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    Die schiitische und sunnitische Einheit im schützenden Schatten von Tauhid (Monotheismus) und Prophetentum Teil 2

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    2. Prophetentum des heiligen Propheten (sa.a.s)

     

    Der andere Punkt, auf welchem die Einheit von schiitischen und sunnitischen Gruppen ruht, ist die Prophetenschaft des heiligen Propheten (s.a.a.s.) auf den Allah als „eine Gnade für alle Völker“ verweist.
    Er hat ihn auch als den Träger des Banners von Frieden und Freundschaft zwischen Muslimen und anderen Völkern weltweit vorgestellt. Für eine Zeitspanne von mehr als 23 Jahren ist der Prophet (s.a.a.s.) die wahre Manifestation des Kampfes für Brüderlichkeit und Gleichheit sowie des Kampfes gegen Rassendiskriminierung und Kolonisation gewesen. Er ist die klare Manifestation des Verses: „Verdient nun einer, der zur Wahrheit führt, eher, dass man ihm folgt, oder einer, der nicht rechtgeleitet ist, es sei denn, er wird selber rechtgeleitet? (Yunus (10): 35)

     

    In den frühen Tagen seiner Prophetenschaft hatte der Gottgesandte (s.a.a.s.) viele Briefe an wichtige Könige und Herrscher jener Zeit geschrieben, in welchen er ihnen die Ähnlichkeiten zwischen Muslimen und den Leuten ihrer betreffenden Länder darlegte, und nachdem er über Freundschaft und Einheit geredet hatte, arbeitete er die Wahrhaftigkeit und Richtigkeit des Islam sorgfältig aus. Er ermutigte ebenfalls, Bruderschafts- und Freundschaftsverträge unter Muslimen zu unterzeichnen und zu erweitern, wodurch das hässliche Gesicht der Streitereien und Nörgeleien in der muslimischen Gesellschaft praktisch niedergerissen wurde.

     

    3. Das Sich- Verlassen auf die Persönlichkeit des Imam Ali (a.s.)

     

    Schiiten und Sunniten können gute Ergebnisse erreichen und das Verständnis in ihrer Mitte verstärken, indem sie sich dazu entscheiden, die Persönlichkeit des Imam Ali (AS) in ihren Einzelheiten zu studieren. Dies ist die Persönlichkeit, auf welche sich Bin Abil Hadid bezieht, wenn er sagt: „Was sollen wir über eine Person sagen, welche anderen in Führung, Glaube und Dienst an Gott in einer Zeit voraus war, in der alle Leute Steine angebetet haben?!“

     

    Imam Ali (AS) sagt selbst in der fünfte Rede des Nahjul Balagha, dass die muslimische Einheit Entwicklung, Aufblühen, Segen, Macht und Würde mit sich bringt. Er rief bei verschiedenen Gelegenheiten zur Erweiterung der muslimischen Einheit auf. Schiitische und sunnitische Muslime glauben einmütig daran, dass eine Anzahl von Versen, einschließlich solcher, in welchen über das Gebet, die Nacht, in welcher der Prophet nach Medina ausgewandert war, Reinheit, Liebe und Schutzherrschaft die Rede ist, zu Ehren des Imam Ali, dem Standartenträger des Wissens und der Gottesfürchtigkeit, demjenigen, der in der Schule des heiligen Propheten (SAW) groß wurde, geoffenbart worden sind. Die besondere Aufmerksamkeit für diese Persönlichkeit kann unbedingt als ein wichtiger Eckstein zur Nährung der Einheit unter den Muslimen betrachtet werden.

     

    4. Der wissenschaftliche Dialog- eine Basis für die Einheit

     

    Die Gegenwart von Leuten, welche nicht sehen wollen wie die Muslime in ihren verschiedenen Gruppen und Sekten zusammen harmonisch unter dem Schirm des Monotheismus und Prophetentums leben, lässt die Verantwortung muslimischer Gelehrter wachsen. Ein Blick der Anhänger jeglicher Sekten auf die gemeinsamen Punkte, welche unter ihnen existieren, erhöht die Zusammenarbeit unter den Gruppen zu Gunsten des Nebeneinanderseins in der internationalen Gemeinschaft. Mehr noch ermutigt das genaue wissenschaftliche Prüfen der verschiedenen Punkte, welches auf den zwei wichtigen Gesetzesquellen, dem Qur’an und den prophetischen Überlieferungen, basiert, die ernsthaften und aufrichtigen Versuche in Richtung gründlicher Forschung. Dieser Fakt befähigt Muslime auch dazu, die Wahrheit zu erwerben und sich anzupassen und die Ansichten anderer auszudrücken. Indem wir diese zwei wichtigen Themen in Betracht ziehen, sollten wir die muslimische Gesellschaft und größere Massen darauf vorbereiten, sich Richtung Einheit zu bewegen, indem gemeinsame Ziele wie die Einheit Feinden gegenüber, Kampf gegen auf Spaltung gerichtete Tendenzen, Förderung der wissenschaftlichen, industriellen und kulturellen Entwicklung sowie Gleichheit und Brüderlichkeit erreicht werden.

     

    Außerdem sollten Wissenschaftler und Denker verschiedener Lehren das Feld wissenschaftlicher und forschungsorientierter Gespräche im schirmenden Schatten der Einheit und Ausgeglichenheit ausdehnen. Dies sollte darum geschehen, weil in der Vergangenheit ein solches Umfeld unglaubliche und ermutigende Ergebnisse gebracht hat, welche wir noch immer bezeugen können. Zum Beispiel ist es dieses Umfeld gewesen, welches den prominenten Gelehrten und Kanzler der Al-Azhar Universität in Ägypten, Scheich Mohammad Schaltut, dazu führte, sich einer tiefen Forschung über den schiitischen Glauben zu widmen, welche ihn zum Schluss dazu brachte, die berühmte Fatwa auszustellen, aus der ein Auszug wie folgt lautet: „Die Glaubensrichtung der Ja’fari, die als die Glaubensrichtung der zwölf Imame wohl bekannt ist, ist eine Glaubensrichtung, der zu folgen gesetzlich erlaubt ist, so wie es der Fall mit jeder beliebigen sunnitischen Glaubensrichtung ist. Daher ist es für die Muslime ratsam, sie besser zu kennen und den grundlosen Fanatismus hinsichtlich bestimmter Glaubensrichtungen beiseite zu legen.“

     

    Zweifelsohne hat Mohammad Schaltut seine Fatwa aufgrund von Forschung und in einer Umgebung von Einheit geschrieben. Dies ist, was prominente Gelehrte verschiedener islamischer Gruppen wie Dr. Mohammad Fahham, Scheich Mohammad Ghazali, Abd ar-Rahman Najjar, Vorsitzender der Vermögenskommission der Moschee in Kairo, Professor Ahmad Bek, Professor Scheich Schaltut und Abu Zahra, Professor Mahmud Sartawi- ein jordanischer Mufti, sowie Dr. Hamid Hanafi Dawoud- Dozent für arabische Literatur an der Universität Kairo dazu brachte, diese Fatwa zu unterstützen. Sie bedauerten, dass die gegenwärtigen Probleme, welche die muslimische Welt plagen, das Ergebnis der Uneinigkeit seien und glaubten daran, dass die Ausführung dieser Fatwa zur Lösung der Probleme führen sowie den Muslimen Fortschritt und Gleichstellung bringen würde.

     

    Schlusswort

     

    Über die letzten Jahrhunderte hinweg sind Muslime durch ihre eigenen sektiererischen Unterschiede hinter andere Nationen und Regierungen zurückversetzt worden. Bevor der amerikanische Kontinent entdeckt worden war und die Europäer unter Feudalherrschaften lebten, hatten Muslime schon große Fortschritte auf wissenschaftlichen, handwerklichen, kulturellen und sozialgerechten Gebieten gemacht. Unglücklicherweise hatte der Feind die Waffe der Spaltung gegen die Muslime aufgebracht und war dazu fähig gewesen, die Muslime anhand der Linie der Sekten gegeneinander auszuspielen. Die Angriffe der Feinde gegen die Muslime hörten hier nicht auf, sondern setzten sich bis zu der Formierung der von Mohammad bin Abdul Wahab gegründeten abwegigen Gruppe der Wahabiten fort. Bald nach ihrer Gründung beging diese gefährliche Gruppe sowohl gegen Schiiten als auch Sunniten verächtliche Angriffe und Gräueltaten. Am Eid-e Ghadir- Tag 1216 (iranischer Kalender – 1837 n.Chr.) mähte die Gruppe gnadenlos 5000 unschuldige Leute in der Stadt Kerbala im Irak nieder. Der Feind rief auch die falsche Bahai- Sekte unter ihrem Führer Mohammad Ali Bab, den sie den Schiiten als den Imam der Zeit vorstellten, hervor und half dieser Sekte bei ihrer Verbreitung.

     

    Alle diese Dinge machen die Bürde für muslimische Gelehrte und Forscher hinsichtlich Erfüllung ihrer Pflichten schwerer. Es erinnert sie daran, dass sie immer Einheit und Zusammenarbeit unter den Muslimen predigen und gegen die falschen und grundlosen Verfahren, welche von den Fanatikern in der Gesellschaft verwendet werden, um den Islam zu schädigen, kämpfen sollen. Zum Beispiel feiern leider einige sunnitische Brüder am Aschura-Tag, der mit dem Jahrestag des Märtyrertods des Imam Hussein (AS) zusammenfällt, Hochzeiten. Auf der anderen Seite gebrauchen einige Schiiten, welche eine besondere Zeremonie, die als Eid-e Zahra (a.s.) wohl bekannt ist, abhalten, Schimpfwörter und eine respektlose Sprache gegen sunnitische Führer. Es ist klar, dass diese laienhaften Methoden zur Freude der opportunistischen Feinde zu Teilung, Hass und Feindschaft unter den Muslimen führen.

     

    Quellennachweis:

     

    1- Islamische Welt, Herausforderungen und Lösungen, Schriften und Artikel, vorgestellt an der zwölften Konferenz über Islamische Einheit, 1379.
    2- Sahife-ye- Nour, Imam Khomeini, Bd 1, S.120.
    3- Überblick über den Gedanken der Annäherung, Eskandary, S.32.
    4- Aali Imran (3):103
    5- Dhariyaat (51):56.
    6- Aali Imran ( 3): 103
    7- Durr al-Manthur, Suyuti, siehe Vers 103, Aali Imran.
    8- Tafsir Ayashi, siehe Vers 103, Aali Imran.
    9- Tafsir Mizaan, Allameh Tabatabai, Bd. 3, S.602.
    10- Aali Imran (3): 105.
    11- Tafsir Mizaan, Bd. 3, S. 608.
    12- Hudschuraat (49): 10.
    13- Anfaal (8) :46.
    14- Nahl (16):125; Ankabut (29):46.
    15- Anbiyaa (21):92.
    16- Mufradaat Raghib, siehe Thema „Ummah“.
    17- Tafsir Nemuneh, Makarim Shirazi, Bd.13, S.497.
    18- Aali Imran:64.
    19- Tafsir Nemuneh, Makrim Shirazi, Bd.2, S.450.
    20- Yunus (10):35.
    21- Makatib Rasul, Bd 1, S.97.
    22- Shereh Ibn Abil Hadeed, Bd. 3, S.210.
    23- Aali Imran (3):6, Musnad Ahmad, Bd. 1, S.185.
    24- Baqarah (2):207,Mustadrak ala as-Sahihein, Bd. 3, S.4.
    25- Ahzab (33) :33, Sahih Muslim, Bd. 2, S.331.
    26- Schura (42) :23 Durr al-Manthur, Suyuti, Bd. 2, S. 239.
    27- Maida (5):55, Bd. 2, S. 239.
    28- Dem Ursprung von Unterschieden zwischen den schiitischen und sunnitischen Interpretationen der Qur’anverse kann bis zurück zu den Überlieferungen und Erzählungen nachgegangen werden. Gelehrte können die Kette der Empfänger und Erzähltexte fern ab von Fanatismus und Egozentrik studieren, um zur Wirklichkeit des Qur’an und der Überlieferungen zu finden.
    29- Islamuna, Rafi’, S.59, Zitat von Ghadir Shanasi, Ali Asghar Rezwani, S.18.
    30- Fi Sabil Wahdatil Islamiya, S.64.
    31- Difa’ anil Aqida wa Sharia, S. 257a.
    32- Fi Sabil Wahdatil Islamiya, S.66.
    33- Taarikhul Madhahibil Islamiya, S.39.
    34- Zeitschrift: Risalatu Thaqalain, Bd. 2, Jg.1, 1413 (1983), S.252.
    35- Ghadir Shanasi, Ali Asghar Rezwani, S.10-30.
    36- Ain Wahabiyat, Ja’far Subhani, S.29.
    37- Hambastegi (Solidarität)