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    Die Unfehlbarkeit in der Umsetzung (Teil 6): Die Gelehrten der Rechtsschule und die Ablehnung des „Vergessens“

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    Die Gelehrten der Rechtsschule der Ahl al Bayt (a.) haben sich auf die strikte Ablehnung des Vergessens und der Nachlässigkeit des Propheten (s.) geeinigt und bestätigen die absolute Unfehlbarkeit hinsichtlich der Umsetzung der Religion, wobei sie sich dabei auf ihre langjährigen Forschungen und Analysen stützen.

     

    Al-Schaykh al-Mufid (verst. 413 n.d.H.) schrieb in einem Brief, worin er auf die Behauptungen antwortete, dass der Prophet und die Imāme in ihrem Gottesdienst nachlässig waren und vergessen haben: „Die Berichte der Nawāsib und ihre Nachahmer aus der Shia, dass der Prophet (s.) nachlässig in seinem Gebet war und nach zwei Gebetseinheiten den Taslim machte, daraufhin erinnert wurde und anschließend die Niederwerfung des Vergessens vollzog, gehören allesamt zu den unzuverlässigen Überlieferungen[1] und verpflichten nicht zum Gehorsam und Anerkennung.“[2]

     

    Al-Schaykh al-Ţusi (verst. 460 n.d.H.) schrieb nachdem er eine Überlieferung zitierte, welche besagt, dass der Gesandte Gottes (s.) niemals in seinem Leben die (zwei) Niederwerfungen des Vergessens vollzog und das gemäß diesen Überlieferungen gerichtet wird: „[Der Inhalt solcher Überlieferungen] ist korrekt und nicht jene, welche berichten, dass der Prophet vergas und die Niederwerfungen des Vergessens vollzog.“[3]

     

    Al-Muĥaqiq al-Ĥilli (verst. 676 n.d.H.) schrieb: „Die Wahrheit ist, dass der Rang des Imāms über den des Vergessens und der Nachlässigkeit im Gottesdienst gehoben wurde.“[4]

     

    Al-Muĥaqiq al-Ţusi (verst. 672 n.d.H.) schrieb: „Es ist verpflichtend, dass der Prophet (s.) unfehlbar ist, um das Vertrauen (der Menschen) zu erlangen und sein Ziel zu erreichen, ebenso ist es Pflicht, dass der Prophet über einen vollständigen Verstand, Intelligenz und Scharfsinnigkeit verfügt. Er muss eine starke Meinung besitzen und Vergessenheit und Nachlässigkeit darf ihn niemals ereilen.“[5]

     

    Allamah al-Ĥilli (verst. 726 n.d.H.) schrieb: „Die Überlieferung über „den Mann mit den zwei Händen“[6] ist bei uns ungültig, denn es ist nicht möglich, dass dem Propheten (s.) Vergessenheit oder Nachlässigkeit wiederfährt.“[7]

     

    Ebenso schrieb er in „al-Risala al-Sa`diyya“: „Wenn Vergessenheit und Fehler ihn (s.) ereilen würden, dann wären all seine Worte und Taten (ebenso) davon betroffen. Es gäbe kein Vertrauen, dass er die Botschaft Allahs (t.) zuverlässig übermittelt, denn es wäre möglich, dass er aus Nachlässigkeit der Gesetzgebung etwas hinzufügen oder weglassen könnte und so wäre der Sinn des Prophetentum nichtig. Es ist nötig, dass der Prophet mit der absoluten Unfehlbarkeit beschrieben wird.“[8]

     

    Der „erste Märtyrer“ Muĥammad Ibn Makki al-`Āmeli (verst. 786 n.d.H.) schrieb, nachdem ihm der Bericht über „den Mann mit den zwei Händen“ vorgelegt wurde: „(Diese Überlieferung) wird bei der Imāmiyya nicht angenommen, da der logische Beweis die Unfehlbarkeit des Propheten über die Vergessenheit und Nachlässigkeit bestätigt.“[9]

     

     

    [1] Akhbār Āĥād – Sind diejenigen Überlieferungen, welche einen, zwei oder drei Überlieferer aufweisen.

    [2] Berichtet über ihn (r.) in „Al-Tanbih bil-Ma`loum min al-Burhān“, al-Ĥurr al-`Ameli, S. 7, übertragen von „al-Ilāhiyyat“ von Schaykh Ja`far al-Subĥāni, Band 3, S. 201

    [3] Al-Schaykh Muĥammad Ibn al-Ĥassan al-Ţusi: „al-Tahdhib“, Band 2, S. 351

    [4] Al-Schaykh Abu al-Qasim Ja`far Ibn al-Ĥassan al-Ĥilli: „Al-Mukhtasar al-Nafi`“, S. 45

    [5] Al-Schaykh Nasr al-Deen Muĥammad Ibn Muĥammad al-Ĥassan al-Ţusi: „Tajreed al-I`tiqād“, S. 195

    [6] Siehe die dritte Überlieferung aus den Quellen der Rechtsschule der Saĥāba

    [7] Allamah al-Ĥassan Ibn Yusuf al-Ĥilli: „Tadhkirat al-Fuqaha“, Band 1, S. 130

    [8] „al-Risala al-Sa`diyya“, S. 76, übertragen von al-Schaykh Ja`far al-Sobĥāni: „Al-Ilahiyyāt“, Band 3, S. 202

    [9] Al-Schaheed al-Awal Muĥammad Ibn Makki al-`Āmeli: „Dhikra al-Schia“, S. 134

     

     

    Quelle: http://www.alhaydari.de/prophetentum