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    Die Einheit der Islamischen Welt in den Augen Imam Chomeinis r.h.

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    Die Einheit der Islamischen Welt in den Augen Imam Chomeinis r.h.
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    Imam Chomeini – Gott habe ihn selig – ist einer der großen Herolde der Einheit in der Islamischen Welt.

     

    Die Einheit zwischen den Islamischen Gruppen war eines seiner Ziele. Imam Chomeini hat während seiner politischen und gesellschaftlichen Tätigkeiten vor und nach der Revolution immer die Einheit unterstrichen und die Muslime an die praktischen Wege zur Verwirklichung dieses hohen Ideals erinnert. Er hob zur Erreichung der Einheit und der Zusammenarbeit in der Islamischen Welt zwei tragende Elemente hervor: die gedanklich-kulturelle sowie die politisch-praktische Bewegung in diese Richtung.

     

    Gemäß dem Denken Imam Chomeinis ist der Wandel in den islamischen Gesellschaften und ihre Befreiung von Zwietracht ohne den Entwurf eines umfassenden gedanklichen Konzeptes nicht möglich. Die heutige Situation in der Islamischen Welt ist das Resultat verschiedener Faktoren wie gedanklicher und kultureller Verfall der Muslime und die Vorherrschaft der imperialistischen Mächte und inländischer Diktatoren. Die Befreiung aus dieser Situation erfordert eine allseitige Mobilisierung der islamischen Völker und Regierungen im Rahmen einer konkreten Strategie. Die Islamische Welt besitzt eine gemeinsame Vergangenheit. Sie muss die erneute Hinwendung zu den geschichtlichen und kulturellen Ursprüngen zum Ziel ihrer Bewegung wählen und die religiöse Identität richtig erkennen.

     

    Imam Chomeini betont die Beachtung der echten islamischen Kultur und sagt: „Wir Muslime haben selber eine reiche Kultur. Die Muslime müssen zu sich selber finden. Sie müssen merken, dass sie im Besitz einer Kultur sind … Die größte Abhängigkeit der schwach gehaltenen Völker von den Supermächten ist geistiger und innerer Art. Aus ihr resultieren die restlichen Abhängigkeiten. Zur Erreichung von geistiger Unabhängigkeit, müsst ihr den eigenen kulturellen Ruhm wieder erkennen.“

     

    Imam Chomeini bekräftigt, dass die Denkordnung des Islams gemeinsame Überzeugungen und Werte unter den Muslimen hervorruft und betrachtet dies als nützlich für die Einheit unter ihnen. Der Islam ist in seinen Augen ein denkerisches und praktikables umfassendes Ganzes mit einer reichen Identität und legt allseitige Konzepte für das Leben vor. Der Islam hat wegen seiner Umfassendheit beachtliche Potentiale, die bei richtiger Nutzung den Muslime ihre ehemalige Größe wieder zurückgeben. Imam Chomeini ist der Überzeugung, dass der Islam über geographische Grenzen und nationale und persönliche Interessen hinweg alle Muslime vereinen kann.

     

    Imam Chomeini betrachtet einige externe Urheber als sehr entscheidend für die Spaltung und ist der Ansicht, dass diese durch Einsatz ihrer Handlanger die Einheit in den Muslimischen Gesellschaften zerstören: Er sagt darüber:

     

    „Diejenigen, die sich die muslimischen Gebiete zu Nutzen machen, die Ressourcen der Muslime entwenden und die Muslimregierungen unterwerfen wollen, versuchen, zwischen den Muslimen zu spalten.“Imam Chomeini warnt die Muslime ernsthaft davor, in die Fallgrube religiöser Meinungsverschiedenheiten, welche den Feinden als wichtigstes Werkzeug zur Spaltung dient, zu geraten. Er sagt: „Der Plan für Konflikte zwischen den islamischen Denkschulen ist eines der Verbrechen, welches die Potentanten, denen der Konflikt zwischen den Muslimen etwas nützt, entworfen haben und welches sie täglich fördern. Die Leute, die Zwietracht hervorrufen wollen, gehören weder zu den Sunniten noch zu den Schiiten. Es sind diejenigen, die die Regierungen der Supermächte lenken“.

     

    Imam Chomeini bezeichnet jede ethnische und konfessionelle Zertrennung, welche die Solidarität unter den Muslimen überschattet, als unrechtmäßig. Er möchte im Gegenteil alle um die Achsen „Islam“ und „Koran“ vereinen. Er erinnert an die wichtigen Gemeinsamkeiten der Islamischen Glaubensrichtungen wie Glaube an den einen Gott und den Propheten Mohammad und den Koran und warnt:

     

    Die Trennung nach einer schiitischen und sunnitischen Seite, geht auf Unwissenheit und Propaganda, die Fremdmächte betrieben haben, zurück. Heute ist eine Zeit, in der sich alle Muslime umeinander versammeln müssen.

     

    Für Imam Chomeini nehmen die entbehrenden Volksmassen einen sehr hohen Platz ein. Deshalb wendet er sich zur Verwirklichung der Einheit an sie und lädt sie Schritt für Schritt zu vermehrtem Zusammenhalt ein. Imam beachtet, dass die breite Masse Trägerachse der Einheit ist.

     

    Deshalb unterbreitete er die Idee von der Bildung einer Partei der Mustasafan – eine Partei der Schwachgehaltenen, damit die muslimischen Völker durch eine solche Organisation gezielt politisch aktiv sein können. Imam Chomeini hat darüber gesagt: „Ich hoffe, dass eine Partei namens Hisbe Mustasafan auf der ganzen Welt entsteht und alle Unterdrückten und Schwachgehaltenen dieser Partei beitreten, die Schwierigkeiten der Unterdrückten lösen und sich gegenüber den arroganten Mächten erheben … Ich lege den islamischen Völkern ans Herz sich an dem Dschihad führenden iranischen Volk ein Vorbild zu nehmen und ihre ungerechten Regierungen, wenn sie sich nicht den Forderungen der Völker beugen, in ihre Schranken zu verweisen.“

     

    Imam Chomeini sah einen weiteren Weg zur Verwirklichung der Islamischen Einheit darin, dass die Staatsführer der muslimischen Länder etwas unternehmen, denn ihnen stehen alle Möglichkeiten und exekutiven und gesetzlichen Hebel zur Erreichung einer vereinten islamischen Verwaltung zur Verfügung, d.h. wenn sie ernsthaft handeln, wird es nicht mehr weit bis zur Islamischen Einheit sein.

     

    Imam Chomeini ist davon überzeugt, dass die islamischen Regierungen allseitig zusammen arbeiten und eine gemeinsame Front gegenüber den Feinden bilden sollen. Er ist der Ansicht, die gewaltigen Ressourcen dieser Länder können ein wichtiger Faktor für die Macht der Muslime gegenüber den Supermächten sein. Deshalb unterstreicht er die wirtschaftlichen Kooperationen als Einleitung zu den anderen Arten von Zusammenarbeit und sagt: „Wenn die islamischen Regierungen, diese Regierungen, die alles besitzen und über große Ressourcen verfügen – wenn sie sich zusammenschließen, werden sie dank dieser Vereinigung nichts mehr und kein anderes Land und keine andere Macht mehr brauchen. …“ Aber das Hauptproblem ist eben, dass die moisten Regierungen von Muslimländern sich der Politik der Fremden Mächte beugen und kein ernsthaftes Interesse an einer Vereinigung der Islamischen Weltgemeinde zeigen.

     

    Ein weiteres wichtiges Mittel für die Einheit in der Islamischen Welt ist die Aufklärung durch Gelehrte und Denker. Diese können die Menschen wachrütteln und sie auf die Gefahren der Zwietracht aufmerksam machen und in Richtung Zusammenhalt lenken. Imam Chomeini sagt: „Die Gelehrten in aller Welt und besonders die Gelehrten und Denker des stolzen Islams sollen sich einmütig und mit dem gleichen Ziel vor Augen für die Rettung der Menschheit aus der ungerechten Vorherrschaft dieser listigen Mächten erheben und mit dem, was sie sagen und schreiben, und mit ihrer Gerechtigkeit, die unbegründete Angst vertreiben, welche die Unterdrückten überschattet. Und diese Bücher, die jüngst auf Initiative des Imperialismus aus den besudelten Hemdsärmeln ihrer teuflischen Handlanger hervorkamen und veröffentlicht wurden und die Zwietracht unter den Muslimen schüren, sollten sie vernichten und die Ursachen des Streites, aus dem alle Probleme der Unterdrückten und Geschwächten hervorgehen, beseitigen.“

     

    In den Augen Imam Chomeinis kommt Einheit in der Islamischen Welt auch durch religiöse Zusammenkünfte wie die Pilgerreise nach Mekka und das Freitags- und Gemeinschaftsgebet zustande. Er sagt: „Der Islam hat solche Versammlungen ermöglicht, damit sie religiös genutzt werden. Damit das Gefühl der Brüderlichkeit und der Zusammenarbeit gestärkt und größere geistige Reife erreicht wird, und damit die Muslime für die Lösung ihrer politischen und gesellschaftliche Probleme Wege finden und gemeinsame Anstrengungen unternehmen.

     

    Wenn Imam Chomeini die Muslime zur Einheit aufruft verfolgt er viele hohe Ziele: Wahrung von Größe, Unabhängigkeit und Freiheit der Muslime, Herstellung von Frieden und Sicherheit, Verhütung der Ausbeutung der Muslime und Fremdbeherrschung, Zurückgewinnung der Islamischen Identität und Befreiung aus Mangelzuständen in Wissenschaft und Kultur aber auch Erreichung der Wirtschaftsautarkie.

     

    Dies waren Ziele Imam Chomeinis und wir hoffen, dass sie bald dank des Erwachsens und der vermehrten Einheit unter den Muslimen verwirklicht warden.