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    Die Qur´anische Schrift und ihre Vokalisierung

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    Der Qur´an wurde zur Zeit des Propheten und im ersten und zweiten Jahrhundert in kufischer Schrift geschrieben. Die Unklarheit der kufischen Schrift, wie bereits erwähnt, machte es erforderlich, dass eine Organisation für die Erhaltung, Überlieferung und Lesung des Qur´an entstand. Doch auf diese Weise konnte die Schwierigkeit der Unklarheit nicht allgemein behoben werden. Nur die Überlieferer und diejenigen, die den Qur´an auswendig konnten, kannten die richtige Aussprache des Qur´an.

     

    Den anderen fiel es schwer, die Schrift auf Anhieb korrekt zu lesen. Aus diesem Grunde führte gegen Ende des ersten Jahrhunderts Abu al-Aswad al-Duali, ein Gefährte Imam Alis (a.), der unter der Anleitung des Imams die arabische Grammatik verfasst hatte, auf Anweisung des Umayyaden-Kalifen Abd al-Malik[1] die diakritischen Zeichen für die Buchstaben ein und behob auf diese Weise die Unklarheit der Schrift einigermaßen.

     

    Doch die Unklarheit wurde nicht vollständig behoben und blieb teilweise, bis der berühmte Grammatiker und Begründer der Prosodie Halil ibn Ahmad besondere Zeichen für die Aussprache der Buchstaben einführte. So entstanden die Längezeichen sowie die Zeichen für Kurzvokale, Vollständigkeit und Endungen, durch die die Unklarheiten der Aussprache beseitigt wurden. Die diakritischen Punkte, die vor der Einführung der Vokalisierung zur Bezeichnung der kurzen Vokale verwendet wurden, hatten sich mittlerweile eher als zusätzliche Quellen der Unklarheit erwiesen.[2]

     

    [1] Er lebte 685-705 n.Chr.

    [2] Vgl. Itqan, Band 2, Seite 171

     

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    Quelle: http://www.erfan.ir/46665.html

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