islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Die Hadschreisen des Propheten

    Die Hadschreisen des Propheten

    • http://german.irib.ir
    Die Hadschreisen des Propheten
    Rate this post

     

    Der Edle Prophet – Allahs Segensgruß sei ihm und seinem Hause – hat gesagt:

     

    ich habe zwei Kostbarkeiten unter euch zurückgelassen: Die Schrift Gottes und die Reinen aus meinem Haus. Wenn ihr bei ihnen Halt sucht, werdet ihr euch nie verirren.

     

    Die Reise nach Mekka und Medina ruft viele Erinnerungen an die Islamische Geschichte hervor Jahrhunderte sind seit der Zeit vergangen, zu der sich der Prophet mit seinen Gefährten in diesen beiden Heiligen Städten aufhielt.

     

    Doch die Erinnerungen an die Opfer, die der Prophet Gottes brachte und an seine Wohltaten bleiben unvergesslich. Wie die Geschichte dokumentiert war es das freundliche und großmütige Wesen Mohammads (Friede ihm und seinem Hause), welches die Herzen eroberte. Er war von hohem Charakter, milde und bescheide , hatte ein Herz für die Bedürftigen und war weit entfernt von Egoismus und Machtbestrebung. Dies alles hat ihn beliebt gemacht.

     

    Die Unterdrückten suchten bei ihm Zuflucht und er gebot auch Nicht-Muslimen Schutz. Ihm gelang es dank seiner hohen Eigenschaften ein unwissendes zerspaltetes Volk in eine geschlossene mächtige Glaubensgemeinschaft zu verwandeln.

     

    Durch den Hadsch fand der Prophet die Gelegenheit die Grundlagen seiner Botschaft zu festigen. Nach seiner Hidschra von Mekka nach Medina ist er nur einmal auf die große Hadschreise gegangen, doch hat er mehr als einmal die kleine Hadschreise Umreh vollzogen. 7 Jahre, nachdem die Muslime nach Medina ausgewandert waren konnten sie sich wieder am Hause Gottes in Mekka einfinden. Ein Jahr vorher hatte der Prophet mit den Götzendienern von Mekka ein Abkommen abgeschlossen, das als „Hudaibiya“ –Friede bekannt wurde. Gemäß diesem Abkommen war es den Muslimen gestattet, jedes Jahr drei Tage zur Kaaba in Mekka zu pilgern.

     

    Sieben Jahre nach der Hidschra ging also der sehnliche Wunsch, die Kaaba aufzusuchen, endlich für die Muslime in Erfüllung. Hunderte Muslime begleiteten den Propheten in die Heilige Stadt. Es war die erste Versammlung der Ein-Gott-Gläubigen an der Kaaba nach dem Verlassen von Mekka. Die Karawane machte sich also auf den Weg. Einer der Muslime namens Abdollah , der das Kameltier, auf dem der Prophet Gottes saß, am Zügel führte, rief in Gedichtsform: Ihr Kinder des Gottunglaubens und der Götzenanbetung, macht den Weg für den Propheten frei. Ihr sollt wissen, dass er die Quelle des Wohls ist.“ Der Prophet aber bat ihn stattdessen folgende Sätze auszurufen:

     

    Es gibt keinen Gott außer dem Einen Gott. Er ist der Einzige Gott. Seine Verheißung ist wahr. Er hat seinem Diener geholfen und seinem Heer Größe verliehen.

     

    Die Muslime umkreisten eindrucksvoll die Kaaba und ließen den schönen Ruf von dem Glauben an den Einen Gott durch die Heilige Moschee erklingen. Der Prophet Gottes bat Bilal das Dach der Kaaba zu besteigen und den beseelenden Adhan – den Gebetsaufruf erschallen zu lassen . Belal der ehemalige Sklave aus Abbessinien, der einst die schwersten Foltern seitens der Götzenanbeter in dieser Stadt erlitten hatte, verkündete von der Kaaba aus das Bekenntnis zur Einheit Gottes und das Bekenntnis zum Propheten. Der Islam führte damit seine erhabene Größe vor Augen und es wurde wahr, was Gott in der Sure 48 im Vers 27 verheißen hatte:

     

    Gott hat doch Seinem Gesandten, das was er ihm in der Welt des Traumes zeigte, wirklich wahr gemacht. Bestimmt werdet ihr alle – mit Gottes Willen, – die heilige Moschee in Sicherheit betreten und euch den Kopf scheren oder das Haar stutzen, ohne dass ihr euch vor jemanden zu fürchten braucht. Und Gott wusste, was ihr nicht wusstet ..

     

    Die Götzendiener hielten ihr Versprechen, die Muslime nicht anzugreifen , nicht ein. Deshalb machte sich der Prophet mit einer großen Schar von Muslimen auf den Weg nach Mekka um die Stadt einzunehmen. Dies gilt als Wendepunkt in der Geschichte des Islams. Die Einnahme von Mekka verlief ohne jegliche kriegerische Handlung. Einige Jahre später konnte nun wieder der Hadsch, wie in Abraham eingeführt hatte, vollzogen werden. Die Befreiung des Hauses Gottes vom Götzentum und die Vorherrschaft des Ein-Gott-Glaubens in Mekka war ein wichtiges Ziel, welches durch die Eroberung von Mekka Wirklichkeit wurde. Als der Prophet Gottes die Kaaba betrat, dankte er Gott für die Erfüllung Seiner Verheißung.

     

    Im 10. Jahr nach der Hidschra erhielt der Prophet des Islams von Gott den Auftrag, die Hadschzeremonie zu vollziehen und diese bedeutende gottesdienstliche Pflicht von allem Aberglauben zu befreien. Einen Monat vor dem Hadschmonat, im Monat Dhi Qada 10 Jahre nach der Hidschra erfolgte der allgemeine Aufruf des Propheten zum Hadsch. Tausende kündigten an, dass sie den Propheten auf dieser Reise begleiten werden. Der Prophet nahm über 60 Kamel von Medina mit nach Mekka um sie während der Hadschzeremonie für Gott zu opfern. Als die Pilger den Ort Zul Hulayfa erreichten, hüllten sie sich in der Schadschara-Moschee in zwei einfache Tücher und traten in den Weihzustand. Labaik-rufend zogen sie nach Mekka weiter.

     

    Labaik

     

    Der Prophet betrat Mekka, während er immer wieder rief:

     

    O Gott, Besitzer der Himmel, ich bin deiner Einladung gefolgt.

     

    Dann betrat er die Al-Haram-Moschee. Beim Anblick der Kaaba hob er die Hände empor rief Allah Akbar – Gott ist größer und sprach: „O Gott, bei der Ehre und Größe dieses Hauses, jedem der zum Hadsch und zur Umreh kommt dem vermehre seine Würde und sein Wohl.

     

    Dann schickte der Prophet Segensgrüße an Abraham. Er ging zum Schwarzen Stein um ihn zu berühren, und umschritt dann 7 mal das Haus Gottes. Hinter dem Platz Abrahams verrichtete er zwei Gebetsabschnitte und trank vom Zam-Zam-Wasser. Dann ging er zum Berg Safa. Dort pries er Gott und dankte ihm und blieb eine Weile in Gedanken versunken, bevor er den nächsten Hadschbrauch durchführte. Vielleicht musste er zurückdenken an die Zeit wo er an dieser Stelle den Menschen zugerufen hatte: Sagt es gibt keinen Gott außer Gott, damit ihr Rettung findet.

     

    Aber die Götzendiener hatten nicht auf ihn gehört und hatten ihn und die ersten Muslime misshandelt.

     

    Der Prophet des Islams blieb bis zum 8. Tag des Dhi-Hadscha in einem Zelt außerhalb von Mekka und am 8. Tag setzte er sich in Richtung Arafat in Bewegung. Dort blieb er am 9. Tag und am bei Sonnenuntergang zog er nach Maschar weiter um dort bis zum Morgen des 10. Hadschtages zu verweilen. Dann brach er in Richtung Mina auf, bewarf dort die Steinsäulen, die den Teufel symbolisieren, brachte ein Opfer dar und erfüllte den Taqsir-Brauch. Daraufhin kehrte er nach Mekka zurück. Auf diese Weise tat er alles, damit die Pilger zum Hause Gottes die Hadsch-Zeremonie richtig erlernen.

     

    Dies war die einzige und zugleich letzte große Hadschreise des Propheten , die als Hadscha-l Wada bekannt ist. Sie wurde zum Vorbild der Muslime. Nun ruht der Botschafter Gottes in Medina. Einer Stadt die zahlreiche Erinnerungen an den Propheten in sich bewahrt. Wenn von seiner Moschee aus zum Gebet aufgerufen wird, erinnern sich die Pilgern an den ersten Adhan, mit dem Belal die Menschen zum Gebet herbeirief.

     

    Hier in Medina gab der Prophet folgende letzte Empfehlung mit: Ihr Muslime: Gebt acht, dass ihr nach mir nicht eure Einheit und Brüderlichkeit, die ihr dank des Ein-Gott-Glaubens erlangt habt, wieder verliert und einander angreift und zum Nicht-Glauben und der Ignoranz zurückkehrt. Denn ich habe zwei Kostbarkeiten unter euch zurückgelassen: Die Schrift Gottes und die Reinen aus meinem Haus. Wenn ihr bei ihnen Halt sucht, werdet ihr euch nie verirren.