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    Die Islamische Revolution Iran und ihr Bündnis zwischen Religion, Führung und Volk

    Die Islamische Revolution Iran und ihr Bündnis zwischen Religion, Führung und Volk
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    Foucault: …“Man muss sagen, dass 1978 im Iran der Islam kein Opium für das Volk war sondern neues Leben für eine leblose Welt.“

     

    Die Islamische Revolution Irans, gilt als eines der größten politisch-gesellschaftlichen Ereignisse in der zweiten Hälfe des 20. Jahrhunderts . Sie unterscheidet sich mit ihren Folgeerscheinungen und ihrer Struktur von anderen Revolutionen grundsätzlich und machte daher viele Experten und die Weltbevölkerung auf sich aufmerksam. Sie ereignete sich in einem Zeitabschnitt, in dem zwei Supermächte die Weltordnung bestimmten. Auf der einen Seite dieser Ordnung stand das kommunistische auf der anderen das kapitalistische, liberalistische System. In beiden Länderblocks wurde die Religion so weit es geht eingeschränkt.

     

    Im kommunistischen Denken wurde Religion als „Opium der Masse“ betrachtet und im Liberalismus wurde sie aus der Politik verbannt und auf die Privatsphäre beschränkt. Doch dank der Islamischen Revolution im Iran erlebte die Welt eine Bewegung, bei der die Religion ganz oben an zu stehen kam. Das typische Merkmal dieser Bewegung war die Umkehr zu den spirituellen Werten und die Beachtung der Religion. Aus diesem Grunde hatten viele Theoretiker Probleme, die Revolution im Iran mit den üblichen Revolutionstheorien zu erklären.

     

    Zu einer Zeit, wo die Weltmächte versuchten mit allen Mitteln die spirituellen Werte an den Rand zu verdrängen, hat also ein Volk ,gestützt auf seine religiösen Lehren, ein neue Sphäre inmitten der vorherrschenden Zustände und Denkrichtungen geschaffen. Unter Anführung einer Persönlichkeit wie Imam Chomeini, hat die Islamische Revolution Iran die Religion als aktives Moment auf die politischen Szene gebracht.

     

    Michel Foucault , der französischen Soziologe ist der Ansicht: „Die Islamische Revolution und die Islamische Regierung waren ein Weg, um die Spiritualität in das politische Leben einzubringen. Die Religion konnte mit ihrem tiefen Einfluss auf das Herz der Menschen, eine Rolle übernehmen und die Bevölkerung gegen eine Regierung mobilisieren, welche eine der best ausgerüsteten Armeen besaß und seitens der USA unterstützt wurde. Kein politischer Anführer kann von sich behaupten, dass das Volk mit ihm eine solche starke Verbindung hat wie Ajatollah Chomeini.

     

    Zu den wichtigsten Merkmalen der Islamischen Revolution gehören die Rolle der Religion als Schwerpunkt, die kluge Vorausplanung der Führung und die Mitbeteiligung der Massen. Diese drei Faktoren haben politische Theoretiker zu neue Hypothesen hinsichtlich der Geburt von Revolutionen und Volksbewegungen angeregt. Bei Betrachtung der Entwicklung der Islamischen Revolution stellen wir fest, dass ihr Hauptziel die Wiederbelebung des Islams war. Es ging darum, dass die religiösen Werte herrschen sollten, ohne dass sie von den anderen üblichen politischen Schulen beeinflusst werden oder zu ihnen tendieren. Natürlich verbarg dieses hohe Ideal auch weitere Ziele wie soziale Gerechtigkeit, Freiheit und Unabhängigkeit hinsichtlich Politik, Wirtschaft und Kultur in sich.

     

    Die Revolutionsführung lag in der Hand einer politisch und religiös gesehen außergewöhnlichen Person, nämlich Imam Chomeini. Er war bewusst und weitsichtig und zog daher die Aufmerksamkeit der religiösen Bevölkerung auf sich. Im Islamischen Denken muss die politische Macht des Oberhauptes auf den religiösen Lehren beruhen. Dies ist der Unterschied eines mächtigen und beliebten Religionsführers zu den Führern anderer Systeme auf der Welt. Außerdem muss gemäß islamischen Denken zwischen Volk und Oberhaupt eine immaterielle Beziehung bestehen.

     

    Der Gedanke, auf einen rechtschaffenen Verwalter an der Spitze zu hören, was im Iran unter Wilayat-e Faqih verstanden wird, hat sich als religiöses Prinzip und allgemeine Kultur seinen Weg in das Leben und die Herzen der Menschen gebahnt.

    Die muslimische Bevölkerung hatte Imam Chomeini ins Herz geschlossen und betrachtete es als religiöse Pflicht, sich seiner politischen und religiösen Bewegung anzuschließen.

     

    Durch seine progressive Bewegung konnte Imam Chomeini den religiösen Glauben der Bevölkerung und die Gesellschaft wieder zum Leben erwecken. Jener großartige Mensch lenkte die Menschen gedanklich und in Bezug auf ihr Handeln wieder zu den spirituellen Lehren zurück und führte eine allgemeine Bewegung zum Kampf gegen das Unrecht und zur Abwehr jeder Vorherrschaft sowie zur Herstellung der Islamischen Regierung an.

     

    Imam Chomeini r.h. nahm sich an den Propheten ein Beispiel, wenn er von Recht und Wahrheit sprach und standhaft blieb. Festen Willens und mit seiner wirkungsvollen Sprache forderte er die Front des Unrechts zum Kampf heraus. Mit seinem Aufstand hat er Millionen von Menschen, die in der Unwissenheit der modernen Ära den Weg verloren hatten, wieder zurück auf den Weg zur Spiritualität gerufen. Er hat wie ein klarer Spiegel, den Islam für die Menschheit reflektiert.

     

    Die Treue der iranischen Bevölkerung zu den religiösen Werten und ihr Vertrauen zu dem Imam als den würdigsten religiösen Führer, ließ eine starke Solidarität in der Gesellschaft entstehen. Durch das Bündnis zwischen dem Imam und dem Volk entstand die Islamische Revolution.

     

    An dem Sieg der Islamischen Revolution waren alle Bevölkerungsgruppen und sogar politische Gruppen beteiligt. Die Einheit der iranischen Bevölkerung war keine Einheit aufgrund einer Parteikoalition oder vorübergehender Interessenbündnisse. Diese Mobilisation der Massen und ihre Einmütigkeit war vor allen Dingen dem Islam zu verdanken, denn der Islam ruft die Menschen zum Kampf gegen das Unrecht auf und bezeichnet diesbezüglich jeden, egal aus welcher Schicht er kommt, als verantwortlich. Dies ist einer der wichtigen Gründe für die massive Teilnahme der Bevölkerung an der Islamischen Revolution. Es waren Handwerker, Arbeiter und Bauern, Akademiker , Geistliche und ganz normale Bürger, die für die Revolution kämpften. Michel Foucault schreibt daher: „Derartiges hat es noch nie in der Geschichte gegeben und die Islamische Revolution im Iran ist in dieser Beziehung den anderen voraus. Ich war Zeuge der Teilnahme der verschiedenen Schichten, von Intellektuellen bis zum einfachen Bürger, von Reichen bis zu den Armen und allen andere Gruppen. Die iranische Revolution demonstrierte einen Kollektivwillen. Ich bin in Teheran und im ganzen Iran dem Kollektivwillen eines Volke begegnet. Die Religion war für sie alle eine Frohbotschaft für den Wechsel. Man muss sagen, dass 1978 im Iran der Islam kein Opium für das Volk war sondern neues Leben für eine leblose Welt.“

     

    Das System vor der Revolution versuchte, das religiöse Denken und den Glauben der Menschen zu zerstören. Der Schah war darum bemüht, Misstrauen hinsichtlich der religiösen Anführer zu erzeugen . Er stärkte abwegige Sekten und versuchte, die islamische Kultur durch die westliche zu verdrängen. Aber es geschah das Gegenteil: Der Islam wurde Dreh- und Angelpunkt der Protestbewegung gegen ihn. Ihr Motiv war die Überzeugung, dass diese Religion mit ihren Konzepten für Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden, Sicherheit und ein höheres spirituelles Niveau garantieren kann.

     

    Die Islamische Revolution verbreitete die Gewissheit, dass die Welt zur Erreichung von wahren Frieden, Politiker braucht, die sich an die moralischen Grundsätze halten. Diese Revolution hat die Werte wie Glauben und Freiheit und Würde des Menschen betont und bekannt gegeben, dass die Religion als starkes Element in den internationalen Bereichen der Gesellschaft, Politik und Kultur, den Menschen wahres Wohl und Größe bescheren kann.

     

    Die Islamische Revolution im Iran hat Wogen des Erwachsens auf der Welt und insbesondere in der Islamischen Welt ausgelöst . Wir sehen, dass heute viele Freiheitsbewegungen im Nahen Osten und an anderen Orten von der Islamischen Volksrevolution im Iran inspiriert wurden.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/verschiedenes/item/245772-die-islamische-revolution-iran-und-ihr-b%C3%BCndnis-zwischen-religion-f%C3%BChrung-und-volk