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    Die Nähe zu Allah (Teil 4): Der Zeuge über die Propheten und Gesandte

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    4. Der Zeuge über die Propheten und Gesandtena

     

    Hier bezeugt der heilige Qur’ān in aller Deutlichkeit, dass der Gesandte Gottes (s.) nicht nur der Zeuge seiner Gemeinschaft ist, sondern auch der Zeuge über die Taten der Propheten und Gesandte. Deshalb ist es eine unausweichliche Tatsache, dass die Taten der Propheten und Gesandte durch den Gesandten Gottes (s.) bestätigt werden müssen, damit sie von Allah angenommen werden.

     

    Kann es also sein, dass Taten angenommen werden, welche nicht durch den Gesandten Gottes verifiziert wurden?

     

    فَكَيْفَ إِذَا جِئْنَا مِنْ كُلِّ أُمَّة ٍ بِشَهِيد ٍ وَجِئْنَا بِكَ عَلَى هَاؤُلاَء شَهِيدا

     

    Und wie, wenn Wir aus jedem Volk einen Zeugen herbeibringen und dich als Zeugen gegen diese herbeibringen?[1]

     

    Von jeder Gemeinschaft wird es einen Zeugen geben und der Zeuge über diese Zeugen ist der Gesandte Gottes Muĥammad (s.).

     

    Der Fürst der Gläubigen beschreibt diesen Vers wie folgt: „Die Geschöpfe werden an einem Ort versammeln, wo sie allesamt befragt werden. Niemand von ihnen wird sprechen, außer diejenigen, denen der Allerbarmer dies erlaubt hat und die das Recht sprechen (78:38). Es erheben sich die Gesandten und sie werden befragt. Haben sie die Botschaft erfüllt? Haben sie ihre Aufgaben erfüllt? Dies ist das Wort des Erhabenen:

     

    وَيَوْمَ نَبْعَثُ فِي كُلِّ أُمَّة ٍ شَهِيداً عَلَيْهِمْ مِنْ أَنفُسِهِم

    ْوَجِئْنَا بِكَ شَهِيداً عَلَى هَاؤُلاَء

     

    Und am Tage, da Wir in jeglichem Volk einen Zeugen aus ihren eigenen Reihen gegen sie selbst erwecken werden, wollen Wir dich als Zeugen bringen gegen diese [2]

     

    Der Fürst der Gläubigen sagte, dass der Gesandte Gottes der Zeuge über die Zeugen ist und die Zeugen sind die Propheten und Gesandte am Tage des Gerichts. Der heilige Vers macht uns eine wichtige Wahrheit deutlich: Für jeden Propheten gibt es eine Gemeinschaft. Wer ist jedoch die Gemeinschaft des Gesandten Gottes (s.)? Sind nur wir Muslime seine Gemeinschaft? Nein, alle Propheten und Gesandte gehören zur Gemeinschaft des Gesandten Gottes (s.). So wie der Gesandte Gottes Muĥammad (s.) ein Zeuge für die Muslime ist, so ist er auch Zeuge für sämtliche Propheten und Gesandte, welche entsandt wurden.

     

    Imam Al-Sādiq (a.) sagte: „O Muffadhal, weißt du denn nicht, dass Allah, Erhaben und Gepriesen sei Er, Eintausend Jahre vor Beginn der Schöpfung die Seele des Gesandten Gottes Muĥammad (s.) zu den Seelen der Propheten sandte?“

     

    Im ersten Teil der Analyse wurde bewiesen, dass der Gesandte Gottes der Erste war, welcher den Ruf seines Herrn beantwortete und bestätigte, als gefragt wurde: „Bin ich denn nicht euer Herr?“. Deshalb ist es eine Tatsache, dass das Prophetentum des Gesandten Gottes (s.) schon in der verborgenen Welt begann und nicht im Diesseits. Mit diesem Wissen verstehen wir auch die Überlieferung des Gesandten Gottes (s.), in der er sagte: „Ich war ein Prophet und Adam war zwischen Erde und Wasser.“

     

    Die Überlieferung des Imam al-Sādiq (a.) wird fortgesetzt: Muffadhal bejahte die Frage des Imams, welcher daraufhin sagte: „Wusstest du, dass er (die Seele des Gesandten Gottes) die anderen Propheten und Gesandte zur Einheit Gottes und Seine Befolgung aufrief?“

     

    Wir erkennen somit, dass die Gemeinschaft des Gesandten Gottes (s.) nicht nur aus den Muslimen besteht, sondern auch aus den Propheten und Gesandte, welche entsandt wurden und so ist er der Zeuge über sie allesamt. Hier wird uns eine andere Bedeutung des „Siegels“ deutlich, nämlich, dass der Gesandte Gottes (s.) die Taten der Propheten und Gesandte versiegelt bzw. bestätigt. Die Voraussetzung zur Annahme der Taten der Propheten, Gesandte und Führer ist das Siegel bzw. die Einwilligung des Gesandten Gottes Muĥammad (s.).

     

     

     

    [1] Sure: An-Nisā‘, Vers 41

    [2] Sure: An-Naĥl, Vers 89

     

     

    Quelle: http://www.alhaydari.de