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    Der Koran in den Riwayat Ahlul Bayts

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    Wer sich mit Riwayat und Mitteilungen aus dem Munde Ahlul Bayts und ebenfalls mit ihrer Gesinnung, ihrem Verhalten, Vorgehen und Reden befasst, wird feststellen, wie groß ihre Liebe für den Koran, das Wort Gottes, war und wie sehr sie ihn ehrten.

     

    Ihr Lebensstil, ihre Worte und Empfehlungen, die Riwayat, die sie überlieferten als auch die Erziehung und Bildung, die sie ihren Schülern, Anhängern und „Kindern des Islam“ angedeihen ließen …, alles und alles Hinweis und Bestätigung dafür. Imam Ga’far Ibn Muhammad Sadiq (a.) überliefert die Worte seines Ur-Urgroßvaters Muhammad (s.), des Gesandten Gottes an die Muslime:

     

    „Ihr reitet in einem unbeständigen Gefilde (Hadanah) auf einem Kamel, das euch in Windeseile davonträgt. Ihr seht das Kommen und Gehen von Tag und Nacht, von Sonne und Mond, die Entferntes nahe bringen, Neues alt und die Verheißungen wahr werden lassen. Darum seid gerüstet für eure lange und weite Reise.“

    Miqdad Ibn Aswad erhob sich und fragte: „0 Gesandter Gottes, von welchem Gefilde sprichst du?“ –

     

    Der Prophet antwortete:

    „Es ist das Gefilde des Vergänglichen, des unentwegten Reisens, Sich Ausrüstens und -Vorbereitens. Und immer, wenn euch Verwirrung, Unruhe und Besorgnis überkommen – unheimlichen Schatten nächtlicher Dunkelheit gleich – so sucht Zuflucht und Halt bei dem Koran, denn seine Fürsprache wird erhört und seine Klage akzeptiert. Einen jeden, der sich ihn zur Richtschnur nimmt, wird er ins Paradies führen. Jenen aber, der ihn ignoriert und sich von ihm fernhält, lässt er in die Höllenverdammnis stolpern.

     

    Der Koran ist die Anleitung des besten Weges. Er ist jenes Buch, welches auf die Wahrheiten hinweist und sie offenkundig macht. Er ist konkret und konsequent, nicht oberflächlich und nicht leichtfertig. Er hat ein Äußeres und ein Inneres. Sein Äußeres ist voller Festigkeit und sein Inneres birgt unendliche Wissenstiefen. Seine Rede ist voller Schönheit und seine Aussage tief und reich. Er ist ein Firmament voller Sterne. Und diese Sterne wiederum sind begleitet von weiteren Sternen.“ [1]

     

    Einige Interpretationen hierzu:

     

    Eine besagt, dass mit den Sternen die Licht spendenden Ayat gemeint sind …, Ayat, die von anderen Ayat offenbar und begreiflich gemacht werden.

     

    Einer anderen Erklärung gemäß sind ebenfalls die Ayat gemeint, die jedoch durch Verhalten, Worte und Vorgehen des Propheten – durch die Sunnah also – offenkundig gemacht werden.

     

    Einer dritten Interpretation entsprechend sind es die Unfehlbaren Imame aus dem Hause des Gesandten Gottes, welche den Koran nahebringen, über seine Bedeutungen und Wahrheiten aufklären und seine Ayat kommentieren und verständlich machen. [2]

     

    Nicht aufzuzahlen ist all das Wundersame und Erstaunliche, das der Koran beinhaltet, wenngleich sich seine großen Überraschungen nicht (einem jeden) offenbaren.

     

    In ihnen sind Lichter der Weisheit und Fackeln, die den rechten Weg weisen. Er ist der Pfad zu Wissen und Kenntnis für den, der das Wesen, den Geist des Koran, erfasst. Darum gilt es, ihn mit sehenden Augen zu betrachten und seine Eigenschaften, Besonderheiten und hilfreichen Weisungen zu verstehen. Denn im bewussten Betrachten und erhellenden Überlegen ruht das Leben des schauenden und verstehenden Herzens. Ebenso wie es im Scheine des Lichtes möglich ist, in der Dunkelheit den Weg sehen und gehen zu können.

     

    Imam Sadiq (a.) sagte:

    „Wer den Koran in seinem Herzen bewahrt und ihn befolgt, wird mit den großen Propheten vereint werden.“ [3]

     

    Ali Ibn al Hussain (a.) überliefert dieses Prophetenwort:

    „Ein jeder, dem Gott den Koran gab und der glaubt, dass es besseres als das, was er (mit dem Koran) in Händen hat, gibt, betrachtet Großes als geringfügig und Geringfügiges als groß.“ [4]

     

    Imam Sadiq (a.) mahnte:

    „Es ist zu wünschen, dass ein Gläubiger nicht aus dieser Welt scheidet, bevor er den Koran kennengelernt hat.“ [5]

     

    Auch sprach er (a.):

    „Der Koran ist das „Bündnis“ Gottes mit seinen Geschöpfen. Und es geziemt sich, dass der Muslim (Ergebener in den Willen Gottes) diesem Bündnis die Treue hält und täglich fünfzig Ayat aus ihm rezitiert.“ [6]

     

    Folgendes Wort ist ebenfalls von Imam Sadiq (a.):

    „Drei Dinge sind es, die sich bei Gott beklagen:

    eine Moschee, in der die Bewohner der Umgebung nicht beten,
    ein Wissender im Kreise von Unbelehrbaren
    und ein Koran, der ungelesen und zugestaubt in einer Ecke liegt …“ [7]

     

    Er (a.) ließ uns wissen:

    „Der Koran lebt, er ist unsterblich. Er eilt immer weiter, wie Tag und Nacht, Sonne und Mond. Er begleitet die Generationen, eine nach der anderen …, die, welche nach uns kommen ebenso wie die, die vor uns waren.“

     

    Imam Ali sagt in einer seiner „Khutbahs“ (Nahg ul Balagah,Khjutbah 189) folgendes:

     

    „Dann sandte Er (Gott) dem Propheten ein Buch voller Licht hinab, dessen Strahlen niemals erlöschen wird, ein Licht, dessen Helligkeit nicht erstirbt, ein Meer, dessen Tiefe nicht zu erreichen ist, ein Weg, dessen Richtung nicht in die Irre führt, eine Fackel, deren Leuchten nicht verblasst …

    Es ist der Koran, der das Wahre vom Unwahren unterscheidet und dessen Argumente niemals hinfällig werden …, ein Fundament, das auf festen Füßen steht, nicht ins Schwanken gerat und nicht einstürzt…, ein Heilsbringer, angesichts dessen jegliche Furcht vor Krankheit und Siechtum grundlos wird, – zu Ehre und Würde verhelfend, so dass seine Freunde keine Niederlage erleiden und seine Bewahrer nicht in Niedrigkeit und Erniedrigung abgleiten.

    Der Koran …, Schatztruhe und Zentrum des Glaubens. Klarer Quell des Wissens. Grenzenloses Meer der Weisheit und blühendes Feld der Gerechtigkeit, deren Born er ist.

    Die Grundfesten des Islam, Ebenen der Wahrheit …, ein Meer, das, soviel man aus ihm auch schöpft, nicht aufhört zu sein …, unversiegbarer ewiger Quell.

    Ein Brunnen, dessen Wasser nicht weniger werden, so viele auch aus ihm trinken mögen.
    Eine Weite, die ihre Wanderer nicht in die Irre gehen lässt, ein Wegweiser, der niemals in die Irre führt, ein Gipfel, dessen Höhe unerreichbar ist…

    Gott hat den Koran als den bestimmt, der den Durst des nach Wissen Strebenden stillt, als Frühling der Herzen der Gelehrten des Islam, als Hauptstraße der aufrichtigen Gottesfreunde, als Heilmittel, das alle Schmerzen nimmt, als Licht, das die Finsternis vertreibt …

    Er ist ein Fels … , fest und unbezwingbar. Unanfechtbare Zuflucht. Schenkt Würde dem, der ihn in die Hand nimmt und Genesung jenem, der sich in ihn vertieft.

    Der Koran ist Rechtleitung dessen, der ihn befolgt und bittet für den, der sein Freund ist. Er ist Argument dessen, der – sich auf die koranischen Zeichen und Hinweise stützend – spricht und Zeugnis und Nachweis dem, der, sich auf ihn berufend, mit dem Gegner debattiert.

    Dem, der bei ihm Rat und Hilfe sucht, schenkt er Gelingen und behütet jenen, der – sich an ihm orientierend – handelt. Er ist das sichere, schnelle Reittier dessen, der ihn nutzt und zeigt das rechte Gleis dem, der danach strebt.

    Er ist Schutzschild dessen, der sich seiner bedient und vermittelt Weisheit und Wissen dem, der seine Rede in sich aufnimmt.
    Der Koran, er ist das Wort, dessen sich der Wissenvermittelnde bedient und das der Rechtsprechung zugrunde liegt.“

     

    Ja, der Koran ist das „Grundgesetz“ der islamischen Gemeinde, Quelle des Wissens, Rechtleitung und Ausgangspunkt für Kenntnis, Bildung und Kultur. Er ist der Weg zu Aufgeklart sein und Moral, Kriterium für Gesinnung und Zivilisation, Richtschnur fürs Leben und jene Schrift, die die Weisungen zu einem intakten Miteinander in der menschlichen Gesellschaft beinhaltet.

     

    Kulini, „Usul Kafi“, B. 2, Kapitel; „Quran“, S. 598, T. 3

    Fussnote in „Usul Kafi“, B. 2, S. 599

    „Usul Kafi“, B. 2, S. 603

    „Usul Kafi“, B. 2, S. 605

    „Usul Kafi“, B. 2, S. 607

    „Usul Kafi“, B. 2, S. 609

    „Usul Kafi“, B. 2, S. 613

     

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    Quelle: http://www.al-shia.eu/die%20ahlulbayt/ahlul-bayt/der_Quran_in_den_Riwayat.htm

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