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    Die Spiritualität Ajatollah Khameneis

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    Am 14. Chordad 1368, 4. Juni 1989, verließ der geliebte Imam seine Ummah und kehrte zu seinem Herrn zurück. Dieses traurige Ereignis ging mit einem anderen wichtigen Ereignis einher, nämlich die Bestimmung des jetzigen Revolutionsoberhauptes durch die vom Volk gewählten Mitglieder des Expertenrates. Ajatollah Khamenei ist wie Imam Chomeini zu einer Persönlicheit geworden, welche die Herzen der Menschen anführt.

     

    Er besitzt hohe Charaktereigenschaften und unter diesen leuchtet besonders seine Spiritualität auf. Der ehemalige UN-Generalsekretär Kufi Annan hat über ihn gesagt:

     

    „Während meiner Treffen mit Ajatollah Khamenei hatte ich das Gefühl, bislang keinem wie ihm begegnet zu sein. Seine Spiritualität hat mich derartig beeindruckt, dass ich dachte: Wieso eigentlich soll jemand wie ich UNO-Generalsekretär sein? Ich habe immer geglaubt, spirituelle und mystische Personen wissen nichts über die Politik, aber bei meinem letzten Treffen habe ich bei ihm nicht nur höchste Religiosität beobachtet sondern auch eine politische Persönlichkeit in ihm erlebt, so dass ich alle meine vorherigen Vorstellungen von einem großen Politiker auslöschte.“

     

    Ajatollah Khamenei lässt sich nicht gerne loben. Seine aufrichtige Motivation zur Gottdienstbarkeit lässt nicht zu, dass er irgendein Interesse daran hätte, seine Spiritualität zu zeigen. Er zieht es vor, dass diese innere Andacht und mystische Beziehung zum Herrn zwischen ihm und Gott verborgen bleibt.

     

    Aber sein mystischer Pfad und seine Art, seine Ansprachen und Gedichte gewähren einen kleinen Einblick in sein spirituelles Leben, ebenso wie die Aussagen der Personen in seiner unmittelbaren Umgebung in dieser Beziehung aufschlussreich sind.

    Wenn wir das Haus von Ajatollah Khamenei betreten, vergessen wir sofort jede Vorstellung, die wir ansonsten von dem Leben eines bedeutenden Oberhauptes hegen.

     

    Noch nicht einmal einfache Möbelstücke sind zu sehen, geschweige denn prunkvolle Stilmöbel; weder handgeknüpfte Teppiche noch besondere Beleuchtung. Nein: Alles ist schlicht und einfach in dieser Wohnung. Du bist dermaßen verwundert darüber, dass du vergisst, das Hause eines sehr einflussreichen Mannes betreten zu haben.

     

    Einer der Verantwortlichen im Büro des Revolutionsoberhauptes sagt: „Agha (gemeint ist der Revolutionsführer) betrachtet es als eine Pflicht, die Bescheidenheit zu bewahren und sich nicht für den weltlichen Glanz zu interessieren.“ … Er weiter: sämtliche Möglichkeiten liegen in unmittelbarer Reichweite für ihn , aber weder er noch seine Familie zeigen irgendein Interess daran. …“

     

    Es hat mit der Spiritualität Ajatollah Khameneis zu tun, dass er diesen Lebensstil wählt. Seine Art geht auf die Spiritualität und den Lebenstil des Propheten des Islams (s) und des Imam Ali (a.s.) zurück.

    Nicht nur am Lebensstil sondern auch an seiner Spiritualität ist zu erkennen, dass Ajatollah Khamanei dem Vorbild des Prophetenhauses folgt.

     

    Der Verzicht auf weltlichen Prunk und die Stärkung der Gottesfürchtigkeit ist etwas, was das Revolutionsoberhaupt schon als junger Mensch angestrebt hat. In seinen Erinnerungen schreibt Ajatollah Khamenei, dass er schon als Halbwüchsiger gerne zusätzliche gottesdienstliche Übungen vornahm. Er erzählt: Ich habe die gottesdienstlichen Übungen zum Arafeh-Tag zusammen mit meiner Mutter in unserem kleinen Haushof vorgenommen, als ich noch nicht religionsrechtlich als Erwachsener galt (bei Jungen vor vollendetem 15. Lebensjahr nach Mondzeitrechnung). So verlief meine Jugend. Es war eine Zeit, in der ich mit der Spiritualität Bekanntschaft schloss, mit den Gebeten und Gottpreisungen.“

     

    Die Gebete, die der Islam bereithält, sind eine Quelle für Erkenntnis und Wissen und die Auseinandersetzung mit ihrem Inhalt wirkt sich auf die religiöse Erziehung des Menschen aus, ebenso wie die Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Korans.

     

    Das Vertrautsein mit dem Koran ist ein herausragender Aspekt im spirituellen Leben des Oberhauptes der Islamischen Revolution. Die Liebe zum Koran begann ebenso in der Kindheit in seinem religiösen Zuhause. Sie führte später zu tiefem Nachdenken über die hohen Inhalte des Himmelsbuches.

     

    Das Revolutionsoberhaupt ist der Ansicht, dass sich die nahe Beziehung zum Koran in drei Phasen entwickelt. Diese Phasen sind: erstens die regelmäßige Koranlesung,zweitens das Nachdenken über die göttlichen Verse und schließlich das Vertrautsein mit dieser Himmelsschrift.

     

    Scheich Mohammad Ahmad Bassiouni, der bekannte ägyptische Koranrezitator bezeichnet Ajatollah Khamenei als eine außergewöhnliche Ausnahme unter den Anführern der islamischen Gesellschaften hinsichtlich seiner besonderen Aufmerksamkeit für die Koranrezitatoren und sagt, dass er die iranischen und nicht-iranischen Rezitatoren auf gleiche Weise achtet. Er weiter: „Außerdem habe ich gesehen, welche tiefe Wirkung die Rezitation des Korans auf ihn hat und wie sich seine Augen während der Rezitation mit Tränen füllten und das Licht des Korans auf seinem Antlitz leuchtete.“

     

    Einer der Schutzwächter Ajatollah Khameneis berichtet: „Agha (ye Khamenei) hat mir empfohlen, viel im Koran zu lesen und zu mir gesagt: `Der Koran ist Licht. Ich habe in meiner Jugend innerhalb von jeweils drei Tage den Koran vollständig gelesen. Jetzt, wo ich alt geworden bin und vieles zu erledigen haben, kann ich nicht mehr wie vorher den Koran in drei Tagen lesen. Jetzt dauert es 9 oder zehn Tage.“

     

    …Dieser Schutzwächter erzählt weiter: „Immer wenn Sie das Oberhaupt sehen, ist er Gott eingedenk oder er liest im Koran. Er wird unmöglich auch nur einen Augenblick lang Gott vergessen.“

     

    Ajatollah Khamenei legt besonderen Wert auf den täglichen Gebetsdienst und zumeist verrichtet er das Gebet zusammen mit anderen in Form des Gemeinschaftsgebetes.

     

    Einer seiner Schutzwächter sagt, dass das Revolutionsoberhaupt anderthalb Stunden vor dem Gebetsruf zum Morgengebet aufsteht und bis zum ersten Morgenlicht Gottesdienste verrichtet und diese Zeit mit Gebeten und Koranlesen verbringt.

     

    Wenn der Gebetsruf erklingt, legt er jede Arbeit nieder, selbst wenn er gerade zu anderen spricht, und sagt: `Lasst uns erst das Gebet verrichten. Das Gebet sollte man gleich zu Anfang der Gebetszeiten beten.`

    Außerdem heißt es über Ajatollah Khamenei dass er zwischen dem Abendgebet und dem Nachtgebet 15 bis 45 Minuten schweigt und nachdenkt.

     

    Damit erinnert er an den bekannten Hadith des Propheten : Eine Stunde Nachdenken wiegt mehr als 70 Jahre gottesdienstliche Übungen.

     

    Ajatollah Mussa Kaschani der im Führungsbüro tätig ist, berichtet: „ Beim Gott-Dienen verbringt das Oberhaupt in einem besonderen Zustand. Innerhalb von 24 Stunden schläft er nur 4 Stunden und den Rest widmet er sich der Arbeit, dem Gott-Dienen und seinen Führungsaufgaben.“

    Eine deutlicher Charakterzug Ajatollah Khameneis ist seine Liebe zum Propheten und zu den Edlen aus dem Prophetenhaus.

     

    Hudschat-ul-Islam Dr. Ahmad Ahmadi, Mitglied der Kommission für die Kulturrevolution, sagt: „Es ist beeindruckend, wie sehr das Revolutionsoberhaupt sich in der Geschichte der Imame auskennt. Ich kenne keinen der sich so intensiv mit der Geschichte der Imame (a.s.) beschäftigt hat, insbesondere der Geschichte von Imamen wie Imam Dschawad, Imam Hadi und Imam Hassan Asgari und überhaupt der Geschichte der Imame nach Imam Resa. Über diese gibt es ja leider nicht so viele Recherchen. Trotz seiner vielen Arbeit hat er sich dieser wichtigen Angelegenheit gewidmet und man muss sagen, dass er bei der Analyse der Geschichte dieser großen Persönlichkeiten den anderen voraus ist.

     

    Bei den Ansprachen zu bestimmten Anlässen wird deutlich, wie groß seine Kenntnisse über das Leben und die Lebensweise Imam Alis sind und wie gut er die Geschichte der Imame zu analysieren vermag.“

     

    Die Fürbittesuche bei den Edlen aus dem Hause des Propheten und ganz besonders bei Hasrat-e Fatima Zahra (der Prophetentochter) und die Trauerzeremonien für die größte Dame des Islams gehören zu den schönen Gewohnheiten Ajatollah Khameneis.

     

    Er hat im vertrauten Kreise gesagt: Meine wichtigsten Anliegen bringe ich in der Nacht zum Jahrestag des Märtyrertodes von Hasrat-e Zahra a.s. und durch ihre Fürbitte vor Gott.“

     

    Ajatollah Khamenei ist ein Gottesmann. Mit vollendeter Erkenntnis hat er sich seinem Herrn ergeben. Die Ernsthaftigkeit mit der er dem Gott-Dienen, dem Gebetsdienst,dem Gotteingedenksein und der Koranlesung nachgeht sowie seine weise Lenkung haben das Revolutionsoberhaupt zu einer vielseitigen Persönlichkeit werden lassen.

     

    Seine große Spirituatlität kommt in seinem tiefen Vertrauen zu Gott zum Ausdruck. Ohne Angst vor den Drohungen der Feinde, vertraut er nur auf Gott und zitiert in seinen Ansprachen oft folgenden Koranvers:

    „Und für den, der auf Allah vertraut, ist Er Genüge“

    (Sure Talaq (Sure 65) Vers 3)

     

    Quelle: http://german.irib.ir