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    Die letzten Minuten des Gesandten Gottes (ص)

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    *Dieser Hadith ist eine Zusammenstellung aus zwei Hadithen, die uns überliefert wurden. Beide Hadithe beschreiben das selbe Ereignis, jedoch legen beide auf eine andere Begebenheit ihren Schwerpunkt. Wir haben diese Hadithe zu einem zusammengefasst, um so das Ereignis bestmöglichst und am detailiertesten zu beschreiben.

     

    Als die letzten Minuten des Gesandten Allahs (ص) hereinbrachen, kam der Todesengel und bat um Erlaubnis hereintreten zu dürfen. Dem Propheten (ص) ging es sehr schlecht, und Hassan und Hussein waren voller Trauer, sodass sie sich auf die Brust des Propheten geworfen haben. Da kam der Fürst der Gläubigen und wollte sie vom Propheten entfernen, doch der Gesandte Allahs (ص) öffnete seine Augen und sagte:

     

    „O Ali, lass sie mich riechen und ich sie riechen und lass sie sich von mir verabschieden und ich verabschiede sie, denn sie werden nach mir unterdrückt und ermordet werden. Allahs Fluch sei auf diejenigen, die sie unterdrücken“, wobei er diesen Satz dreimal wiederholte.

     

    Zu dieser Stunde versorgte ihn der Fürst der Gläubigen, wobei sie den Menschen verboten haben, den Gesandten Allahs (ص) zu besuchen.

     

    Plötzlich erschien eine Person, die ‚Salam‘ rief. „Darf ich eintreten?“, fragte er, um die Erlaubnis zum Eintritt zu bekommen. Doch Fatima (ع), Tochter von Muhammad (ص), erlaubte ihm nicht einzutreten. „Es tut mir Leid, mein Vater ist krank“, sagte Fatima (ع), trat zurück und schloss die Tür.

     

    Daraufhin kehrte Fatima (ع) zurück zu ihrem Vater, der seine Augen öffnete und Fatima (ع) fragte: „Wer war das, meine Tochter?“

    „Ich weiß es nicht, mein Vater. Ich habe ihn zum ersten Mal gesehen“, sagte Fatima (ع) sanft.

     

    Dann schaute Rasulullah (ص) seine Tochter mit einem Blick an, als wolle er sich an jedes einzelne Teil des Gesichts seiner Tochter stets erinnern. „Wisse eine Sache! Er ist es, der die zeitlich begrenzte Freude löscht. Er ist es, der die Gesellschaft in dieser Welt voneinander trennt. Er ist der Engel des Todes (Azrail). Er hat noch nie jemanden vor mir um Erlaubnis gebeten zu kommen und wird nach mir auch niemanden um Erlaubnis fragen. So erlaube ihm den Eintritt“, sprach Rasulullah (ص).

    Fatima (ع) unterdrückte ihr Weinen und erlaubte ihm den Eintritt. Er trat ein und sagte: „Der Friede sei mit dir, O Gesandter Allahs (ص). Der Hohe und Erhabene sendet dir seinen Frieden und lässt dich wählen zwischen dem Verbleib im Diesseits und seinem Antreffen.“

     

    Da sagte der Gesandte Gottes (ص): „O Todesengel, gewähre mir eine Frist, bis mein Liebling Gabriel zu mir kommt.“
    Da hob der Todesengel zum Himmel hinauf und Gabriel empfing ihn, wobei er sagte:
    „O Engel des Todes, hast du die Seele von Muhammad (ص) genommen?“ Er antwortete: „Nein, O Gabriel. Er verlangte eine Frist, bis er dich sieht.“

     

    Da sagte Gabriel: „O Engel des Todes, siehst du nicht die Gärten, wie sie sich geschmückt haben, um die Seele des Gesandten Gottes zu empfangen? Siehst du nicht wie aufgeregt die Engel sind, weil sie gleich die Seele von Muhammad (ص) empfangen dürfen?“

     

    Dann ging Gabriel hinunter zum Gesandten Gottes (ص) und sagte:

    „O Gesandter Allahs, der Hohe und Erhabene sendet dir seinen Frieden und sagt dir: „Und wahrlich, dein Herr wird dir geben und du wirst wohlzufrieden sein.“ [93:5]

    „O Gabriel, erläutere mir meine Rechte vor Allah (swt)“, bat Rasulullah (ص) mit schwacher Stimme.

    „Die Türen des Himmels wurden geöffnet, die Engel warten auf deine Seele. Das Paradies wartet weit geöffnet auf dich“, sprach Gabriel. Doch natürlich entlastete dies alles den Gesandten Allahs (ص) nicht, seine Augen waren immer noch voller Sorgen.

    „Du bist nicht fröhlich darüber, diese Neuigkeiten zu hören?“, fragte Gabriel.

    „Erzähle mir vom Schicksal meiner Ummah (Gemeinschaft) in der Zukunft.“

    „Mache dir keine Sorgen, O Rasulullah. Ich hörte Allah (swt) zu mir sagen: ‚Ich erkläre das Paradies für jeden verboten, außer der Gemeinschaft von Muhammad’“, sprach Gabriel.

     

    Die Zeit für den Engel des Todes (Azrail) seine Arbeit zu vollrichten rückte näher und näher. Langsam wurde die Seele Rasulullah’s (ص) entzogen. Es schien, als wäre der Körper von Rasulullah voll mit Schweiß, die Nerven an seinem Hals wurden enger.

    „Gabriel, wie schmerzhaft ist dieses ‚Sakaratul Maut‘?“, äußerte Rasulullah (ص) langsam mit einem Stöhnen. Fatima (ع) schloss die Augen, Imam Ali (ع) saß neben ihr, tief gebeugt, und Gabriel drehte sein Gesicht weg.

    „Bin ich so abstoßend für dich, dass du dich von mir abwendest mit deinem Gesicht, O Gabriel?“, fragte der Gesandte Allah’s (ص) den Überbringer der Offenbarung. „Wer könnte Habibullah in seinem Sakaratul Maut sehen?“, sprach Gabriel.

     

    Kurz daraufhin stöhnte Rasulullah aufgrund der unerträglichen Schmerzen auf.

    „O Allah, wie groß doch dieses Sakaratul Maut ist. Gib mir all‘ diese Schmerzen, nicht aber meiner Ummah (Gemeinschaft).“ Der Körper des Gesandten Allah’s (ص) wurde kalt, seine Füße und seine Brust bewegten sich nicht mehr. Seine Lippen zitterten, als wolle er etwas sagen, Imam Ali (ع) hielt sein Ohr näher an den Gesandten Allah’s (ص). „Uushiikum bis salati, wa maa malakat aimanuku“ – „Kümmere dich um das Gebet und kümmere dich um die Schwachen unter euch.“

     

    Außerhalb des Raumes hörte man lautes Weinen, Sahaba (Gefährten) hielten sich gegenseitig. Fatima (ع) verbarg ihr Gesicht in ihren Händen und erneut hielt Imam Ali (ع) sein Ohr näher an den Mund des Gesandten Allah’s (ص), der bläulich wurde.

    „Ummati, Ummati, Ummati – meine Gemeinschaft, meine Gemeinschaft, meine Gemeinschaft.“

     

    Und das Leben des edlen Propheten (ص) endete.

    Da wischte Ali (ع) seine Hand über das Gesicht des Gesandten (ص) und stand auf und ging zu den Menschen. Er öffnete die Tür, wobei er weinte und sagte: „O ihr Leute, möge Allah euch den Lohn vervielfachen aufgrund der Tragödie eures Propheten, denn Allah (swt) hat ihn wieder zu sich gerufen.“ Da fingen die Leute an stark zu weinen und zu trauern. Fatima (ع) rief: „Wa Abata, wa Muhammada. Vater, wer bleibt nach dir für die Qibla und der Gebetskammer und wer ist für deine traurige weinende Tochter da?“

     

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    Quelle: http://www.erfan.ir/42506.html