte- Rechte und Vorzüge, welche erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Erlass über das Eigentum verheirateter Frauen in England eingeführt wurden, Rechte, welche ihnen erst wieder bei den zivilisierten Nationen Europas und Amerikas zum Teil erst im 20. Jahrhundert gegeben wurden.

     

    Da lag etwas so Generöses und Großzügiges in diesem Propheten Arabiens, dass er als der einzige Gesandte Gottes mit den Sklaven in deren größten Elend sympathisierte. Er befreite nicht nur tausende Sklaven nach der Schlacht von Hunain und ermutigte nicht nur seine Gefährten, es ihm gleichzutun, sondern stellte auch Regeln zusammen mit geeigneten religiösen Bußen auf, um die Sklaven für immer zu emanzipieren.

     

    Da lag so etwas Edles und Menschliches in diesem Waisen der Wüste, dass er auf das Weinen der Waisenkinder so hilfsbereit antwortete, ihre verstörten Herzen beruhigte, seinen Gefährten empfahl, ihnen aufrichtige Sympathie und peinlich genaue Aufmerksamkeit hinsichtlich des ihnen zustehenden Rechts zu zeigen, wobei er genaue Regeln gegen die Beeinträchtigung ihrer Rechte und ihres Eigentums in jeglicher Form aufstellte, und wodurch er den edelsten Ansporn zur Errichtung von Waisenhäusern in aller Welt hervorrief.

     

    Da lag so etwas Konstruktives und Kreatives in dem erstaunlichen Genius dieses großen Mannes der Vision und Vorstellungskraft, dass er die verschiedenen Forderungen und miteinander im Konflikt stehenden Interessen aller Klassen und die Bedingungen der Leute, verschiedene Lebensaspekte, den individuellen mit dem sozialen, den nationalen mit dem internationalen, den materiellen mit dem spirituellen, das Diesseits mit dem Jenseits miteinander aussöhnte, wobei er Regeln für alle Stufen und Bedingungen der menschlichen Gesellschaft aufstellte, Prinzipien, welche auf das ständige Wachstum der menschlichen Rasse abzielten.

     

    Da lag so etwas Rationales, so Dynamisches, so Materielles und so Originales in seiner überragenden Konzeption von Gott und Seinem Verhältnis zum Menschen und dem System des Universums, dass er mit seiner einfachen Menschlichkeit, mit seiner demokratischen Konzeption des Göttlich-Großen, mit seinem Aufruf zu Vernunft und der ethischen Kraft des Menschen die Grundlage für die moderne Welt legen konnte, wobei er sowohl in Theorie als auch in Praxis Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit schon mindestens 1200 Jahre vor der Französischen Revolution errichten konnte.

     

    Da war nicht nur etwas Originelles, sondern auch Unvorhersehbares in seinem Konzept der Kriegsethik, welche nie zuvor in dieser Weise erdacht worden war, und Prinzipien der Kriegsführung, welche wahren Rat für die Kriegsführung lieferten, um über Generationen und Jahrhunderte hinweg auf den drei Kontinenten der Welt Erfolg zu haben.

     

    Es ist kein Wunder, dass nicht nur die Muslime allein behaupten, dass der heilige Prophet Mohammad (s.a.a.s.) der größte und einflussreichste in den Annalen der Zivilisation gewesen sei. Michael Hart schrieb in „Die 100: Eine Auswertung der einflussreichsten Personen der Geschichte“: „Meine Entscheidung, Mohammad die Liste der in der Welt einflussreichsten Personen anführen zu lassen, mag einige Leser überraschen und mag von anderen in Frage gestellt werden, aber er ist der einzige Mann in der Geschichte gewesen, der sowohl auf religiöser als auch weltlicher Ebene höchst erfolgreich gewesen ist.“

     

    John William Draper, der sagt, dass die Renaissance ihre Geburt dem Islam zu verdanken hat, teilt diese Meinung und bestätigt diese in „Eine Geschichte über die intellektuelle Entwicklung in Europa“: „Vier Jahre nach dem Tod Justinians, im Jahre 569 n. Chr., war in Mekka, Arabien, der Mann (Mohammad) geboren worden, welcher auf die Menschen den größten Einfluss ausgeübt hat.“

     

    Alfred de Lamartine zählt die großen Tugenden und die exzellenten Eigenschaften des Letzten und Größten Propheten (s.a.a.s.) in „Geschichte der Türkei“ (Histoire de la Turquie) auf, wobei er sagt: „Wenn Größe des Zwecks, Geringfügigkeit der Mittel und erstaunliche Ergebnisse die drei Kriterien des menschlichen Genius sind, wär könnte es dann noch wagen, irgendeinen großen Menschen in der modernen Geschichte mit Mohammad zu vergleichen? Philosoph, Redner, Apostel, Gesetzgeber, Krieger, Eroberer der Gedanken, Wiederhersteller rationaler Dogmen eines Kultes ohne Bilder; der Gründer von zwanzig irdischen und einem geistlichen Reich- das ist Mohammad (s.a.a.s.). Wenn wir alle Standarde, an welchen die Größe eines Menschen gemessen werden kann, in Betracht ziehen, können wir gut fragen, ob es da einen Menschen gäbe, der größer als er sei.“

     

    Quelle: Taghrib.ir