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    Die erste Schöpfung (Teil 1): Die Vorzüge der Propheten und Gesandte

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    مَا كَانَ مُحَمَّدٌ أَبَا أَحَد ٍ مِنْ رِجَالِكُمْ وَلَكِنْ رَسُولَ اللَّهِ وَخَاتَمَ النَّبِيِّينَ  وَكَانَ اللَّهُ بِكُلِّ شَيْءٍ عَلِيما

     

    Muĥammad ist nicht der Vater eines eurer Männer, sondern der Gesandte Allahs und der letzte aller Propheten, und Allah besitzt die volle Kenntnis aller Dinge. (Sure 33, Vers 40)

     

     

    Inhaltsverzeichnis

     

    1. Die Vorzüge der Propheten und Gesandte

    2. Die Gesandte der „Ul-ul-Azm“

    3. Der erste Adam

    4. Die erste Existenz

    5. Die Bezeugung der verborgenen Welt

    6. Die erste Antwort

     

     

    1. Die Vorzüge der Propheten und Gesandte

     

    Zu den Wahrheiten, auf die das heilige Buch aufmerksam macht, gehört der Glaube an die gesamten Propheten und Gesandte, welche Allah entsandt hat. So lesen wir im vorletzten Vers der Sura al-Baqara:

     

    آمَنَ الرَّسُولُ بِمَا أُنزِلَ إِلَيْهِ مِنْ رَبِّه ِِ وَالْمُؤْمِنُونَ كُلّ ٌ آمَنَ بِاللَّهِ وَمَلاَئِكَتِه ِِ وَكُتُبِه ِِ وَرُسُلِهِ لاَ نُفَرِّقُ بَيْنَ أَحَد ٍ مِنْ رُسُلِه

     

    Der Gesandte glaubt an das, was ihm von seinem Herrn herab gesandt worden ist, ebenso die Gläubigen; sie alle glauben an Allah und an Seine Engel und an Seine Bücher und an Seine Gesandten. Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten.[1]

     

    Dieser heilige Vers macht uns deutlich, dass wir an jeden Propheten und Gesandten glauben müssen und keinen Unterschied zwischen ihnen machen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der heilige Qur’ān sagt, es gäbe keine Propheten, welche Vorzüge über andere Propheten hätten. Es ist richtig, dass wir keine Unterschiede zwischen den Propheten und Gesandten machen, doch bedeutet dies zugleich, dass alle Propheten in ihrem Rang und Vorzug gleich sind?

     

    Der heilige Qur’ān selbst bestätigt uns, dass dem nicht so ist.

     

    وَلَقَدْ فَضَّلْنَا بَعْضَ النَّبِيِّينَ عَلَى بَعْض

     

    Und wahrlich, Wir erhöhten einige der Propheten über die anderen [2]

     

    Die Propheten unterscheiden sich in ihren Vorzügen unterscheiden, was demzufolge bedeutet, dass manche Propheten höhere Vorzüge haben als andere. Dieser Vers beschränkt sich jedoch lediglich auf die Ebene der Propheten. Werden die Gesandten auch nach ihren Vorzügen beurteilt?

     

    تِلْكَ الرُّسُلُ فَضَّلْنَا بَعْضَهُمْ عَلَى بَعْض

     

    Dies sind die Gesandten. Wir haben einigen von ihnen den Vorrang über andere gegeben[3]

     

    So macht uns der heilige Qur’ān deutlich, dass es sowohl auf der Ebene der Propheten als auch auf der Ebene der Gesandten Unterschiede bezüglich der Vorzüge existieren. Eine nähere Analyse der Thematik anhand des heiligen Qur’ān bringt uns zu der Erkenntnis, dass das heilige Buch die Gesandten in zwei Gruppen unterteilt: Die Gesandte, welche „Ul-ul-Azm“ genannt werden und die andere Gruppe bezeichnet Gesandte, die nicht von der „Ul-ul Azm“ sind. Allah sagte dazu im heiligen Qur’ān:

     

    فَاصْبِرْ كَمَا صَبَرَ أُوْلُوا الْعَزْمِ مِنَ الرُّسُلِ

     

    So gedulde dich denn, wie es die [Ul-ul Azm-] Gesandten taten, die geduldig waren [4]

     

    Dieser reine Vers mahnt den heiligen Propheten zur Geduld. Doch es ist keine beliebige Geduld, nicht die Geduld des Propheten Ayyub (a.), sondern die Geduld, welche die „Ul-ul Azm“-Gesandte praktizierten. Auch Überlieferungen bestätigen uns, dass nicht alle Propheten dasselbe Schicksal erlitten haben. Der Gesandte Gottes Muĥammad (s.) sagte:

    „Kein Prophet wurde so sehr gedemütigt wie ich.“

     

    Dennoch hat sich der Prophet über das Leid seines Volkes in Geduld geübt. So ruft ihn der heilige Qur’ān dazu auf, eine höhere Ebene der Geduld zu praktizieren, indem der gesegnete Vers besagt:

     

    فَاصْبِرْ لِحُكْمِ رَبِّكَ وَلاَ تَكُنْ كَصَاحِبِ الْحُوتِ

     

    So warte geduldig auf den Befehl deines Herrn, und sei nicht wie der Mann des Fisches[5]

     

    „Der Mann des Fisches“ ist der Prophet Yunus (a.), welcher ein Bittgebet gegen sein Volk sprach und von ihnen ging als sie nicht an ihn geglaubt haben. Hierbei wird deutlich sichtbar, wie der heilige Qur’ān den Propheten (s.) anspricht und sagt, dass er (s.) nicht den Rang hat, den der Prophet Yunus innehat. Wir sehen weiterhin, was der heilige Qur’ān über den Propheten Adam (a.) sagt:

     

    وَلَقَدْ عَهِدْنَا إِلَى آدَمَ مِنْ قَبْلُ فَنَسِيَ وَلَمْ نَجِدْ لَه ُُ عَزْما

     

    Und wahrlich, Wir schlossen zuvor einen Bund mit Adam, aber er vergaß (ihn); Wir fanden in ihm kein Ausharrungsvermögen[6]

     

    Es wurde deutlich gemacht, dass einige wenige Gesandte zu den „Ul-ul Azm“ zählen. Die Bedeutung des Wortes „Ul-ul-Azm“ erläuterte Imam al-Riđa (a.) als er über diese Gruppe der Gesandten befragt wurde:

    „Diejenigen Gesandten wurden „Ul-ul Azm“ genannt, weil sie die „Leute der Bestimmung und Gesetzgebung“[7] waren.“

     

    Diese Gesandten (dazu gehören Noah, Ibrahim, Mussa, Issa und Muhammad) hatten ein Gesetzbuch, womit sie die Menschen zur Rechtleitung aufforderten. Deshalb riefen jene Propheten, welche beispielsweise nach Noah (a.) kamen, stets zu der Rechtleitung des Propheten Noah, bis der nächste „Ul-ul Azm“ Gesandte kam, welcher Ibrahim (a.) war und zu einer neueren, erweiterten Gesetzgebung rief. Folglich riefen alle Propheten, welche nach Ibrahim kamen stets zum Gesetzbuch Ibrahims bis der nächste Gesandte aus der „Ul-ul Azm“ kam und seine Botschaft verkündete und dies war Mussa (a.). Hiernach kam Issa (a.) und nach ihm brach das Zeitalter des Siegels der Propheten (s.) an und er verkündete die letzte Botschaft Gottes.

     

    Deshalb sagte Imam al-Riđa (a.):

    „Diese fünf Gesandte sind die „Ul-ul Azm“ und sie sind von allen Propheten und Gesandten die Vorzüglichsten.“

     

    [1] Sure: Al-Baqarah, Vers 285

    [2] Sure: Al-‚Isrā‘, Vers 55

    [3] Sure: Al-Baqarah, Vers 253

    [4] Sure: Al-‚Aĥqāf, Vers 35

    [5] Sure: Al-Qalam, Vers 48

    [6] Sure: Ţāhā, Vers 115

    [7] أصحاب العزائم والشرائع

     

    Quelle: http://www.alhaydari.de