islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Die Verknüpfung von Glaube und Tat aus der Sicht des Letzten Propheten Gottes

    Die Verknüpfung von Glaube und Tat aus der Sicht des Letzten Propheten Gottes

    Rate this post

     

    Der „Glaube“ nimmt in der Persönlichkeitspsychologie des Menschen aufgrund der religiösen Lehren einen hohen Platz ein.

     

    Deshalb ist die Glaubensforschung ein sehr wichtiges Thema in der Islamischen Kultur. Wie wirkt sich der Glaube an Gott und die Gottgesandten auf das menschliche Leben aus? Wie lautet die Definition des Glaubens und was ist sein Wesen? Ist der Glaube nur eine innere Angelegenheit und Überzeugungssache oder besteht auch eine Verknüpfung zwischen ihm und dem, was der Mensch tut und sagt?

     

    Was ist der Kern des Glaubens? Wo liegen seine Grenzen, seine Vorzüge und seine Besonderheiten? Die beste und höchste Referenzquelle für das richtige Verständnis des Glaubens sind die Ahadith (Überlieferungen) des Erhabenen Propheten. Seine Definition vom Glauben ist solider und schöner als jede andere, denn sie ist vollendet, rührt von Gott, dem Höchsterhabenen her und beruht auf der göttlichen Offenbarung. Ihr Wert ist absolut, ewig und universal.

     

    Verknüpfung von Glaube und Tat

     

    In der Lehre der Ahl-e Bait (dem Hause des Propheten a.s.) und den überlieferten Worten des Propheten, besteht eine grundlegende wichtige Verbindung zwischen Glaube und Handeln. Glaube und Tat sind nicht voneinander zu trennen und weisen eine Wechselbeziehung auf. Wie Imam Ali a.s. berichtet, hat der geehrte Prophet Mohammad (s.) (laut Kanz al – ‚Ummal fi Sunan al – Aqwal wa’l – Af’al,“ Bd. 1, S. 27, Hadith 2) den Glauben wie folgt umschrieben: „Der Glaube ist Erkenntnis mit dem Herzen, Sprechen mit der Zunge und Handeln mit dem Körper.“

     

    Gemäß dieser Überlieferung des Propheten hat der Glaube drei Seiten, und zwar die des Herzens, die der Zunge und die des Handelns. Der Glaube ist also nicht nur innere Erkenntnis, sondern er muss sich auch beim Sprechen und im Verhalten zeigen. Glaube ist sowohl innerer Hang, als auch Sprechen und Handeln gemäß dem Glauben.

     

    Imam Ali a.s. hat die Unzertrennlichkeit von Glaube und Tat in Berufung auf den Propheten Gottes (s.) in einem anderen Hadith wie folgt wiedergegeben (Kanz al – ‚Ummal fi Sunan al-Aqwal wa’l – Af’al, Bd. 1, S. 33, Hadith 59): „Glaube und Handeln sind zwei Brüder, die sich zusammen getan haben. Gott akzeptiert keinen von beiden, es sei denn zusammen mit seinem Begleiter.“ Gemäß diesem überlieferten Prophetenwort, hängt es von dem äußeren Verhalten und Handeln ab, ob der innere Glaube akzeptiert wird und sind Glaube und Handeln zwei untrennbare Verbündete.

     

    In einem anderen Hadith lässt der Prophet des Islams wissen (Bihar al Anwar, Bd. 69, S. 72): „Der Glaube kommt nicht durch Behauptung und Wunsch zustande, sondern Glaube ist das, was in einem aufrichtigen Herzen besteht und durch die Tat bestätigt wird.“

     

    Glaube und Tat gehören also zusammen. Der Ausgangspunkt des Glaubens ist das Herz, und wenn der aufrichtige Glaube im Herz Fuß gefasst und beständig geworden ist, wird das Verhalten des Menschen mit diesem zur Übereinstimmung gelangen und kein Widerspruch zwischen Glaube und Handeln zu beobachten sein. Der Glaube ist jene Wahrheit, die das Herz erfüllt und das Verhalten des Menschen bestätigt ihn. Der gläubige Mensch sollte über seine Losungen und seine Äußerungen hinaus an seinem Verhalten und an seinen Handlungen erkannt werden. Die Rolle des Glaubens muss im Leben des gläubigen Menschen deutlich zum Vorschein treten.

     

    Der wahre Glaube

     

    In den Überlieferungen des Propheten wird der wahre Glaube beschrieben und zugleich wird der Zusammenhang zwischen Glaube und Verhalten gezeigt. Der Prophet des Islams (s.) hat gesagt (Kanz al-‚Ummal fi Sunan al-Aqwal wa’l- Af’al, Bd. 1, S. 36, Hadith 99). „Der Mensch gelangt nicht an wahren Glauben, es sei denn, dass er wegen Gott erzürnt und wegen Gott zufrieden wird. Wenn er dies tut, ist er des wahren Glaubens würdig geworden.“

     

    Die Zufriedenheit wegen Gott und die Zuwendung (wegen Ihm), sowie der Zorn wegen Gott und die Abwendung (wegen Ihm) gehören also zum Wesen des Glaubens und diese Zufriedenheit bzw. Empörung wegen Gott muss im Handeln sichtbar gemacht werden und sich in Wort und Tat äußern.

     

    Anas Ibn Malek bringt folgendes Prophetenwort (Kanz al – ‚Ummal fi Sunan al- Aqwal wa’l -Af’al, Bd. 1, S. 36, Hadith 95): „ Keiner ist gläubig, es sei denn, dass er das Gute, das er für sich möchte, auch für die anderen Menschen will.“

     

    In einem anderen überlieferten Prophetenwort steht (Kanz al-‚Ummal fi Sunan al- Aqwal wa’l -Af’al, Bd. 1, S. 37, Hadith 104): „Keiner gelangt an wahren Glauben, es sei denn, dass er für die anderen Menschen das wünscht, was er für sich selber wünscht.“

     

    Diese beiden Prophetenworte beinhalten wichtige moralische Lehren und Botschaften. Im wahren Glauben ist die Liebe und Güte zu den anderen Menschen enthalten. Alles was dem gläubigen Menschen in Bezug auf sich selber gefällt und was er liebt und das Verhalten, das er sich seitens der anderen im Verhältnis zu ihm, wünscht, muss er selber bei seinen gesellschaftlichen Beziehungen mit den anderen beachten.

     

    Der Prophet des Islams mahnt in diesen Ahadith über den Glauben alle Gläubigen, dass sie sich in Wort und Tat entsprechend der Lehre der Religion und dem Glauben in ihrem Herzen verhalten. Es wirkt sich auf Sprechen und Handeln der wahrhaft Gläubigen aus, wenn sie den Grundsatz akzeptieren, dass Glaube und Handeln zusammen gehören. Dies hat viele Vorteile. Die Überzeugung davon, dass das Verhalten des Menschen eine erhebliche Rolle für den wahren Glauben des Menschen spielt, ist schon für sich ein Faktor, der die Moral des Gläubigen formt. Diese Ahadith des Propheten machen die Pflicht der Anhänger des Propheten Gottes deutlich. Was die Muslime sagen und tun, darf nicht vom Islam abweichen, denn der Islam und der Glauben eines jeden ist in seinem islamischen Handeln zu suchen.

     

    Quelle: Taghrib.ir

    Schlagwörter: , , , , , ,