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    Die bösen Folgen der Stellungnahmen al Qaradawis

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    Abdallah al-Qaradawi, der in London die internationale Union der muslimischen Gelehrten gründete, kommt aus Ägypten und lebt in Katar. Er hat von Katar aus eine neue Welle der Angstmache vor dem Iran und den Schiiten in Gang gesetzt. Al Qaradawi fordert die sunnitische Jugend auf, in Syrien an der Seite der bewaffneten Regierungsgegner zu kämpfen und behauptet, die Iraner hätten vor, die Sunniten aufgrund eines organisierten Planes zu vernichten.

     

    Dieser Scheich, bezeichnet Sayyid Hassan Nasrullah als Hassan Taghut (den Abgott Hassan) und seine Partei die Hisbollah (partei Allahs) als Hisbe-e Schaytun – , als Partei Satans. Unterdessen hat der Großmofti von Saudi Arabien, Scheich Abdul Asis bin Abdullah el Scheich, die haltlosen fanatischen Behauptungen von Yusuf Abdallah al Qaradawi über die libanesische Hisbollah und die Islamische Republik Iran gelobt und unterstützt.

     

    Scheich Yusuf al Qaradawi hat sich, seitdem er in Katar ansässig wurde , praktisch in einen Hofgeistlichen verwandelt, der sich, unterstützt von dem Fernsehsender Al Jazeera, eine Position in den politischen Kreisen und den Medien verschaffen konnte. Die Fatwas dieses radikalen Geistlichen schüren Konflikte zwischen den Schiiten und Sunniten und begünstigen die westliche Politik der Iranophobie und Angstmache vor den Schiiten. Dieser Scheich ist dem zionistischen Regime und den westlichen Regierungen, die Kriege zwischen den Glaubensgruppen in den islamischen Ländern hervorrufen wollen und die Position des illegalen Regimes Israel festigen wollen, in die Falle gerannt.

     

    Saudi Arabien und Katar sind die wichtigsten Unterstützer der bewaffneten Gruppen in Syrien, welche die Regierung von Baschar Assad zu stürzen versuchen. Diese bewaffneten Gruppen kämpfen gegen die syrischen Armeekräfte und dienen damit der Strategie Tel Avivs und seiner westlichen Unterstützer, Syrien aus der Frontlinie des Widerstandes gegenüber dem zionistischen Regimes auszuschalten.

     

    Scheich Yusuf Qaradawi gehört zu denjenigen, die das Vorgehen der bewaffneten Gruppen in Syrien für legitim erklären. Unterdessen sind diese radikalen Gruppen in Wirklichkeit im Begriff Syrien und seine Bevölkerung unter dem Deckmantel eines Befreiungskampfes zu vernichten. Sie sind in Vertretung der westlichen Regierungen, der Türkei, Katar und Saudi Arabiens in Syrien eingedrungen und haben zahlreiche Verbrechen und Terrorakte verübt. Einige unabhängige Medien haben Beispiele für diese Verbrechen an die Öffentlichkeit gebracht. Aber Al Qaradawi und andere fanatische Gelehrte und Hassprediger versuchen, nachdem die Terrorgruppen in Syrien Niederlagen einstecken mussten, nun mit ihren haltlosen Fatwas noch mehr junge Leute zu täuschen und sie für Terroraktionen nach Syrien zu holen. Sie verursachen damit weiteres Blutvergießen. Diese Fatwas decken sich mit den Wünschen westlicher Regierungen und deshalb wird Qaradawi inzwischen auch der „Nato-Scheich“ genannt. Er hat übrigens auch dem zionistischen Regime versichert, dass die Takfiri-Gruppen in Syrien keine Gefahr für dieses Regime darstellen. Takfiri werden diejenigen radikalen Muslime genannt, die die anderen Muslime nicht als Gläubige anerkennen und ihre Tötung für erlaubt halten.

     

    Ajatollah Khamenei, das Oberhaupt der Islamischen Revolution hat in seiner Ansprache am Mab`ath-Jahrestag, an dem die Berufung des Propheten des Islams (s) gefeiert wird, als Reaktion auf die Spaltungsversuche die Muslime zur Einheit aufgerufen. Das Oberhaupt der Islamischen Revolution hat vor den Teilnehmern am 30. Internationalen Koranwettbewerb in Teheran ein wichtiges Gebot des Korans, nämlich die Wahrung der Einheit durch die Muslime hervorgehoben und gesagt: !Die Stimmen, welche die Muslime zur Einheit aufrufen, stehen im Dienste Gottes, während die Stimmen die die Muslime und die Anhänger der islamischen Rechtsschulen zur Feindschaft miteinander animieren, Stimmen des Teufels sind.

     

    Er verwies darauf, dass Gott im Koran die Muslime aufruft, sich an dem göttlichen Tau festzuhalten und nicht auseinander zugehen. Er sagte, genau das Gegenteil davon werde vom Imperialismus gelehrt und eingesetzt, nämlich die Hervorrufung von Konflikten innerhalb der Islamischen Weltgemeinde und Verschärfung von religiösem Übereifer. Indem er darauf hinwies, dass einige islamische Regierungen einer Täuschung zum Opfer fielen und sie in Wahrheit dem Feind als Spielfiguren dienen, bezeichnete er das Streben nach Einheit und Zusammenhalt unter den Muslimen als eine dringende Pflicht.

     

    Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei mahnte, durch Streit und Spaltung unter der Islamischen Ummah komme es zu Massaker, und Blutvergiessen, Terrorismus und die damit verbundenen Tragödien. Zugleich erhalte das zionistische Besatzerregime dadurch eine Chance. Ajatollah Khamenei sagte weiter:

    „Unsere Zeit ist eine Zeit, in der die Muslime und die Islamsichen Regierungen auf die Probe gestellt werden und die islamsichen Völker müssen völlig wachsam sein.“

     

    Ajatollah Khamenei verwies auf die Woge der Islamanfeindung, welche seitens des Westens gegen die Islamische Welt begonnen hat und unterstrich: „Die westlichen Feinde haben das Messer auf die Muslime gerichtet. Daher muss die Islamische Weltgemeinde die Faktoren ihrer Macht und Größe und ihre eigenen Fähigkeiten stärken. Einer der wichtigsten Faktoren bilden die Einheit und Einmütigkeit und die Konzentration auf die Gemeinsamkeiten.“

     

    In den muslimischen Ländern stießen die spalterischen Äußerungen von Yussuf Qaradawi auf Reaktionen. Sadruddin Qabanchi, der Freitagsimam des heiligen Stadt Nadschaf, Irak sagte in seinen Ansprachen zum Freitagsgebet: „Anstatt zur Einmütigkeit ruft Qaradawi zur Zwietracht auf und seine Äußerungen sind aus der Sicht des Islams als eine Religion der Einheit nicht akzeptabel.“

     

    Die Gelehrtenvereinigung Itihad-i Ulama-i Scham gab in einer Erklärung bekannt: “Die Takfiri-Fatwas von Qaradawi und seine Aufforderungen zum Blutvergießen in Syrien, bewegen sich außerhalb der Grundsätze der Religion, der Überlieferungen und der Sunna des Propheten des Islams (s).“

     

    Dieses Gelehrtenbündnis hat bekanntgegeben: „Das Verhalten Qaradawis als Leiter der sogenannten internationalen Union der Muslimen, macht das Ansehen dieser Union zweifelhaft.“

     

    Die algerische Zeitung El Watan kritisierte scharf die Standpunkte von Scheich Qaradawi und schrieb: „Der aus Ägypten stammende Mufti, Scheich Qaradawi, der oftmals ein Fatwa über die arabischen Revolutionen herausgegeben hat, besitzt keine religiöse Ehre mehr, denn er hat dreist seine Position als Religionsgelehrter in den Dienst der so genannten Diplomatie des Katar-Regimes gestellt.“

     

    Die El Watan kritisierte Qaradawi heftig, weil er sich provozierender Fatwas bedient, um in den arabischen Ländern Zwietracht zu stiften. Diese algerische Zeitung schrieb: „Die Friedenstauben, die Qarawadi angeblich auf die Erde holen wollte, sind auf und davon und an deren Stelle sind die Kriegsadler herabgestiegen.“ …

     

    Die Zeitung schrieb über die Pläne Qaradawis hinsichtlich der Syrienkrise: „Die Kräfte der Nasrah-Front, die den Krieg gegen die syrische Staatsordnung führen, loben ständig die Anstachelung durch Qaradawi.“

     

    Selbst die englische Zeitung Daily Telegraph hat ein einem Bericht über die fanastichen und spalterischen Äußerungen von Qaradawi wie folgt geschrieben: „Qaradawi hat mit seinem Aufruf an die Sunniten, gegen die Aleviten und Schiiten in Syrien den „Dschihad“ zu führen, gezeigt, dass er in der ganzen Nahost-Region Konflikte zwischen den religiösen Gruppen entfachen will.“

     

    Dies war nur ein Teil der Reaktionen auf die spalterischen Äußerungen des ägyptischen Scheichs in Katar, der den Mord an Frauen und Kindern für erlaubt erklärt, wenn sie Aleviten sind. Was haben diese hasserfüllten Fatwas mit den Islamischen Lehren zu tun? Wo im Koran und in der Sunnah des Propheten steht, dass das Todesurteil über bestimmte Leute gefällt werden soll, wenn sie nicht wie wir denken? Zu Lebzeiten des Propheten haben auch die Menschen, die in den muslimischen Gebieten lebten, aber keine Muslime geworden waren, diesselben Rechte wie die Muslime genossen, solange sie keinen Krieg begonnen hatten.

     

    Auf welche Überlieferungen und Koranverse stützt sich Qaradawi wenn er sagt, die Aleviten seien schlimmer als Juden und Christen und es sei religionsrechtlich erlaubt, ihr Blut zu vergießen? Was Qaradawi über Iran und die Schiiten behauptet, entbehrt jeder religiösen Grundlage. Es geht auf seinen Schiitenhass zurück. Bevor er zu einem anti-schiitischen Scheich wurde, hat er zu dem Gremium für die Annäherung der islamischen Rechts- und Denkschulen gehört und die libanesischen Hisbollah und die Position Sayyid Hassan Nasrullahs gegenüber dem zionistischen Regime gelobt.

     

    Das Gremium für die Annäherung der islamischen Rechtsschulen wurde gegründet, weil die Meinugnsunterschiede zwischen den muslimischen Rechtsschulen zur Trennung zwischen den Muslimen geführt hatten. Die Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Rechtsschulen der Muslime sind aber sehr viel zahlreicher als die Punkte, in denen sie unterschiedlicher Meinung sind.

     

    Qaradawi und die Gelehrten der abweicherlichen wahhabitischen Sekte haben es sich bewusst zum Ziel gesetzt, zwischen den Muslimen zu spalten. Daher versuchen sie die schiitischen Überzeugungen in den islamischen Gesellschaften als falsch vorzustellen. Sie fälschen sogar die Bücher von Schiiten, um zu suggerieren, dass die Schiiten nicht an den Koran glauben würden. Ähnlich wie die westlichen Regimes im Rahmen ihrer Strategie der Islamophobie darum bemüht sind, den Islam durch die Behauptung, er fördere die Gewalt, in Verruf zu bringen, versuchen Qaradawi und die Wahhabiten durch haltlose Behauptungen über den schiitischen Glauben, den Muslimen ein negatives Bild von den Schiiten vorzulegen. Durch ihre Propaganda wollen sie mit Hilfe der Herrscher von Saudi Arabien und Katar durch Schürung eines Krieges zwischen den muslimischen Religionsgruppen an ihre eigenen Ziele gelangen. Die Ziele, die die westlichen Länder in den islamischen Staaten, insbesondere im Nahen Osten verfolgen, werden von Katar und Saudi Arabien umgesetzt und Qaradawi bestätigt quasi durch seine Fatwas und Anweisungen die westlichen Strategien.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/islamfeindliche-schritte/item/249929-die-folgen-der-spalterischen-stellungnahmen-al-qaradawis