islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Die Fernsehserie Muchtar-nameh –

    Die Fernsehserie Muchtar-nameh –

    Rate this post

     

    Der Aufstand von Imam Hussein, Sohn des Imam Ali weist besondere Merkmale gegenüber anderen Erhebungen in der Geschichte auf und blieb in der Geschichte verewigt, Uns liegen zahlreiche Bücher, Artikel und Forschungsarbeiten über diese historische Ereignis vor und es wurden viele Filme über Aschura gedreht.

     

    Muchtar-Nameh ist eine iranische Fernsehreihe über den Aufstand, den Muchtar Thaqafi verübte, um die Ermordung Imam Husseins zu vergelten. Regisseur dieses Filmes ist Davud Mirbaqeri. Diese Serie besteht aus 40 Teilen und läuft zur Zeit im ersten Programm der Iranischen Fernsehen und im Weltfernsehnetz „ifilm“. Die Produktion von Muchtar-Nameh dauerte 9 Jahre und beruht auf soliden Recherchen. Es wurden große finanzielle Mittel investiert und erfahrene menschliche Kräfte herangezogen. Seit dem 14. Januar wird diese Serie auch für arabischsprachiges Publikum ausgestrahlt.

     

    Ihr Regisseur Davud Mirbaqeri hat schon zuvor Filme über die Islamische Geschichte gedreht. Er sagt, dass ihn immer schon religiöse Persönlichkeiten und die Vorbilder der Religionserkenntnis interessiert haben und er den Wunsch hatte, sie verstärkt in Kino und Fernsehen vorzustellen. Der Aufstand von Muchtar ist geschichtlich gesehen sehr bedeutend, denn es war der erste gelungene Aufstand nach der Erhebung von Imam Hussein a.s. Die Produktion von Muchtar-Nameh diente Mirbaqeri indirekt zur Vorstellung Imam Husseins und seines Denkens. Mit Hinweis auf den dramatischen Verlauf der Ereignisse in dieser Filmserie sagt Mir Baqeri, dass solche Aspekte bei allen Filmen die Anziehungskraft steigern.

     

    Es ist klar, dass Imam Hussein bewusst seine Bewegung begann, um den Islam wieder zu beleben und gegen das verdorbene Regime, welches die Muslime beherrschte vorzugehen. Diese Bewegung mündete in dem Aschura-Aufstand. Auf den ersten Blick scheint es, dass der Imam und seine Helfer am Aschura-Tag von Yazid besiegt worden sind. Die Hinterbliebenen von Imam Hussein haben jedoch die Botschaft von Aschura weitergetragen und konnten die Sabotage des Feindes vereiteln, so dass heute fast jeder weiß, dass Imam Hussein a.s. der wahre Sieger von Kerbela war und ist.

     

    Kurze Zeit nach der Bewegung Imam Husseins, bereuten einige, dass sie dem Enkelsohn des Propheten Gottes nicht zur Seite gestanden hatten. Sie entschlossen sich daher zu Reaktionen gegenüber den herrschenden Ummayaden. Die Geschichte nennt verschiedene Gruppen und Leute, die nach Vergeltung für das vergossene Blut von Imam Hussein strebten. Der Aufstand der „Reuigen“ und der Aufstand von Muchtar sind die wichtigsten dieser Bewegungen gewesen. Sie entstanden in Kufeh. In Kufeh hatten Persönlichkeiten und Bewohner Imam Hussein in einem Brief eingeladen in diese Stadt zu kommen. Aber weil der Regierungsapparat sie einschüchterte und täuschte, haben sie bald darauf Imam Hussein im Stich gelassen.

     

    Muchtar Thaqafi befand sich zur Zeit des Aschura-Geschehens im Gefängnis. Er ist vielleicht einer der bekanntesten Personen, deren Namen eng mit den Ereignissen nach dem Aufstand Imam Husseins verflochten sind. Wer sich mit seinem Leben beschäftigt, erfährt automatisch auch mehr über die Ereignisse des Aufstandes von Imam Hussein machen. Durch seinen Aufstand gegen die Mörder des Imams klärte Muchtar über Aschura und die edlen Motive des Imams auf. Wer aber war Muchtar? Wie hat er gelebt?

     

    Muchtar Sohn des Abu Ubaida Thaqafi erblickte im Jahre 622 nach Christus, d.h. im ersten Jahr nach der Hidschra des Propheten das Licht der Welt. Er war Sohn einer renommierten arabischen Familie. Die Geschichte berichtet über ihn als einen mutigen und klugen Menschen, der seine Kühnheit bei vielen Gefechten unter Beweis gestellt hatte. Er war eine einflussreiche Persönlichkeit, und Anhänger Imam Husseins in Kufa. Abdullah Ibn Ziyyad, der Herrscher von Kufa ließ Muchtar festnehmen und einkerkern. Erst nach dem blutigen Geschehen zu Kerbela wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. 5 Jahre nach dem Widerstandskampf von Imam Hussein hat Muchtari, als er die Umstände für günstig befand, sich zusammen mit vielen aus der Bevölkerung in Kufa, Vergeltung für das vergossene Blut von Imam Hussein fordernd, erhoben. 18 Monate lange übernahm er die Verwaltung über diese Stadt. Sein Aufstand geschah 66 Jahre nach der Hidschra , 685 nach Christus. Er führte die Urheber des blutigen Geschehens in Kerbela und Mörder von Kerbela ihrer gerechten Strafe zu. Außerdem führte er viele Gefechte und eroberte viele Gebiete. Aber schließlich wurde er 67 nach der Hidschra, 686 nach Christus im Gefecht mit dem Heer des Musab Ibn Zubair , der von den Aristrokaten von Kufa Unterstützung erhielt, ermordet.

     

    Der verstorbene iranische Gelehrte Alameh Madschlissi hat über Muchtar gesagt: „Muchtar beschrieb die vortrefflichen Eigenschaften der Edlen aus dem Hause des Propheten a.s. und war überzeugt, dass sie besser als alle anderen für das Imamat und die Regierung nach dem Propheten geeignet sind. Muchtar war sehr betrübt über die Leiden, welche die Familie des Propheten ertragen musste.“

     

    Der ägyptische Schriftsteller und Muslim Tufiq Abu Alam schreibt über Muchtar: „Das einzige konsequente und blutige Vorgehen , welches in der Geschichte vor Tadeln sicher blieb und dessen Rechtfertigung anerkannt worden ist, ist das gerechte Vorgehen Muchtars.“

     

    Leute wie Tufiq Abu Alam begründen diese Einstellung mit den Ereignissen von Aschura und dem bestialischen Vorgehen der Heeresleute von Yazid gegen Imam Hussein a.s. ,seine Familie und seine Gefährten, wofür in der Geschichte kaum ein anderes Beispiel genannt werden kann.

     

    Nach Beginn der Ausstrahlung der Serie Muchtarnameh , welche schnell populär wurde, hat man auch eine Umsetzung in andere Sprachen untersucht. Aufgrund zahlreicher Anfragen von Interessenten in arabischen Ländern wurden die Texte in arabisch umgeschrieben . Im Moment wird auch an einer Übersetzung dieser Serie in Englisch, Französisch, Kurdisch, Bosnisch, Azari und Urdu gearbeitet.

     

    In der Arabischen Welt gibt es allerdings auch einige, denen die geschichtliche Aufklärung in Muchtar-Nameh missfällt und die Gegenpropaganda betreiben. Ihnen bereitet es Missbehagen, dass einige Wahrheiten über das Vorgehen einer Reihe ehemaliger Prophetengefährten offengelegt werden und sie bezeichnen das als Beleidigung. Ayatollah Naser Schirasi, eines der Nachahmungsvorbilder und renommierter iranischer Religionsgelehrter sagt dazu: „ Wiedergabe der Geschichte und Schmähung sind zwei grundverschiedene Dinge. Dieser Film ist eine Wiedergabe der Geschichte , was nicht schlimm ist. Man soll nicht die Augen vor der Geschichte verschließen. Etwas zu Untersuchen ist etwas anderes als Beleidigung. Diese beiden darf man nicht für ein und dasselbe betrachten.“ Dieser Religionsgelehrte unterstreicht: „Wenn blinder Eifer aus dem Spiel gelassen wird und die Geschichte, so wie sie ist, wiedergegeben wird, werden viele Tastsachen und Dinge geklärt werden.

     

    Auch der Leiter des Portals ifilm, welches die Ausstrahlung der Serie Muchtar-Nameh auf Arabisch begonnen hat , meint: „Muchtar-Nameh ist gestützt auf zuverlässige geschichtliche Quellen, welche die verschiedenen religiösen Richtungen in der Islamischen Welt, ob sunnitisch oder schiitisch akzeptieren, gedreht worden und wird zweifelsohne von der öffentlichen Meinung in der arabischen Welt begrüßt werden.“

     

    In Bezug auf einige Meinungsäußerungen verwies er auf den Koranvers, der die Muslime auffordert, sich alle Meinungen anzuhören und die beste auszuwählen.

     

    Jedenfalls wird aus arabischen Regionalstaaten berichtet, dass die ersten 4 Teile dieser Serie, beim Publikum alle gut ankamen und viele waren der Meinung, auf diese Weise mehr über die Motive des Aufstandes von Imam Hussein und über die Zustände der damaligen Gesellschaft erfahren zu haben. Bereits zuvor haben religiöse Filmserien, wie „Josef, der Prophet“ und „Die Heilige Maria“ Beifall in arabischen und nicht-arabischen Ländern gefunden. Zurzeit werden einige iranische Serien über bekannte Sattelitensender ausgestrahlt.

     

    Quelle: http://german.irib.ir