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    Die Anwesenheit bei der Trunkenheit des Todes (Teil 1): Die Authentizität der Überlieferungen

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    Der Mensch geht nicht ohne einen Übergang in das jenseitige Leben. Die erste Stufe, die der Mensch während dem Tod durchlebt, ist die Trunkenheit des Todes. Ein Teil seiner Existenz befindet sich dabei im diesseitigen, der andere Teil im jenseitigen Leben. Hierbei ist es uns durch authentische Überlieferungen bestätigt, dass in diesem Moment die Ahl al Bayt (a.) anwesend sein werden.

     

    كُلُّ نَفْس ٍ ذَائِقَةُ الْمَوْتِ ۗ وَإِنَّمَا تُوَفَّوْنَ أُجُورَكُمْ يَوْمَ الْقِيَامَةِ ۖ فَمَنْ زُحْزِحَ عَنِ النَّارِ وَأُدْخِلَ الْجَنَّةَ فَقَدْ فَازَ ۗ وَمَا الْحَيَاةُ الدُّنْيَا إِلاَّ مَتَاعُ الْغُرُور

     

    Jedes Lebewesen soll den Tod kosten. Und ihr werdet euren Lohn erst am Tage der Auferstehung voll erhalten. Wer also dem Feuer entrückt und ins Paradies geführt wird, der hat es wahrlich erzielt. Und das irdische Leben ist nur ein trügerischer Genuss

    (Sure 3, Vers 185)

     

     

    Inhaltsverzeichnis

     

    1. Die Authentizität der Überlieferungen

    2. Darstellung der Überlieferungen

    3. Die Art und Weise der Anwesenheit und ihre Ursachen

    4. Der Beweis für ihre Anwesenheit

    5. Antwort auf Behauptungen

    6. Findet die Anwesenheit im Diesseits oder im Jenseits statt?

     

     

    1. Die Authentizität der Überlieferungen

     

    Die Experten der Überlieferungswissenschaft (Ĥadeethwissenschaft) unterteilen die Überlieferungen grob in drei Kategorien:

     

    1.     Überlieferungen, welche einen, zwei oder drei Überlieferer haben (روايات آحاد)

    2.     Überlieferungen, welche zuverlässig sind (الروايات المستفيضة)

    3.     Überlieferungen, welche zweifelsfrei bestätigt werden (الروايات المتواترة)

     

    Wenn eine Überlieferung unter dem dritten Punkt fällt, dann ist eine absolute Gewissheit vorhanden, dass diese Überlieferung vom reinen Mund des Gesandten Gottes (s.) oder seiner Ahl al Bayt (a.) stammte. Die Überlieferungen, welche für den Beweis der Anwesenheit der Ahl al Bayt (a.) zum Zeitpunkt des Todes eines jeden Menschen verwendet werden, sind entweder zuverlässig (Punkt 2) oder zweifelsfrei bestätigt (Punkt 3).

     

    Al-Gilāni sagt: „Die Überlieferungen, welche besagen, dass der Gesandte Gottes (s.) und die fehlerlosen Imame aus der Ahl al Bayt (a.) und Fatima al-Zahrā‘ am Zeitpunkt des Todes anwesend sein werden, sind zahlreich und zweifelsfrei bestätigt.“[1]

     

    Weiterhin sagt Allamah al-Madschlisi [2] in seinem Werk Biĥār al-Anwār: „Wisse, dass die Berichte, welche bestätigen, dass der Gesandte Gottes (s.) und seine Ahl al Bayt (a.) am Zeitpunkt des Todes anwesend sind, allesamt zuverlässig sind.“[3]

     

    Aus diesen Aussagen lässt sich schließen, dass die Überlieferungen hinsichtlich dieser Thematik entweder zweifelsfrei bestätigt oder aber vertrauenswürdig sind. Aus diesem Grund darf nicht angenommen werden, dass die Beweise bezüglich dieser Thematik schwach sind oder dass sie von einzelnen Überlieferern stammen, denn ein Grundsatz in der Ĥadeethwissenschaft besagt, dass die Glaubensüberzeugungen nicht mit Überlieferungen bewiesen werden dürfen, welche nur einzelne Überlieferer haben (also Punkt 1).

     

     

    [1] Muĥammad al-Gilāni: „al-Mi`ād fi al-Kitāb wa al-Sunna“, S. 79

    [2] Muĥammad Baqer al-Madschlisi (1037 – 1110 n.d.H.) gilt als einer der größten Gelehrten der Rechtsschule der Ahl al Bayt (a.) und ist der Inhaber des großen Werkes „Biĥār al-Anwār“

    [3] Allamah al-Madschlisi: „Biĥār al-Anwār“, Band 6, S. 200 – 201

     

     

    Quelle: http://alhaydari.de/wiederauferstehung