islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Der Segensgruß (Salawat) (Teil 7): Die Wirkung des „Salawat“

    Der Segensgruß (Salawat) (Teil 7): Die Wirkung des „Salawat“

    Rate this post

     

    7. Die Wirkung des „Salawat“

     

    Abschließend möchten wir noch einen Punkt diskutieren. Wenn wir das „Salaa“ auf den Gesandten Gottes (s.) machen, erlangt er (s.) dadurch etwas oder nicht? Kommt die Wirkung des „Salawat“ nur uns zugute oder nur dem Gesandten oder uns und dem Gesandten (s.)?

     

    Ist es so, dass wenn wir das „Salawat“ sprechen, Allah nur Seinem Gesandten die Barmherzigkeit und den Segen zukommen lässt, damit es an uns gelangt oder wird auch die Stufe des Gesandten Gottes (s.) dadurch erhöht und die göttliche Barmherzigkeit und Segen kommt hiernach zu uns?

     

    Hier unterscheidet sich die Meinung der Gelehrte hinsichtlich dieser Frage. Manche vertreten die Meinung, dass die Wirkung des „Salawat“ nur dem Gesandten Gottes (s.) zu Gute kommt und wir nichts davon haben. Andere jedoch verteidigen die Ansicht, dass die Wirkung des „Salawat“ komplett und ohne Verlust auf uns zurück kommt und der Gesandte nichts davon hat, da er die höchste Stufe der göttlichen Nähe erreicht hat und es nichts gibt, was er nicht besitzt. Die dritte Meinung besagt, dass die göttliche Barmherzigkeit zunächst ihm (s.) zu Gute kommt und dadurch auch zu uns.

     

    Was ist jedoch die größte Frucht, welche uns durch das „Salawat“ erreicht?

     

    لَقَدْ أَرْسَلْنَا رُسُلَنَا بِالْبَيِّنَاتِ وَأَنْزَلْنَا مَعَهُمُ الْكِتَابَ وَالْمِيزَانَ لِيَقُومَ النَّاسُ بِالْقِسْطِ

     

    Wahrlich, Wir schickten Unsere Gesandten mit klaren Beweisen und sandten mit ihnen das Buch und die Waagewerte herab, auf dass die Menschen Gerechtigkeit üben mögen [1]

     

    Man könnte meinen, dass der Grund für das Entsenden der Propheten und Gesandte somit auf das Ausüben von Gerechtigkeit zurückzuführen ist. Tatsächlich ist dies jedoch die zweite Stufe des göttlichen Plans.

     

    رَسُولا ً يَتْلُو عَلَيْكُمْ آيَاتِ اللَّهِ مُبَيِّنَات ٍ لِيُخْرِجَ الَّذِينَ آمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ مِنَ الظُّلُمَاتِ إِلَى النُّور

     

    einen Gesandten, der euch die deutlichen Verse Allahs verliest, auf das er jene, die glauben und gute Werke tun, aus den Finsternissen ans Licht führe[2]

     

    Wenn Allah seinen Diener liebt, so führt Er ihn aus der Dunkelheit ins Licht.

     

    اللَّهُ وَلِيُّ الَّذِينَ آمَنُوا يُخْرِجُهُمْ مِنَ الظُّلُمَاتِ إِلَى النُّور

     

    Allah ist der Beschützer derjenigen, die glauben. Er führt sie aus den Finsternissen ins Licht. [3]

     

    Wie werden wir jedoch aus der Dunkelheit ins das Licht geführt? Der heilige Qur’ān selbst beantwortet uns diese Frage:

     

    هُوَ الَّذِي يُصَلِّي عَلَيْكُمْ وَمَلاَئِكَتُه ُُ لِيُخْرِجَكُمْ مِنَ الظُّلُمَاتِ إِلَى النُّورِ

     

    Er ist es, Der euch segnet, und Seine Engel bitten (darum) für euch, dass Er euch aus den Finsternissen zum Licht führe [4]

     

    Hier wird ebenfalls das Wort „yusali“ verwendet, deren Bedeutung wir eingangs erläutert haben. Somit ist der Weg aus der Dunkelheit in das Licht der, dass Allah und seine Engel auf uns „das Bittgebet“ machen [yusalun]. Doch wie und unter welchen Umständen machen sie das? Hier stimmen die Überlieferungen allesamt darin überein, dass wenn der Gläubige das „Salawat“ auf den Gesandten vollzieht, Allah und seine Engel das „Salawat“ auf den Gläubigen ausüben.

     

    Es gibt nur einen einzigen Weg von den „Salawat“ Gottes und der Engel eingeschlossen zu sein und dieser ist das „Salawat“ auf seinen Gesandten und seiner Ahl al Bayt (a.) zu vollziehen. Wenn wir den Gesandten Gottes und die Ahl al Bayt (a.) erwähnen, so darf niemandem in den Sinn kommen, dass nur die Gelehrte der Rechtsschule der Ahl al Bayt (a.) dies berichten, sondern auch einige der größten Gelehrten der Rechtsschule der Sahaba wie beispielsweise „al-Suyuti“ in seinem Werk „al-Durr al-Manthour“, Band 6, Seite 652 führt er viele Überlieferung auf, wobei wir nur einige hier erwähnen wollen.

     

    Der Gesandte Gottes (s.) sagte: „Es wird sich kein Volk versammeln und sich den „Salawat“ auf den Gesandten enthalten, außer dass sie es bereuen werden, selbst wenn sie das Paradies betreten, werden sie Reue verspüren für den großen Lohn, der ihnen entgangen ist. Der am meisten Errettete am Tage des Gerichts vor ihren (schweren) Umständen und Situationen ist derjenige, der im Diesseits am meisten das „Salawat“ auf mich macht, denn Allah und Seine Engel haben sich mit dem „Salawat“ auf mich zufrieden gegeben, jedoch beauftragte er speziell die Gläubigen damit, um ihnen zusätzlichen Lohn zu gewähren.“

     

    Solche Überlieferungen werden im Großteil von der Rechtsschule der Sahaba überliefert und sind nicht nur auf die Rechtsschule der Ahl al Bayt (a.) beschränkt.

     

    Im selben Werk wird beschrieben, wie man das „Salawat“ auf Muĥammad (s.) und seiner reinen Familie macht:

    Wenn ihr das Salawat verrichten wollt, so sagt:

     

    اللهم صل على محمد النبي الامي و على آل محمد كما صليت على ابراهيم و آل ابراهيم و بارك على محمد و آل محمد كما باركت على ابراهيم و آل ابراهيم انك حميد مجيد

     

    „Allahuma salli-ala-Muĥammad-al-nabi al-Ummi wa-ala-aali-Muĥammad, kama salayta-ala Ibrahim wa-ala aale-Ibrahim, wa barik-ala-Muĥammad wa-aale Muĥammad, kama barakta ala Ibrahim wa-aale Ibrahim, innaka Hamidun Majid“

     

    Es wird uns nun deutlich, dass sobald der Mensch von den Segnungen Allahs und seinen Engeln eingeschlossen werden will, er unweigerlich das „Salawat“ auf den Gesandten Gottes verrichten muss. Das „Salawat“ Gottes auf den Gläubigen ist das Herabsenden Seiner göttlichen Barmherzigkeit auf den Gesandten Gottes (s.), sodass durch ihn diese Barmherzigkeit an Seinen Diener gelangt, wobei das „Salawat“ der Engel auf den Gläubigen das Bitten um Vergebung für ihn ist.

     

    الَّذِينَ يَحْمِلُونَ الْعَرْشَ وَمَنْ حَوْلَه ُُ يُسَبِّحُونَ بِحَمْدِ رَبِّهِمْ وَيُؤْمِنُونَ بِه ِِ وَيَسْتَغْفِرُونَ لِلَّذِينَ آمَنُوا

     

    Die, die den Thron tragen, und die, die ihn umringen, preisen das Lob ihres Herrn und glauben an Ihn und erbitten Vergebung für jene, die gläubig sind[5]

     

    Wenn wir also zu denjenigen gehören möchten, für die die Engel um Vergebung bitten, so gibt es keinen anderen Weg, außer das „Salawat“ auf Muĥammad und der Familie Muĥammads zu verrichten.

     

    رَبَّنَا وَسِعْتَ كُلَّ شَيْء ٍ رَحْمَة ً وَعِلْما ً فَاغْفِرْ لِلَّذِينَ تَابُوا وَاتَّبَعُوا سَبِيلَكَ وَقِهِمْ عَذَابَ الْجَحِيمِ

     

    Unser Herr, Du umfasst alle Dinge mit Barmherzigkeit und Wissen. Vergib darum denen, die bereuen und Deinem Weg folgen, und bewahre sie vor der Strafe der Dschahim

     

    Von den bestätigten empfohlenen Taten ist, dass der Mensch jeden Tag 100 „Salawat“ macht und besonders in der Nacht zum Freitag und am Tage, 1000 „Salawat“ auf den Gesandten Gottes und Siegel der Propheten, Diener Gottes und vollkommenste Schöpfung Muĥammad Ibn Abdillah (s.).

     

     

    وَآخِرُ دَعْوَانا أَنِ الْحَمْدُ لِلَّهِ رَبِّ الْعَالَمِينَ

    Der letzte Ruf gebührt dem Dank Allahs, dem Herrn der Welten

     

     

    [1] Sure: Al-Ĥadīd, Vers 25

    [2] Sure: Aţ-Ţalāq, Vers 11

    [3] Sure Al-Baqarah, Vers 257

    [4] Sure: Al-‚Aĥzāb, Vers 43

    [5] Sure: Ghāfir, Vers 7

     

     

    Quelle: http://www.alhaydari.de