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    Der Schutz vor Verfälschung (Teil 1): Einleitung

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    Eine Besonderheit des heiligen Qur’an ist der Anspruch auf die absolute Unverfälschtheit. Allah (t.) hat selbst den Schutz des heiligen Qur’an vor Veränderungen garantiert (siehe Sure 15, Vers 9). Allerdings existieren Behauptungen, vor allem gegen die Rechtsschule der Ahl al Bayt (a.), dass sie an die Verfälschung des heiligen Qur’an glauben. In diesem Artikel werden die Meinungen der Großgelehrte der Rechtsschulen Ahl al Bayt (a.) diesbezüglich vorgestellt.

     

     

    إِنَّا نَحْنُ نَزَّلْنَا الذِّكْرَ وَإِنَّا لَه ُُ لَحَافِظُونَ

     

    Wahrlich, Wir, Wir Selbst haben diese Ermahnung hinab gesandt und sicherlich werden Wir ihr Hüter sein

    (Sure 15, Vers 9)

     

     

    Inhaltsverzeichnis

     

    1. Einleitung

    2. Die Bedeutung von „Tahrif“

    3. Die Meinungen der Rechtsgelehrten

    3.1 Al-Schaykh al-Saduq

    3.2 Al-Scharif al-Murtadha

    3.3 Al-Schaykh al-Tusi

    3.4 Al-Schaykh al-Tabrassi

    3.5 Al-Schaykh Kashif al-Ghita

    3.6 Al-Faydh al-Kashani

    3.7 Weitere Rechtsgelehrte

    4. Schlusswort

     

     

    1. Einleitung

     

    Im Laufe der geschichtlichen Entwicklung des Islām kam es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten unter den Rechtsgelehrten, seien diese ideologischer oder qur’ānwissenschaftlicher Natur. Darunter fallen Fragestellungen, wie beispielsweise ob der heilige Qur’ān erschaffen wurde oder nicht und ob er ewigwährend ist oder eine Ursache hat. Zu diesen umstrittenen Fragestellungen gehört auch die Diskussion, ob der heilige Qur’ān verfälscht wurde oder nicht und ob es überhaupt (rein theoretisch) möglich wäre, dass er verfälscht wird. [1]

     

    Ausgehend von der Tatsache aus, dass die Antwort auf diese Frage leicht und zufriedenstellend zu beantworten ist, dennoch viel Diskurs um diese Thematik herrscht, sagten einige Rechtsgelehrte diesbezüglich: „Die Behauptung von der Verfälschung des Qur’ān gehört zu den Behauptungen, denen man nicht zu viel Zeit beimessen sollte, da es eine triviale Angelegenheit darstellt.“[2]

     

     

    [1] Siehe dazu das Werk von Imām Sayyed Ruĥullah al-Khomeini: „Fahm al-Qur’ān dirāsa `ala Đaw’h al-Madrasa al-Sulūkiyya“, S. 527

    [2] Allamah Muĥammad Taqi al-Ĥakim: „Al-Usūl al-`Āmme lil-Fiqh al-Muqārin“, S. 114

     

     

    Quelle: http://www.alhaydari.de/quran