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    Die Unfehlbarkeit der Propheten (Teil 1)

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    In diesem Artikel setzen wir uns mit der Frage der Unfehlbarkeit der Propheten auseinander. Im ersten Teil werden wir den sunnitischen Standpunkt untersuchen, anschließend werden wir die Meinung der Schia dazu mit Bezug auf den Koran vorstellen. Im zweiten Teil werden wir logische Argumente für die Unfehlbarkeit liefern. Außerdem werden wir einen Blick auf authentische sunnitische Überlieferungen werfen, die die Unfehlbarkeit der Propheten untermauern. Im dritten Teil schließlich gehen wir auf die Argumente der Kritiker zu diesem Thema ein.

     

    Ist es überhaupt möglich, dass ein Mensch unfehlbar ist? Ist es angemessen zu glauben, dass Allah (swt), der Schöpfer und Aufrechterhalter des Universums, sündhafte Rechtleiter an die Menschheit sendet? Was sagt der Koran dazu, welche Informationen und Beweise liefert er uns über dieses Thema. Diese und andere Fragen stehen in diesem Artikel zur Debatte.

     

    • Dementi
    • Unfehlbarkeit nach sunnitischer Sicht
    • Unfehlbarkeit nach schiitischer Sicht
    • Der Begriff „Unfehlbarkeit“
    • Die Propheten und Gesandten
    • Der Koran über die Propheten

     

     

    Dementi

     

    Die Zwölfer-Schia halten kein menschliches Wesen, sei es ein Prophet, ein Gesandter oder ein Imam, für göttlich. Weder beten wir Menschen an noch billigen wir diesen Brauch. Allah (swt) wird nie in Frage gestellt in der schiitischen Glaubenslehre oder Philosophie. All diese basislosen Unterstellungen, die über uns herumkursieren, sind bloße Propagandamittel mit politischen Motiven. Erhaben ist Allah (swt) über alles, was an Würde und Gerechtigkeit kratzt. Wir betrachten Allah (swt)  als den gerechten Schöpfer, der seine Geschöpfe nicht ungerecht behandelt. Allah (swt) ist unteilbar und überlässt seine Erhabenheit und Hoheit nicht anderen. Keinem ist es gestattet, sich ohne seine Erlaubnis in seine Belange einzumischen. Das ist das Kredo der Zwölfer-Schia. Alle anderen negativen Behauptungen werden den Schia unterstellt und sind nur Humbug.

     

    Unfehlbarkeit nach sunnitischer Sicht

     

    Hier herrschen Meinungsverschiedenheiten unter den sunnitischen Gelehrten. Manche Sunniten behaupten, dass der Prophet (ص) nur bei der Überlieferung Allahs Botschaft unfehlbar bzw. sündenfrei ist. Darüber hinaus begehe er (ص), genauso wie andere, Sünden und Fehler in vielen Dingen.

     

    Diese Gruppe der Sunniten stützt sich in ihrer Meinung auf die in ihren Büchern dargelegten Überlieferungen, die berichten, wie der Prophet eingeschlafen ist und die Gebetszeit verpasst, und sogar die notwendige Waschung (Wudu) vor dem Gebet vergessen hat. (Sahih al-Bukhari, arabische Ausgabe, Bd. 1 , S. 37, 44, 171). Ferner behaupten Sie, dass er sich ab und an zusammen mit Aisha des Tanzes und der Musik erfreute. (Sahih al-Bukhari, arabische Ausgabe Bd. 3, S. 228)

     

    Weiterhin behaupten sie, er (ص) wäre einmal einem Zauberspruch erlegen gewesen, der bei ihm schwerwiegende Sinnestäuschungen verursachte (Sahih al-Bukhari, arabische Ausgabe, Bd. 7 S. 29 und Bd. 4, S 68).

     

    Das sind nur wenige Beispiele, die diese „Gelehrten“ dem Segen der Menschheit zuschreiben, den Gesandten Gottes, Mohammed (ص).

     

    Hier sei bemerkt, dass diese Überlieferungen nach schiitischer Sicht weder authentisch sind noch auf Wahrheit basieren. Diese Überlieferungen haben die Umayyaden hinzugefügt, um u.a. ihre eigene Korruption und Anmaßung zu verharmlosen. Denn wenn der Prophet schon Sünden begeht laut den vorhergehenden Überlieferungen, können wir Uthman, Muawiya, Yazid oder Amr Ibn al-Aas es doch nicht übel nehmen, wenn diese Sünden begehen. Es ist zu ihrem Vorteil, solch ein Bild vom Propheten abzugeben, ein Mann, der sich in Gesellschaft seiner Frau des Tanzes und der Musik erfreut, um das Tanzen und die Musik in ihren Palästen zu rechtfertigen.

     

    Die Ursache für die jetzige Lage der Umma liegt nicht etwa darin, dass einige von uns ihre Gebete nicht verrichten oder sich nicht an die Fastenzeit halten, sondern vielmehr weil manche Menschen die Religion Allahs (swt) zu ihrem eigenen Vorteil geändert und manipuliert haben genauso wie im Judentum und Christentum. Das ist die verstrickte Situation, in der wir uns heute befinden. Wir begehen Sünden, und dann sagen wir, was ist schon dabei, der Prophet (ص) war doch selbst ein Sünder. Zu edel sind die Wesen der Propheten und Gesandten Gottes, als dass sie solche Sünden begehen. Bei Allah, solche Dinge zu behaupten ist weniger eine Missachtung der Propheten als dass es eine Missachtung Gottes (swt) ist. Denn wenn wir behaupten, dass Allah sündhafte Menschen an uns sendet, behaupten wir damit auch, dass Allah selbst Sünden billigt, warum sonst sollte er sündhafte Menschen zu uns senden. Und andererseits verwehrt uns Gott, Schlechtes zu tun. Was ist das für eine Logik. Erhaben sei Allah von solchen Verunglimpfungen.

     

    Unfehlbarkeit nach schiitischer Sicht

     

    Die Schiiten wiederum vertreten die Meinung, dass alle Propheten und Gesandten Gottes sündenfrei und unfehlbar sind, und das sogar bevor sie zu Propheten oder Gesandten wurden. So behaupten sie z.B., dass der Prophet Mohammed (ص) bereits in den ersten 40 Jahren seines Lebens sündenfrei und unfehlbar war, obwohl er erst im Alter von 40 Jahren zum Gesandten Gottes wurde – eine Behauptung, die durch die Geschichte bestätigt wird.

    Da es schwer nachzuvollziehen ist, dass ein Mensch sündenfrei sein kann, werden wir im Folgenden den Begriff „Unfehlbarkeit“ genauer erläutern.

     

    Der Begriff „Unfehlbarkeit“

     

    Der Gelehrte Mohammed (möge seine Seele in Frieden ruhen) beschreibt in seinem Buch „Al-Islam wal-Aql“ [Der Islam und die Vernunft], dass der Begriff der Unfehlbarkeit (Isma) sehr oft missverstanden wird. Was wir mit diesem Begriff meinen, ist dass der Prophet kraft seines Prophetentums eine reine Seele hat, wie der Koran darlegt:

    „die menschliche Seele flüstert dem Menschen Schlechtes ein, es sei denn mein Herr lässt Gnade walten…“ (12:53)

     

    Allah (swt) hat hinsichtlich der menschlichen Seele, die schlechtes einflüstert sehr deutlich eine Ausnahme gemacht durch die Benutzung des Ausdrucks „es sei denn“. Basierend auf die schiitische Philosophie leiten wir daraus ab, dass die Seele beim Menschen eine kontrollierende und leitende Funktion hat. Deshalb kann die Seele zum Schlechten animieren. Der Mensch jedoch besitzt die Freiheit und Selbstbestimmung, diese Einladung zum Schlechten abzulehnen. Akzeptiert er sie jedoch, so trägt er die Verantwortung für die begangene schlechte Tat. Dies ist zwar eine vereinfachte Erklärung, aber sie erfüllt den Zweck.

     

    Die Propheten und Gesandten

     

    Die Ausnahme, die Allah (swt) gemacht hat, bezieht die Propheten und Gesandten mit ein. D.h. da ist etwas in der Seele dieser würdigen Menschen, dass bei ihnen den inneren Trieb zum Schlechten ausschließt, deswegen begehen sie es auch nicht. Sie haben eine perfekt ausgeprägte Rechtschaffenheit, dass sie nicht mal daran denken, eine Sünde zu begehen. Daraus dürfen wir nicht schließen, dass ein Prophet oder Gesandter nicht imstande ist, eine Sünde zu begehen, wenn er dies wollte, es ist eher dieser Segen im bereits erwähnten Vers, der auf ihm ruht, und der ihn davon abhält, Schlechtes zu tun. Infolgedessen ist er sündenfrei und unfehlbar, obwohl er jederzeit frei nach eigenem Willen eine Sünde begehen könnte.

     

    Als der Teufel sich weigerte, sich vor Adam niederzuwerfen, wurde er verbannt und verflucht. Nach dem Koran erwiderte der Teufel darauf:

    15.39: Er sagte: Mein Herr, weil Du mich in die Irre geführt hast, werde ich ihnen den falschen Pfad schmücken und sie alle auf Erden in die Irre leiten.
    15.40: Nur Deine wahren treuen Untertanen werden hiervon verschont bleiben.
    15.41: (Allah) sagte: Dieser (Weg meiner ergebenen Diener) ist der wahre Weg, der geradewegs zu mir führt.
    15.42: Was meine Diener betrifft, so wirst du keine Macht über sie haben, außer jene, die dir folgen.
    15.43: Und wahrlich für all diese Menschen ist die Hölle der verheißene Ort.

     

    Aus dem obigen Dialog wird Gottes Versprechen ersichtlich, dass der Teufel keinen Einfluss auf die treuen Diener Gottes hat, und nur Übeltäter dem Teufel folgen werden. Somit sind die ergebenen Diener Allahs keine Übeltäter und werden nicht irregeleitet. Allah (swt) bestätigt auch, dass der Weg seiner ergebenen Diener sie direkt zu Ihm führt. All diese Tatsachen beweisen, dass die aufrichtigen Diener Allahs nie in die Schlingen des Teufels geraten, woraus resultiert, dass sie unfehlbar sind, dank Allahs Gnade.

     

    Hier sei am Rande bemerkt, dass in den oben erwähnten Versen weder die Rede von „Prophet“ oder „Gesandter“ ist, mit anderen Worten müssen die „wahren ergebenen Diener nicht zwingend Propheten oder Gesandte sein.

     

    Der Koran über die Propheten

     

    Als Erstes wäre es sehr angemessen, einen Blick auf die Pflicht des Gehorsams gegenüber dem Propheten zu werfen, um zu verstehen wie allumfassend und durchdringend diese Pflicht ist und wie großartig die Autorität des Gesandten Gottes ist. Allah bringt im Koran vor:

    Wir schickten die Gesandten nur, damit ihnen mit dem Willen Gottes Folge geleistet wird. (4:64)

     

    Dem Propheten oder Gesandten Gottes sollte Gehorsam und Folge geleistet werden. Von den Anhängern wird nicht erwartet, jede Anweisung des Propheten auf den Grund zu gehen, um zu entscheiden, was befolgt oder was nicht befolgt werden soll. Es gibt keine Möglichkeit, seine Anweisungen zu prüfen, weil er selbst uns all die Regeln und göttlichen Gesetze in der Form eines Buches und den Überlieferungen (Aussprüche, Handlungen, Billigungen) mitgeteilt hat. Eine Anzweiflung irgendeiner seiner Handlungen führt unvermeidlich zur Anzweiflung und Infragestellung all seiner bereits übermittelten Regelungen und Anweisungen. Das zeigt, dass die Propheten und Gesandten Gottes frei von Fehlern und Sünden waren, sonst hätte Gott (swt) von den Menschen nicht uneingeschränkten Gehorsam gegenüber den Propheten verlangt.

     

    Es gibt viele Verse, in denen Allah uns anordnet, dem Propheten zu gehorchen.

    Oh ihr Gläubigen! Gehorcht Allah und dem Gesandten, und vereitelt nicht eure Taten (Koran 47:33).

    Allah der Erhabene sagt auch: Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht (in Wirklichkeit) Allah. (Koran 4:80)

    Beachten Sie nun den folgenden Vers: „…und hört nicht auf einen sündigen oder ungläubigen Menschen.“ (Koran 76:24)
    Wir haben das Bild klar und deutlich vermittelt. Den Propheten muss Folge geleistet werden und den sündigen Menschen nicht. Die einzig logische Schlussfolgerung ist, dass die Propheten keine Sünder oder Übeltäter waren, sondern unfehlbar und sündenfrei.

     

    In den oben erwähnten Versen und vielen anderen Versen des Korans wird deutlich gemacht, dass der Gehorsam gegenüber dem Propheten gleichbedeutend mit dem Gehorsam gegenüber Allah ist. So eine Geltendmachung wäre nicht möglich, wären die Propheten nicht unfehlbar (Ma’soom) gewesen.

     
    Werfen wir einen Blick insbesondere auf den Propheten des Islam (ص); Allah sagt uns:

    Was immer euch der Prophet erlaubt hat, nimmt es an; und was immer er euch verboten hat, so haltet euch fern davon.“ (Koran 59:7)

     

    Wieder eine Aussage, die belegt, dass alles, was der Prophet geboten hat, uneingeschränkt und zweifelsohne akzeptiert werden muss. Dies bedeutet wiederum, dass die Erlaubnis bzw. die Untersagung des heiligen Propheten auch gleichzeitig mit Allahs Willen einherging und durch Ihn begünstigt wurde, was wieder beweist, dass der Prophet unfehlbar war (Ma’soom). Ansonsten hätte sich keiner über die Anweisungen eines Mannes, der nicht unfehlbar ist, sicher sein können.

     

    Wenn der Prophet tatsächlich ein Sünder gewesen sein sollte, wie manche Leute behaupten, wie kann uns Allah dann anordnen, etwas Sündhaftes zu akzeptieren. Mann sollte stets Allah in Gedanken haben, wenn man argumentiert. Jene Unterstellung, dass der obige Vers sich ausschließlich auf religiöse Offenbarungen bezieht und dass der Prophet nur diesbezüglich sündenfrei ist, weise ich zurück, da diese Behauptung völlig gegenstandslos ist. Es ist allgemein anerkannt, dass solange kein Ausschluss oder Bedingung oder Bezug auf etwas Bestimmtes im Koran vorhanden ist, ein Vers für alle Bereiche des Lebens gilt. Zweitens steht alles, was der Prophet gesprochen hat, in direktem Zusammenhang mit Allah und Seiner Religion; zum anderen, wie kann man Allah (swt) unterstellen, er würde eine Abgrenzung machen.

     

    Weiß man denn nicht, was Aisha sagte, als sie nach dem Verhalten des Propheten befragt wurde. Sie sagte: „Sein Leben war der Koran, insbesondere die ersten zehn Verse des Kapitels al-Noor (das Licht).“ Wenn der Prophet selbst den Koran verkörpert, wie kann er ein Sünder sein? Das würde bedeuten, dass der Koran voller Sünden ist! Erhaben sei Allah (swt), solch ein Buch zu offenbaren!! In einem anderen Vers sagt Allah (swt):

    „Sprich, wenn ihr wirklich Allah liebt, dann folgt mir, Allah wird euch lieben und euch eure Sünden vergeben“ (Koran 3:31)

     

    Hier wird die Liebe Allahs (swt) von der Befolgung der Anweisungen des Propheten des Islam abhängig gemacht. Die Liebe zu Beiden steht in Bezug zueinander. Wenn du Allah liebst, folge dem Propheten; wenn du dem Propheten folgst, wird Allah (swt) dich lieben. Ist das nicht Beweis genug, dass der Prophet absolut unfehlbar war?

     
    Nicht nur die Anweisungen des Propheten, sondern auch seine Entscheidungen sind fehlerfrei, denn Allah (swt) sagte zu seinem Propheten:

    Oh nein, bei Gott! Sie werden keinen (wahren) Glauben haben, bis sie dich in ALL ihren Streitigkeiten zwischen ihnen entscheiden lassen und in ihren Seelen keine Abneigung gegen deine Entscheidungen herrscht, sondern sie überzeugten Herzens akzeptieren. (Koran 4:65).

     

    Wenn all die Entscheidungen des Propheten bedingungslos akzeptiert werden sollen, dann müssen alle Entscheidungen des Propheten fehlerfrei sein.
    Neben seinen Handlungen und Entscheidungen stellen auch alle seine Reden bis ins feinste Detail die Gebote  Allahs dar. Der Allmächtige zeigt im Koran auf:

    53:1: Beim Stern, wenn er herab fällt
    53:2: Euer Gefährte (Prophet) ist weder vom rechten Weg abgekommen noch irrt er sich
    53:3: Noch sagt er was aus eigner Laune
    53:4: Es ist eine Offenbarung, die offenbart wird
    53:5: Der Allmächtige hat sie ihm gelehrt

     

    Diese Verse bezeugen nicht nur, dass der Prophet sich weder irrt noch sündigt, sondern auch, dass all seine Reden in jeder Hinsicht eine Offenbarung sind. Sie drücken deutlich aus, dass der Prophet nie etwas aus eigenem Sinn sagte. Das bezieht sich sowohl auf seine Überlieferungen als auch auf den Koran. Für jene, die dem widersprechen wird ins Gedächtnis gerufen, dass die Überlieferungen bei jeder Interpretation des Korans herangezogen werden, und das sowohl in der Rechtswissenschaft (Fiqh) und in anderen Bereichen.

     

    Wenn die Überlieferung falsch ist, weil man behauptet, der Prophet sei ein Sünder (Möge Allah uns vergeben!!), dann ist die Auslegung des Korans auch falsch!!! Das zeigt Mangel an Ehrfurcht vor Allah! Für jene, die behaupten, der Prophet sei nur bei der Übermittlung Gottes Botschaft sündenfrei, dann bestätigen sie, was die Schiiten sagen!!! Es gilt als allgemein anerkannt, dass die „Sunna“ des Propheten seine Aussprüche, seine Handlungen und seinen Billigungen umfasst. Da die Sunnah auch die Handlungen des Propheten mit beinhalten, dann ist er auch in seinen Handlungen sündenfrei.

     

    Allah (swt) sagt dazu auch:

    Haben wir nicht deine Brust erweitert und die Last von ihr genommen, die deinen Rücken schwer belastet hat und erhöhten dein Ansehen…(Koran 94:1-4)

     

    Ich werde dazu nicht weiter kommentieren, aber ich zitiere den sunnitischen Koranexegeten Abdullah Yusuf Ali, der anlässlich dieses Verses in seinen Fußnoten schrieb:

    „(Das ist auch) das Gebet von Moses (als er Gott um Erweiterung seiner Brust bat. Die Brust steht als Symbol für den Ort des Wissens und der edelsten Gefühle der Liebe und Zuneigung. Sie ist die Schatzkammer, in der die edelsten aller menschlichen Eigenschaften gespeichert sind, die dem göttlichen am nächsten sind. Das Wesen des heiligen Propheten wurde gereinigt, erweitert und gehoben, so wurde er zum Segen aller Geschöpfe. So eine Natur kann es durchaus damit aufnehmen, den niederen Beweggründen des Menschen standzuhalten, die ihn dazu verleiteten, den Propheten auf schändliche Art und Weise zu attackieren. Dieses Wesen verlieh ihm die Kraft und den Mut, seine Aufgabe zu bewältigen, die darin bestand, Sünden zu verurteilen, sie zu verbannen und Allahs Geschöpfe vor ihrer Verführung zu beschützen.
    Es ist nämlich eine schwere und ärgerliche Last für einen Menschen, alleine gegen Sünden vorzugehen. Aber Allah sandte SEIN SEGEN und seine Hilfe und diese Last wurde beseitigt und wurde in Freude und Triumph im Dienste des einzigen wahren Gottes umgewandelt.

     
    Die Tugenden des Propheten, der großmütige Charakter und seine Liebe zu den Menschen wurden während seiner Lebenszeit hoch geschätzt und sein Name hat den höchsten Rang unter den heldenhaften Führern der Menschheit eingenommen. Diese Aussage ist umfangreicher und bezieht sich auf andere Propheten…“
    (Zitat Ende: A. Yusuf Ali)

     

    Ist es notwendig noch mehr dazu zu sagen. Sehen wir doch, was Allah (swt) noch dazu sagte:

    „Er hat seinen Gesandten mit der rechten Führung und der Religion der Wahrheit gesandt…“ (Koran 9:33)

    „Und die Ungläubigen sagen: Warum wurde kein Zeichen für ihn herab gesandt von seinem Herren? Aber du bist wahrlich ein Warner und in jeder Nation gibt es einen Führer.“ (Koran 13:7)

    „Ein Gesandter, der dich Gottes Zeichen lehrt, die klare Erläuterungen beinhalten, um jene, die glauben und Gutes tun, aus den Tiefen der Dunkelheit ins Licht zu führen.“ (Koran 65:11)

     

    Die obigen Verse aus dem Koran bestätigen, dass der Prophet Mohammed (ص) als Führer für die Menschen gesandt wurde, um sie aus den Tiefen der Dunkelheit herauszuholen und ins Licht zu leiten (65:11). Und der Prophet ist ein Warner (27:91) und einer der Führer für die Menschen (13:7). Wenn Sünde Dunkelheit bedeutet, wie kann ein Prophet, der selbst im Dunkeln ist, andere Menschen da rausholen und ins Licht führen??? Möge Allah uns davor hüten, seine Propheten so zu verleumden.
    Der Koran teilt uns gleichermaßen mit, dass der Prophet zu uns geschickt wurde, um uns von Sünden zu reinigen und uns Weisheit zu lehren:

    Wir schickten euch einen Botschafter aus eurer Mitte, der euch unsere Offenbarungen mitteilt und euch reinigt, und euch das Buch und die Weisheit lehrt, und euch das lehrt, was ihr nicht wusstet. (Koran 2:151).

     

    Allah hat den Gläubigen eine große Gunst erwiesen, als er ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte sandte, der ihnen die Zeichen Allahs offenbart und sie von ihren Sünden reinigt und ihnen das Buch und die Weisheit lehrt, denn sie waren zuvor deutlich auf Abwege geraten. (Koran 3:164)

     

    Auch die Verse 2:129, 62:2 belegen ebenfalls, dass eine der Aufgaben des Propheten (ص) darin bestand, die Gläubigen zu reinigen. Wie kann ein Prophet andere von schlechten Taten säubern, wenn er selbst nicht „rein“ war. Wie kann Allah eine unreine und sündhafte Person schicken, um andere zu reinigen. Kann denn jemand anderen Weisheit lehren, wenn er nicht mal die Weisheit besitzt, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, oder noch schlimmer, wenn er nicht die Willenskraft besitzt, sich vom Schlechten fernzuhalten? Der Prophet hatte die Aufgabe, den Menschen das Buch Gottes zu lehren; was bedeutet, dass er die Anleitung Allahs kannte; er sollte die Menschen reinigen und Weisheit lehren, was bedeutet, dass er selbst Reinheit und Weisheit besaß.

     

    Ein Zeugnis für den perfekten Charakter des Propheten finden wir im Koran:

    Und wahrlich, du hast eine großartige Wesensart (Koran 68:4)

     

    Ein Mann, der Fehler begeht, verdient solche Lobpreisungen nicht. All diese Verse beweisen eindeutig zwei Dinge:

    Die Autorität des Propheten gegenüber den Gläubigen war unbegrenzt und allumfassend. Jeder von ihm gegebenen Anweisung, unabhängig von Raum, Zeit und Verhältnissen musste bedingungslos Folge geleistet werden

     

    Die höchste Autorität wurde ihm verliehen, weil er frei von jeder Form von Sünden und Fehlern war (Ma’soom). Andernfalls hätte Gott uns nicht vorgeschrieben, ihm ohne Wenn und Aber zu folgen.

     

    Quelle: http://www.al-islam.org/encyclopedia/

     

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    Quelle: http://www.al-shia.de/artikel/unfehlbarkeitderpropheten.htm