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    Die Al Aqsa-Moschee – Wahrzeichen der Heiligkeit und des Unterdrücktseins (Teil 2)

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    Für die Islamische Welt ist Palästina schon wegen seiner hohen Bedeutung in der Islamischen Geschichte wertvoll.

     

    Es liegen heilige Orte in Palästina und Beit-ul Muqadas (Jerusalem) und deshalb ist die Besatzung dieses Landes und dieser Stadt durch das zionistische Regime ein gemeinsames Leid für alle Muslime. Das Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei sagt: „Jede Handbreit palästinensischer Boden ist eine Handbreit des Hauses der Muslime.“Zu den Dingen, welche die besondere Aufmerksamkeit und Sensibilität der Muslime erfordert, gehört das Streben der Zionisten, Palästina und Beyt-ul-Muqadas ein jüdisches Aussehen zu geben. Daher versuchen sie allmählich alle Spuren des Islams in Palästina auszulöschen und die Palästinenser zu vertreiben. Die Islamische Welt muss dieses große Vergehen verhindern. In diesem Beitrag möchen wir einen Blick auf die Heiligen Stätten in Beyt-ul-Moqadas werfen.

     

    Die Anlage der Al-Aqsa-Moschee, die der Heilige Koran nennt, besteht aus zwei Hauptteilen, nämlich die Al-Aqsa-Moschee selber und dem Felsendom Qubbat Al Sachra und einer Reihe von Gewölben, Gebetsnischen, Karawansereien, Brunnen und Torbögen zusammen mit anderen antiken Abschnitten der Stadt El Quds. Der gesamte Komplex wird Haram-e Scharif von Al Quds genannt und umfasst eine Fläche von circa 140 Tausend Quadratmetern. Es ist eine Großmuseum antiker Bauwerke und der reichen islamischen Baukunst.

    Die Al-Aqsa-Moschee ist rechteckig und liegt an der Südseite des Hofplatzes (Ssahn) der Heiligen Haram. Der Gebetsraum (Schabistan) der Moschee misst 80 mal 55 m und seine Überdachung ruht auf 53 Marmorsäulen und 49 weiteren viereckigen Säulen. Die Al-Aqsa-Moschee wurde in den verschiedenen Geschichtsepochen mehrmals restauriert. Einige Schäden traten durch natürliche Faktoren wie Erdbeben ein und mehrmals kam es durch solche zur teilweisen Zerstörung. Bei einem schweren Erdbeben im Jahre 1033 nach Christus, als die Fatimiden herrschten, erlitt die Al-Aqsa-Moschee großen Schaden.

     

    Während der Kreuzzüge (1095 bis 1291 n. Christus) bei denen Beyt-ul-Muqadas für weniger als ein Jahrhundert von den Kreuzfahrern besetzt wurde, haben diese einen Teil der Al-Aqsa als Kirche und einen anderen Teil der Moschee als Unterkunft für ihre berittenen Soldaten und als Vorratskammer benutzt.

    Als 1187 Salaheddin Ayubi Beyt-ul Muqadas aus der Hand der Kreuzfahrer befreite, ordnete er die Restaurierung der Al-Aqsa-Moschee an. Er ließ auch die Kuppel mit einem Mosaik auslegen und den mit Elfenbein verzierten Rednerstuhl aus Edelholz neben der Gebetsnische im syrischen Aleppo herstellen. Dieser Rednerstuhl (Minbar) blieb bis 1969 erhalten, fiel aber einem Brand, den Juden in der Al-Aqsa-Moschee legten zum Opfer.

     

    Die Al Aqsa-Moschee besteht aus verschiedenen Abschnitten, die jeder einen Namen hat wie Maqam Arba`in, Dar al-Chitaba oder Dakkeh al Muezzin. Letzere ist die Stelle, von der aus zum Gebet aufgerufen wird. Die Mihrab-e Zakariya – die Gebetsnische von Zacharias, ist ebenso eine historische Stelle in der Al-Aqsa-Moschee. Sie misst 6 mal 8 m und liegt neben einer kleinen

    Vorterasse (Eywan) im Norden des Maqam Arba`in.

    An der West- und Südseite des Hofplatzes der Al-Aqsa-Moschee zieht sich eine Mauer namens Buraq-Mauer entlang.

    In den islamischen Überlieferungen steht, dass der Prophet des Islams auf seiner Himmelfahrt sein Pferd namens Buraq an einem Ring in dieser Mauer festband. Daher der Name. Die Juden bezeichnen diese Mauer als Klagemauer und behaupten es sei ein Rest der Mauer des Salomo-Tempels.

     

    Sie haben zur Zeit des englischen Protektorates über Palästina (1922 bis 1948) Besitzansprüche hinsichtlich dieser Mauer erhoben. Dies führte zum Aufstand der Palästinenser. Dieser sogenannte Buraq-Aufstand ereignete sich 1929. Hunderte von Palästinensern wurden Märtyrer oder wurden verletzt und circa Tausend wurden ins Gefängnis gebracht. Wegen der erbarmungslosen Niedermetzelung der Palästineneser und der Parteiergreifung Englands für die Zionisten wurde ein internationales Komitee zur Wahrheitsfindung gebildet. Dieses unterstrich nach Abschluss seiner Untersuchungn, dass dieser Ort den Muslimem gehört. Aber die Zionisten behaupteten weiter, dass die Al-Aqsa-Moschee auf den Ruinen des Salomo-Tempels errichtet worden seien und setzten ihre Bestrebungen fort, sie zu zerstören.

     

    Nach der Al-Aqsa-Moschee ist der Felsendom das zweitwichtigste islamische Bauwerk in Beyt-ul Moqadas und im Heiligentum Haram-e Scharif von El-Quds. Diese Moschee genannt Qubbah Al Sachra wurde zur Würdigung der Miradsch des Propheten – a.s. auf einem Felsen errichtet. Es heißt, dass der Prophet Mohammad s. in der Miradsch-Nacht von dieser Stelle aus seine Himmelfahrt begann. Außerdem ist der Felsendom einer der ältesten Beispiele der islamischen Architekturkunst. Die Kuppel ruht auf einer achteckigen Grundmauer, die wiederum auf einem trapezförmigen Sockel liegt. Die Innen- und Außenwände des 8-eckigen Unterbaus schmücken Verse aus dem Heiligen Koran. Der Unterbau wird von der goldenen Kuppel überragt, die ungefähr in der Mitte des Haram-e Scharifs liegend genau über dem Felsen throhnt. Durch zwei Fensterreihen fällt Licht in das Gebäude hinein. Auf der Innenfläche der Kuppel stehen wieder Koranversr geschrieben. Die äußere Fläche der Kuppel ist mit einer besonderen Legierung verkleidet die goldgelb leuchtet. Qubbah Zachra hat vier Türen. Aber meistens steht nur die westliche Tür für die Betenden offen. Auf dem Vorhof des Felsendomes liegen 8 Brunnen.

     

    Bis vor einigen Jahren dachten einige irrtümlicherweise, die Qubbah-Zachra-Moschee – auch Al Qubbah-Moschee – mit ihrer goldenen Kuppel sei die Al-Aqsa-Moschee. Scheinbar liegt das daran, dass die beiden Moschee nahe beieinander in dem Haram-e Scharif liegen. Aber einige, wie Dr. Marwan Said Saleh Abu Al Rub, Assistenzprofessor für Mathematik an der Zayed-Universität sind davon überzeugt, dass sich etwas wichtigers hinter dieser scheinbar harmlosen Verwechslung verbirgt. Vor einigen Jahren sandte er ein Schreiben an den Chefredakteur der Zeitschrift Al Dastur. Darin stand:

     

    „Hinsichtlich der Al-Aqsa und der Qubbah Zachra-Moschee gibt es deutlich Verwirrung. Immer wenn in den lokalen und internationalen Medien von der Al-Aqsa-Moschee die Rede ist, wird ein Foto von der Felsenmoschee gezeigt. Erst bei einem Aufenthalt in den USA erfuhr ich, dass die Zionisten in diesem Land solche Bilder drucken und veröffentlichen und manchmal gegen ein sehr geringes Entgeld oder umsonst unter den Arabern und Muslimen verteilen…. Auf diese Weise wollen die Anführer der Zionisten das Bild von der Al-Aqsa-Moschee unter der Bevölkerung auslöschen, damit sie sie zerstören und heimlich den Tempel, auf den sie Anspruch erheben, bauen können. Wenn dann jemand sich beschwert, legen sie einfach das Bild von der Qubbah- der Felsenmoschee vor und behaupten, dass sie nichts angerichtet hätten! Welch eine Verschwörung! Wenn ich einige Araber, Muslime oder sogar Palästinenser gefragt habe, habe ich festgestellt, dass sie nicht zwischen diesen beiden heiligen Stätten (der Al-Aqsa-Moschee und dem Felsendom) unterscheiden können und das hat mich wirklich betrübt.“

     

    Zu der Haram-e Scharif in Beyt-ol-Moqadas gehören auch die Plattformen (Sakuye) und Gebetsnischen (Mihrab )– wie die Mihrab-e Maryam (die Gebetsnische Marias), die Mihrab Imam Hanifa und die Sakuyeh Al Karimah. Außerdem gibt es einige Gedenkgewölbe in der Haram-e Scharif, die in verschiedenen isalmischen Epochen errichtet wurden, wie Qubbah Chazar und Qubbah Al Arwah.

    Damit haben wir aber nur einen Teil der Heiligen Stätten in der historischen Anlage von Beyt-ul-Muqadas genannt.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/beitr%C3%A4ge/item/249065-die-al-aqsa-moschee-wahrzeichen-der-heiligkeit-und-des-unterdr%C3%BCcktseins-teil-2