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    Der Segensgruß (Salawat) (Teil 4): Das Bittgebet für den Gesandten Gottes (s.)

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    4. Das Bittgebet für den Gesandten Gottes (s.)

     

    Wie müssen wir unsere Bitte nun gestalten, wenn wir uns an Allah wenden und Ihn um etwas bitten wollen? Wir erfragen unsere Bitte von Allah, doch durch wen erfragen wir dies? Es ist uns nun deutlich geworden, dass wir dies durch den Gesandten Gottes (s.) machen müssen, denn er ist das Mittel, womit Allah Seine Barmherzigkeit auf uns hinab sendet. Er ist es, durch den Allah alles Gute schuf und so ist es für uns unverzichtbar eine Bitte, welche wir an Allah richten, diese zunächst durch die Existenz des Gesandten Gottes zu Allah gelangt.

     

    Deshalb wurde dem Menschen befohlen, Bittgebete für den Gesandten Gottes (s.) zu machen, auf ihn das „Salaa“ zu verrichten. Was bedeutet dies genau? Wir bitten Allah darum, den Gesandten zu geben, damit dieser uns geben kann, denn wie wir bereits erläutert haben, kommt alles Gute von Allah durch ihn. Der Gesandte Gottes (s.) besitzt nichts von sich heraus.

     

    يَاأَيُّهَا النَّاسُ أَنْتُمُ الْفُقَرَاءُ إِلَى اللَّهِ وَاللَّهُ هُوَ الْغَنِيُّ الْحَمِيد

     

    O ihr Menschen, ihr seid die Armen zu Allah – und Allah, Er ist der Reiche, der Preiswürdige[1]

     

    So kann der Gesandte Gottes nur das geben, was Allah ihm gab. Allah gibt uns durch die Existenz des Gesandten Gottes, der Friede sei mit ihm und seiner reinen Familie, genauso wie Allah unseren Durst durch das Wasser löscht. So wie das Wasser das Mittel dafür ist, unseren Durst zu löschen, so ist der Gesandte Gottes (s.) das Mittel, womit die göttliche Barmherzigkeit auf uns herab fällt.

     

    Nun sind wir auch imstande den Ausspruch von Imam al-Sādiq (a.) zu verstehen, welcher sagte:

    „Jedes Bittgebet, womit Allah gebeten wird, ist dem Himmel verschlossen, außer es beinhaltet das Bittgebet auf den Gesandten Gottes und seine reine Familie.“

     

    اللهم صل على محمد و آل محمد

     

    Allahuma-Sali-ala-Muĥammad-wa-Aali-Muĥammad!

     

    Es wird uns deutlich, wieso ein Bittgebet, welches ohne den Segenswunsch verrichtet wird, vor den Toren des Himmels verschlossen bleibt und nicht angenommen wird, denn es gibt nur einen Weg zu Allah und dieser Weg ist das Siegel (s.) und seine reine Familie (a.). Es gibt nichts, was zu Allah gelangen kann, ohne an der Existenz des Siegels vorbei zu kommen.

     

    Dies entschied die Weisheit Allahs – dies ist die Vorgehensweise Allahs jedes Gute den Menschen nur durch den Gesandten Gottes (s.) zukommen zu lassen.

     

    Dies beantwortet auch die Frage nach der Vermittlerrolle des Gesandten Gottes. Er ist nicht nur der Vermittler für seine Gemeinschaft[2], sondern für die gesamte Schöpfung Allahs, von Anbeginn der Schöpfung bis zum Tage des Gerichts ist er der Vermittler zwischen Schöpfer und Geschöpf. Selbst wenn der Gesandte Noah (a.) Allah um etwas bittet, so bittet er durch den Gesandten Gottes Muĥammad (s.). Manch einer möge hierbei einen Einwand einlegen und meinen, dass der Gesandte Gottes (s.) nach Noah (a.) kam. Es ist keine Frage der Zeit. Wie wir bereits erörtert haben, war der Gesandte Gottes der letzte Prophet, welcher entsandt wurde, jedoch war seine Existenz seit Anbeginn der Schöpfung da.

     

    „Ich war ein Prophet und Adam war zwischen Wasser und Erde.“

    „Wir sind die Ersten und wir sind die Letzten.“

     

     

     

    [1] Sure: Fāţir, Vers 15

    [2] أمة – Ummah

     

     

    Quelle: http://www.alhaydari.de