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    Der Qur’an als Mittel (Teil 2): Anhänger der Ahl al Bayt

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    2. Anhänger der Ahl al Bayt

     

    Imam al-Bāqir (a.) fragte Jabir: „Reicht es für einen aus, welcher behauptet unser Anhänger zu sein, einfach seine Liebe zu den Mitgliedern der Ahl al Bayt (a.) auszudrücken? Ich schwöre bei Gott, dass niemand unser wahrer Anhänger ist, es sei denn er fürchtet Gott und gehorcht Ihm.

     

    Es mag sein, dass wir die Ahl al Bayt (a.) lieben, doch dies bedeutet nicht, dass wir ihre Anhänger sind. Doch was zeichnet einen wahren Anhänger aus? Der Imam (a.) erläutert weiter.

     

    Unsere Anhänger sind bekannt für ihre Demut und häufige Erinnerung an Gott; für ihr Fasten; Beten; dafür den Waisen, Bedürftigen, diejenigen im Zweifel und den bedürftigen Nachbarn zu helfen; den Quran zu lesen; und genau mit den Leuten reden. Sie waren immer vertrauenswürdig in ihren Stämmen.“

     

    Jabir fragte: „Oh Enkelsohn des Propheten! Ich kenne niemanden mit diesen Eigenschaften.“ Imam Baqir (a.) sagte: „Oh Jabir! Lass die verschiedenen Sekten dich nicht beeinflussen. Denkst du, dass es für jemand ausreichend ist zu sagen, dass er Imam Ali (a.) mag und er sein Anhänger ist, jedoch nichts tut, um seine Behauptung zu unterstützen? Oder er sagt, dass er den Propheten mag, welcher sogar besser als Imam Ali (a.) ist, jedoch nimmt er sich kein Beispiel an ihm und folgt seinen Taten nicht und handelt nicht gemäß der Tradition des Propheten. Einfach nur Liebe für den Propheten (s.) zu empfinden, nützt ihm nichts. Deshalb fürchte Gott, und handle auf eine solche Art, um zu erreichen was Gott nahe ist, da es keine Verwandtschaftsbeziehung zwischen Gott und irgendjemanden gibt.

     

    Der von Gott am meisten Geliebte ist der, der am frommsten ist, und der Nobelste ist der, der Gott fürchtet und Ihm gehorcht. Ich schwöre bei Gott, dass es nicht möglich ist Gott nahe zu kommen, es sei denn durch Seine Obödienz, und wir halten nicht den Schlüssel zur Befreiung aus dem Höllenfeuer, und niemand hat irgendeine Autorität über Gott. Wer auch immer Gott gegenüber gehorsam ist, ist unser Freund, und wer auch immer Gott nicht gehorcht, ist unser Feind. Niemand kann unsere Freundschaft erlangen, es sei denn durch das Besitzen von Nobelkeit und Frömmigkeit.“[1]

     

    Niemandem darf der Gedanke kommen, dass die Ahl al Bayt (a.) eine besondere Freundschaft oder Beziehung zu Allah (t.) pflegen und aufgrund dessen sie einen solchen Rang bei Ihm (t.) bekommen haben. Sie haben sich diesen Rang durch ihre Taten und Gottesfurcht verdient, die Gebote verrichtet und die Verbote unterlassen. Niemandem ist es möglich, Allah (t.) näher zu kommen, außer durch die Gottesfurch und die Dienerschaft zu Ihm (t,), Erhaben und Gepriesen sei Er. Wenn wir sehen möchten, wie nah wir der Ahl al Bayt (a.) sind, so schauen wir, inwiefern sich unsere Taten mit denen der Ahl al Bayt (a.) identifizieren können.

     

    Wenn wir auf den Unterschied der Liebe und den Taten so strikt beharren, so bedeutet dies nicht, dass die Gefühle keine Rolle spielen. Das Erhalten der Gedenken an die Ahl al Bayt (a.), das Gedenken des Martyriums Imam Husseins (a.) und den restlichen Imamen (a.) ist genauso wichtig und wertvoll. Dies ist jedoch die Voraussetzung, ihre Anhänger zu sein, aber die wahre Anhängerschaft ist die Gottesfurcht und das Einhalten der Gebote und Unterlassen der Verbote. Die wahre Anhängerschaft zur Ahl al Bayt (a.) ist das Befolgen ihrer Anweisungen.

     

    قُلْ إِنْ كُنْتُمْ تُحِبُّونَ اللَّهَ فَاتَّبِعُونِي يُحْبِبْكُمُ ال

     

    Sprich: Liebt ihr Allah, so folget mir; (dann) wird Allah euch lieben[2]

     

    In einer zweiten Überlieferung über Imam al-Sādiq (a.), dass er sagte:

    „Wahrlich, wir kommen Allah (t.) nicht näher, außer durch unsere Loyalität zu Ihm. Wer von euch Allah (t.) gehorcht, dem wird unsere Liebe und Fürsprache nützen und wer sich Allah (t.) widersetzt, dem wird seine Liebe zu uns nichts nützen. Wehe euch, seid nicht übermütig, wehe euch, seid nicht übermütig!“

     

    Die Liebe und die Fürsprache der Ahl al Bayt (a.) wird nur dann wirksam, wenn wir Allah (t.) gehorchen. Aus diesem Grund muss man sich stets vor Augen halten, dass die alleinige Liebe zur Ahl al Bayt (a.) nicht die Garantie für das Paradies ist. Niemand darf mit der Liebe zur Ahl al Bayt (a.) übermütig werden und sich errettet sehen. Aus diesem Grund haben wir in dieser und in der letzten Analyse stets erwähnt, dass weder die Liebe allein, noch die Taten allein die wahre Anhängerschaft zur Ahl al Bayt (a.) bedeuten. Nur die Kombination aus beiden führt zu Allahs (t.) Wohlgefallen und sichert uns den Eintritt in die ewige Glückseligkeit.

     

    Der Fürst der Gläubigen (a.) hat in einer Predigt ausführlich die Charaktereigenschaften eines Gläubigen aufgezählt.

    Es wird überliefert, dass ein Gefährte des Befehlshabers der Gläubigen namens Hammam, der als ein gottergebener Mann bekannt war, ihn bat: „O Befehlshaber der Gläubigen, beschreibe mir die Gottesehrfürchtigen, so als ob ich ihrer ansichtig würde“, doch er (a.) zögerte mit der Antwort an ihn, dann sagte er:

    „O Hammam, fürchte Allah und vollbringe Gutes, denn: „Allah ist mit denen, die gottesehrfürchtig sind und mit denen, die Gutes tun“.

     

    Doch Hammam begnügte sich nicht mit dieser Aussage und drängte ihn (weiterzusprechen). Er (a.) lobpries und verherrlichte Allah, sprach Segenswünsche über den Propheten (s.) aus, dann sagte er:

    „Im Folgenden, wahrlich, Allah Der Erhabene und Großartige brachte die Schöpfung hervor, während Er doch ihres Gehorsams nicht bedarf und vor (dem Schaden) ihres Ungehorsams sicher ist, da der Ungehorsam des Ihm Ungehorsamen Ihm nicht schadet, und Ihm der Gehorsam des Ihm Gehorsamen keinen Nutzen bringt. Er hat unter ihnen den ihre Mittel zum Lebensunterhalt aufgeteilt und sie auf der Welt an ihren Platz gesetzt. Und die Gottesehrfürchtigen darin sind die Leute mit Vorzügen: Ihre Sprache ist treffend, ihre Kleidung ist gemäßigt, und ihr Gang ist bescheiden. Sie schlagen ihre Augen nieder vor den Dingen, die Allah ihnen verboten hat, sie leihen nur nützlichem Wissen ihr Ohr, und sie bleiben ruhig in der Heimsuchung so wie im Wohlergehen.

     

    Wenn es keine Frist gäbe, die Allah ihnen zugeschrieben hat, dann würden ihre Seelen nicht in ihren Körpern verharren, sei es auch für (die Dauer eines) Augenblinzelns, in Sehnsucht auf den Lohn (Allahs) und in Furcht vor der Strafe. Der Schöpfer nimmt in ihren Seelen einen großen Raum ein, und alles außer Ihm ist in ihren Augen klein. Das Paradies ist für sie so wie für jemanden, der es bereits gesehen hat, und sie genießen seinen Segen, und für sie ist das Feuer wie für jemanden, der es bereits gesehen hat, als wenn sie darin bestraft werden würden (falls sie Sünden begehen). Ihre Herzen sind bekümmert, sie sind vor ihren (eigenen) Schlechtigkeiten sicher. Ihre Körper sind dünn, und ihr Ego ist enthaltsam. Sie sind für kurze Tage (im Diesseits) standhaft, denen lange Zeit des Wohlergehens folgte. Das ist ein gewinnbringender Handel, die Allah ihnen erleichtert hat. Das Diesseits verlangt nach ihnen, während sie nicht nach ihm verlangt haben. Es nahm sie gefangen, jedoch sie lösten sich selber daraus aus.

     

    Was die Nächte betrifft, so stellen sie ihre Füße auf, verlesen Teile aus dem Qur´an und rezitieren ihn langsam und besinnlich. Sie machen sich selber traurig (um ihrer Sünden willen) und rufen damit die Therapie für ihre Krankheiten herbei. Wenn ihnen ein Vers begegnet, der ihn ihnen Sehnsucht weckt (nach dem Paradies), dann verlassen sie sich begehrlich darauf, und ihre Seelen strecken sich in Sehnsucht danach, und so kommt es ihnen vor, als ob es vor ihren Augen liegt. Wenn ihnen ein Vers begegnet, der ihnen Furcht einflößt (vor der Hölle), wenden sie ihm das Gehör ihrer Herzen zu und es kommt ihnen vor, als ob das Brüllen und Ächzen der Hölle an den Grund ihres Gehörs reicht. Sie beugen sich in ihrer Mitte, breiten ihre Stirn, ihre Hände, ihre Knie und ihre Fußoberseiten auf die Erde aus, dabei erbitten sie von Allah Dem Erhabenen um Befreiung von ihrer Sklaverei.

     

    Während des Tages sind sie langmütig, wissend, tugendhaft und gottesehrfürchtig, die Furcht hat sie schlank gemacht wie Pfeile. Wer ihrer ansichtig wird, hält sie für krank, während sie keine Kranken sind, und sagt über sie, dass sie Verwirrung geraten sind. Und eine große Sache hat sie in Verwirrung gestürzt! Sie geben sich nicht mit wenigen ihrer (guten) Werke zufrieden, und sie halten das Viele (ihrer guten Taten) nicht für viel. Sie beschuldigen sich immer selbst und haben immer Furcht, dass (ihre Taten) unzulänglich sind. Wenn einer von ihnen gelobt wird, dann sagt er:

    „Ich weiß besser über mich Bescheid als andere, und mein Herr weiß besser über mich Bescheid als ich! Oh Allah, handele mit mir nicht nach dem, was sie sagen, mache mich besser als was sie denken, und vergib mir das, was sie nicht wissen.“

     

    Es gehört zu den Merkmalen von jemandem von ihnen, dass du an ihm Stärke in der Religion siehst, Festigkeit in Weichheit, Überzeugung in der sicheren Gewissheit, Eifer im (Aneignen von) Wissen, Langmut im Wissen, Mäßigung im Reichtum, Ehrfurcht im Gottesdienst, Dankbarkeit in Bedürftigkeit, Standhaftigkeit in Härten, Streben nach Erlaubtem, Aktivität in (dem Streben nach) Rechtleitung und Fernhalten von Gier. Er vollbringt rechtschaffene Taten, während er (dennoch) in Angst ist. Am Abend gilt sein Interesse dem Dank (an Allah), und am Morgen dem Gedenken (an Ihn).

     

    Er verbringt die Nacht in Wachsamkeit und erlebt den Morgen mit Freude. (Er ist) In Sorge, dass er nicht wachsam genug gegenüber der Nachlässigkeit war, und in Freude für das, was ihm an Huld und Barmherzigkeit zuteil wurde. Wenn seinem Ego etwas schwerfällt, was er nicht mag, dann gibt er seiner Forderung nach dem, was es liebt, nicht statt. Sein Augentrost liegt darin, was nicht vergeht, während er sich dessen enthält, was nicht für immer verbleibt. Langmut geht bei ihm mit Wissen einher, und das Sprechen mit der Tat.

     

    Du siehst an ihm, dass seine Hoffnungen nicht weitschweifig sind, seine Fehltritte wenig, sein Herz ehrfurchtsvoll, sein Ego genügsam, sein Essen wenig, der Umgang mit ihm ist leicht, seine Religion ist geschützt, seine Begierde tot, und sein Zorn ist unterdrückt. Von ihm ist (nur) Gutes zu erwarten, und Böses ist von ihm nicht zu befürchten. Wenn er unter den Nachlässigen ist, wird er (dennoch) zu den (Allahs) Gedenkenden gezählt, und wenn er unter den (Allahs) Gedenkenden ist, dann wird er nicht unter die Nachlässigen gerechnet.

     

    Er vergibt dem, der ihm Unrecht getan hat, und gibt dem, der ihn beraubt hat. Er stellt Verbindung her zu dem, der die Freundschaft zu ihm abgebrochen hat. Er ist weit davon entfernt, hässliche Sprache zu benutzen, seine Sprache ist weich, seine negativen Seiten sind verborgen, seine positiven Eigenschaften sind gegenwärtig, sein Gutes ist im Kommen, und sein Schlechtes hat (ihm) den Rücken gekehrt. In Zeiten der Härte bewahrt er seine Würde, im Unerwünschten (das ihm geschieht) bleibt er standhaft, und im Wohlergehen ist er dankbar. Er ist nicht ungerecht dem gegenüber dem, den er hasst, und er begeht keine Sünde um dessentwillen, den er liebt. Er gibt die Wahrheit zu, bevor gegen ihn bezeugt wird, er lässt nichts verderben, das zu bewahren ihm aufgetragen wurde, und er vergisst nichts, woran er erinnert wurde. Er gibt (anderen) keine Spottnamen, er fügt dem Nachbarn keinen Schaden zu, und er freut sich nicht über die Missgeschicke (anderer), er lässt sich nicht auf Falsches ein und verlässt die Wahrheit nicht. Wenn er schweigt, dann bekümmert ihn sein Schweigen nicht, wenn er lacht, dann wird seine Stimme nicht laut.

     

    Wenn er gehasst wird, dann bleibt er geduldig, bis es Allah ist, der für ihn Rache nimmt. Seine Seele ist unruhig um seiner selbst willen, während die Menschen durch ihn in Ruhe leben. Er ermüdet sich selber um seines Jenseits willen und spendet den Menschen Ruhe von seiner Seite aus. Sein Fernbleiben von denen, die sich von ihm entfernt haben, ist Enthaltsamkeit und Reinigung, und seine Nähe zu denen, die ihm nahe sind, ist Weichheit und Barmherzigkeit. Sein Fernhalten erfolgt nicht aus Überheblichkeit und Großmannssucht, noch besteht seine Nähe aus List und Betrug.“

     

    Es wurde überliefert, dass Hammam daraufhin bewusstlos wurde, wie vom Blitz getroffen, woraufhin er seine Seele aushauchte. Da sagte der Befehlshaber der Gläubigen (a.):

    „Wahrhaftig bei Allah, das war das, was ich für ihn befürchtete (als ich anfänglich zögerte zu antworten)“, dann sagte er:

    „Ist es das, was eindringliche Ermahnungen für ihre Adressaten bewirken?“

     

    Jemand fragte: „Und was ist mit dir, Befehlshaber der Gläubigen (, dass es bei dir nicht diese Wirkung hat)?“ Und er (a.) antwortet:

    „Wehe dir, jede Frist hat einen Zeitpunkt, der nicht überschritten werden kann, und eine Ursache, die nicht außer Kraft tritt. So sei vorsichtig, sag so etwas nicht noch einmal, was der Satan auf deine Zunge gespien hat!“[3]

     

    In der letzten Analyse haben wir erwähnt, dass die Taten erst dann eine Bedeutung erlangen, wenn sie mit Wissen und Erkenntnis einhergehen.

     

    يَرْفَعِ اللَّهُ الَّذِينَ آمَنُوا مِنْكُمْ وَالَّذِينَ أُوتُوا الْعِلْمَ دَرَجَات ٍ

     

    Allah wird diejenigen unter euch, die gläubig sind, (eine Stufe erhöhen) und denjenigen, denen Wissen gegeben wurde (mehrere) Stufen[4]

     

    Allah (t.) betont im heiligen Qur’ān, dass die Erkenntnis und das Wissen zu höheren Stufen des Paradieses und des Wohlgefallens führen. Wir haben ebenso in der letzten Analyse erwähnt, dass zu den wichtigsten Glaubensüberzeugungen eines Muslims, der Glaube an das Prophetentum des Siegels der Propheten Muĥammad (s.) ist. Was wissen wir vom Gesandten Gottes Muĥammad (s.)? Wer ist er? Wenn wir uns diese Fragen stellen und zu beantworten versuchen, so darf niemandem in den Sinn kommen, dass wir imstande sind, diese reine Existenz in ihrer Vollkommenheit zu begreifen. Jedoch versuchen wir den Gesandten Gottes (s.) so weit zu verstehen, wie es unser Verstand zulässt. Der heilige Qur’ān sagt:

     

    أَنزَلَ مِنَ السَّمَاءِ مَاء ً فَسَالَتْ أَوْدِيَة ٌ بِقَدَرِهَا

     

    Er sendet Wasser herab vom Himmel, auf dass die Täler durchströmt werden nach ihrem Maß[5]

     

    Wenn es beispielsweise regnet und wir Regenwasser auffangen möchten – welcher Faktor bestimmt die Menge des gesammelten Wassers? Es ist der Behälter, den wir nutzen, um damit Regenwasser aufzufangen. Je größer der Behälter ist, umso mehr Wasser haben wir am Ende. Je kleiner der Behälter ist, umso weniger Wasser wird aufgefangen. Unabhängig von der Größe des Behälters fällt aber immer eine bestimmte Menge des Regens vom Himmel und es liegt an uns, so viel Wasser wie möglich aufzufangen.

     

    Ähnlich verhält es sich mit der göttlichen Barmherzigkeit, welche zum Menschen hinab kommt. Manche Menschen können einen größeren Teil dieser Barmherzigkeit empfangen als andere, welche nicht oder nur sehr wenig von dieser Barmherzigkeit profitieren können. Manche von uns können nur eine Stufe der Barmherzigkeit empfangen, andere können zwei, andere können drei und manche können eine solche Menge der göttlichen Barmherzigkeit empfangen, sodass der heilige Qur’ān über sie sagt:

     

    ثُمَّ دَنَا فَتَدَلَّىٰ٨فَكَانَ قَابَ قَوۡسَيۡنِ أَوۡ أَدۡنَىٰ٩

     

    Hierauf näherte er sich; bis sich seine Nähe verstärkte, (8) bis er eine Entfernung von zwei Bogenlängen erreicht hatte oder noch näher[6]

     

    Diese Stufe der göttlichen Nähe wird niemandem nachgesagt, außer dem Gesandten Gottes Muĥammad (s.). Allah (t.) hat jedem Seine göttliche Barmherzigkeit herab gesandt, doch manche können mehr, andere weniger hiervon profitieren.

     

    Wir führen ein weiteres Beispiel auf, um das Gesagte verständlicher zu machen.

    Ein Lehrer betritt seine Klasse, lehrt den Unterrichtsstoff und geht wieder. Nun sehen wir, dass einige Schüler von diesem Unterricht mehr profitieren konnten als andere. Sie sind imstande, den kompletten Unterrichtsstoff fehlerfrei zu wiederholen. Andere haben nur einen bestimmten Teil des Unterrichts verstanden und andere haben gar nichts vom Unterricht verstehen können. Alle Schüler haben den gleichen Unterrichtsstoff zu Hören bekommen, jedoch konnten einige hiervon mehr profitieren als andere.

     

     

    [1] Al-Faqih al-Muĥadith al-Schaykh Muĥammad Ibn Al-Ĥassan al-Ĥurr al-`Ameli: „Wasa’el al-Shia ila taĥseel Masa’el al-Schari’a“, verst. 1104 n.d.H., 1. Auflage, 1412 n.d.H., Band 15, S. 234

    [2] Sure: ‚Āli `Imrān, Vers 31

    [3] Scharif Radhi Muĥammad Ibn Hussain: „Nahdsch-ul-Balagha“ (Pfad der Eloquenz), Predigt Nr. 193

    [4] Sure: Al-Mujādila, Vers 11

    [5] Sure: Ar-Ra`d, Vers 17

    [6] Sure: An-Najm, Vers 8-9

     

    Quelle: http://www.alhaydari.de